GKV- Leistungsunterschiede?

Hallo,
worin unterscheiden sie die gesetzlichen Krankenversicherungen?
Gibt es hier grundlegende Unterschiede?
Weshalb gibt es soviele unterschiedliche Beitragssätze?
Was unterscheidet bspw. eine GKV wie die DAK von einer GKV wie der BIG-Direkt?(klar, die BIG ist ne Direktversicherung, dass meinte ich nicht…:smile:))
Gruß,
WKN

Hallo,
da könnte man ganze Bücher schreiben - hier nur die Kurzform.
Leistungsmäßig unterscheiden sich die einzelnen Krankenkassen nur
geringfügig, da ca. 97% aller Leistungen reglementiert sind, das
heisst, die muss jede Kasse erbringen. Wettbewerb im Leistungsbereich
gibt es demnach „nur“ bei 3%, und da spielt es eine entscheidende
Rolle für den Kunden, auf was er denn so Wert legt.
Ist er ein gesundheitsbewusster Mensch, der gern und intensiv Vorsorge
betreibt, wird er bei der Kassensuche darauf achten, dass solche
Vorsorgemassnahmen, wie z.B. Rückenschule, Yoga, Aqua-Jogging, Nordic-
Walking usw. in grossem Umfang bezuschusst oder gar ganz bezahlt werden.
Ist es ihm wichtig im Falle einer Erkrankung möglichst optimal
behandelt zu werden, wird er Wert auf Integrierte Versorgung (Hand ind
Hand-Behandlung) legen. Ist er chronisch Krank, wird sich eher
für die Disease Managment Programme (DMP), z.B. für Diabetes II oder
koronare Herzerkrankung oder Brustkrebs oder Asthma interessieren.
Grundsätzlich wir er sich sicher für kostenkünstige und gute
Zusatzversicherungen (Heilpraktiker, ausland usw.) interessieren
und zuletzt natürlich auch für den Service (Erreichbarkeit, Kompetenz
usw.).
Eine Kasse, die das bundesweit erbringt, kann dies ohne entsprechende
Ausbreitung und Präsenz und somit auch Personal natürlich nicht leisten. Eine kleine Kasse kann naturgemäß einen gewissen Teil leisten,
das aber u.U. besser, zugegeben. Da hier die Präsenz und der Service
insgesamt nicht mithalten kann wirkt sich dies auf den Beitragssatz
aus.
Da sage ich als Mitarbeiter einer grossen Krankenkasse -
Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben.
Gruss
Günter Czauderna

Hallo,

worin unterscheiden sie die gesetzlichen
Krankenversicherungen?
Gibt es hier grundlegende Unterschiede?

die meisten Sachen sind gesetzlich festgelegt. Trotzallem habe ich persönlich einen grundlegenden Unterschied bei der Genehmigung einer Kur erfahren. Die KK, bei der ich damals versichert war, machte zicken, weil ich der erste Fall war, in dieser Art. Hab es letztendlich aber doch genehmigt bekommen und in meiner Kur erfahren, dass andere keinerlei Schwierigkeiten hatten.

Nun, wir alle müssen sparen. Und so habe ich vor einigen Jahren zu einer BKK gewechselt. Das war Horror pur. Nie einen Ansprechpartner. An der Hotline berief ich mich auf Mitarbeiter xy sagte mir… da hieß es, wir haben keinen Mitarbeiter mit diesem Namen. Ich hab wirklich ganz schön gelitten und schließlich die Sonderkündigungsfrist bei einer Beitragserhöhung genutzt. Nun bin ich wieder in einer GKV, die nur unwesentlich über dem Beitrag einer BKK liegt. Wenn ich nun abrechne, was ich an Zeiten am Telefon und den dazugehörigen Kosten spare, weil ich da einfach mal schnell vorbei fahre und das persönlich kläre… dann hab ich wirklich ein Schnäppchen gemacht. Ich bin rundum zufrieden und lasse mich bestimmt nicht mehr auf irgendeine unbekannte KK in Hintertupfing ein, die mir Zusagen macht, Absagen und plötzlich die Mitarbeiter nicht mehr kennt.

Bei meiner GKV fühle ich mich jetzt gut aufgehoben. Ja, logisch war auch mal ein Problem, da bin ich kurz vorbeigefahren, der Typ hat am PC gheschaut, Problem gelöst. Mit der BKK hab ich einfach immer rumgezackert, es war wirklich Horror. Ich hab sogar aus dem Urlaub angerufen um nachzufragen, ob nun alles geklärt ist. Nö, also mit mir nicht mehr.

