Gitarrenarten

Hallo, ich (absolute Anfängerin) möchte mir eine Gitarre kaufen und habe jetzt ein paar Fragen dazu. Was ist der Unterschied zwischen den einzelnen Gitarren -Westerngitarre/Konzertgitarre- es gibt welche mit 6 und mit 12 Saiten. Was muss man beachten und ist es leicht, das Spielen zu erlernen?
Würde mich über einige Infos freuen, Danke im Voraus
Manu

Hallo, ich (absolute Anfängerin) möchte mir eine Gitarre
kaufen und habe jetzt ein paar Fragen dazu. Was ist der
Unterschied zwischen den einzelnen Gitarren

-Westerngitarre

Diese hat entweder 6 oder 12 Stahlsaiten. Würde allerdings eine 6-saitige am Anfang empfehlen. Eine Westerngitarre ist eine gute Allrounder-Gitarre, die in zahlreichen Musikstilen zum Einsatz kommt. Also von Rock bis Country/Western.

-Konzertgitarre

Soweit ich weiß, gibt es diese nur mit 6 Saiten. Allerdings bestehen die Saiten hier aus Nylon bzw. die dicken Saiten (E A D) aus einem Nylonkern mit Metall-Mantel.
Man kann die Konzertgitarre zwar auch in sämtlichen Musikstilen einsetzen, allerdings klingt sie durch die Nylonsaiten viel weicher und passt eigentlich am Besten in die Klassik.

Dann gibt es natürlich auch noch E-Gitarren, aber die lasse ich hier erstmal außen vor. Bei Interesse - frag mich einfach :smile:

Was muss man beachten und ist es leicht, das

Spielen zu erlernen?

Prinzipiell würde ich sagen, daß es nicht unbedingt superschwer ist, Gitarre spielen zu lernen. Allerdings muß man dann auch am Ball bleiben, aber wenn man da eh Bock drauf hat, dann ist es meist so, daß man die Gitarre gar nicht mehr aus der Hand legen mag…geht mir nach 10 Jahren immer noch so :smile:

Es gibt auch viele gute Bücher, mit denen man auch ohne Notenkenntnisse das Gitarrenspiel erlernen kann. Dieses alternative Aufschreiben von Musik nennt man TABULATUR.

Ein gutes Buch für den Anfang:

GITARRENBUCH von Peter Bursch
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3802402081/qid…

Oder ein allgemeiner Überblick von seinen Büchern:

http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-form/…

Eigentlich ist Peter Bursch der Guru schlechthin. Es gibt wohl fast keinen Gitarristen, der seine Bücher nicht mal überschlagen hat. :wink:

Hoffe, das hier hilft Dir ein wenig weiter…

Gruß Sascha

Hallo Sascha,
danke für deine Infos, haben mir schon ein wenig weiter geholfen.
Was, außer der Gitarre natürlich, braucht man noch? Eine Stimmgabel/oder ein Stimmgerät und vielleicht so ein Ding was man auf den „Griff“ klemmt? (Sorry, ich weiß nicht, wie dieses „Ding“ heißt). Ich kenne mich ganz gut im Notenlesen aus, hilft mir das auch weiter, es werden doch immer Akkorde geschlagen oder gezupft, also immer mehrere Noten gespielt?
Danke Manu

Was, außer der Gitarre natürlich, braucht man noch?

Vielleicht noch einen Gurt (zum Spielen im Stehen)
und ein Plektrum oder besser gleich mehrere. (die verschwinden immer auf wundersame Weise)

Stimmgabel/oder ein Stimmgerät

Ich würde ein Stimmgerät empfehlen. Achte drauf, daß da ein Mikro drin ist, aber das ist eigentlich überall drin.

und vielleicht so ein Ding was

man auf den „Griff“ klemmt?

Einen Kapodaster. Damit kannst Du die in anderen Tonhöhen spielen, ohne Umstimmen zu müssen. Manche brauchen so ein Dingens häufig, manche nie.

Ich kenne mich ganz gut im Notenlesen aus

Das ist wohl die beste Voraussetzung :smile:

hilft mir das auch weiter, es werden doch immer Akkorde
geschlagen oder gezupft, also immer mehrere Noten gespielt?

Natürlich können auch einzelne Noten angespielt werden, aber ansonsten hast Du recht.

Schaue Dich einfach mal in einem Gitarrenladen um und lasse Dich in Bezug auf Bücher mal beraten. Es gibt wirklich Tausende!!!

