Guten Tag, Nirwana!
Farbpalette
Ja, die Farbpaletten kann man abspeichern und laden. Farbpaletten haben nur 256 Farben (bzw. 255 + Durchsichtigkeit).
Für Panoramaphotos nutzt das nichts. Photos bearbeitet man in RGB oder Graustufen, aber nicht im Palettenmodus, denn den benutzt man nur am Schluß als eine Art der Komprimierung.
Gewiß kann man die Panoramateile von RGB in Palettenmodi wandeln, aber die Farbpaletten sind dennoch nicht austauschbar, denn die Palette selbst hat kein »Empfinden« für vergleichbare Farben. Die Farben können willkürlich über eine Palette verteilt sein. Man kann zwar die Farben nach Merkmalen sortieren, dennoch können in einer Palette die Farben 17 bis 36 zum Beispiel Blau-Lila-Töne enthalten wo für das andere Bild Türkis-Blau-Töne ermittelt wurden. Durch Übertragung der Palette ergibt sich ein gestreuseltes Falschfarbenbild.
Panoramabilder
Grundsätzlich ist es für mich immer viel Arbeit, Panoramaphotos zu erstellen. Für ein Bild aus acht Teilen benötige ich schon einige Stunden.
Nur mit der Änderung von Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbstich ist es nicht getan.
Im folgenden nenne ich Verfahren 1: Tonwerte im Histogramm kanalweise einstellen, anschließend kanalweise γ in den gleichen Histogrammen. Photoshop: Strg+L oder Bild>Anpassen>>Tonwertkorrektur. Photopaint: Bild>Anpassen>>Histogrammausgleich.
Weiche Auswahl: Der Parameter hängt vom Objekt ab und ist Erfahrungs- bzw. Übungssache. Photoshop: Auswahl>weiche Auswahlkante. Photopaint: Maske>Maskenumriß>>Verlauf.
1. Abschnitt:
Im ersten Abschnitt wird das große Bild vorbereitet. Die endgültige Farbbearbeitung erfolgt später.
Mit dem mittleren Teil fange ich an. Verfahren 1, nur ein bißchen, so daß es den anderen Teilen gut entspricht.
Von der Mitte ausgehend füge ich links und rechts die anderen Teile an jeweils auf eigenen Ebenen (in Photopaint als neue Objekte). Ebenenmenü bzw. Objektandockfenster einschalten! »Bild>Arbeitsfläche« (Photoshop) bzw. »Bild>Seitengröße« (Photopaint) vorher ausreichend vergrößern. Dabei wähle ich die Einzelheiten aus, wo sich die Teile überdecken sollen. Dann verzerre¹ ich die Teile und regle die Position nach. Verfahren 1 führe ich jeweils so durch, daß das Teil jeweils zu seinem »älteren« Nachbarn paßt. (Photoshop: Strg+T oder Bearbeiten>Transformieren>>Verzerren. Photopaint: Oben links steht »Modus«, rechts davon ist ein Klicksymbol für den »Verzerrungsmodus«).
Nun kann es immer noch Bereiche in Teilen geben, die farblich nicht so gut zu Nachbarn passen. Mit dem Lasso markieren, weiche Auswahl (große Zahl), Verfahren 1.
Ergebnis: Die Panoramateile passen in ihren Tonwerten zu einander.
2. Abschnitt
Mit einem großen Radiergummi mit weichem Rand lösche ich die überlagernden Kanten, teilweise Einzelheiten folgend.
Photoshop: »Ebene>Auf Hintergrundebene reduzieren«, Bild beschneiden.
Photopaint: Strg+Umschalt+Nach-unten oder Objekte>Kombinieren>>Alle Objekte mit Hintergrund kombinieren, Bild beschneiden.
3. Abschnitt
Nun erfolgt die Farbeinstellung wie für andere Photos auch, ggf. für Bereiche mit weicher Auswahl.
Verfahren 1, »Bild>Anpassen>>Tiefen/Lichter, >>Gleiche Farbe, >>Farbton/Sättigung, >>Farbbalance (man muß nicht alles anwenden, aber mit diesen Funktionen solltest Du vertraut sein).
Photopaint: Bild>Anpassen>>Farbton/Sättigung/Helligkeit, >>Farbbalance, >>Helligkeit/Kontrast/Intensität (Intensität erhöhen, Helligkeit auf –½×Intensität einstellen, entspricht ungefähr »gleiche Farbe« in Photoshop). Tiefen/Lichter gibt es in Photopaint nicht, kann man aber in einem Dutzend Schritte nachahmen; die Erklärung erspare ich.
Fußnote:
1 Bei Panoramaphotos steht meistens im Mittelpunkt das Verzerren und Zusammenfügen. Dafür gibt viele Programme, auch gute und kostenlose. Bisher sah ich aber kein Programm, das die Farben befriedigend angleicht. Die Ausgangsphotos waren nicht schlecht geknipst, sondern auf einem Stativ für ein künftiges Panorama aufgenommen.
So ergab sich die Notwendigkeit, die Bilder vor dem Zusammenfügen farblich anzugleichen. Dafür muß man sie schon in Ebenen übereinander legen. Wenn man jedoch schon so weit ist, dann ist das Verzerren von Hand nur noch unbedeutende Mehrarbeit – bis 35 mm KB. Bei 28 mm ist es schon etwas mehr Mühe, aber machbar. Mit kürzerer Brennweite habe ich keine Erfahrung.