GKV/ PKV Axa

Hallo zusammen,

letzte Woche hatte ich (weiblich, Geburtsjahr 1975) ein Beratungsgespräch mit einem Vertreter der Axa. Er hat mir den Tarif „Vital“ als PKV empfohlen (bin zur Zeit noch in der GKV), ich bin aber noch unschlüssig, ob ich überhaupt wechseln soll. Rückfragen bei Kollegen haben ergeben, dass der Tarif nicht der preiswerteste ist, aber schließlich kommt es ja auf das Preis-/ Leistungsverhältnis an, außerdem sind da noch 10% Beitragsentlastung für’s Alter zusätzlich drin.

Ein paar Fragen, die mir (auch nach der Suche im Archiv) noch offen geblieben sind:

  • Hat jemand Erfahrungen mit diesem Tarif der Axa?
  • Soll ich Vergleichsangebote von anderen Versicherern einholen?
  • Soll ich überhaupt in die PKV wechseln? Ich bin da etwas unsicher (z. B. Familie: was, wenn mein Partner zu Hause bleibt?; Was ist im Alter?; Wie ist die politische Entwicklung bzgl. Krankenversicherungen (z. B. Beitragsbemessungsgrenze)? Ist man wirklich besser versichert oder nur das „Schlachtvieh“ der Ärzte?)
  • Soll ich ggf. den Unterschied zum Beitrag der gesetzlichen Versicherungen aufsparen?
  • Gibt es etwas zu beachten, das ich vergessen habe?

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir bei der Entscheidung helfen könntet.

Vielen Dank schonmal und viele Grüße,

Zichorie

ob du generell wechseln möchtest, oder nicht, soltest du an verschiedenen punkten ausmachen

  1. willst du kinder, wie viele- und wann.
  2. wenn ja, bleibt dann einer der partner zuhause, oder gehen beide weiterhin arbeiten.
  3. die pkv ist grundsätzlich in deinem alter eine gute entscheidung, allerdings bietet sie keine familienversicherung. jeder zahlt seinen beitrag. wenn beide arbeiten, macht das bis 2 kinder noch keinen großen unterschied. müssen jedoch beide partner und 2 kinder privat versichert werden, kommst du schnell auf 900,- bis 1.000,- € gesamtbeitrag monatlich.
  4. es gibt 52 private krankenversicherer in deutschland mit ca. 900 verschiedenen tarifen. glaubst du allen ernstes, von dem axa- vertreter fair und unabhängig beraten werden zu können ???
  5. die axa ist ein guter krankenversicherer, der tarif vital sehr gute leistungen- aber die gehört aber meiner meinung nach nicht zu den top 5.
    hier hilft dir wirklich nur ein freier makler.
    gruß
    oliver

Hallo Zichorie,

Rückfragen bei Kollegen haben ergeben, dass der Tarif
nicht der preiswerteste ist, aber schließlich kommt es ja auf
das Preis-/ Leistungsverhältnis an,

Richtig, und das passt überhaupt nicht! In den Bedingungen der AXA stehen seit dem 01.01.2004 einige nette Formulierungen, wie z.B. angemessene Preise und Herabsetzungsbefugnis (§ 1 und § 5 MB/KK Teil II). Einen ausschließlichen Heil- und Hilfsmittelkatalog hatten die AXA schon immer, etc.

außerdem sind da noch 10%
Beitragsentlastung für’s Alter zusätzlich drin.

Das ist nicht ungewöhnlich, das ist gesetzlich vorgeschrieben, bei allen Gesellschaften! Entscheiden ist aber die Kalkulation, und die der AXA ist äußerst aggressiv. Dazu kommen die mit Abstand schlechtesten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen im Verband.

  • Hat jemand Erfahrungen mit diesem Tarif der Axa?

Ja, Finger weg seit dem 01.01.2004!

  • Soll ich Vergleichsangebote von anderen Versicherern
    einholen?

Nein, Du solltest Dich von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten lassen, der auf das Thema Krankenversicherung spezialisiert ist.

  • Soll ich überhaupt in die PKV wechseln? Ich bin da etwas
    unsicher (z. B. Familie: was, wenn mein Partner zu Hause
    bleibt?;

Genau das zeigt Dir ein Makler auf!

Was ist im Alter?;

Auch das wird er mit wenn und aber aufzeigen!

Wie ist die politische Entwicklung
bzgl. Krankenversicherungen (z. B. Beitragsbemessungsgrenze)?

Das hat nichts mit der Selbstständigkeit zu tun - und die politische Entwicklung der Zukunft kennt keiner.

Ist man wirklich besser versichert oder nur das „Schlachtvieh“
der Ärzte?)

Da ich seit Geburt Privatpatient und mit vielen Ärzten persönlich befreundet bin - Du bist besser versichert!

  • Soll ich ggf. den Unterschied zum Beitrag der gesetzlichen
    Versicherungen aufsparen?

Ja!!!

  • Gibt es etwas zu beachten, das ich vergessen habe?

Ja, das man im Forum nicht beraten kann!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir bei der Entscheidung
helfen könntet.

Würde ich gerne tun, aber dazu musst Du den nächsten Schritt machen!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Hallo Herr Leutung,

  1. willst du kinder, wie viele- und wann.

