Gibt es Überkräfte und wie wirken sie sich aus ?

Die Ortsänderung eines Körpers ist bekanntlich eine Bewegung. Die Bewegung ist kausal verbunden mit Geschwindigkeit.

Die Bewegungsänderung eines Körpers ist bekanntlich eine Beschleunigung. Die Beschleunigung ist kausal verbunden mit Kraft.

In beiden Fällen können immense Wirkungen hervorgerufen werden, obwohl eine der beiden wirksamen Größen unscheinbar klein ist:

  • Mit einer noch so kleinen Geschwindigkeit kann ein Gegenstand an einen anderen Ort verschoben werden, was bei entsprechenden Umständen erheblich sein kann.

  • Die Differenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Geschwindigkeiten eines Körpers kann gering sein, dennoch können - bei entsprechend kurzzeitiger Einwirkung - eine riesige Beschleunigung und riesige Kräfte wirksam sein.

Dies alles ist selbstverständlich. Aber wie verhält es sich mit den ebenfalls denkbaren und zweifellos auch praktisch vorhandenen Phänomenen der Kraftänderung, der Änderung der Kraftänderung, der Änderung der Änderung der Kraftänderung usw. ?

Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Phänomene ohne Bedeutung sind, wenn schon die Beschleunigung als mathematisches Phänomen 2. Ordnung so eine große Rolle spielt.

Was passiert mit einem Gegenstand, der eine geringe Veränderung von Krafteinwirkung erfährt, wenn diese Kraftänderung aber in sehr kurzer Zeit erfolgt ?

Stellen die weiteren möglichen Stufen (mathematisch gesehen: die Differentialfunktionen höherer Ordnung) physikalisch gesehen nicht auch vollkommen reale Objekte dar, nämlich den vieldimensionalen Hyperraum ?

Liegen hier nicht vielleicht die Schlüssel, um mit einfachsten Mitteln durch Raum und Zeit zu reisen, wenn die verschiedenen Dimensionen wie auf einer Klaviertastatur richtig angestimmt werden ?

Hallo,

Die Ortsänderung eines Körpers ist bekanntlich eine Bewegung.

In beiden Fällen können immense Wirkungen hervorgerufen
werden, obwohl eine der beiden wirksamen Größen unscheinbar
klein ist:

Was ist ‚unscheinbar klein‘? Warum ist nur eine der beiden (wieso überhaupt nur zwei?) Größen so?

  • Mit einer noch so kleinen Geschwindigkeit kann ein

    können - bei entsprechend kurzzeitiger Einwirkung - eine
    riesige Beschleunigung und riesige Kräfte wirksam sein.

…oder auch nicht. Was sagt uns das?

Dies alles ist selbstverständlich. Aber wie verhält es sich
mit den ebenfalls denkbaren und zweifellos auch praktisch
vorhandenen Phänomenen der Kraftänderung, der Änderung der
Kraftänderung, der Änderung der Änderung der Kraftänderung
usw. ?

Unser Mechanik-Prof. erzählte uns mal:
Die Ableitung der Geschwindigkeit nach der Zeit ist die Beschleunigung.
Die Ableitung der Beschleunigung nach der Zeit ist der Ruck.
Die Ableitung des Rucks nach der Zeit ist der Ruck-Zuck…

Soviel zum Sinn der immer weiter gehenden Ableitungen.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Phänomene ohne
Bedeutung sind, wenn schon die Beschleunigung als
mathematisches Phänomen 2. Ordnung so eine große Rolle spielt.

Was ist daran zweiter Ordnung?

Was passiert mit einem Gegenstand, der eine geringe
Veränderung von Krafteinwirkung erfährt, wenn diese
Kraftänderung aber in sehr kurzer Zeit erfolgt ?

Nichts.

Stellen die weiteren möglichen Stufen (mathematisch gesehen:
die Differentialfunktionen höherer Ordnung)

Du meinst: Ableitung der Ableitung der Ableitung…
Die Ordnung steigt dabei in keiner Weise und es gibt darin auch keine Geheimnisse. Und je weiter man das führt, desto mehr lässt auch der Sinn darin nach.

physikalisch
gesehen nicht auch vollkommen reale Objekte dar, nämlich den
vieldimensionalen Hyperraum ?

Was hat der Hyperraum mit der Ableitung der Beschleunigung zu tun? Und was ist überhaupt ein Hyperraum?

Liegen hier nicht vielleicht die Schlüssel, um mit einfachsten
Mitteln durch Raum und Zeit zu reisen, wenn die verschiedenen
Dimensionen wie auf einer Klaviertastatur richtig angestimmt
werden ?

