Glaseinsatz in Ofentür reinigen

Liebe Wissende,

seit einigen Wochen verbrenne ich zum ersten Mal (trockenes) Nadelholz und Briketts in meinem Ofen. Zum einen finde ich, dass bei „kleiner Flamme“ die Raumluft nach einiger Zeit riecht und zum anderen, ist die Galsscheibe in der Ofentür von innen stark verschmutzt und dieser Schmutz scheint fast eingebrannt zus ein - lässt sich jedenfalls nicht einfach abwischen odgl.

Mache ich was falsch bzw. was kann ich (besser) machen?

normal reinigt sich die Scheibe selbst, wenn man den Ofen mal richtig hoch heizt.

Ansonsten: Holz zu nass oder harzig, der Abzug funktioniert nicht richtig, zu viel Zeitung oder sonstigen Kram mit verbrannt???

Hallo,
die Glasscheiben reinigt man, indem man ein Stück Zeitung anfeuchtet, in die WEISSE Asche (die andere enthält evt. harte Stücke und könnte kratzen) eintaucht und damit wischt.

Wenn Du die Luftzufuhr drosselst, erzeugst Du Kohlenmonoxid und behinderst Du den Zug im Kamin. Die Abgase können durch eine nicht ganz dichte Ofentür in den Raum gelangen und der Luftstrom entlang der Scheibe (bei modernen, guten Öfen), der die Verschmutzung derselben verhindern soll, ist nicht mehr gegeben (die Luftzufuhr von unten bei Kohlebetrieb verstärkt das Problem). Zusätzlich ist die Scheibe nicht mehr heiß genug, es bildet sich Kondensat an der Scheibe (sie ist die kälteste Stelle des Verbrennungsraumes) und Ascheteilchen, die dagegen fliegen (bei harzreichem Nadelholz ganz besonders schlimm, das explodiert richtiggehend) bleiben kleben und brennen fest. Natürlich passiert beim Anheizen das gleiche, deshalb sollte man die Tür nicht ganz schließen, bis die Scheibe heiß ist.

Also:

  • Luftzufuhr immer ganz aufmachen - geregelt wird ausschließlich über die Menge des Brenngutes.
  • Anheizen mit angelehnter Tür. Durch ausreichende Menge von Zeitungspapier (kein buntes! Schadstoffe!) und Kleinholz möglichst schnell ausreichend Hitze und Zug erzeugen.
  • Kein harzreiches Holz verwenden, auch wenn das so schön prasselt.
  • Mindestgröße / Mindesthitze des Feuers aufrecht erhalten.

Gruß
loderunner (Kaminofenfan)

Hi,

ich benutze Backofenspray,ca.2 Stunden einwirken lassen und mit Schwamm abwaschen.Dann mit Glasreiniger überputzen.Wie neu!

LG Biene

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Moin,

wir kriegen sowas mit nem Schaber für Ceranfelder ganz hervorragend weg.

Gruß,

Florian

Hallo Florian

wir kriegen sowas mit nem Schaber für Ceranfelder ganz
hervorragend weg.

das habe ich versucht - es scheint allerdings regelrecht in der Scheibe eingebrannt zu sein, sprich: der Schaber findet keinen Ansatz und „geleitet“ quasi über den Dreck.

Denoch danke für den Tipp und 1*

Hallo loderunner,

danke für Deine umfassende antwort. Ich werde Deine Ratschläge gern befolgen und hoffe, dadurch meine derzeitigen Probleme mit dem Ofen bzw. mit den „neuen“ Brennstoffen zu reduzieren.

die Glasscheiben reinigt man, indem man ein Stück Zeitung
anfeuchtet, in die WEISSE Asche (die andere enthält evt. harte
Stücke und könnte kratzen) eintaucht und damit wischt.

Im Moment versuche ich es mit Backofenspray (anderer Tipp), weil es am einfachsten klingt. Da die Verschutzung regelrecht „eingebrannt“ zu sein scheint, zweifle ich ein wenig beim Asche-Tipp . . .

