Gigabit-Lan will nicht schnell?

Hallo erst einmal!

Ich habe mich dazu entschieden mir ein Gigabit-Lan aufzubauen.
Folgende Hardware liegt vor:

PC 1:

  • mit Asus Commando Mainboard
  • Gigabit Lan onBoard von Marvell Yukon PCI-E
  • WinXP Pro SP2

PC 2:

  • mit Asus P4P800 Deluxe
  • Gigabit Lan onBoard von Marvell Yukon PCI und
  • Realtek Gigabit Lan RTL8169/8110 PCI
  • WinXP Pro SP2

Switch:

  • D-Link DGS-1008D 8-Port Gigabit

Kabel:

  • 600 MHz, Cat7, verlegt auf (fast) gerader Strecke, 10m

Zwar steht überall (auf Switch, in Netzwerkverbindungen etc.) das Gigabit-Lan aktiviert ist und läuft aber die Übertragungsgeschwindigkeit sagt etwas anderes: Ich komme nicht über 6 MB/s und das sollte doch mehr sein oder?

Was könnte das Problem sein? Ich bin völlig ratlos.

Gruß
Lars

Moien

Ich komme
nicht über 6 MB/s und das sollte doch mehr sein oder?

Wie sind die 6 MB/s gemessen worden?

cu

Wie sind die 6 MB/s gemessen worden?

Hallo!

Ich habe mit einer Art" Windows Commander" ein Video von PC 1 zu PC
2 übertragen. Im Übertragungsfenster wird die aktuelle
Geschwindigkeit angezeigt. Also kein Durchschnitt oder so. Und die
dort per Auge gemessene Geschwindigkeit waren 6 MB/s.

Gruß
Lars

Hallo,

Tja, D-Link ist ja nicht gerade bekannt für performante Produkte im Netzwerkbereich, sondern eher für preiswerte Consumerware. Vermutlich nutzt D-Link wie andere Hersteller aus dem untersten Preissegment Realtek Chipsätze die einen Großteil des Packethandlings im Stack der CPU aufbürden. Nichts also um große Performancewunder zu erwarten…

Aber probier/ überprüfe doch mal folgendes, alle Möglichkeiten könn(t)en eine Performancesteigerung bringen (müssen aber nicht):

  • Netzwerkkarten/ Switch im Full-Duplex-Modus bzw. auf „Auto“ setzen
  • Läuft ein Virenscanner/ Firewall? Mal testweise deaktivieren…
  • QoS bei den Netzwerkkarten deaktivieren

Desweiteren kann man sich mit Tools wie „bandwidth monitor“, „netio“ oder „iperf“ einen etwas genaueren und vor allem reelleren Wert ermitteln.

mit Gruß,
Christian

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moien

Ich habe mit einer Art" Windows Commander" ein Video von PC 1
zu PC 2 übertragen.

Nimm einen Test den man nachvollziehen kann, der nicht vom Protokoll, den Platten, dem Dateisystem und zig anderen Dingen abhängt. Und zeichen die CPU-Auslastung während dem Test auf.

cu

Hallo,

Tja, D-Link ist ja nicht gerade bekannt für performante
Produkte im Netzwerkbereich, sondern eher für preiswerte
Consumerware. Vermutlich nutzt D-Link wie andere Hersteller
aus dem untersten Preissegment Realtek Chipsätze die einen
Großteil des Packethandlings im Stack der CPU aufbürden.
Nichts also um große Performancewunder zu erwarten…

Was kann man denn da besseres empfehlen?

Aber probier/ überprüfe doch mal folgendes, alle Möglichkeiten
könn(t)en eine Performancesteigerung bringen (müssen aber
nicht):

  • Netzwerkkarten/ Switch im Full-Duplex-Modus bzw. auf „Auto“
    setzen

Alle Varianten getestet und keine Veränderung

  • Läuft ein Virenscanner/ Firewall? Mal testweise
    deaktivieren…

Virenscanner und Firewall geschlossen - nichts…

  • QoS bei den Netzwerkkarten deaktivieren

Ich kann diese Option nicht finden (Suchte im GeräteManger)

Desweiteren kann man sich mit Tools wie „bandwidth monitor“,
„netio“ oder „iperf“ einen etwas genaueren und vor allem
reelleren Wert ermitteln.