Hat mit der Entscheidung für oder gegen die PKV nicht sehr viel zu tun.

  1. es gibt 52 private krankenversicherer in deutschland mit
    ca. 900 verschiedenen tarifen. glaubst du allen ernstes, von
    dem axa- vertreter fair und unabhängig beraten werden zu
    können ???

Anzahl der PKV - 48 - davon für alle zugänglich - 35 - Anzahl der Tarifwerke 15.000!

  1. die axa ist ein guter krankenversicherer, der tarif vital
    sehr gute leistungen- aber die gehört aber meiner meinung nach
    nicht zu den top 5.

Entschuldigung - die AXA ist ein grottenschlechter Versicherer mit miserablen und kundenunfreundlichen Bedingungen (spätestens seit dem 01.01.2004) und wird zurzeit zurecht in Köln verklagt! Die Leistungen sind unterdurchschnittlich (Preislisten, ausschließliche Kataloge, etc.) und sehr schlechte betriebswirtschaftliche Kennzahlen und sehr niedrige Alterungsrückstellungen!

hier hilft dir wirklich nur ein freier makler.

Ja, aber er sollte nicht nur Makler sein, sondern auch von der privaten Krankenversicherung etwas verstehen.

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Hallo,
als GKV-Mensch rate ich dir (natürlich) vom Wechsel ab.
Gerade habe ich Bekanntenkreis erlebt wie rigoros die PKV
vorgehen kann.
Mach es wie ich selbst - such dir eine gute Zusatzversicherung
(damit meine ich nicht unbedingt die, die von den GKV-Kassen
empfohlen werden). Da bist du auf der sicheren Seite.
Mein Mitstreiter Thorulf ist seit Tag seiner Geburt in der PKV
versichert, kennt deshalb die GKV nur aus zweiter Hand.
Ich bin zwar auch seit meiner Geburt GKV versichert, kenne aber
durch meine Zusatzversicherung die Vorteile und Nachteile der
PKV - letzendlich musst du aber selbst entscheiden
(3 € ins Phrasenschwein - stimmt aber trotzdem)

Gruss

Günter Czauderna

Hallo Günter,

die GKV kenne ich nicht nur vom Hörensagen - ich erlebe es jeden Tag in den Praxen, ich sehe es, wenn ich meine Freunde besuche, ich erlebe es in Krankenhäusern, ich erlebe es bei meinen Mandanten!

Ach ja: Und ich kenne die Bevölkerungsentwicklung der nächsten 70 jahre (Prof. Raffelhüschen) und ich weiß, dass der generationsvertrag aufgekündigt wurde! Das macht in der rente Probleme - in der Krankenkasse und der Pflege führt es in die finanzielle Katastrophe!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Hallo Thorulf,
so,so - das ist aber eine feine Begründung um heute in die PKV zu wechseln.
Wait and see and trink a cup of tea !
So sagt schon der alte Engländer.
Wenn die GKV abgeschafft wird und alle in der PKV versichert sind,
wird auch diese Einheit wieder hergestellt sein.
Plädierst Du eigentlich für die Einheitsversicherung (Kopfpauschale),
und wenn ja - wer soll diese dann nicht zahlen ??

Gruss

Günter

Hallo Günter,

ich bin ein großer Anhänger der Kopfpauschale. Jeder muss Sie zahlen. Leider sind wir 20 Jahre zu spät um das geräuschlos umzustellen - aber jammern zählt hier nicht. In der PKV gibt es ja bereits Kopfpauschalen nach Geschlechtern und Eintrittsaltern.

Ich bin auch nicht für die völlige Privatisierung, ich denke unser System hat sich bewährt. Die Pflichtgrenze muss nur wieder runter, weil es völliger Blödsinn gewesen ist!

Die Zuschüsse für Kinder bekommen alle - ob Privat oder GKV - wenn es aus Steuermitteln finanziert wird, nur gesetzlich Versicherte, wenn es aus einem Zusatzbeitrag bezahlt wird.

Alles ganz einfach.

Und den Schlamassel mit der Pflege hätten wir nicht, wenn Nobbi damals das Angebot der deutschen Industrie angenommen hätte - 10 Mrd. DM Anschubfinanzierung, wenn die Pfelgepfllicht komplett als Kapitaldeckungsverfahren eingeführt worden wäre.

Viele Grüße
Thorulf

hallo herr müller,
viele menschen glauben ja auch nur, etwas davon zu verstehen. :smile:
ich habe 1. nicht behauptet, daß die axa einer der top 5 versicherer ist.
aber wenn 2. die axa grottenschlecht ist, wie würden sie inter, gothaer, vereinte (früher) nennen ???
gruß
oliver leutung

Hallo Thorulf,

erstmal danke für die Antwort, scheinst Dich ja in dem Bereich auszukennen! :wink:

Richtig, und das passt überhaupt nicht! In den Bedingungen der
AXA stehen seit dem 01.01.2004 einige nette Formulierungen,
wie z.B. angemessene Preise und Herabsetzungsbefugnis (§ 1 und
§ 5 MB/KK Teil II). Einen ausschließlichen Heil- und
Hilfsmittelkatalog hatten die AXA schon immer, etc.

Und das ist bei anderen Versicherern anders?

