Gibt es überhaupt

… eine Diät die dauerhaft wirkt?
Hallo Leuts,
habe gerade mal hier etwas rumgeschmökert.
Was mir auffällt ist doch, dass es keine Diät gibt, die dauerhaft wirkt.
Das einzige was wirklich hilft ist eine Umstellung der Ernährung und mehr Bewegung.
Warum wird das nie so deutlich gesagt? Hat da die Ernährungsindustrie eine so starke Lobby, das man das tatsächlich unterdrücken kann?
Warum ist die Industrie nicht daran interessiert ungesunde Nahrung aus den Regalen zu nehmen?

Gruß D.

Hallo,

Was mir auffällt ist doch, dass es keine Diät gibt, die
dauerhaft wirkt.
Das einzige was wirklich hilft ist eine Umstellung der
Ernährung und mehr Bewegung.

Völlig korrekt und auch allgemein bekannt.

Warum ist die Industrie nicht daran interessiert ungesunde
Nahrung aus den Regalen zu nehmen?

Weil gegen die sogenannte „ungesunde Nahrung“ nichts einzuwenden ist, sofern man keine Essstörung hat und sich nicht ausschließlich davon ernährt. Warum sollen alle auf Kartoffelchips verzichten, nur weil ich mich nicht beherrschen kann?

Die „Brigitte“ und sonstigen Diäten haben meiner Ansicht nach schon eine gewisse Existenzberechtigung, wenn jemand z.B. in ein Kleidungsstück unbedingt kurzfristig reinpassen muss o.ä. Wer aber wirklich abnehmen muss/will, kommt an einer Ernährungsumstellung nicht vorbei.

Gruß,

Myriam

Das einzige was wirklich hilft ist eine Umstellung der
Ernährung …

Hallo,
da laesst sich nichts gegen sagen, enthaelt keine Aussage zum Ziel.
Die eigentliche Frage bleibt, umstellen in welche (Diaet-)Richtung?
Und dann kommt meist als Antwort die ausgewogene Ernaehrung, noch so ein nichtssagender Begriff.
Gruss Helmut

Hi Dobbs!

Das einzige was wirklich hilft ist eine Umstellung der
Ernährung und mehr Bewegung.

Genau so sieht es aus!

Warum wird das nie so deutlich gesagt?

Aus reiner Profitgier. Der moderne, westliche Mensch ist äußerst bequem und verwöhnt. Stell dir nun mal vor du möchtest ein Fitnesstudio betreiben und ein neuer Kunde kommt herein, etwas übergewichtig und möchte abnehmen. Was kommt nun besser an:

  • Kein Problem, machen wir lockeres Training auf dem Fahrradergometer und ein paar Kraftübungen, 2 mal die Woche und alles ist klar, oder
  • Kein Problem, aber sie müssen viel Arbeit und Zeit investieren um ihr Ziel zu erreichen.

Die Menschen wollen nicht hören, dass sie nur mit Überwindung vorankommen. Wann sich das eingeschlichen hat ist mir unklar.
Ähnlich ist es bei Diäten, hier wird den Menschen versprochen, dass sie ohne großen Aufwand ihre Wunschfigur bekommen und diese auch halten. Noch kurz das Bild eines attraktiven Models zum vorleben gesellschaftlich kreierter Ideale daneben abgebildet und schon ist das Wunschdenken der meisten Personen über alle Maßen ausgeprägt.
Hier wird nichts anderes getan als mit den Hoffnungen der Menschen zu spielen. Erst durch unverantwortliches Vorleben einer perversen Essenskultur krank machen und dann jeden Müll als Wundermittel verkaufen - das ist die Devise. Dies beschränkt sich bei weitem nicht nur aus die Ernährung, aber es ist ein wunderschönen Beispiel unserer krankhaften Gesellschaft.

Gruß, Angelo

H wie Hola.

Offizielle Ernährungsempfehlungen sind immer Lobbyismus, Stichwort „Ernährungspyramiden“.

Das Problem ist - wie die Ernährung umstellen? Es gibt dort keine eindeutige Aussage, was wirklich eine gesunde Ernährung ist. Die meisten Empfehlungen, die man immer wieder hört, sind Vermutungen, wissenschaftlich aussagekräftige Studien gibt es zu keiner Ernäherungstheorie.

