GKV/PKV wohin geht die Reise?

Hallo zusammen,

dies ist mein erster Artikel im „wer-weiss-was“ Experten Forum. Danke fuer dieses Angebot. Genau soetwas brauche ich, um im unuebersichtlichen Dickicht des Internets durchblicken zu koennen.
Hier meine Anfrage:
Seit 2000 bin ich Mitglied der Halleschen Nationalen PKV. Beratung durch eine Beraterin war super und voellig unaufdringlich, was nicht unbedingt selbstverstaendlich ist.
Ich habe damals viel hin und her gerechnet und kam selbst mit Kindern und Frau privat versichert auf ungefaehr den gleichen Beitrag den die GKV alleine fuer mich fordert.
Entscheidungsgrund damals war Geld zu sparen und bessere Leistungen zu erhalten. Habe deswegen auch z.B. mit der Familie und Freunden gesprochen. Was soll ich sagen, sogar ein schlechtes Gewissen habe ich bekommen, da ich damit die soziale gemeine Absicherungsprinzip verlassen habe.
Seit mehr als zwei Jahren ruht nun die PKV, da ich mich beruflich in den USA aufhalte.
In Deutschland tut sich viel. Es werden die Weichen fuer die Probleme der Zukunft gestellt. Eine immer aelter werdende Gemeinschaft, weniger Kinder und die damit verbundenen Finanzierungsanforderungen muessen geloesst werden.
Ich bin jetzt 32 Jahre alt, verheiratet und natuerlich denken wir ueber Kinder nach. Da der Kindsdurchschnitt einer Familie bei 1.4 liegt, haben wir uns dann auch direkt die 3 vorgenommen :smile: Ich waere Alleinverdiener, sagen wir mal fuer 8 Jahre.
So wie ich es verstanden habe, kann ich, da ich mich im Ausland aufhalte die PKV verlassen. Die Frage ist - soll ich - weil danach ist dieser Zug abgefahren.
Wie sieht die Kostenentwicklung im Alter aus?
Dann die Versorgung. Die PKV bietet mehr, ok. Braucht man das aber wirklich? Es hat doch auch frueher mit der BKK wunderbar geklappt! Dann hoert man allerdings Stimmen, die sagen, bei der PKV wird man so bevorzugt, das Termine anstatt in Monaten (GKV) bei der PKV in Tagen vorgenommen werden. Das macht dann doch Angst und nachdenklich. M.M. nach ist die Trennung PKV/GKV - jedenfalls sozial gesehen - absolut ungerecht. GKV mit privaten Zusatzversicherungen waere der richtige Weg. Aber gut, dies ist dann doch noch ein separates Thema.

Meine Frage ist also: Wohin fuehrt der Weg und welche Weichen sollte ich in diesem Spezialfall stellen fuer die Zukunft?
Welche Meinung habt ihr? Ich bin fuer eure Meinungen sehr dankbar, da ich mich bei dieser Fragestellung seit Wochen im Kreis drehe!
Vielen Dank, ich freue mich auf eine gute Diskussion.

Viele Gruesse
Gregor

Hallo Gregor,
bei der GKV zeichnet sich eine Grundversorgung ab, die durch zusätzliche Bausteine aufgestockt werden kann.

PKV wird Leistungen beschränken oder teilweise streichen um den Beitrag wenigstens einigermaßen stabiel zu halten.

Sicherlich fahren junge und gesunde Menschen in der PKV besser. Sie sollten nur eines berücksichtigen:„Legt euch die ersparten Beiträge auf ein separates Konto!!! Bei Familienzuwächsen oder ähnlichen Änderungen sollte dieses durch dieses Konto bedient werden können. Wer aber meint das Geld zu verjubeln, tja…“

Viele Grüße

Martin