Wenn Du die Luftzufuhr drosselst, erzeugst Du Kohlenmonoxid
und behinderst Du den Zug im Kamin. Die Abgase können durch
eine nicht ganz dichte Ofentür in den Raum gelangen und der
Luftstrom entlang der Scheibe (bei modernen, guten Öfen), der
die Verschmutzung derselben verhindern soll, ist nicht mehr
gegeben (die Luftzufuhr von unten bei Kohlebetrieb verstärkt
das Problem). Zusätzlich ist die Scheibe nicht mehr heiß
genug, es bildet sich Kondensat an der Scheibe (sie ist die
kälteste Stelle des Verbrennungsraumes) und Ascheteilchen, die
dagegen fliegen (bei harzreichem Nadelholz ganz besonders
schlimm, das explodiert richtiggehend) bleiben kleben und
brennen fest. Natürlich passiert beim Anheizen das gleiche,
deshalb sollte man die Tür nicht ganz schließen, bis die
Scheibe heiß ist.

Wenn ich bisher mit trockenen Buchenscheiten heizte, gab es bei geschlossener Luftzufuhr keine Probleme - allerdings war dabei die Ofentemperatur auch immer höher.

Also:

  • Luftzufuhr immer ganz aufmachen - geregelt wird
    ausschließlich über die Menge des Brenngutes.

Wenn ich die Luftzufuhr von unten ganz öffne, zieht der Ofen wie verrückt und mir wird vom dauernden Holz-Nachlegen warm. Wenn ich dann die Abluft drossel, qualmt das Zimmer voll . . .

  • Anheizen mit angelehnter Tür. Durch ausreichende Menge von
    Zeitungspapier (kein buntes! Schadstoffe!) und Kleinholz
    möglichst schnell ausreichend Hitze und Zug erzeugen.
  • Kein harzreiches Holz verwenden, auch wenn das so schön
    prasselt.
  • Mindestgröße / Mindesthitze des Feuers aufrecht erhalten.

Das versuche ich auch, allerdings mag ich nicht, wenn die Strahlungshitze so groß ist, dass ich nicht in Ofennähe sitzen kann.

Hallo Alexandra,

ich danke auch Dir für Deine Überlegungen.

normal reinigt sich die Scheibe selbst, wenn man den Ofen mal
richtig hoch heizt.

Es stimmt - als ich noch mit Buchenscheiten heizte, trat das Problem wesentlich seltener auf, weil dann die Temeperatur im ofen auch sehr viel höher war . . .

Ansonsten: Holz zu nass oder harzig, der Abzug funktioniert
nicht richtig, zu viel Zeitung oder sonstigen Kram mit
verbrannt???

Das kann ich ausschließen.

Hallo Biene,

ich benutze Backofenspray,ca.2 Stunden einwirken lassen und
mit Schwamm abwaschen.Dann mit Glasreiniger überputzen.Wie
neu!

das ist ein schöner Tipp und der klingt so easy, dass ich das jetzt gleich Mal ausprobiere. Danke

Wenn ich dann die Abluft drossel, qualmt das Zimmer voll . . .

dann stimmt da aber irgend was nicht mit dem Ofen oder dem Kamin… wir können nach vollem Hochheizen des Ofens die Luftzufuhr fast ganz drosseln und dann glimmt das Holz schön weiter - besonders praktisch, wenn man mal ne Weile das Haus verlässt. Rußen oder qualmen tut da nichts.

Check noch mal den Kamin und das verwendete Material… vielleicht ist das Holz wirklich noch zu feucht und fahr den Ofen erst mal hoch bevor du es glimmen lässt.

Hi,

wenn das mit dem Backofenspray nicht klappt, dann versuch doch mal einen (flüssigen) Ceranfeldreiniger. Zumindest von meiner BACKofentür kriege ich damit alles ohne Kratzer wieder runter.

Gruß,
Sabine

Hallo,

Im Moment versuche ich es mit Backofenspray (anderer Tipp),
weil es am einfachsten klingt. Da die Verschutzung regelrecht
„eingebrannt“ zu sein scheint, zweifle ich ein wenig beim
Asche-Tipp . . .