Klar. Bau doch mal ein gerät, mit dem man die Ableitung der Ableitung der Ableitung der Beschleunigung erzeugen kann. Wir sehen uns gestern…

Gruß
Axel

P.S. Bist Du evt. im Brett Esoterik besser aufgehoben?

Moin!

Gibt’s schon. Nennt sich „unendlicher Unwahrscheinlichkeitsantrieb“ und wurde von Douglas Adams sehr anschaulich beschrieben.

Mal ernsthaft: Wenn Du eine sinnvolle Antwort haben möchtest, dann definiere Deine Ausdrücke erstmal. Von welchen Größen sprichst Du? Welche Größenordnungen? Welche Rahmenbedingungen? Willst Du eher eine philosophische oder eine naturwissenschaftliche Antwort?

Eine Überkraft wäre der Druck auf den berühmten roten Knopf. Dieser braucht nur einen äußerst geringen Kraftaufwand, aber die Auswirkungen können immens sein.

Um Auf Deine Frage konkret und so präzise zu antworten, wie Du gefragt hast: Kann sein, kann aber auch nicht sein.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hallo Torsten,

der erste Gedanke beim Lesen war:
Chaostheorie
oder
Schmetterlingseffekt

Such mal mit diesen Begriffen; Du wirst von Treffern überhäuft werden, allerdings nicht wenigen, die eher im Bereich Eso liegen.

Liegen hier nicht vielleicht die Schlüssel, um mit einfachsten
Mitteln durch Raum und Zeit zu reisen, wenn die verschiedenen
Dimensionen wie auf einer Klaviertastatur richtig angestimmt
werden ?

Hier wiederum hab ich mir gedacht, daß die Frage vielleicht doch besser in den Brettern Science Fiction oder Eso aufgehoben wären.

Gandalf

Hallo
Dein Artikel liest sich ein wenig wie:
Wie kann man die Schwerkraft oder Massenträgheit überwinden? Gehts vielleicht mit Mathematik?(„von kennen“ ist sicher ok)
Erzähl mir Wunder, aber ich möchte es verstehen!

Naja, das ist vollig normal, aber das jemand dieses Problem für die Allgemeinheit löst, wohl sehr unwahrscheinlich.
Hier möchte ich mal auf die zeitliche Begrenzung der Patentlebensdauer hinweisen, eventuell auch auf Deine Lebenszeit im krassen Gegensatz zur in einem solchen Fall gewaltigen Auswirkung auf die Allgemeinheit.
Sollte es Dir nicht gelingen, dieses grundlegende physikalische Problem zu lösen, dann kannst Du Dich mit Yoga, Meditation und indischer Religion beschäftigen(Shiva).
Dein Schulwissen ist hier sicher arm.

Mit freundlichen Grüßen.
Matthias

entscheidend: 2. Ordnung
Hallo Torsten!

Ein Autofahrer verarbeitet beim Lenken die unbewußte Kenntnis
der 0.ten bis ca. 8.ten Ableitung der Weg-Zeit-Funktion x(t) -
so habe ich das einmal in einem verkehrswissenschaftlichen Text
gelesen.

(3. Ableitung entspricht übrigens der Krümmung der Fahrbahn; wenn
diese sich ändert z.B. beim Abbiegen [Gerade-Kurve-Gerade], haben wir
schon die 4. Ableitung zu verarbeiten etc.)

Das Newtonsche Kraftgesetz bedeutet, daß der Weg eindeutig
z.B. dadurch bestimmt ist, wenn vom Weg der Anfangspunkt *und* die
Anfangsgeschwindigkeit (was gerne übersehen wird) gegeben sind
und die Kraft als Funktion der Zeit.

Dann gehen in den Weg, der
letztlich eingeschlagen wird, gar keine Ableitungen der Kraft-Zeit-Funktion ein, sondern ein gewisses Integral über diese Kraft-Zeit-Funktion (please consult a book on linear differential equations).

Numerisch kann aber dieses Kraftintegral durch Funktionen angenähert werden, die von Ableitungen des Integranden (also: der Kraft-Funktion) abhängen (bin nicht ganz sicher: Newton-Quadratur?).

Daß der Autofahrer das Integral auf diese numerische Weise abschätzt, glaube ich eher, als daß er ein Gefühl für den Wert des Integrals entwickelt, weil man dafür ein Gedächtnis braucht…

Will heißen, die klassische Physik hat zu Deinen Gedanken schon eine Antwort gefunden.

Gruß
Stefan