Das ist nicht ungewöhnlich, das ist gesetzlich vorgeschrieben,
bei allen Gesellschaften!

Ok, aber in dem Tarif waren nochmal 10% zusätzlich drin zur gesetzlichen. So hab ich’s zumindest verstanden.

Entscheiden ist aber die
Kalkulation, und die der AXA ist äußerst aggressiv. Dazu
kommen die mit Abstand schlechtesten betriebswirtschaftlichen
Kennzahlen im Verband.

Ach, wieso das? Geht’s der Axa so schlecht, oder nur der Krankenversicherung? Wieso ist die denn überhaupt in 2003 noch so gut bei der Warentest weggekommen? Oder hat sich das seit diesem Jahr alles so geändert!?

Nein, Du solltest Dich von einem unabhängigen
Versicherungsmakler beraten lassen, der auf das Thema
Krankenversicherung spezialisiert ist.

Ok, das Vergnügen hatte ich auch schonmal, irgendwas wird der Makler ja auch dran verdienen, wenn er mich in die PKV (egal welche) vermittelt, gell! :wink: Ich bin ja nicht mal sicher, ob ich überhaupt in die PKV will.

Da ich seit Geburt Privatpatient und mit vielen Ärzten
persönlich befreundet bin - Du bist besser versichert!

Gut, im Grunde hab ich das auch so im Bekanntenkreis gehört (kenn leider keine Ärzte). Aber es gibt ja auch Stimmen, die das nicht befürworten. Wem soll ich jetzt glauben!?

Ist wirklich kein einfaches Thema, zumindest für mich, glaub ich!!

Viele Grüße,
Zichorie

Halo Günther,

auch Dir vielen Dank für die Antwort. Gut, als GKV-Mensch wirst Du mir sicher was anderes erzählen als Thorulf! :wink:

Ich hab bereits eine Zusatzversicherung und durfte bisher - Gott sei Dank - auf deren Inanspruchnahme verzichten. Ich weiss allerdings nicht, wieso diese private Versicherung besser sein soll als eine Vollversicherung. Außerdem deckt die ja auch nur die stationäre Geschichte ab.

Ich habe allerdings mehrere Fälle auch in der Verwandtschaft gehabt, ziemlich krass bei 2 Krebspatienten - einer privat, einer gesetzlich versichert. Gut, natürlich liegt’s auch an den Ärzten, aber was da bei der gesetzlichen gelaufen ist, spricht nicht gerade für die GKV.

Es stimmt natürlich, dass ich bisher keine PRobleme mit der gesetzlichen Kasse hatte - aber ich bin eigentlich auch nie krank gewesen.

Es nervt mich allerdings, dass ich gerade als freiwillig Versicherter - immer mehr bezahlen muss. Alleine dies Praxisgebühr bringt mich auf die Palme, und dann nächstes Jahr noch zusätzlich für’s Krankentagegeld und die Zahnversicherung bezahlen - das sind z. Zt. über 600 Euro im Monat, die mein Arbeitgeber und ich bezahlen. Und ich geh 3 Mal im Jahr zum Arzt: 2 Mal zur Vorsorge zum Frauenarzt, 1 Mal zum Zahnarzt.

Kannst Du mir denn konkrete Vorteile der gesetzlichen Kasse nennen? Abgesehen von der Familienversicherung…

Viele Grüße,

Zichorie

Hallo Herr Leutung,

viele menschen glauben ja auch nur, etwas davon zu verstehen.

-)

leider die meisten!

ich habe 1. nicht behauptet, daß die axa einer der top 5
versicherer ist.

Nein, ich habe auch nicht behauptet, dass Sie das behauptet haben!

aber wenn 2. die axa grottenschlecht ist, wie würden sie
inter, gothaer, vereinte (früher) nennen ???

Inter - Grottenschlecht - Bedingungen, Finanzen und Zahl der Tarifwerke!
Gothaer - Fehler der Vergangenheit - Patient auf dem Weg der Besserung - Bedingungen sind eher guter Durchschnitt!
Vereinte - Ein Drama ohne Ende! Zuviele Tarifwerke, teilweise ohne jeden Anspruch auf Qualität, Altlasten, etc.

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Zichorie,

erstmal danke für die Antwort, scheinst Dich ja in dem Bereich
auszukennen! :wink:

Ja, mein Spezialthema!

Richtig, und das passt überhaupt nicht! In den Bedingungen der
AXA stehen seit dem 01.01.2004 einige nette Formulierungen,
wie z.B. angemessene Preise und Herabsetzungsbefugnis (§ 1 und
§ 5 MB/KK Teil II). Einen ausschließlichen Heil- und
Hilfsmittelkatalog hatten die AXA schon immer, etc.

Und das ist bei anderen Versicherern anders?

Ja, teilweise sehr viel besser (offener Katalog, geschlossener Katalog), teilweise auch schlechter!
Die Herabsetzungsbefugnis hat in der Form nur die AXA. Etwas abgeschwächt die Barmenia, die HUK und der ARAG, in teilbereichen auch die DeBeKa und die LKH.

Das ist nicht ungewöhnlich, das ist gesetzlich vorgeschrieben,
bei allen Gesellschaften!

