Gläubigkeit USA - Europa

Ich habe vor kurzem mal gelesen, dass in den USA 80 Prozent der Bevölkerung an Gott glauben. Habe auch bei einigen Reisen dorthin schon erlebt, dass die Menschen in grossen Teilen des Landes sehr gläubig sind, vor dem Essen beten etc.

Und nun frage ich mich WARUM das so ist…
Bzw. warum das in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern Europas eben NICHT so ist?!
Kann doch nicht nur an den Pilgervätern liegen, oder?

Gruss
Susa

Ich habe vor kurzem mal gelesen, dass in den USA 80 Prozent
der Bevölkerung an Gott glauben. Habe auch bei einigen Reisen
dorthin schon erlebt, dass die Menschen in grossen Teilen des
Landes sehr gläubig sind, vor dem Essen beten etc.

Laut New York Times sind es sogar 95 % :smile:.

Und nun frage ich mich WARUM das so ist…
Bzw. warum das in Deutschland und auch in vielen anderen
Ländern Europas eben NICHT so ist?!
Kann doch nicht nur an den Pilgervätern liegen, oder?

Gruss
Susa

Ich denke ein Grund dafür ist, dass sich in den USA quasi jeder seine Religion machen will, wie sie ihm gefällt :smile:

Dort gibt es hunderte von verschienden Religionsgemeinschaften und jeder kann sich die Aussuchen, die seinem Weltbild respektive seinen Ansprüchen an eine Religion am nächsten kommen.

Die größte Glaubensgemeinschaft, die Römisch Katholische Kirche, umfaßt „nur“ rund ein viertel der Gläubigen, damit weit weniger als in Europa, wo teilweise mehr als 90 % dieser Religion angehören.

In Europa dagegen gibt es quasi nur zwei Religionen, die zur Auswahl stehen, mit Ausnahme von Deutschland, in vielen Ländern nur eine (Katholiken Anteil in F,ITA,ESP etc. > 90 %) und diese ist noch sehr sehr dogmatisch.

Sprich die Menschen erleben Religion als etwas belastenedes, als eine Stelle von denen ihnen viele Regeln aufgebürdet werden und die ihnen wenig Platz lässt sich selbst zu entfalten bzw. sich selber einzubringen. Bei einem Gottesdienst in den USA, vor allem bei den Schwarzen arbeitet die Gemeinde aktiv mit, unter anderem in den berühmten Ghospelgören, in Deutschland dagegen sind die Gottesdienste streng in der Hand des Pfarrers/Pastor und der Einfluß der Besucher ist sehr sehr gering.

Allerdings muß man auch sehen, dass auch im Bereich Religon, wie so oft in den USA, vieles mehr Schein als Sein ist :smile:

Lippenbekenntnisse ?

Ich habe vor kurzem mal gelesen, dass in den USA 80 Prozent
der Bevölkerung an Gott glauben. Habe auch bei einigen Reisen
dorthin schon erlebt, dass die Menschen in grossen Teilen des
Landes sehr gläubig sind, vor dem Essen beten etc.

Und nun frage ich mich WARUM das so ist…
Bzw. warum das in Deutschland und auch in vielen anderen
Ländern Europas eben NICHT so ist?!
Kann doch nicht nur an den Pilgervätern liegen, oder?

Gute Frage!
In der Tat hat aber meiner Meinung nach die Aussage „Ich glaube an Gott“ nichts zu sagen! Entscheidend ist es wie der Mensch lebt! Willst Du wissen wie es um das Glaubensleben eines Menschen steht, dann schaue Dir seinen Lebenswandel an!

Jakobus: 2,19 „Du glaubst, daß nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern. 2,20 Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, daß der Glaube ohne Werke nutzlos ist?“

Lies z.B. auch die Geschichte vom barmherzigen Samariter in Lukas 10,29 um das an einem praktischem Beispiel zu verstehen.

Auch in Deutschland gibt es sehr viel mehr Menschen die an „Gott glauben“ als Kirchgaenger. Die Frage ist was die Menschen mit ihrem Glauben verbinden. Ich hab da mal eine interessante Sendung im Fernsehen gesehen ueber das Glaubensleben in Amerika. Fazit: Der Glaube ist alles fuer die Amerikaner, solange er nicht wichtiger wird als der groesste Goetze dort: die Freiheit, und dafuer steht die beruehmte Statue!
Das kann ich als ehemaliger Praesident bestaetigen(kleiner Scherz)!

Gruss Abe…

Und nun frage ich mich WARUM das so ist…
Bzw. warum das in Deutschland und auch in vielen anderen
Ländern Europas eben NICHT so ist?!
Kann doch nicht nur an den Pilgervätern liegen, oder?

Hallo Susa

Meines Erachtens steht die Gesellschaftliche Stellung von Gläubigkeit und/oder Religion dahinter. In den USA gehört es zur gesellschaftlichen Stellung und auch in der Politik dazu, sich zu Gott zu bekennen. Es existiert also ein ungeschriebener Druck in diese Richtung.

In Deutschland spricht die Vergangenheit im Kaiserreich und die Nazi/Kommunismus-Vergangenheit dagegen. Die Trennung zwischen Kirche und Staat und die langen Perioden der Antireligiosität haben hier mehr Freiheit und weniger gesellschaftlichen Druck hervorgebracht.

Diese Dinge haben wie immer zwei Seiten. In den USA ist die Gefahr von Heuchelei - gerade in der Politik - enorm groß, in Deutschland bringt einem heucheln wenig ein. Dafür kommen in den USA mehr Menschen in intensivere Berührung mit dem Glauben und damit wird sich dort auch mehr damit auseinandergesetzt. In Deutschland ist die Gefahr von Gleichgültigkeit dafür viel grösser.

Gruß
Thomas

Hi Abe!

In der Tat hat aber meiner Meinung nach die Aussage „Ich
glaube an Gott“ nichts zu sagen! Entscheidend ist es wie der
Mensch lebt! Willst Du wissen wie es um das Glaubensleben
eines Menschen steht, dann schaue Dir seinen Lebenswandel an!

Jakobus: 2,19 „Du glaubst, daß nur einer Gott ist? Du tust
recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern. 2,20
Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, daß der Glaube
ohne Werke nutzlos ist?“

Lies z.B. auch die Geschichte vom barmherzigen Samariter in
Lukas 10,29 um das an einem praktischem Beispiel zu verstehen.

Auch in Deutschland gibt es sehr viel mehr Menschen die an
„Gott glauben“ als Kirchgaenger.

Und von den Kirchgängern musst du noch die abziehen die nur gehen, weil sonst die Nachbarn reden (am Land noch häufig)

Die Frage ist was die

Menschen mit ihrem Glauben verbinden. Ich hab da mal eine
interessante Sendung im Fernsehen gesehen ueber das
Glaubensleben in Amerika. Fazit: Der Glaube ist alles fuer die
Amerikaner, solange er nicht wichtiger wird als der groesste
Goetze dort: die Freiheit, und dafuer steht die beruehmte
Statue!

Die Freiheit ließe ich mir ja noch einreden, ich fürchte aber, auch diese Aussage ist Heuchelei, und in wirklichkeit heißt es:
„In gold we trust“…

Das kann ich als ehemaliger Praesident bestaetigen(kleiner
Scherz)!

hihihi …

Übrigens: Was ist denn los mit dir? Das ist jetzt schon der zweite gut durchdachte und vernünftige Artikel, den du schreibst. Du wirst doch nicht krank sein? :wink:))
gruß,
bb