Habe Bandwidth Monitor benutzt und der zeigt ebenfalls nur 6,3 MB/s an.

Gruß
Lars

Das wäre dann so in etwa 6*8=48 Mbit, so in etwa lausige 100Mbit. Kann natürlich ein Zufall sein. Du bist sicher, dass der Switch Gigabit einstellt und nicht 100 Mbit?

Dann machen wir uns auf die Fehlersuche.

1.) Lade den Performance-Monitor (perfmon.msc).
2.) Nimm auf beiden Rechnern folgende Zähler ins Visier:
Objekt Netzwerkschnittstelle: Bytes/Sec gesamt
Objekt Netzwerkschnittstelle: Bytes/Sec gesendet gesamt
Objekt TCP: Segmente/sec gesamt
Objekt TCP: Segmente/sec gesendet gesamt
Objekt TCP: Wiederübertragene Segmente/sec gesamt
Objekt Prozessor: %Prozessorauslastung
Ignoriere die bunten Kurven, die sind je nach Skalierung (die man selber einstellen muss) mal oben, mal unten. Wichtig sind die Zahlenwerte.

3.) Jag eine möglichst riesige Einzeldatei (ein Service-Pack ist da bestens geeignet) von Rechner A zu B und wieder zurück, damit Du je Richtung eine Messzeit von sagen wir mal 2 Minuten (eine Bildschirmbreite) oder mehr bekommst. Du kannst dazu FTP verwenden, doer einfach nur ein Netzwerklaufwerk verbinden und die Datei kopieren. Sobald die Kopiererei anläuft, drückst Du Strg-D, damit die Zähler auf null gestellt werden. Um die Zahlenwerte zu notieren fährst Du mit den Cursortasten rauf und runter durch die Zähler. Wichtig für die Rechnerei sind der Mittelwert, und der Spitzenwert. Notiere beide. Du kannst dazu die Aufzeichnung mit Strg-F anhalten.

Schau jetzt auf die Zähler.
* sind beide Kopierrichtungen in etwa gleich schnell? Was sagt Bytes/sec? Gibt es grobe Einbrüche? Sind sie regelmäßig?
* gibt es Paketverluste (Wiederübertragene Segmente 0), und wenn ja, auf einer Seite oder auf beiden Seiten, abhängig von der Kopierrichtung? Sind die Wiederübertragenen Segmente nahe den Performance-Einbrüchen? (um das zu sehen, eventuell die Skalierung des Zählers „Wiederübertragenen Segmente“ auf 1 oder 10 ändern).
* Läuft der Prozessor auf hoher Last?
* Schau jeweils auf den PC der die riesige Datei *sendet*, und dividiere Bytes gesendet/sec durch Segmente gesendet/sec. Kommt dabei (in etwa) 1400 heraus?
* Ändert sich das Verhalten, wenn Du den Switch umgehst, indem Du die Netzwerkschnittstellen crossover verbindest?

Mal sehen, ob sich da irgendwo eine Ungereimtheit findet. Wenn Du Dir nicht sicher bist kannst Du gerne einen Screenshot vom Performance-Monitor machen und per Mail schicken.

…Armin

Hallo,

Hallo,

Tja, D-Link ist ja nicht gerade bekannt für performante
Produkte im Netzwerkbereich, sondern eher für preiswerte
Consumerware. Vermutlich nutzt D-Link wie andere Hersteller
aus dem untersten Preissegment Realtek Chipsätze die einen
Großteil des Packethandlings im Stack der CPU aufbürden.
Nichts also um große Performancewunder zu erwarten…

Was kann man denn da besseres empfehlen?