Ok, aber in dem Tarif waren nochmal 10% zusätzlich drin zur
gesetzlichen. So hab ich’s zumindest verstanden.

Ja, nur das ist zusätzlich vorgeschrieben - gesetzlicher Zuschlag, Vorsorgezuschlag, etc. - 10%!
Und wenn zusätzlich Beitragsentlastungen angeboten wurden, dann bitte als Selbstständige (-r) Finger Weg! Das ist ein schlechter Deal den aber auch viele anbieten!

Entscheiden ist aber die
Kalkulation, und die der AXA ist äußerst aggressiv. Dazu
kommen die mit Abstand schlechtesten betriebswirtschaftlichen
Kennzahlen im Verband.

Ach, wieso das? Geht’s der Axa so schlecht, oder nur der
Krankenversicherung? Wieso ist die denn überhaupt in 2003 noch
so gut bei der Warentest weggekommen? Oder hat sich das seit
diesem Jahr alles so geändert!?

Ja, der AXA geht es mehr als schlecht und Stiftung Warentest hat hier leider keine Ahnung. Ich kennen keinen Test dieses Unternehmens, der auch nur ein bißchen Qualität im Bereich Kranken, BU oder Altersversorgung hatte. Es geht immer um Preis-/Leistungsverhältnis, wobei die Leistungskriterien ungenau sind!

Ok, das Vergnügen hatte ich auch schonmal, irgendwas wird der
Makler ja auch dran verdienen, wenn er mich in die PKV (egal
welche) vermittelt, gell! :wink: Ich bin ja nicht mal sicher, ob
ich überhaupt in die PKV will.

Ja, natürlich verdient ein Makler an der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit. Ist das neuerdings etwas unabständiges in dieser Republik?

Willst Du Dich privat versichern oder nicht? Welche Fragen sind denn offen und ungeklärt?

Da ich seit Geburt Privatpatient und mit vielen Ärzten
persönlich befreundet bin - Du bist besser versichert!

Gut, im Grunde hab ich das auch so im Bekanntenkreis gehört
(kenn leider keine Ärzte). Aber es gibt ja auch Stimmen, die
das nicht befürworten. Wem soll ich jetzt glauben!?

Bild Dir auf der Basisi einer vernünftigen Beratung Dein eigenes Bild. Was sind denn Deiner Meinung nach Gründe die dafür bzw. dagegen sprechen?

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo,
das wird eine längere Antwort:
Zunächst gehe ich von der jetzigen Rechtslage aus.

  1. Beitragshöhe
    GKV - Bemessungsgrundlage immer das Einkommen
    PKV - Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand
  2. Leistungen
    GKV - Vollversicherung ohne Leistungsausschlüsse oder
    Risikozuschlägen oder gar Vertragskündigungen
    PKV - Versichert wird nur das was auch im Vertrag (Allg.
    Versicherungsbedingungen) steht.
    Beispiel: Wenn keine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen
    wurde gibt natürlich auch kein Krankengeld.

Familienversicherung (kostenlos) ist bekannt !!

Eigene Erfahrungen mit der PKV !
Mir wurde vor einigen Jahren die Galle entfernt - ich habe eine
Krankenhaustagegeldversicherung bei einer PKV.
Nachdem die Galle draussen war, musste ich zwei Jahre lang für alle
Erkrankungen die im Zusammenhang mit der Galle (die weg war) stehen
einen satten Risikozuschlag zahlen.
Ich wollte eine Zusatzversicherung abschliessen und habe eine
Gesundheitsprüfung machen müssen.
Ich leide an Heuschnupfen (Allergie), die vor zwei Jahren ärztlich
festgestellt wurde. Die Medikamente, die ich für ca. vier Monate im Jahr benutzen muss, zahle ic h allesamt selbst, da diese frei
verkäuflich sind, also nicht rezeptpflichtig.
Was macht die PKV ?
Da ich auch statt 80 KG 90 KG wiege wurde mein Antrag abgelehnt !
Auch aus meiner beruflichen Tätigkeit könnte ich zig Fälle
erzählen bei denen Menschen, die die PKV als neue Kasse
gewählt haben erhebliche finanzielle Nachteile erlitten haben.
Auch die PKV zahlt nicht alles und in nicht in jeder Höhe - das
muss man einfach wissen.
Noch etwas zu dem „Seniorenbeitrag“ in der PKV.
Stell dir vor, du wechselst jetzt in die PKV und hast einen
optimalen Vertrag, also mit allem drum und dran.
Du gehst die nächsten Jahrzehnte immer provat zum Arzt und immer