Wenn ich das, was ich nun mehr zahle, auf Euro und Cent umrechne, dann ist das so geringfügig, dass ich mir den Luxus der Kasse vor Ort durchaus leisten will.

BIG-Direkt hört sich aber sehr nach Privatversicherung an? das ist nochmal ein andres Thema. Aber… ich sage immer, lieber freiwillig in einer GKV versichert, als privat. Warum? Die Privaten sind nur günstig, solange man jung und gesund ist. Wenn sich das ändert, dann ändern sich auch drastisch die Beitragssätze. Eine Freundin, ehemals Privatversichert, sagte immer, sie sei nicht krankenversichert, sondern gesund versichert. Weil es nur günstiger ist, solange man gesund ist. Da darf man halt nicht krank werden.

LG

Sarah

BIG-Direkt hört sich aber sehr nach Privatversicherung an? das
ist nochmal ein andres Thema. Aber… ich sage immer, lieber
freiwillig in einer GKV versichert, als privat. Warum? Die
Privaten sind nur günstig, solange man jung und gesund ist.
Wenn sich das ändert, dann ändern sich auch drastisch die
Beitragssätze. Eine Freundin, ehemals Privatversichert, sagte
immer, sie sei nicht krankenversichert, sondern gesund
versichert. Weil es nur günstiger ist, solange man gesund ist.
Da darf man halt nicht krank werden.

LG

Sarah

BIG ist eine GKV. Allerdings wundere ich mich doch über die Aussage über die PKVs. Erklär mir doch bitte mal, oder noch besser belege mir doch bitte mal, dass die Beitragssätze der PKVs mit zunehmender Erkrankung zunehmen… *kratzamkopf* ???

Unwahrheiten
Hallo,

BIG-Direkt hört sich aber sehr nach Privatversicherung an? das
ist nochmal ein andres Thema. Aber… ich sage immer, lieber
freiwillig in einer GKV versichert, als privat. Warum? Die
Privaten sind nur günstig, solange man jung und gesund ist.
Wenn sich das ändert, dann ändern sich auch drastisch die
Beitragssätze. Eine Freundin, ehemals Privatversichert, sagte
immer, sie sei nicht krankenversichert, sondern gesund
versichert. Weil es nur günstiger ist, solange man gesund ist.
Da darf man halt nicht krank werden.

Sorry Sarah, aber das bezeichne ich als Parolen und Laiengerede!!!

Das haben wir doch schon tausendmal diskutiert und ich kann Sie mit tonnenweise Material zuschütten, dass das Gegenteil beweißt.

Sie dürfen gerne Ihre Meinung haben lieber in der GKV versichert zu sein. Das ist ja eine von mehreren Entscheidungen, die man treffen kann. Aber deshalb soltten Sie noch lange nicht Unwahrheiten behaupten!

Thorulf Müller
[email protected]

Hallo Sarah,
ich gebe Ihnen grundsätzlich recht (muss ich ja auch als
Krankenkassenmitarbeiter), aber so pauschal oder allgemein
würde ich es nicht sagen. Es kommt auf den Vertrag an, den man
mit dem PKV-Unternehmen hat. Automatisch höhere Beiträge im Alter
gibt es wohl nicht, eher gleichbleibende.
Im Gegenssatz zur GKV ist es der PKV egal wieviel Einkommen man
hat, dort bemisst sich die Prämie (bei der PKV heisst der Beitrag so)
immer nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand). Bei der GKV immer
nach dem realen Einkommen. Bei der PKV gibt meines Wissens nach nicht die kostenlose Familienversicherung, bei der GKV schon, und das mit gleichem Leistungsanspruch (Geldleistungen ausgenommen).
Es muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn besser ist.
Da hab ich jetzt garnicht über die Leistungen gesprochen.
Übrigens bin ich nicht der Meinung dass hier Unwahrheiten (Lügen)
von Teilnehmern verbreitet werden, die beruflich nichts mit der Materie
zu tun haben - das sind Meinungen, und die darf man wohl äussern.
Was anderes wäre es natürlich, wenn z.B. Thorulf oder ich wider
besseren Wissens hier irgendwelche Sachen äussern würden.
Gruss
Günter Czauderna

Hallo Günther,

ich hab niemals behauptet, dass irgendwer was unrechtes verbreitet un bin nun etwas verwirrt.

nach dem realen Einkommen. Bei der PKV gibt meines Wissens
nach nicht die kostenlose Familienversicherung, bei der GKV
schon, und das mit gleichem Leistungsanspruch (Geldleistungen
ausgenommen).

