Hallo,
wir haben auf einer schattigen Fläche (Westseite) auf ca. 30 qm ein Girschproblem. Momentan reisse ich alles heraus und hacke die Erde komplett um. Ich mache mir Gedanken, wie ich die Fläche bepflanzen soll, ich denke an eine Blumenwiese oder Ähnliches. Habt Ihr Ideen zur Bekämpfung des Girsch und evtl. Gestltungsideen, wie der Girsch evtl. eingedämmt werden kann?
Danke für Eure Mühe und LG
Michael
Hallo Mikhael!
Also pflanzen würde ich dort nichts, solange der Giersch noch da ist, vor allem keine Blumenwiese.
Rasen könntest Du anbauen und dann alle paar Tage mähen, denn das mag der Giersch überhaupt nicht und gibt irgendwann auf. Wann dieses „irgendwann“ aber ist, kann Dir niemand vorher sagen, weil die Wurzeln ungeheuer langlebig sind.
Sogar RoundUp oder ähnliche Unkrautbekämpfungsmittel helfen nicht unbedingt. Die Pflanzen gehen zwar oberflächlich ein, man hat den Eindruck gewonnen zu haben, aber die Wurzeln sind nicht alle tot, und im nächsten Jahr ist die bewachsene Fläche noch dichter.
Wenn Dir das mit dem Rasen nicht zusagt, kannst Du schwarze Folie (ohne Löcher) über die ganze Fläche drüberbreiten und den Rest des Jahres dort lassen und hoffen, dass diese Zeit genügt!
Liebe Grüße
Waldi
Hallo,
Habt Ihr Ideen zur Bekämpfung des Girsch und evtl.
Gestltungsideen, wie der Girsch evtl. eingedämmt werden kann?
Die beste Methode: http://www.heilkraeuter.de/lexikon/giersch.htm
Gruß
Valle
Servus,
ich hatte das Problem unter der Ligusterhecke.
Ich habe - was anderes ging ja nicht - ausgerupft und ausgerupft und nochmal ausgerupft … und kann freudig vermelden: Nach ca. 4 Jahren intensiver Jätarbeit war mein Garten gierschfrei! Und ist es noch - Gottseidank!
(Allerdings kämpfe ich in den letzten Jahren verstärkt gegen die Ackerwinde. Das war doch früher nicht so schlimm, oder? Es ist direkt zum Heulen.)
Viel Erfolg!
agnes
Hallo,
eins wuerde ich auf keinen Fall machen: umhacken, denn das verschlimmert das Problem nur noch, denn jedes kleines Wurzelstueck waechst wieder an.
Bei uns war das Problem auch, und wir haben den „Teufel mit dem Belzebub“ ausgetrieben, und den Girsch durch Akelei ersetzt.
Tschau
Peter
Hallo Mikhael,
wir hatten (!!!) auch ein Girschproblem und haben es folgendermaßen gelöst: 1. Gift (es hieß glaube ich Weedex), RoundUp hilft nicht.
2. Dann wuchernde Stauden einsetzen, welche die gleichen Standortbedingungen mögen wie der Girsch (Waldmeister-Galium odoratum, Steinsame-Buglossoides, Schleifenblume-Iberis, Ysander-Pachysandra, Kriechmispel-Cotoneaster). Und trotzdem immer mal wieder (aber der Aufwand ist wirklich erträglich) durchkräutern. So haben wir unseren Garten wirklich recht girschfrei, obwohl nebenan ein girschüberwuchertes ungepflegtes Grundstück ist. Insbesondere den Waldmeister lege ich Dir ans Herz: Wuchert rasch und ist schnell ausgerupft wenn er zu sehr auswächst, lässt sich auch durch Abstechen gut vermehren, wenn Du Unterpflanzung unter höhere Gewächse brauchst.
Ich hoffe, geholfen zu haben.
Grüßle! Tine
P.S. Aus Girsch kann man angeblich schönen Salat zubereiten, aber wir haben das auch nie probiert. An diesen Mengen würden wir heute noch vespern.
Hallo Tine,
Salat nur mit den ganz jungen Gierschen. Ausgewachsen schmecken sie recht lecker, bereitet man aus ihnen ein Cremesüppchen zu. Wie Spinat halt, Zwiebelchen, Knoblauch gewürfelt in Butter geschwitzt, Giersch grob zerteilt drauf, Wasser, Salz, Pfeffer bei, 15min kochen lassen, pürieren und Creme fraiche. Braun geröstetes Brot zerbröseln und als Einlage.
Da geht bei 4 Leuten als Hauptmahlzeit aber sowas von eine ordentliche Menge weg. Schmeckt auf den ersten Schluck eigenartig, mit einer leicht bitteren, aber sehr frischen Note.
Nur mal so am Rande.
Besten Gruß
Annie