Alternativ kannst Du Dir natürlich auch einen Gitarren-Lehrer suchen :wink:

Gruß Sascha

zum Stimmgerät
Hi Manu,

ein Stimmgerät ist das letzte, was die Gitarrera braucht. Eine Stimmgabel genügt und hat den Vorzug, genau zu sein, Stimmgeräte sind nur für den „Musiker“ sinnvoll, der im Bühnenlärm nichts hört. Das Stimmem selbst lernst Du in den ersten Stunden. Wenn Du in der Lage bist, einen Ton zu hören, ihn also auch mit der Stimme zu treffen, dann geht das im Nullkommanix; wenn nicht, wäre eher Schlagzeug zu empfehlen.

Gruß Ralf

Hallo.

ein Stimmgerät ist das letzte, was die Gitarrera braucht. Eine
Stimmgabel genügt und hat den Vorzug, genau zu sein,

Na ja. Natürlich ist das Stimmgerät nicht lebensnotwendig. Aber gerade für den Anfänger stellt es eine sehr sinnvolle Hilfe bereit - so lange noch nicht so ganz sicher ist, dass der Anpressdruck der Saiten immer stimmt, weichen dann doch die gespielten Töne mehr oder weniger stark von der exakten Höhe ab. Mit Stimmgerät ist das Problem erledigt, weil die leeren Saiten gestimmt werden.

Die einfacheren Gitarren reagieren tw. recht empfindlich auf Schwankungen im Anpressdruck (und ich meine damit kein Bending!). Deswegen muss das Instrument noch lange nicht schlecht sein … auch die Saite selbst spielt da eine Rolle; mit flat-wound- Saiten schaffe ich es durchaus, einen Viertel- bis halben Ton nur durch Druckveränderung herauszuholen, und habe dann noch keinen mm Bending betrieben.

Was übrigens das Hören von Intervallen angeht, so halte ich es doch für überheblich, jemandem, der als Anfänger da noch seine Probleme hat, platterdings das Schlagzeug zu empfehlen. Man kann musikalisches Gehör nämlich auch trainieren. Das ist auch der Grund, weshalb nicht nur Wunderkinder mit absolutem Gehör Musiker werden können.

Brauchbare Stimmgeräte gibt es für kleines Geld … Intervalle hören kann man auch auf einer bereits gestimmten Gitarre üben (macht auch mehr Spaß!).

Keep on pickin’,
kw

Hi kw,

Na ja. Natürlich ist das Stimmgerät nicht lebensnotwendig.
Aber gerade für den Anfänger stellt es eine sehr sinnvolle
Hilfe bereit

für den Anfang ist eine Stimmflöte die Mutter des guten Tons. Weiß gar nicht, ob es die überhaupt noch gibt - so ähnlich wie eine Panflöte, halt nur mit den 6 Tönen für die Klampfe.

  • so lange noch nicht so ganz sicher ist, dass
    der Anpressdruck der Saiten immer stimmt, weichen dann doch
    die gespielten Töne mehr oder weniger stark von der exakten
    Höhe ab. Mit Stimmgerät ist das Problem erledigt, weil die
    leeren Saiten gestimmt werden.

Und wenn die Gutste greift, klingt alles falsch - das kann’s aber nicht sein.

mit flat-wound- Saiten schaffe ich es durchaus, einen Viertel-
bis halben Ton nur durch Druckveränderung herauszuholen

na, na - einen Achtelton (ist das der mit der Fahne dran?) hätte ich Dir grade noch abgenommen.

Was übrigens das Hören von Intervallen angeht…

Davon war nicht die Rede, zum Intervall gehören schließlich mindestens zwei. Ich sprach nur von Ton hören und nachsingen, also identifizieren eines einzigen Tones. Und Intervalle übt man an Kinderliedern wie Hänschen klein oder Kuckuck, Kuckuck für die kleine Terz. Nebenbei, in Hörweite habe ich zwei Kuckucke (Kuckücke?), die keineswegs klein terzen: Der eine terzt groß (Gott mit dir, du Land der Bayern), der andere quartet (In München steht ein Hofbräuhaus).

…weshalb nicht nur Wunderkinder mit absolutem Gehör Musiker werden können.

Mönsch, von absolutem Gehör redet doch niemand. Das haben sogar unter Musikern nur die wenigsten.

Gruß Ralf

musikarten
hallo manu,
ich finde, anfänger sollten vor allem auf den spaß achten, denn der kann schnell verloren gehen. von daher wäre die zentrale frage, welche musik du am liebsten spielen willst. magst du klassik am meisten, ist eine konzertgitarre richtig- wenn du lieber rocken magst, aber grausam. falls du in richtung rock keine antipathien hegst würde ich immer zu einer e-gitarre raten. da brauchst du erstmal nicht ganz so viel kraft, kannst sie mit passenden geräten auch per kopfhörer spielen und je nach sound-vorliebe an deine eigenen vorstellungen anpassen. einziger nachteil: wegen dem nötigen verstärker sind die anschaffungskosten höher.

greetings
bernd

Hallo.