Nein, das stimmt. Was dazu früher führte, dass einer sich mit der ganzen Blase in der GKV versicherte und einer privat, das war halt wirklich billig. Das geht nun nicht mehr so, und das ist auch gut so. Es kann ja wohl nicht sein, dass man immer die anderen zahlen lässt.

Es ist okay, dass jeder sich frei entscheidet, aber dann bitte auch dabei bleiben.

findet Sarah

hallo @ all,

nun, der ehemals gängigen Praxis sich in jungen Jahren privat zu versichern, die Ehegattin mit der ganzen Kinderschar gesetzlich zu versichern ist ja gottseidank ein Riegel vorgeschoben.

Ich kann nur das sagen, was mir persönlich von privat versicherten anlametiert wurde. Eben, wenn eine Krankheit auftritt, dann wuchert der Beitrag vor sich hin. Bei den GKVs bleibt es konstant, sch…egal wie krank man wird.
Diese Beispiele habe ich in Massen in meinem Umfeld. Es kann sich gerne jeder privat versichern, aber bitte… niemand soll im Alter jammern, dass die Beiträge so hoch wären, und auch die kenne ich. Ich hatte sogar Angehörige, die quasi verbieten wollten einen Rettungswagen zu bestellen, weil das zu teuer sei… na… das geht natürlich nicht. Und wenn ein Notfall ist, wird in der Regel nicht erst mal nachgeschaut, wie der nun versichert ist. ABer… diese Auflagen kenne ich sehr wohl

Sarah

Aber… ich sage immer, lieber
freiwillig in einer GKV versichert, als privat. Warum? Die
Privaten sind nur günstig, solange man jung und gesund ist.
Wenn sich das ändert, dann ändern sich auch drastisch die
Beitragssätze. Eine Freundin, ehemals Privatversichert, sagte
immer, sie sei nicht krankenversichert, sondern gesund
versichert. Weil es nur günstiger ist, solange man gesund ist.
Da darf man halt nicht krank werden.

Hallo Sarah,
wie kannst Du nur so einen Unsinn schreiben. Was es Leistungen angeht, erübrigt sich jede weitere Diskussion zwischen PKV und GKV. Die Beiträge in der PKV steigen nicht, weil man älter wird oder eine Krankheit bekommt. Es ist sogar verboten einem Kunden den Beitrag zu erhöhen, nur weil er krank wird. Für alle Krankheiten, die nach dem Vertragsabschluß auftreten, trägt der Versicherer das Risiko. Der Beitrag in der PKV hängt einzig und alleine davon ab wie sich das Verhältnis zwischen Beitragseinnahmen und Ausgaben im Tarif in dem der Kunde versichert ist, entwickelt.

Gruß
Denis

Hallo Sarah,
ich meinte ja auch nicht dich, sondern meinen Mitstreiter Thorulf,
der hier etwas „rasant“ kommentierte und zwar deinen Beitrag.
Gruss
Günter

Das ist die Höhe!!!

hallo @ all,

nun, der ehemals gängigen Praxis sich in jungen Jahren privat
zu versichern, die Ehegattin mit der ganzen Kinderschar
gesetzlich zu versichern ist ja gottseidank ein Riegel
vorgeschoben.

Falschaussage!

Ich kann nur das sagen, was mir persönlich von privat
versicherten anlametiert wurde. Eben, wenn eine Krankheit
auftritt, dann wuchert der Beitrag vor sich hin. Bei den GKVs
bleibt es konstant, sch…egal wie krank man wird.

Falschaussage!

Diese Beispiele habe ich in Massen in meinem Umfeld. Es kann
sich gerne jeder privat versichern, aber bitte… niemand soll
im Alter jammern, dass die Beiträge so hoch wären, und auch
die kenne ich.

Richtig - niemand darf jammern über eine Entscheidung, die er getroffen hat!

Ich hatte sogar Angehörige, die quasi verbieten
wollten einen Rettungswagen zu bestellen, weil das zu teuer
sei… na… das geht natürlich nicht. Und wenn ein Notfall
ist, wird in der Regel nicht erst mal nachgeschaut, wie der
nun versichert ist. ABer… diese Auflagen kenne ich sehr wohl

Blödsinn - Falschaussage!

Thorulf Müller