Es gibt immer bessere Geräte, die kosten aber dann auch entsprechend.

Hast du deinen Internet-Router auch an den Switch angeschlossen? Nimm doch den mal kurz vom Netz, um dann nochmal den Durchsatz zu prüfen.
Würde mich nicht wundern, wenn der Router (der sicherlich nur 100 Mbit kann) alles andere bremsen würde…

Aber probier/ überprüfe doch mal folgendes, alle Möglichkeiten
könn(t)en eine Performancesteigerung bringen (müssen aber
nicht):

  • Netzwerkkarten/ Switch im Full-Duplex-Modus bzw. auf „Auto“
    setzen

Alle Varianten getestet und keine Veränderung

  • Läuft ein Virenscanner/ Firewall? Mal testweise
    deaktivieren…

Virenscanner und Firewall geschlossen - nichts…

  • QoS bei den Netzwerkkarten deaktivieren

Ich kann diese Option nicht finden (Suchte im GeräteManger)

Dies findest du in den Eigenschaften deiner Netzwerkkarte.

Desweiteren kann man sich mit Tools wie „bandwidth monitor“,
„netio“ oder „iperf“ einen etwas genaueren und vor allem
reelleren Wert ermitteln.

Habe Bandwidth Monitor benutzt und der zeigt ebenfalls nur 6,3
MB/s an.

Miß doch mal den Durchsatz zwischen deinen beiden PC´s (via Crossover-Kabel) - mal sehen, was dann für ein Wert rauskommt.

Gruß
Lars

mit Gruß,
Christian

Hallo!

Es gibt immer bessere Geräte, die kosten aber dann auch
entsprechend.

Preis ist erst einmal egal. Aber welches Gerät?

Hast du deinen Internet-Router auch an den Switch
angeschlossen? Nimm doch den mal kurz vom Netz, um dann
nochmal den Durchsatz zu prüfen.
Würde mich nicht wundern, wenn der Router (der sicherlich nur
100 Mbit kann) alles andere bremsen würde…

Habe ich auch zuerst angenommen. Kein Unterschied.

  • QoS bei den Netzwerkkarten deaktivieren

Ich kann diese Option nicht finden (Suchte im GeräteManger)

Dies findest du in den Eigenschaften deiner Netzwerkkarte.

Ah. Gefunden :smile: Hat die Leistung auf 6,4 MB/s erhöht :frowning:

Miß doch mal den Durchsatz zwischen deinen beiden PC´s (via
Crossover-Kabel) - mal sehen, was dann für ein Wert rauskommt.

Ich habe kein Cat7 Crossover-Kabel.

Gruß
Lars

Hallo

also dagegen:

Tja, D-Link ist ja nicht gerade bekannt für performante
Produkte im Netzwerkbereich, sondern eher für preiswerte
Consumerware.

will hier mal heftig Einspruch einlegen.
Vor ewigen Zeiten, als 100 MBit noch was dolles waren, waren die D-Link-LAN-Karten in einem Test der c’t an zweiter Stelle, unmittelbar hinter Intel, mit weitem Abstand vor allem, was dannach kam.

Seit dieser zeit bin ich D-Link-Kunde und immer noch voll zufrieden.
Aktuell habe ich einen Router mit vier GB-Ports von D-Link im Einsatz (DGL 4100). Im Extremfall (von der schnellsten Platte meines Arbeitsrechners auf die schnellste Platte meines „Servers“) schieb ich da ein DVD-Image in wenig mehr als einer Minute rüber. Das sind um die 70 MB/sec, viel mehr geben die Platten (beides Seagate Barrcudas 7200.10) gar nicht her. Wohlgemerkt, das über die normalen Windows-Freigaben!

Ich will das keinesfalls auf alle anderen D-Link-Produkte übertragen, aber so pauschale Aussagen, das D-Link nix taugt sind wirklich . . . naja.

Ich würd zuerst mal den Switch übergehen. Bei GB braucht man ja noch nicht mal ein Cross-Kabel, sondern kann die beiden Rechner mit irgendeinem Kabel verbinden.

