so, jetzt hab ich ein bißchen mehr zeit als gestern, also geh ich etwas mehr ins detail. und laß dir nix einreden, auch mit einer billigen gitarre kann man spaß haben.
… 3/4 bzw. 4/4 ?
das bezieht sich auf die größe. 4/4 ist ja normalerweise ein ganzes, also hast du hier die ganze größe (wobei es eigentlich dämlich ist, das extra anzugeben, und dann auch noch als 4/4. da könnte man ja gleich 7/7 hinschreiben). 3/4 ist eine gängige größe für kindergitarren. sofern du kein kind oder lilliputaner bist, nimm nicht 3/4.
… Konzertgitarre, Westerngitarre, akustische Gitarre,
Classic Gitarre … ?
also akustisch sind die von dir angeführten arten alle. das bedeutet, daß keine elektroakustischen behelfe (tonabnehmer oder mikro, verstärker, kabel, strom) notwendig sind, um einen hörbaren klang zu erzeugen.
innerhalb der kategorie akustisch unterscheidet man grob klassische bzw. konzert- und westerngitarren. klassische bzw. konzertgitarren sind in erster linie dafür gedacht, schöne mehrstimmige klassische musik zu spielen, während westerngitarren eher auf akkordische begleitung ausgelegt sind (grob vereinfacht). westerngitarren sind größer, sehen irgendwie dicker aus, haben ein schmales griffbrett und in der regel stahlsaiten.
… Mensur?
… Korpusform?
… Sattelbreite?
… Griffbreite?
die form ist das, was du siehst (schau einfach mal 2-3 gitarren an, dann wirst du die unterschiede erkennen; der korpus ist das, was überbleibt, wenn du den hals wegdenkst), der rest sind maße, die für dich relativ irrelevant sind, da du ja keine anderen maße gewohnt bist. wenn dich das im detail interessiert, geh in einen gitarrenladen und nimm ein paar verschiedene instrumente in die hand, dann siehst du die entsprechenden maße nicht nur, sondern spürst eventuell auch, wie sie sich auswirken (und laß dich ein bißchen beraten, kostet nix).
Was ist besser –
– Nylonseiten, mit Nickeldraht umsponnenene Nylonseiten,
Stahlseiten, Kunststoffseiten, Metallseiten, … ?
wenn etwas besser wäre, gäbe es nur das. es hat alles vor- und nachteile bzw. entsprechende verwendungsgebiete. nylonsaiten findest du auf klassischen gitarren, die drei höchsten nackt, die drei tiefen umsponnen (das wiederum hat mit dem gewicht zu tun). sie haben einen angenehmen griff, sind aber klanglich nicht so leistungsfähig.
stahlsaiten sind auf westerngitarren (und e-gitarren) drauf, und wenn man fest draufgreift, tun sie weh (bis sich die für gitarristen typische hornhaut auf den fingerkuppen bildet). dafür haben sie einen satteren sound.
– Holz (wenn ja, welches?), Plastik, Hartplastik, … ?
– lackiert oder nicht?
das wiederum ist meines erachtens bei der ersten spaßgitarre absolut nebensächlich. je besser das holz, desto besser die gitarre und desto schöner der klang, aber bei einem anfänger klingt sowieso alles gleich 
Was sollte ich sonst noch wissen?
in erster linie solltest du wissen, was du willst und wie du das erreichst. wenn du wirklich nur ein bißchen rumklampfen willst nimm die billigste, die du kriegen kannst (bei stahlsaiten stell dich drauf ein, daß dir die finger weh tun, bei nylonsaiten darauf, daß dich die nachbarn nicht hören werden). wenn du aber tatsächlich mal vorhast, ein bißchen was zu lernen, solltest du dich entscheiden, was genau das ist. wenn eher klassik -> klassische gitarre. wenn eher pop/rock, kannst du es mit einer western probieren.