  1. Klasse in Krankenhaus - Zugegeben, ao lange du noch jung ung
    gesund bist, wird sich das in Grenzen halten, aber zahlen musst
    du trotzdem dafür (In der GKV gilt das natürlich auch).
    Aber mit dem Alter kommen auch die Wehwehchen.
    Solange du arbeitest, beteiligt sich dein Arbeitgeber an deinem
    Krankenversicherungsbeitrag, soweit alles wunderbar.
    Als Renter oder als Arbeitsloser (ohne Leistungsanspruch) musst
    du allerdings dafür alleine aufkommen. Da der PKV dein Einkommen
    egal ist (siehe oben)stehst du aufeinmal mit einer evtl. Beitragser-
    höhung von 100% für dich da. Wechsel zu einer anderen PKV kannst
    du in deiner Lage total vergessen - Rückkehr in die GKV ebenso.
    Aber, da gibt es den „Seniorentarif“ (Ich nenn den einfach so).
    Der Beitrag dafür darf nicht höhe sein als der durchschnittliche
    Höchstbeitrag in der GKV - gut für Dich !!??
    Ja, wenn Du gesund bist.
    Die Leistungen der PKV entsprechen nämlich grundsätzlich den
    Leistungen der GKV - so weit so gut.
    Aber du bist weiterhin Privatpatient und die Ärzte und die Krankenhäuser behandeln dich auch als solchen - auch bei der
    Rechnungslegung.
    Allgemeines:
    Selbstverständlich will jeder (auch ich) möglichst wenig für seine
    Krankenversicherung bezahlen, das ist legitim.
    Selbstverständlich ist das System der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland mehr als reformbedürftig.
    Nach meiner Auffassung ist aber die geplante Kopfpauschale der
    direkte Weg in die Einheitsversicherung, die den „Normalbürger“ gegenüber dem jetzigen System erheblich benachteiligen wird.
    Es wird keinen Wettbewerb mehr geben weil der Leistungskatalog
    zukünftig direkt von den Steuereinnahmen diktiert wird.
    Krankenkassen werden nicht mehr notwendig sein - der Beitragseinzug
    wird aufgeteilt - Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge
    werden durch die (den) Rentenversicherungsträge eingezogen, die
    Kopfpauschale und der Pflegeversicherungsbeitrag könnte über
    das Finanzamt eingezogen werden, da direkter Zusammenhang mit
    der Steuerfinanzierung besteht.
    Für die Leistungen genügen eigentlich nur regionale Verwaltungsstellen
    für die Beratung - alles andere wird zentralisiert.
    Das hat zur Folge, dass die freie Arztwahl und Krankenhauswahl
    abgeschafft wird, d.h. Arzt und Krankenhaus werden regional
    zugewiesen und können ggf. weiterverweisen.
    Der Kreis der Personen die sich privat versichern können wird
    stark eingeschränkt (nur Beamte und Selbständige ???), nur wer
    genug finanzielle Mittel hat kann sich zusätzlich versichern.
    Da kein Wettbewerb mehr da sein wird und sich die Ausgaben
    mehr den je an der allgmeinen Haushaltslage messen lassen müssen,
    wird man entweder die Kopfpauschale erhöhen müssen oder eben die
    Ausgaben drosseln.
    Da man nun erkennt dass die ehemals „hohen“ Verwaltungskosten der
    einzelnen Krankenkasse doch nicht schuld waren, wird man an der
    Leistungschraube drehen.
    Da stellt sich die Frage, warum sich für diesen Personenkteis die
    Medizintechnik und die Forschung weiterentwickeln soll, wenn sie
    doch keiner bezahlen will und kann.
    Noch etwas zum Schluss - Warum plädieren denn die PKVén für die
    Beibehaltung der GKV und nehmen der GKV nur die guten Risiken
    (jung und gesund) ab ??
    Warum nehmen die keine Rentner auf ??
    VIelleicht weil die meisten PKVén Unternehmen sind, die Gewinne
    erwirtschaften wollen und müssen und Aktionäre bedienen ??

Fazit:
Ich sage auch, es muss weiterhin beides geben.
Die Reform der GKV sollte so aussehen:
Festschreibung des allg. Beitragssatz aller Krankenkassen auf
(derzeit) 13%. Festschreibung einer Grundversorgung für alle
Krankenkassen verbindlich.
Freigabe aller anderen Leistungen in die Entscheidungsbefugnisse
jeder einzelnen Kasse.
Die Kassen können per Satzung selbst beschliessen welche Leistungen
sie zusätzlich in ihr Programm aufnehmen (ohne Zusatzbeitrag) und
welche Leistungen zusätzlich versichert (mit Beitrag) werden können.
Dies kann selbst oder in Zusammenarbeit mit der PKV angeboten
werden.
Die Versichgerungspflichtgrenze wird generell aufgehoben für alle,
wer sich für eine PLKV entscheidet ist daran lebenslang gebunden.
Für Arbeitnehmer,Renter und Leistungsbezieher der Bundesanstalt
für Arbeit wird der Beitrag vom Arbeitgeber (Träger) mit 6,5%
bezuschusst.
Weitere Neugründungen (Fusionen ausgenommen) von Krankenkassen
werden nicht mehr möglich sein.
Die kostenlose Familienversicherung bleibt weiterhin bestehen solange
auch Kinder mitversichert sind, danach muss eine eigene Versicherung
für den Partner erfolgen.

Das soll erstmal reichen !

Gruss

Günter Czauderna

Hallo Günter,

bitte neutraler - einige Korrekturen:

  1. Beitragshöhe
    GKV - Bemessungsgrundlage immer das Einkommen

oder das fiktive Einkommen!

PKV - Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand
2. Leistungen
GKV - Vollversicherung ohne Leistungsausschlüsse oder
Risikozuschlägen oder gar Vertragskündigungen

Die GKV kündigt freiwilligen Mitgliedern wenn Sie zwei Monate keine Beiträge gezahlt hat. Die PKV auch! Wo ist der unterschied. Die PKV verzichtet auf Ihr ordentliches Kündigungsrecht!