Dann würde ich mal auf dem einen Rechner einen FTP-Server aufsetzen und von dem anderen mit einem FTP-Client zugreifen. Damit schaltet man den Overhead von Windows ab.

Irgendwo steckt definitiv der Wurm drin, selbst mein „Webserver“ mit seiner langsamen Notebook-Platte liefert mir ja noch 14-15 MB/s.

lg, mabuse

Moin!

Ich habe kein Cat7 Crossover-Kabel.

Erstens brauchst du bei GB-Ethernet kein Crossover-Kabel, sondern irgendein Netzwerkkabel, das kungeln die karten auch so aus, zweitens brauchst du für eine Direktverbindung von einer handvoll Metern kein Cat7. Cat5 tut’s völlig.

lg, mabuse

Moien

Es gibt immer bessere Geräte, die kosten aber dann auch
entsprechend.

Preis ist erst einmal egal.

Nur mal so zum Nachdenken bevor du > 2000 Euro für Infinipath Systeme hinlegst: Du schickst Daten von einer Platte über Netzwerk zu einer anderen. Eine Platte im PIO-Modus kann maximal ~7MB/s liefern. Das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Geschwindigkeit.

cu

Das wäre dann so in etwa 6*8=48 Mbit, so in etwa lausige
100Mbit. Kann natürlich ein Zufall sein. Du bist sicher, dass
der Switch Gigabit einstellt und nicht 100 Mbit?

Dann machen wir uns auf die Fehlersuche.

1.) Lade den Performance-Monitor (perfmon.msc).
2.) Nimm auf beiden Rechnern folgende Zähler ins Visier:
Objekt Netzwerkschnittstelle: Bytes/Sec gesamt
Objekt Netzwerkschnittstelle: Bytes/Sec gesendet gesamt
Objekt TCP: Segmente/sec gesamt
Objekt TCP: Segmente/sec gesendet gesamt
Objekt TCP: Wiederübertragene Segmente/sec gesamt
Objekt Prozessor: %Prozessorauslastung
Ignoriere die bunten Kurven, die sind je nach Skalierung (die
man selber einstellen muss) mal oben, mal unten. Wichtig sind
die Zahlenwerte.

Ich finde deine Vorgehensweise geil aber der perfmon.msc zeigt bei mir überhaupt nicht diese ganzen Werte an??? Ich habe da einmal den „Systemmonitor“ und dann noch das „Leistungsprotokoll“ links in der Leiste. Klicke ich auf letzteres kommt aber nur eine Fehlermeldung: „Snap-In konnte nicht initialisiert werden“.

Ich habe jetzt noch einen Laptop mit Gigabit-Karte von einem Kumpel hinzugezogen und komme zu folgenden Erkentnissen:

  1. Verbinde ich PC1 und Laptop direkt komme ich auf 22 MB/s mit Switch dazwischen auf 21 MB/s

  2. Verbinde ich PC1 oder Laptop zu PC2 komme ich wieder nur auf 6 MB/s egal mit welcher Einstellung, Virenscanner, Firewall oder sonst was. Bei FTP bricht das sogar nochmal auf 4,8 MB/s ein.

  3. Scheinbar machts PC2 - mein Server - nicht mit. Da habe ich (der Temperatur wegen) eine Intel CPU mit 1,5 GHz eingesetzt (Mainboard: P4P800 Deluxe). Kopiere ich lokal Daten von C: zu D: dann komme ich auf Geschwindigkeiten von 24 MB/s und eine CPU-Last von 60%. Sobald ich aber über das Netzwerk kopiere habe ich fast 100% CPU-Auslastung??? und eben nur 6 MB/s.

Wie kann das denn sein?

Gruß
Lars

Ich finde deine Vorgehensweise geil aber der perfmon.msc zeigt
bei mir überhaupt nicht diese ganzen Werte an??? Ich habe da
einmal den „Systemmonitor“.

