H wie Hola.
Offizielle Ernährungsempfehlungen sind immer Lobbyismus, Stichwort „Ernährungspyramiden“.
Das Problem ist - wie die Ernährung umstellen? Es gibt dort keine eindeutige Aussage, was wirklich eine gesunde Ernährung ist. Die meisten Empfehlungen, die man immer wieder hört, sind Vermutungen, wissenschaftlich aussagekräftige Studien gibt es zu keiner Ernäherungstheorie.
Fakt ist aber, daß sich die aktuelle Ernährungspyramide als fragwürdig herausgestellt hat, denn trotz dieser sind in den Industrienationen die Zahlen an Übergewichtigen seit Jahrzehnten im Steigen/Explodieren begriffen.
Es gibt aber Indizien, was vermutlich eine gesunde Ernährung sein kann: wenig Weißmehlprodukte (wenig Kohlehydrate aus Weißmehlprodukten), wenig Süßes/Weißzucker (schwemmt auf), eher Fleisch (durchaus auch fettig erlaubt), Milchprodukte mit mäßigem Fettanteil und Obst&Gemüse.
Diese Dinge werden auch von der Evolutionsbiologie gestützt, denn der Mensch ist an pflanzliche Kost und tierisches Eiweiß/(fettiges) Fleisch genetisch angepaßt. Bei sämtlichen Produkten aus dem Ackerbau und der Landwirtschaft ist das absolut anders und höher verarbeitete Nahrung (Kuchen, …) ist dann nochmals eine Stufe schärfer.
Es wurde auch erst jüngst wissenschaftlich festgestellt, daß sich diese evolutionsbiologischen Tatsachen tatsächlich bewahrheiten, denn der Körper reagiert bei genannten (vermutlich) „schlechten“ Nahrungsmitteln mit einem völlig anderen Blutzuckerspiegelverhalten. Mit anderen Worten: Eine Kalorie ist ungleich einer Kalorie. Es ist nicht maßgebend, wieviele Kalorien man zu sich nimmt (wieviel man ißt), sondern was man an Kalorien zu sich nimmt. Hier spricht viel für die Erkenntnisse, daß Kohlehydrate aus Weißmehrprodukten und Weißzucker vermieden werden sollen. Das schließt durchaus auch Nudeln mit ein. Spitzensportler fressen das Gelumpe auch nur in den Mengen, weil sie extrem viel verbrennen…
Günstig ist dagegen Vollkornbrot, auch sehr dunkles Brot (typisches schönes deutsches Schwarzbrot, oder Malfa) geht in Maßen anscheinend in Ordnung.
Damit hat die Wissenschaft etwas bestätigt, was der Bauer seit Jahrhunderten weiß: Willst Du ein Tier mästen, sperre es ein (raube ihm die Bewegung) und füttere es mit Getreidekörnern…
Es ist jedoch ein hartes Schlachtfeld, weil immer noch an den alten Ernährungsempfehlungen festgehalten wird (vor allem eben durch die Lobbyarbeit des Agrarsektors in vielen Ländern - besonders USA, Deutschland, Frankreich…), besonders mit dem Argument, daß die neuen Theorien ebenfalls keinen schlagenden Beweis auf Richtigkeit haben. Das stimmt auch.
Ähnliches gilt für das Vegetariertum: Vegetarier leben (vermutlich) schlicht ungesund, oder zumindest einseitig (also suboptimal). Tierisches Eiweiß zu entziehen, widerspricht in den Grundfesten der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Ich habe auch noch keinen Vegetatier - oder gar einen von der krass-esoterischen Sorte der Veganer - getroffen, den ich als „gesund“ beschrieben hätte. Schlank ja, dünn ja - aber körperlich fit - körperlich vital? Wird es natürlich sicherlich auch geben, habe aber noch keinen bei ordentlicher Kraftausdauer oder Herz-Kreislauf-Vollast gesehen…
Wichtig ist eher, daß Du deutlich mehr Sport treibst. Am besten jeden Tag und immer um einiges länger als 30 Minuten. Eine Pulsuhr ist auch nicht verkehrt, weil Du damit gezielt trainieren kannst, ohne Dich der „Freakshow Fitneßstudio“ anschließen zu müssen oder sonst schon als halber „Crack“ durchgehst. Natürlich gleichzeitig die Zufuhr an Süßigkeiten drosseln - und auch versuchen durch den Winter am Ball zu bleiben (muß ja nicht die hohe Intensität des Sommers sein). Eine Lektion, die ich auch wieder lernen mußte, nach zwei Wintern mit Jan-Ullrich-Effekt.
MfG