PKV - Versichert wird nur das was auch im Vertrag (Allg.
Versicherungsbedingungen) steht.
Beispiel: Wenn keine Krankentagegeldversicherung
abgeschlossen
wurde gibt natürlich auch kein Krankengeld.

Bei der GKV ist auch nur das versichert was im SGB steht, und das kann (und hat) der Gesetzgeber jederzeit verändern. Die PKV nicht!
Auch bei der GKV ist Krankengeld nur dann versichert, wenn es gewählt (also vereinbart) wurde!

Familienversicherung (kostenlos) ist bekannt !!

Das ist politischer Blödsinn. Familienpolitik ist ein gesamtheitliches Thema und muss daher aus Steuern finanziert werden.

Eigene Erfahrungen mit der PKV !
Mir wurde vor einigen Jahren die Galle entfernt - ich habe
eine
Krankenhaustagegeldversicherung bei einer PKV.
Nachdem die Galle draussen war, musste ich zwei Jahre lang für
alle
Erkrankungen die im Zusammenhang mit der Galle (die weg war)
stehen
einen satten Risikozuschlag zahlen.

Im nachhinnein werden für bestehende Verträge keine Risikozuschläge erhoben - das ist eindeutig nicht korrekt! Es sei Du hast anschließend Deinen Vertrag erhöht, dann kann für die Erhöhung ein Zuschlag berechnet werden.

Ich wollte eine Zusatzversicherung abschliessen und habe eine
Gesundheitsprüfung machen müssen.
Ich leide an Heuschnupfen (Allergie), die vor zwei Jahren
ärztlich
festgestellt wurde. Die Medikamente, die ich für ca. vier
Monate im Jahr benutzen muss, zahle ic h allesamt selbst, da
diese frei
verkäuflich sind, also nicht rezeptpflichtig.
Was macht die PKV ?
Da ich auch statt 80 KG 90 KG wiege wurde mein Antrag
abgelehnt !

Das ist tatsächlich so - bei der Gewichtsangabe solltest Du allerding die Körpergröße dazu schreiben, weil Geicht alleine keine Aussagekraft hat!
Seit wann muss eine Zusatzversicherung angenommen werden. Ich kann Dir da aber helfen. Ich werde eine Zusatzversicherung für Dich finden!

Auch aus meiner beruflichen Tätigkeit könnte ich zig Fälle
erzählen bei denen Menschen, die die PKV als neue Kasse
gewählt haben erhebliche finanzielle Nachteile erlitten haben.
Auch die PKV zahlt nicht alles und in nicht in jeder Höhe -
das
muss man einfach wissen.

Das ist richtig - versichert ist was im Vertrag steht. Nicht alle Verträge sind gleich! Daher qualifizierte Beratung durch einen qualifizierten Versicherungsmakler vorher in Anspruch nehmen.

Noch etwas zu dem „Seniorenbeitrag“ in der PKV.
Stell dir vor, du wechselst jetzt in die PKV und hast einen
optimalen Vertrag, also mit allem drum und dran.
Du gehst die nächsten Jahrzehnte immer provat zum Arzt und
immer

  1. Klasse in Krankenhaus - Zugegeben, ao lange du noch jung
    ung
    gesund bist, wird sich das in Grenzen halten, aber zahlen
    musst
    du trotzdem dafür (In der GKV gilt das natürlich auch).
    Aber mit dem Alter kommen auch die Wehwehchen.
    Solange du arbeitest, beteiligt sich dein Arbeitgeber an
    deinem
    Krankenversicherungsbeitrag, soweit alles wunderbar.
    Als Renter oder als Arbeitsloser (ohne Leistungsanspruch)
    musst
    du allerdings dafür alleine aufkommen. Da der PKV dein
    Einkommen
    egal ist (siehe oben)stehst du aufeinmal mit einer evtl.
    Beitragser-
    höhung von 100% für dich da.

Panikmache wie immer. Das ist Blödsinn (sorry). Als Arbeitsloser wirst Du wieder versicherungspflichtig und musst zurück in die GKV! Auch aus der Selbstständigkeit (Thema Hartz IV)! Als Senior musst Du natürlich auch für eine auskömmliche Altersversorgung gesorgt haben und kannst Deinen Vertrag dann durch Selbstbehalte optimieren. Das ist deshalb richtig, weil dann der Arbeitgeberzuschuss entfällt. Der Beitrag für das Krankengeld entfällt! Der Vorsorgezuschlag ist ab 60 entfallen!

Wechsel zu einer anderen PKV
kannst
du in deiner Lage total vergessen - Rückkehr in die GKV
ebenso.

Das ist richtig - und wenn Du die richtige PKV ausgewählt hast, dann musst Du auch nicht wechseln!

Aber, da gibt es den „Seniorentarif“ (Ich nenn den einfach
so).
Der Beitrag dafür darf nicht höhe sein als der
durchschnittliche
Höchstbeitrag in der GKV - gut für Dich !!??
Ja, wenn Du gesund bist.
Die Leistungen der PKV entsprechen nämlich grundsätzlich den
Leistungen der GKV - so weit so gut.
Aber du bist weiterhin Privatpatient und die Ärzte und die
Krankenhäuser behandeln dich auch als solchen - auch bei der
Rechnungslegung.