Wie Du meinst. Bedenke aber, woraus man früher Seife hergestellt hat. Und dass Backofenspray irgendwelche Chemikalien enthalten könnte, die dem Ofen schaden / ihn rosten lassen.

Wenn ich die Luftzufuhr von unten ganz öffne

Von unten darf die Luft eigentlich nur kommen, wenn Du Kohle verwendest. Gibt es bei Dir keine Möglichkeit, Luftfuhr von oben oder von der Seite einzustellen? Schau mal in die Gebrauchsanweisung.

Wenn die Luft von unten kommt, ist es kein Wunder, dass die Scheibe schwarz wird.

Wenn ich dann die Abluft drossel, qualmt das Zimmer voll . . .

Abluft darf man NIEMALS drosseln! Den ‚Erfolg‘ hast Du ja selber bemerkt. Die Klappe im Ofenrohr dient nur zum Schließen des Rohres, wenn der Ofen nicht verwendet wird - dadurch wird das Eindringen der Abluft einer anderen Feuerstelle und auch ein Wärmeverlust verhindert.

  • Mindestgröße / Mindesthitze des Feuers aufrecht erhalten.

Das versuche ich auch, allerdings mag ich nicht, wenn die
Strahlungshitze so groß ist, dass ich nicht in Ofennähe sitzen
kann.

Dann hast Du einen zu großen Ofen für Dein Zimmer. Lass ihn halt ausgehen oder durch öffnen der Zimmertür den Rest des Hauses heizen.

Gruß
loderunner

wir haben einen mit 8 oder 9 kw, wenn der heizt ist das eigentlich im Abstand von nem Meter noch ganz erträglich (vorausgesetzt man fährt ihn nicht ganz hoch)

Hallo auch!

Neben dem Tipp mit der Zeitung und der Asche kann ich (darf ich Werbung machen???) ein spezielles Mittel für Ofentüren empfehlen. Heißt „Mellerut“, und ist z. B. bei Praktiker erhältlich!

Viel Erfolg, Gruß Dani

Hallo,
die Glasscheiben reinigt man, indem man ein Stück Zeitung
anfeuchtet, in die WEISSE Asche (die andere enthält evt. harte
Stücke und könnte kratzen) eintaucht und damit wischt.

Diesen Tipp kann ich nur unterstreichen. Habe auch viele Jahre mit Glasschaber u. Chemiezeugs mühevoll rumgeschrubbt. Dabei ist es so einfach ! Eine Seite Zeitungspapier vor den Ofen legen (damit die überschüssige Asche usw. drauffallen kann), zwei zusammengeknäulte mit Wasser befeuchtete Zeitungsseiten in den Aschekasten tauchen u. damit die Scheibe abwischen und staunen …

Diesen Tipp habe ich auch erst im letzten Jahr hier im Netz irgendwo gelesen und bin so froh darüber !

Hallo,

Zum einen finde ich,
dass bei „kleiner Flamme“

der Ofen muss auf Dauer mit einer Mindestleistung betrieben werden (steht in der Anleitung) bei unserem Ofen ist das z.B. 4 - 9,5 kW. Gehst du darunter, funktioniert die Scheibenspülung nicht mehr richtig, außerdem wird die Verbrennung unsauber). Je nach Qualität des Ofens neigen sie ohnehin unterschiedlich zum Verschmutzen (billige Öfen „spülen“ z.T. mit kalter Luft von der Unterkante der Scheibe, teure benutzen auf ca 300°C erwärmte von der Oberkante der Scheibe).

Wenn nichts anderes in der Anleitung steht, solltest du die Scheite immer quer in den Ofen legen. An den Stirnseiten der Scheite kommen oft besonders starke Flammen raus. Bei Berührung mit der Scheibe kondensiert dann der Teer.

Ansonsten habe ich bis jetzt alles mit der erwähnten Asche-Methode wegbekommen.

Gruß, Niels