Bevor hier wieder der kurz bevorstehende Flamewar zwischen nur-elektrischen, nur-akustischen und sonstigen Gitarristen losgeht, sei Dir ein Link anempfohlen : http://www.beepworld.de/members2/007jb/index.htm beschreibt Gitarrenarten. Das Layout - mausgrau auf nachtschwarz - ist gar greulich … am Besten kopierst Du Dir den Text in einen Editor und druckst ihn da raus.

So, und jetzt meine Empfehlung (wie gesagt, da gibt es unterschiedliche Auffassungen!). Für den/die/das absolute Anfänger/in/um ist die „ganz normale“ akustische Gitarre mit Nylonsaiten das Instrument der Wahl. Stahlsaiten-, also Westerngitarren, empfehle ich wegen Aua für den Anfang nicht. Es ist wohl wahr - nach relativ kurzer Zeit hast Du Hornhaut auf den Fingern, aber bis dahin besteht auch eine recht große Wahrscheinlichkeit, dass Du das Paddel nicht mehr anfassest. Dazu kommt noch, dass anfänger- geeignete Westerngitarren, einfach, weil die Stahlsaiten eine stabilere Bauweise erfordern, teurer sind als vergleichbare Klassikklampfen. Das auf diese Weise gesparte Geld lässt sich besser verwenden, indem man, statt das letzte Western- Jammerholz, bei dem die Mäuse auf den Saiten Reckturnen üben können, eine etwas bessere Klassik- Gitarre ins Auge fassen kann. Faustregel : Eine qualitativ vergleichbare Gitarre (Western) kostet in etwa das Anderthalbfache der Klassik. Für 300 Euronen bekommt man schon recht nette Konzertgitarren; die Westerngitarre zum gleichen Preis - s.o. Wohlgemerkt, das ist eine Faustregel.

Was nun die E- Gitarre angeht, so teile ich Bernds Auffassung, dass nur diese geeignet ist, um Rock zu lernen, ganz und gar, aber auch halb und gekocht, nicht.

Der Vorteil der leichteren Greifbarkeit ist relativ - eine für Anfänger geeignete Klassikgitarre ist auch leicht greifbar. Wichtiger aber ist, dass, wer auf der ganz „normalen“ akustischen zu lernen beginnt, sich tatsächlich auf die Geräusche konzentriert, die er mit dem Ding erzeugt, und nicht auf Jaul, Heul, Knarz und Seufz, gewollt oder ungewollt, aus der Kombination von E-Gitarre und Verstärker. Zudem ist bei E-Gitarren die Gefahr, bei preiswerten Instrumenten richtig heftig ins Klo zu greifen, bedeutend höher. Da stecken Dinge drin, die kein Mensch sieht und die Du als Anfängerin noch nicht hören kannst, Dir aber, wenn Du erst mal ins Laufen kommst, den Spaß am Instrument gar wunderhübsch versauen können. Das fängt bei Mechaniken aus Kaugummi an und hört bei Trimpotis aus minderwertigem Stahl, die vielleicht schon seit einer Ewigkeit am Rosten sind, noch lange nicht auf.

Dass ich obendrein noch der Auffassung bin, dass man sich, wenn man gleich nach der Methode „nur Rock! nur Heavy! nur Hackebumm!“ auf eine einzige Musiksorte losgeht, als Musiker vieler Ausdrucksmöglichkeiten beraubt, wird mir sicherlich ein paar kontroverse Postings eintragen. Ein Bild musst Du Dir da letzten Endes selbst machen.

Einen Tip habe ich aber noch für Dich : Lass Dich nicht zu Tode beraten, weder von mir noch anderen. Fang an! und denke daran, dass bei zwei Gitarristen meist drei Meinungen herrschen … Übrigens, eine große Prim ist der Intervall, der entsteht, wenn zwei Gitarristen den gleichen Ton spielen wollen.

Gruß kw

Danke an alle, die mir mit Infos weitergeholfen haben. Werde mich mal in einem Gitarrenladen/Musikladen umsehen.
Manu

Hi,

zu den Antworten von Oki (der ich mich anschließen würde) und den anderen noch eine kleine Anmerkung:

Gemeinsam lernen und Spielen macht Spaß.
Also schau mal, ob Du jemanden findest, der schon etwas kann, und Dir etwas auf die Finger schaut, oder den Du fragen und beobachten kannst, es geht dann vielleicht einfacher.

Und dann würde ich Dir auch empfeheln, jemanden vom Fach zum Gitarrenkauf mitzunehmen, eine Klassikgitarre wäre fürn Anfänger empfehlenswert.

Viel Spaß beim Musizieren

Winni

*der sich gerade überlegt, sich ein zweites Zupfinstrument anzueignen, die Ukulele*

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