Falsch, die GOÄ/GOZ schreibt vor, dass Versicherte nach ST zum 1,7 fachen behandelt werden müssen! Der Standardtarif kostet mich heute, wenn ich mit 65 umwandl 73 Euro monatlich, das entspricht einer Rente von 541 Euro monatlich!

Allgemeines:
Selbstverständlich will jeder (auch ich) möglichst wenig für
seine
Krankenversicherung bezahlen, das ist legitim.
Selbstverständlich ist das System der gesetzlichen
Krankenversicherung in Deutschland mehr als reformbedürftig.
Nach meiner Auffassung ist aber die geplante Kopfpauschale der
direkte Weg in die Einheitsversicherung, die den
„Normalbürger“ gegenüber dem jetzigen System erheblich
benachteiligen wird.

Nein, die Kopfpauschale hat nichts mit der Einheitsversicherung zu tun.

Einheitsversicherung heißt alle sind versicherungspflichtig in einer GKV!

Kopfpauschale ist nur eine Veränderung des Beitragsaufkommens!

Es wird keinen Wettbewerb mehr geben weil der Leistungskatalog
zukünftig direkt von den Steuereinnahmen diktiert wird.
Krankenkassen werden nicht mehr notwendig sein - der
Beitragseinzug
wird aufgeteilt - Renten- und
Arbeitslosenversicherungsbeiträge
werden durch die (den) Rentenversicherungsträge eingezogen,
die
Kopfpauschale und der Pflegeversicherungsbeitrag könnte über
das Finanzamt eingezogen werden, da direkter Zusammenhang mit
der Steuerfinanzierung besteht.
Für die Leistungen genügen eigentlich nur regionale
Verwaltungsstellen
für die Beratung - alles andere wird zentralisiert.

Hallo Günter, das entspricht keinem einzigen politischen Konzept!

Das hat zur Folge, dass die freie Arztwahl und Krankenhauswahl
abgeschafft wird, d.h. Arzt und Krankenhaus werden regional
zugewiesen und können ggf. weiterverweisen.

Das ist bereits Realität für gesetzlich Versicherte.

Der Kreis der Personen die sich privat versichern können wird
stark eingeschränkt (nur Beamte und Selbständige ???), nur wer
genug finanzielle Mittel hat kann sich zusätzlich versichern.
Da kein Wettbewerb mehr da sein wird und sich die Ausgaben
mehr den je an der allgmeinen Haushaltslage messen lassen
müssen,
wird man entweder die Kopfpauschale erhöhen müssen oder eben
die
Ausgaben drosseln.

Das ist falsch - Kopfpauschalen haben nichts mit der Pflichtgrenze für Arbeitnehmer zu tun!

Da man nun erkennt dass die ehemals „hohen“ Verwaltungskosten
der
einzelnen Krankenkasse doch nicht schuld waren, wird man an
der
Leistungschraube drehen.
Da stellt sich die Frage, warum sich für diesen Personenkteis
die
Medizintechnik und die Forschung weiterentwickeln soll, wenn
sie
doch keiner bezahlen will und kann.
Noch etwas zum Schluss - Warum plädieren denn die PKVén für
die
Beibehaltung der GKV und nehmen der GKV nur die guten Risiken
(jung und gesund) ab ??

Das ist falsch - das Angebot der privaten steht!

Warum nehmen die keine Rentner auf ??

Warum nicht - tut die PKV - bis Höchsteintrittsalter 70!

VIelleicht weil die meisten PKVén Unternehmen sind, die
Gewinne
erwirtschaften wollen und müssen und Aktionäre bedienen ??

Nicht alle! Und die Gewinne, die eine PKV ausschütten kann sind nicht besonders hoch!!!

Fazit:
Ich sage auch, es muss weiterhin beides geben.

Damit bin ich einverstanden! Aber warum machst Du dann oben die PKV schlecht!

Die Reform der GKV sollte so aussehen:
Festschreibung des allg. Beitragssatz aller Krankenkassen auf
(derzeit) 13%. Festschreibung einer Grundversorgung für alle
Krankenkassen verbindlich.
Freigabe aller anderen Leistungen in die
Entscheidungsbefugnisse
jeder einzelnen Kasse.
Die Kassen können per Satzung selbst beschliessen welche
Leistungen
sie zusätzlich in ihr Programm aufnehmen (ohne Zusatzbeitrag)
und
welche Leistungen zusätzlich versichert (mit Beitrag) werden
können.
Dies kann selbst oder in Zusammenarbeit mit der PKV angeboten
werden.

Aua! Nein, Kassen dürfen nur gesetzliche Leistungen alles andere machtz der Wettbewerb! Kooperationen müssen beendet werden weil nicht Verfassungskonform.

Die Versichgerungspflichtgrenze wird generell aufgehoben für
alle,
wer sich für eine PLKV entscheidet ist daran lebenslang
gebunden.

Gute Idee!