Fakt ist aber, daß sich die aktuelle Ernährungspyramide als fragwürdig herausgestellt hat, denn trotz dieser sind in den Industrienationen die Zahlen an Übergewichtigen seit Jahrzehnten im Steigen/Explodieren begriffen.

Es gibt aber Indizien, was vermutlich eine gesunde Ernährung sein kann: wenig Weißmehlprodukte (wenig Kohlehydrate aus Weißmehlprodukten), wenig Süßes/Weißzucker (schwemmt auf), eher Fleisch (durchaus auch fettig erlaubt), Milchprodukte mit mäßigem Fettanteil und Obst&Gemüse.

Diese Dinge werden auch von der Evolutionsbiologie gestützt, denn der Mensch ist an pflanzliche Kost und tierisches Eiweiß/(fettiges) Fleisch genetisch angepaßt. Bei sämtlichen Produkten aus dem Ackerbau und der Landwirtschaft ist das absolut anders und höher verarbeitete Nahrung (Kuchen, …) ist dann nochmals eine Stufe schärfer.

Es wurde auch erst jüngst wissenschaftlich festgestellt, daß sich diese evolutionsbiologischen Tatsachen tatsächlich bewahrheiten, denn der Körper reagiert bei genannten (vermutlich) „schlechten“ Nahrungsmitteln mit einem völlig anderen Blutzuckerspiegelverhalten. Mit anderen Worten: Eine Kalorie ist ungleich einer Kalorie. Es ist nicht maßgebend, wieviele Kalorien man zu sich nimmt (wieviel man ißt), sondern was man an Kalorien zu sich nimmt. Hier spricht viel für die Erkenntnisse, daß Kohlehydrate aus Weißmehrprodukten und Weißzucker vermieden werden sollen. Das schließt durchaus auch Nudeln mit ein. Spitzensportler fressen das Gelumpe auch nur in den Mengen, weil sie extrem viel verbrennen…

Günstig ist dagegen Vollkornbrot, auch sehr dunkles Brot (typisches schönes deutsches Schwarzbrot, oder Malfa) geht in Maßen anscheinend in Ordnung.

Damit hat die Wissenschaft etwas bestätigt, was der Bauer seit Jahrhunderten weiß: Willst Du ein Tier mästen, sperre es ein (raube ihm die Bewegung) und füttere es mit Getreidekörnern…

Es ist jedoch ein hartes Schlachtfeld, weil immer noch an den alten Ernährungsempfehlungen festgehalten wird (vor allem eben durch die Lobbyarbeit des Agrarsektors in vielen Ländern - besonders USA, Deutschland, Frankreich…), besonders mit dem Argument, daß die neuen Theorien ebenfalls keinen schlagenden Beweis auf Richtigkeit haben. Das stimmt auch.

Ähnliches gilt für das Vegetariertum: Vegetarier leben (vermutlich) schlicht ungesund, oder zumindest einseitig (also suboptimal). Tierisches Eiweiß zu entziehen, widerspricht in den Grundfesten der menschlichen Entwicklungsgeschichte. Ich habe auch noch keinen Vegetatier - oder gar einen von der krass-esoterischen Sorte der Veganer - getroffen, den ich als „gesund“ beschrieben hätte. Schlank ja, dünn ja - aber körperlich fit - körperlich vital? Wird es natürlich sicherlich auch geben, habe aber noch keinen bei ordentlicher Kraftausdauer oder Herz-Kreislauf-Vollast gesehen…

Wichtig ist eher, daß Du deutlich mehr Sport treibst. Am besten jeden Tag und immer um einiges länger als 30 Minuten. Eine Pulsuhr ist auch nicht verkehrt, weil Du damit gezielt trainieren kannst, ohne Dich der „Freakshow Fitneßstudio“ anschließen zu müssen oder sonst schon als halber „Crack“ durchgehst. Natürlich gleichzeitig die Zufuhr an Süßigkeiten drosseln - und auch versuchen durch den Winter am Ball zu bleiben (muß ja nicht die hohe Intensität des Sommers sein). Eine Lektion, die ich auch wieder lernen mußte, nach zwei Wintern mit Jan-Ullrich-Effekt.

MfG