Man nennt das „strukturierte Fehlersuche“. Raten oder blindes Rumprobieren ist nicht so meins :smile:

Beim „Systemmonitor“ bist Du richtig aufgehoben. Die Default-Zähler kannst Du, bis auf den %Processor, den wir ja brauchen, mit der Maus in der Tabelle unterhalb der Grafik markieren und dann mit der Taste löschen, die brauchen wir nicht. Die erwähnten Zähler findest Du wenn Du dann mit der „+“ Schaltfläche (strg-I) neue Zähler hinzufügst.

Ich habe jetzt noch einen Laptop mit Gigabit-Karte von einem
Kumpel hinzugezogen und komme zu folgenden Erkentnissen:

Auch eine gute Idee. Wenn schon probieren, dann richtig :smile:

  1. Verbinde ich PC1 und Laptop direkt komme ich auf 22 MB/s
    mit Switch dazwischen auf 21 MB/s

Rund 220 Mbit/sec. Das ist für Gigabit OK, Laptops sind nun mal keine High-Performance Server wo man unter günstigen Umständen auch mal 500 Mbit rausdrücken kann.

  1. Verbinde ich PC1 oder Laptop zu PC2 komme ich wieder nur
    auf 6 MB/s egal mit welcher Einstellung, Virenscanner,
    Firewall oder sonst was. Bei FTP bricht das sogar nochmal auf
    4,8 MB/s ein.

Das macht PC2 zum Hauptverdächtigen.

  1. Scheinbar machts PC2 - mein Server - nicht mit. Da habe ich
    (der Temperatur wegen) eine Intel CPU mit 1,5 GHz eingesetzt
    (Mainboard: P4P800 Deluxe).

Mach Dir keine Gedanken wegen der Hardware. Du hast ja gesehen dass selbst Notebook-Hardware, die wegen Energie- und Temperatursparen immer Abstriche bei der Performance machen muss, 200 Mbit drauf bekommt.

Kopiere ich lokal Daten von C: zu
D: dann komme ich auf Geschwindigkeiten von 24 MB/s und eine
CPU-Last von 60%. Sobald ich aber über das Netzwerk kopiere
habe ich fast 100% CPU-Auslastung??? und eben nur 6 MB/s.

Das ist nicht normal. Klar, die ultrabilligen alten Realteks haben sich einen schlechten Ruf eingeheimst, weil sie - um Hardware in der Netzwerkkarte zu sparen - der CPU über den Treiber einen Haufen Arbeit aufbürden. Aber eine so hohe Prozessorlast *ohne* dass dann auch Daten fließen ist nicht normal. Hat denn das Teil irgendeine Diagnosesoftware dabei? Eventuell produziert sie ja nur zerschossene Pakete? Könnte natürlich auch ein Treiberproblem sein, aber das ist schwer zu beweisen. Mal schauen ob es irgendwo einen frischeren Treiber gibt kann helfen - oder auch nicht, es ist schon vorgekommen dass die neueren Treiber schlechter warten wie ihre Vorgänger :frowning:

Du hast da, sehe ich egrade, auf dem Server 2 Netzwerkkarten zur Auswahl, entnehme ich Deiner Beschreibung. Tritt das Problem eigentlich bei beiden auf? Sind eigentlich beide angeschlossen? Was passiert wenn Du nur eine ansteckst?

Und … Du kannst den Switch umgehen mit einem Crossover Kabel. Wenn Du keins hast: moderne Netzwerkschnittstellen unterstützen „Auto-MDX“, da kannst Du ein normales Netzwerkkabel einstecken und die Schnittstellen schalten sich automatisch auf „Crossover“ wenn notwendig. Das Asus Board ist von 2004 … ich weiß nicht, ob es schon Auto-MDX unterstützt. Aber es reicht, wenn einer der beiden PCs es kann. Der Laptop eventuell? Probiers einfach. Netwzerkkabel rein und sehen, ob die Kontrollampen der Netzwerkkarten angehen.