Für Arbeitnehmer,Renter und Leistungsbezieher der
Bundesanstalt
für Arbeit wird der Beitrag vom Arbeitgeber (Träger) mit 6,5%
bezuschusst.
Weitere Neugründungen (Fusionen ausgenommen) von Krankenkassen
werden nicht mehr möglich sein.
Die kostenlose Familienversicherung bleibt weiterhin bestehen
solange
auch Kinder mitversichert sind, danach muss eine eigene
Versicherung
für den Partner erfolgen.

Falscher Ansatz - versicherungsfremde Listungen,insbesondere Familienpolitik,müssen in die gesellschaftliche Gesamtverantwortung!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

P.S.: Sorry Günter, aber Du hattest mit den Angriffen angefangen!

Hallo Thorulf,
zunächst mal folgendes. Ich bin gefragt worden, warum ich als
Kassenmitarbeiter die GKV empfehle - da kann ich nicht neutral
sein.
Was meine Argumentation angeht, habe ich die PKV nicht angegriffen
und schon garnicht dich persönlich.
Es völlig okay dass Du einige Sachen anders siehst als ich und
bestimmt sogar auch besser weisst (was die PKV betrifft).
Tatsache ist aber auch, dass ich aus meiner nunmehr 37jährigen
Berufspraxis heraus schon weiss wovon in rede.
Allein meine eigenen Erfahrungen sind Beweis dafür dass nicht alles
was sich PKV nennt auch automatisch gut oder gar besser als
die GKV ist.
Was meine Ausführungen im allgemeinen Teil betrifft und auch
die Zukunftsperspektiven, habe ich nicht von einem politischen
Konzept gesprochen, sondern meine Meinung dargelegt.
Abschliessend noch eine „süffisante“ Frage - wie erklärst
Du dir eigentlich die Tatsache, dass bei den gesetzlichen
Krankenkassen (dazu gehören auch die BKKén der PKV wie.z.B.
R&V-Versicherungen) immer noch eine Menge von hauptberuflich
Selbständigen Versicherungsvertretern und Maklern versichert
sind und nicht bei ihrer eigenen Gesellschaft oder einer anderen
PKV. ?
Gruss

Günter

Hallo Thorulf,

> Ja, teilweise sehr viel besser (offener Katalog, geschlossener Katalog), teilweise auch schlechter!
> Die Herabsetzungsbefugnis hat in der Form nur die AXA. Etwas abgeschwächt die Barmenia, die HUK und der ARAG, in teilbereichen auch die DeBeKa und die LKH.

Was heisst denn das überhaupt? Können die die Rechnungen runterstufen? Oder was versteht man darunter?

> Ja, nur das ist zusätzlich vorgeschrieben - gesetzlicher Zuschlag, Vorsorgezuschlag, etc. - 10%!
Und wenn zusätzlich Beitragsentlastungen angeboten wurden, dann bitte als Selbstständige (-r) Finger Weg! Das ist ein schlechter Deal den aber auch viele anbieten!

Ich bin Angestellte, also ist das dann zu empfehlen!?

> Ja, der AXA geht es mehr als schlecht und Stiftung Warentest hat hier leider keine Ahnung. Ich kennen keinen Test dieses Unternehmens, der auch nur ein bisschen Qualität im Bereich Kranken, BU oder Altersversorgung hatte. Es geht immer um Preis-/Leistungsverhältnis, wobei die Leistungskriterien ungenau sind!

Ok, verstehe. Dann hat die Axa also ein gutes Preis-/Leistungs-/Verhältnis für einen Durchschnitts-Warentest-Menschen, richtig? Wer ist schon ein Durchschnittsmensch… :wink:

> Ja, natürlich verdient ein Makler an der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit. Ist das neuerdings etwas unabständiges in dieser Republik?

Nein, war auch nicht böse gemeint. Aber das macht mich ein wenig skeptisch grundsätzlich allen „Beratern“ gegenüber. Ich denke immer, der bietet mir an, was ihm am meisten bringt, nicht mir. Ich weiß, ist eine böse Unterstellung und so auch nicht unbedingt richtig, aber das ist meine eher skeptische Grundstimmung.

> Willst Du Dich privat versichern oder nicht? Welche Fragen sind denn offen und ungeklärt?

Ich bin halt unsicher. Einerseits bin ich eigentlich ein Vertreter des Solidarprinzips und hätte ein schlechtes Gewissen, mich diesem zu entziehen, nur, weil ich besser verdiene. Klingt blöd, ist aber so.
Andererseits sehe ich die bessere Behandlung, das Geld, das ich sparen kann (solange ich keine Familie gründe) etc.
Gerade die Punkte Familie (v. a. mit mehr als 1 Kind und einer/m Hausfrau/-mann) und Alter und die Tatsache, dass ich so ohne weiteres nicht in die gesetzliche zurück kann, halten mich ab. Außerdem sind das Privatunternehmen und – wie Du auch selbst sagst – den Versicherern geht’s ja auch nicht so super gut, wer weiß, was da mal passiert.
Und was in der Politik passiert, weiß sowieso keiner. Wobei ich vermute, dass sich die Regierenden – die vermutlich selbst nicht gesetzlich versichert sind – kaum selbst die Leistungen kürzen werden.

Kurzum: ist alles ziemlich unsicher. In der gesetzlichen weiß ich zumindest, dass ich die meisten Leute auf meiner Seite habe!

Viele Grüße,

Zichorie