Moin moin!
Wie ist das eigentlich?
Ich möchte ab 01.01.2003 in die PKV wechseln.
Dafür muss ich ja meine (freiwillige) GKV kündigen.
Leider habe ich jetzt etwas Zeitdruck.
Kann ich jetzt zum 31.12.2002 meine (freiwillige) GKV kündigen, und die Aufnahmebestätigung der PKV abwarten?
Wenn ich nun keine Aufnahmebestätigung bekomme, und somit zum 01.01.2003 keine neue Krankenversicherung vorweisen kann, läuft dann die GKV automatisch weiter?
Vielen Dank im Voraus!
>Fred
hallo Fred,
Normalerweise läuft das so: nach dem Kündigungsmonat, nehmen wir als Beispiel den Oktober, musst Du noch 2 Monate warten. Also in unserem Beispiel bist Du dann am 1.1.2003 privatversichert.
wenn du einen rührigen Makler hast und Du gesund bist (also außer Erkältungen u.ä. nicht an Vorerkrankungen hast) dann kannst Du noch diesen Monat die Annahmebestätigung der Privaten haben. Kündigung bei der Kasse schriftlich!
Jetzt nehmen wir mal an, die private schafft es nicht bis zum Ultimo Dir Nachricht zu geben, und nehmen wir an, Du hast vorsorglich schon gekündigt: kein Problem, falls die Private Dich nicht will. Entweder Du nimmst die Kündigung zurück, oder Du meldest Dich bei einer anderen Kasse an. Das war´s dann.
Weißt Du schon, welche Private Du nehmen willst?
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
Entweder Du nimmst die Kündigung zurück,
Streng genommen werden die dann aber sagen: Pech gehabt…
Daher würde ich nicht ohne Bestätigung kündigen.
Du meldest Dich bei einer anderen Kasse an. Das war´s dann.
Die müssen dich aber nicht nehmen, weil freiwillig.
Gruß
Marco
PS: Im Normalfall gibt es keine Probleme, aber ich habe schon Pferde vor der Apotheke und so weiter. 
Hallo Marco,
glaubst Du, eine einzige Kasse würde sich weigern, Dich zu nehmen?
Was anderes ist es, wenn Du ein eiziges Vorerkrankungsbündel bist. Doch so einer weiß das und kündigt erst, wenn er was anderes sicher hat.
Ok, Du hast recht: theoretisch könnte die nächste Kasse sagen, sie will ihn nicht.
Hast Du schon mal einen Bäcker erlebt, der zu Dir sagt: Ihnen verkaufe ich mein Brot nicht, denn die Münzen dafür haben Sie schon mal berührt!
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
und was ist, wenn Fred nun ausgerechnet in der Übergangszeit schwer krank wird oder einen übelen Unfall hat?!
Kein wirklich guter Tipp!
Ulrich
Hallo Fred,
m.E. solltest Du die GKV erst dann kündigen, wenn Du den Versicherungsschein oder eine eindeutige (schriftliche!) Annahmeerklärung der PKV in Händen hältst. Das hat zwei Gründe:
- Niemand garantiert Dir, dass Du in der Übergangszeit nicht schwer erkrankst oder einen Unfall hast. Ob Deine GKV auch dann noch in jedem Fall Interesse hat, Dich weiterzuversichern, bezweifele ich.
- Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung gelten normalerweise sog. „Wartezeiten“; gemeint sind damit Zeiten, die der Vertrag bestehen muss, bis die PKV bestimmte Leistungen übernimmt.
Wenn Du (direkt!) vorher in der GKV über einen bestimmten Zeitraum (ich habe vergessen, wielange) ununterbrochen versichert warst, entfallen viele dieser Wartezeiten. Schon deshalb solltest Du sicherstellen, dass Du in jedem Fall einen sauberen Übergang hast.
Beim PKV-Verband (Zusammenschluss aller PKVen) htttp://www.pkv.de findest Du neben anderen nützlichen Quellen u.a. auch die sog. Musterbedingungen (MB/KK 94), die Basis der konkreten Versicherungsbedingungen aller PKVen in Deutschland ist; die Bedingungen der einzelnen Versicherungen weichen in Einzelheiten davon ab, aber immer nur durch eine Ausweitung konkreter Leistungszusagen. Hier kannst Du auch etwas zu dem nachlesen, was ich unter Punkt 2 geschrieben habe.
Es grüßt
Ulrich
hallo Ulrich,
habe ich empfohlen? Wirst Du nicht finden.
meine Rede beim Kunden ist grundsätzlich: erst Zusage der anderen Versicherung (Kasse oder privat), dann kündigen.
Wer´s trotzdem vorher ge,acht hat, ist normalerweise kein Beinbruch. Nur wenn der Kunde sich eine ernste, kostenträchtige (!) Krankheit inzwischen zulegt, dann könnte es (muss nicht) Probleme geben.
Jetzt einverstanden?
Grüße
Raimund