…Armin

Kopiere ich lokal Daten von C: zu
D: dann komme ich auf Geschwindigkeiten von 24 MB/s und eine
CPU-Last von 60%.

Das alleine ist schon nicht normal.
Bei solchen Operationen hat mein Server (ähnliche Hardware) eine CPU-Last im einstelligen Prozentbereich und schippt dabei 30-70 MB/s durch die Gegend, selbst mein Webserver mit seinem jämmerlichen Via C3 mit 800 MHz geht dabei nur auf 12-18%.

Ich würd fast drauf wetten, das die Platte(n) in deinem Server im PIO-Mode läuft. Check’s mal im Gerätemanager.

Irgendwelche Raids eingerichtet?
Ich hatte seinerzeit ähnlich traurige Werte, als ich versucht hatte, ein RAID5 in Software zu realisieren.

lg, mabuse

Kopiere ich lokal Daten von C: zu
D: dann komme ich auf Geschwindigkeiten von 24 MB/s und eine
CPU-Last von 60%.

Das alleine ist schon nicht normal.
Bei solchen Operationen hat mein Server (ähnliche Hardware)
eine CPU-Last im einstelligen Prozentbereich und schippt dabei
30-70 MB/s durch die Gegend, selbst mein Webserver mit seinem
jämmerlichen Via C3 mit 800 MHz geht dabei nur auf 12-18%.

Ich würd fast drauf wetten, das die Platte(n) in deinem Server
im PIO-Mode läuft. Check’s mal im Gerätemanager.

Wo finde ich diese Einstellung? Von PIO kann ich hier nichts sehen. Kann ich das denn überhaupt ändern?

Irgendwelche Raids eingerichtet?
Ich hatte seinerzeit ähnlich traurige Werte, als ich versucht
hatte, ein RAID5 in Software zu realisieren.

Kein Raid. Nur eine SATA Seagate-Festplatte.

Wo finde ich diese Einstellung? Von PIO kann ich hier nichts
sehen.

Systemsteuerung - System.
Dritter Reiter „Hardware“
Im mittleren Bereich Knopf „Gerätemanger“
Im neuen Fenster die IDE-Controller (evtl. unter SCSI, wenn du eine Karte hast) aufklappen.
Dort gibt es einen oder mehrere primäre und einen sekundäre IDE-Kanäle.

Nacheinander:
Rechtsklick auf die Kanäle, Eigenschaften aus dem Kontextmenü auswählen.
In der Dialogbox den zweiten Reiter „Erweiterte Einstellungen“ aufrufen. Bei beiden Geräten (0 und 1) sollte unter „akutueller Übertragungsmodus“ Ultra-DMA-Modus stehen. Wenn dort PIO steht, dann hast du den Grund für die Langsamkeit gefunden. Die Klappbox dadrüber bei Übertragunsmods sollte unbedingt auf „DMA, wenn möglich“ stehen. Das kann nur der Admin umstellen!
(Überall, wo „nicht anwendbar“ steht, hängt entweder kein Gerät dran, oder es ist der zweite Kanal bei SATA-Geräten, den es gar nicht gibt, beides kannst du ignorieren!

Wenn bei dir die Platte auf „nur PIO“ steht und du oben nicht umstellen kannst, oder dort „DMA, wenn möglich“ eingestellt ist, dann hat dein Windows wegen zu vieler Lesefehler Schluckauf bekommen. Hab ich auch schon mal gehabt.
Dann melde dich nochmal hier, das kriegen wir auch hin, müssen aber dazu bis zu den Schulterblättern in der Registry rumwühlen - also zieh in diesem Fall sicherheitshalber schon mal in Systemimage . . .

schönes Wochenende!
mabuse

Wo finde ich diese Einstellung? Von PIO kann ich hier nichts
sehen.

