oh mann, jetzt hats mich grad echt bitter erwischt. Ich habe neben meinem Studium her Internetdienstleistungen erbracht und ziehe mich daraus gerade zurück und habe meine ausstehenden Forderungen „eintreiben“ wollen und entsprechende Rechnungen versandt.
Nun habe ich von meinem Hauptschuldner ein Fax bekommen mit einem Beschluss vom Amtsgericht Tübingen über die Insolvenz der Firma. Darin geht es um die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1.7.2001 und es heisst „Forderungen der Insolvenzgläubiger (§38 InsO) sind bis zum 20.08.2001 unter Beachtung des §174 InsO beim Insolvenzverwalter anzumelden“.
Die Termine sind aber längst abgelaufen und ich hab nie was davon erfahren von der Insolvenz der Firma. Ich erhielt sogar noch Post von denen und habe die Internetdomains die über mich liefen umgezogen weil sie die nun woanders haben wollten. Erst vor zwei Wochen habe ich noch mit meinem Ansprechpartner der Firma gemailt, ohne ein Wort zu erfahren.
Das „Witzige“ ist auch in dem Fax ist von einer GmbH die Rede… die Firma gleichen namens scheint es aber heute noch zu geben, nur nun als AG.
Ich habe leider keine Ahnung von sowas, ist mein Geld nun endgültig weg (geht immerhin um 3000€)? Oder ist da evtl. noch was zu machen? Was muss ich tun? Soll ich mich an den Insolvenzverwalter wenden? Was ist mit den Terminen?
Prinzipiell solltest du auf jeden Fall mal anrufen um den aktuellen „Status“ der Firma zu erfahren - das würd zumindest weiterhelfen.
Wenn die Firma nunmehr als AG geführt wird, dann hast du eventuell seit dem 01. 07. 2001 für die AG gearbeitet und kannst der die Rechnung stellen - auch dies solltest du prüfen…
Auf jeden Fall scheint es sich hier um Betrug zu handeln und eine Strafanzeige könnte auch möglich sein…
Du erhälst beim AG Tübingen die Anschrift des Insolvenzverwalters. Du kannst versuchen, dort dann Deine Forderung vorzulegen. Wahrscheinlich wird sie jedoch wegen der Fristversäumnisse abgewiesen werden. Aber ein Versuch lohnt immer. Die Veröffentlichung des Insolvenzverfahrens wurde in der in der Region zuständigen Tageszeitung veröffentlicht. Dort wurden Gläubiger auch aufgefordert, Forderungen anzumelden.
Klären solltest Du auf jeden Fall, weshalb in dem Insolvenzverfahren weiterhin die Firma arbeitet und Du als Geschäftspartner vom Insolvenzverwalter nicht angeschrieben wurdest.
Gruss Günter
oh mann, jetzt hats mich grad echt bitter erwischt. Ich habe
neben meinem Studium her Internetdienstleistungen erbracht und
ziehe mich daraus gerade zurück und habe meine ausstehenden
Forderungen „eintreiben“ wollen und entsprechende Rechnungen
versandt.
Nun habe ich von meinem Hauptschuldner ein Fax bekommen mit
einem Beschluss vom Amtsgericht Tübingen über die Insolvenz
der Firma. Darin geht es um die Eröffnung des
Insolvenzverfahrens am 1.7.2001 und es heisst „Forderungen der
Insolvenzgläubiger (§38 InsO) sind bis zum 20.08.2001 unter
Beachtung des §174 InsO beim Insolvenzverwalter anzumelden“.
Die Termine sind aber längst abgelaufen und ich hab nie was
davon erfahren von der Insolvenz der Firma. Ich erhielt sogar
noch Post von denen und habe die Internetdomains die über mich
liefen umgezogen weil sie die nun woanders haben wollten. Erst
vor zwei Wochen habe ich noch mit meinem Ansprechpartner der
Firma gemailt, ohne ein Wort zu erfahren.
Das „Witzige“ ist auch in dem Fax ist von einer GmbH die
Rede… die Firma gleichen namens scheint es aber heute noch
zu geben, nur nun als AG.
Ich habe leider keine Ahnung von sowas, ist mein Geld nun
endgültig weg (geht immerhin um 3000€)? Oder ist da evtl. noch
was zu machen? Was muss ich tun? Soll ich mich an den
Insolvenzverwalter wenden? Was ist mit den Terminen?
Ergänzung
Habe natürlich gleich mal meinem Ansprechpartner in der Firma eine Mail geschickt mit folgender Antwort, vielleicht hilft das im Verständnis (mir nicht
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Guten Tag *****,
das ist leider so. Wir bedauern das sehr. Ihren Vertragspartner,
die ***** Internetservice GmbH, gibt es durch Insolvenz nicht mehr.
Wahrscheinlich hatten Sie zum Zeitpunkt der Insolvenz keine offenen
Rechnungen und wurden daher vom Insolvenzverwalter nicht benachrichtigt.
Und es bestand anscheinend seites des Insolvenzverwalters kein Bedarf
Sie zu benachrichtigen.
Die Gründungsgesellschaft der ***** AG (die ***** Engineneering
GmbH) hat im Zuge des Insolvenzverfahrens gegen Zahlung eines
mehrstelligen Betrages die ehemaligen Kunden und Internetbestandteile
vom Insolvenzverwalter erworben.
Das führte unter andrem zur Kontaktaufnahme mit Ihnen zwecks
Umzug der nun uns gehörenden und von uns verwalteten Domänen.
Herr Haller, ich bedauere Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.
Mit freundlichen Grüssen,
*****
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Auf dem Fax steht auch der Insolvenzverwalter drauf, an den werde ich mich dann wohl mal wenden müssen, aber ich bin grade nicht mehr sehr optimistisch dass ich da noch was von der Kohle sehen werde.
dein vorrangigstes problem besteht offensichtlich darin, daß die schuld erst durch rechnungsstellung offenbar wird, sie ist sicherlich vorher schon durch leistung entstanden.
m.e. nach hast du noch folgende theoretische chancen:
überhöhte rechnungen an den neuen eigentümer der sites stellen. (schadensbegrenzung)
Falls du einen vertrag über dies dienstleistung hast, hätte der IV dich anschreiben müssen. In dem vertrag sollten dann allerdings Lieferfristen und die art und zeit der rechnungsstellung aufgelistet sein)
demnächst abrechnen bei teillieferungen und erst weiterarbeiten nach bezahlung.
rechnungen eher schreiben
prüfen ob gessellschafter/geschäftsführer der alten gmbh gründungsmitglieder gesellschafter/geschäftsführer der gründungsgmbh der ag sind waren. wenn die ag dann noch den gleichen geschäftszweck hat, kann davon ausgegangen werden, daß hier ein rechtsnachfolger entstanden ist, der auch für deine dienstleistungen, er nutzt sie ja sogar noch, haftet.
(hatte mal nen änlichen fall, wo eine gmbh rechtsnachfolger einer anderen gmbh war und der nachfolger für meine provisionen haftete, da er meine dienstleistung nutzte)