Systemsteuerung - System.
Dritter Reiter „Hardware“
Im mittleren Bereich Knopf „Gerätemanger“
Im neuen Fenster die IDE-Controller (evtl. unter SCSI, wenn du
eine Karte hast) aufklappen.
Dort gibt es einen oder mehrere primäre und einen sekundäre
IDE-Kanäle.

Nacheinander:
Rechtsklick auf die Kanäle, Eigenschaften aus dem Kontextmenü
auswählen.
In der Dialogbox den zweiten Reiter „Erweiterte Einstellungen“
aufrufen. Bei beiden Geräten (0 und 1) sollte unter
„akutueller Übertragungsmodus“ Ultra-DMA-Modus stehen. Wenn
dort PIO steht, dann hast du den Grund für die Langsamkeit
gefunden. Die Klappbox dadrüber bei Übertragunsmods sollte
unbedingt auf „DMA, wenn möglich“ stehen. Das kann nur der
Admin umstellen!
(Überall, wo „nicht anwendbar“ steht, hängt entweder kein
Gerät dran, oder es ist der zweite Kanal bei SATA-Geräten, den
es gar nicht gibt, beides kannst du ignorieren!

Hmpf… „leider“ kein PIO. Alles DMA.

Ich habe mir das auch nochmal genau angeschaut:
Kopiere ich auf dem Server von D: zu C: (eine Festplatte) komme ich auf 25-30 MB/s bei 25% Prozessorauslastung.

Sobald ich über das Netzwerk kopiere (egal womit) habe ich sofort 100% Prozessorlast (85% System und der Rest von dem Prog. das gerade kopiert: Explorer, FTP, WinCommander etc.) und 6 MB/s.

Ich danke Dir/Euch sehr für die Hilfe und hoffe Ihr habt weitere Ideen.

Gruß
Lars

Sobald ich über das Netzwerk kopiere (egal womit) habe ich
sofort 100% Prozessorlast (85% System und der Rest von dem
Prog. das gerade kopiert: Explorer, FTP, WinCommander etc.)
und 6 MB/s.

Tja, dann bin ich einigermaßen ratlos.
Ich hätte jetzt noch die Netzwerkkarte im Verdacht - ist die OnBoard oder eine richtige Karte? Da kann es extreme Unterschiede geben, gerade bei OnBoard waren Sparlösungen, bei denen die CPU viel Drecksarbeit leisten muss, eine Zeitlang sehr beliebt weil spottbillig.

Ich würd mal einen anderen Treiber ausprobieren (nicht unbedingt einen neueren, manchmal wird da auch verschlimmbessert).
Und wenn das nicht hilft, mal eine andere Netzwerkkarte ausprobieren.

Trozt allem wünsch ich dir ein schönes Wochenende,
mabuse

Sobald ich über das Netzwerk kopiere (egal womit) habe ich
sofort 100% Prozessorlast (85% System und der Rest von dem
Prog. das gerade kopiert: Explorer, FTP, WinCommander etc.)
und 6 MB/s.

Tja, dann bin ich einigermaßen ratlos.
Ich hätte jetzt noch die Netzwerkkarte im Verdacht - ist die
OnBoard oder eine richtige Karte? Da kann es extreme
Unterschiede geben, gerade bei OnBoard waren Sparlösungen, bei
denen die CPU viel Drecksarbeit leisten muss, eine Zeitlang
sehr beliebt weil spottbillig.

Ich würd mal einen anderen Treiber ausprobieren (nicht
unbedingt einen neueren, manchmal wird da auch
verschlimmbessert).
Und wenn das nicht hilft, mal eine andere Netzwerkkarte
ausprobieren.

Tja, auch das ist schon durch. Ich habe zwar eine onBoard-Karte drin aber auch schon eine zweite eingebaut. Ergebnis: alles wie gehabt.

Ich glaube mittlerweile das es doch die CPU sein muss. 1,5 GHz ist
möglicherweise einfach zu wenig.

Ich werde mir demnächst eine stärkere CPU zu Testzwecken besorgen und bin auf das Ergebnis gespannt.

Gruß
Lars