Glaubenssache

Hallo,

ich gebe zu, ich hatte bis heute nicht viel mit Religion oder Kirche zu tun. Denke in letzter Zeit aber immer öfter über Glaubenssachen nach und frage mich bzw. jetzt Euch - warum glauben Menschen? Ich meine nicht an was, sondern mich interessiert das warum. Was macht einen Menschen sicher in seinem Glauben? Wäre toll ein paar Meinungen zu hören. Auch Tips zum schlaumachen sind herzlich willkommen.

nachdenkliche Grüße Petra

Hallo Petra!

Ich kann jetzt nur sagen warum ich glaube. Ich glaube an Gott, weil ich mich, wenn ich zu ihm bete, wohl fühle, ich kann mich aussprechen und ihm alle meine Sorgen, Ängste, Wünsche erzählen. Jedesmal geht es mir danach viel besser als vorher. Ich weiß, dass mir jemand zuhört, jemand für mich da ist.

bye

ramona

Hallo Petra,

wenn Du mal gaaaaaaaaaaaanz viel Zeit hast:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Beste Grüße

Tessa

warum
glauben Menschen? Ich meine nicht an was, sondern mich
interessiert das warum.

Hallo Petra,

das „woran“ und das „warum“ kann man nicht trennen! Niemand kann die Gründe/Motive seines Glaubens ohne Inhalte formulieren; die Gründe/Motive sind selbst schon Inhalte, und die Inhalte spiegeln die Gründe wieder. (Das gilt übrigens auch für „Unglauben“.)

Gruß,
Pietro

[…] frage mich bzw. jetzt Euch - warum
glauben Menschen?

Zu diesem Thema stand im SPIEGEL 21/2002 ein interessanter Artikel mit dem Titel „Der gedachte Gott - Wie Glaube entsteht“

In diesem Artikel wirst du sicherlich nicht alle Antworten finden, aber zumindest doch eine Menge Hinweise.

Gruß

Stefan

Hallo Petra,

als Kind dachte ich, das Christentum sei gut.
Dann lernte ich die „Christen“ kennen, und dachte, es ist doch nicht gut.

Dann hab ich mich aber mit der Lehre befasst und die Menschen außer Acht gelassen. Da war es wieder gut.

Dann begann ich nach Gott zu suchen, und hab ihn gefunden.
Ergo: ich glaube, weil ich etwas erlebt habe.
Das Erlebte spricht viel deutlicher, als das Erlernte.

Gruss Harald

Hallo Harald,

Dann begann ich nach Gott zu suchen, und hab ihn gefunden.
Ergo: ich glaube, weil ich etwas erlebt habe.

ja, aber wie sucht bzw. findet man zu Gott? Was Macht einen sicher in seinem Glauben?

Ich bin ehrlich, manchmal beneide ich gläubige Menschen, besonders in Krisensituationen. Möchte mich dem eigentlich gerne zuwenden und weiss nicht wie…

Das Erlebte spricht viel deutlicher, als das Erlernte.

das erscheint mir logisch, aber wie und wo erleben?

Gruß Petra

Hallo Stefan,

danke, ist wirklich interessant.

Gruß Petra

Hallo Petra,

ja, aber wie sucht bzw. findet man zu Gott?

das kommt ganz auf Deine Persönlichkeit an.
Ich würde mal vorschlagen, lies die Bibel (am Besten das Evangelium nach Johannes als Anfang).
Gehe davon aus, dass es sich wirklich so zugetragen haben könnte.
Sprich Gott an, als stünde er vor Dir. Er wird antworten (vielleicht anders, als Du erwartest - aber wenn er antwortet, weißt Du, dass ER es ist.)

Was Macht einen
sicher in seinem Glauben?

Die Sicherheit kommt mit der Erfahrung.

Ich bin ehrlich, manchmal beneide ich gläubige Menschen,
besonders in Krisensituationen. Möchte mich dem eigentlich
gerne zuwenden und weiss nicht wie…

Es ist eigentlich ganz einfach (für manche zu einfach).
Jesus sprach von „vertrauen wie die Kinder“.

das erscheint mir logisch, aber wie und wo erleben?

Das Wie hängt von Dir ab, das Wo kann überall sein.

Gruss Harald

PS.: Mail mir, wenn Du mehr wissen willst.

Hallo Petra

Ich schreibe keinen eigenen Beitrag, weil mein Weg in vielem dem von Harald ähnlich ist, ich glaube, weil ich Gott erlebt habe.

Auf Deine Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort, aber ein paar Hinweise:

  • Deine Frage allein ist schon der erste Schritt. Mit dieser Frage wirst Du zum Suchenden.

  • Jesus sagt u.a.: Wer suchet, der wird finden, d.h. Du hast eine Zusage, dass Deine Suche nicht vergeblich sein wird.

  • Niemand kann Dir aber Ort, Art und Zeit nennen, also lasse nicht locker.

  • Wie Du Deine Suche durchführst hängt von Dir ab. Christen, denen du vertraust, Gebet, Bibel, Bücher, was immer Dir geeignet erscheint, nur lass Dein Herz offen.

Gruss
Thomas

Moin Petra,

wenn das Wissen aufhört fängt der Glaube an. Existenzielle Fragen wie: Woher komme ich? Was ist nach dem Tode? Bin ich, oder ist das Leben nur ein Traum? kann man nur mit der eigenen Überzeugung beantworten. Genau da fängt der Glaube an.
Ist auch weiter nicht schlimm. Als Atheist kann ich trotzdem akzeptieren daß ich:

  1. nicht gezwungen werde an einen Gott zu glauben.
  2. es Menschen gibt, welche glauben und damit glücklich sind.
  3. es eigentlich unerheblich ist, woher ein Mensch die Kraft zu Leben bezieht, wenn er glücklich ist mit seiner Wahl.

Je umfangreicher das Wissen der Menschheit über die Entstehung des Lebens wird, umso mehr Fragen entstehen über das Warum und Wohin. Jede neue Theorie gibt Argumente für und wider eine göttliche Existenz. Sollten wir eines Tages die „ganze Wahrheit“ erfahren, würde mich interessieren wer den Ball ins Rollen gebracht hat :wink: .

Was die Kirche angeht: Es gibt nichts perfektes aus Menschenhand. Sie hat ihre Geschichte und aus ihr heraus ihr Machtgefüge. Ganz dreist setze ich voraus: Um zu glauben brauche ich keine Kirche!
Wenn ich mich selber hinterfrage ergibt sich erstmal der Vorwurf, daß Kirche eine politische Institution ist. Wer auch immer damit angefangen hat seine Kriege von der Kirche absegnen zu lassen, hat die Idee der Kirche zu seinem Zweck mißbraucht und dann wohl auch pervertiert.
Auf der anderen Seite ist sie Sammelpunkt für Menschen, die eine Überzeugung leben wollen, was aber auch wieder politisches Potenzial birgt.

Mein Fazit: Laß doch glauben wer will. Laß doch zu, daß es Menschen gibt, welche es als für sich besser empfinden, daß es einen Gott gibt.
Wie ich meinen Weg durch`s Leben finde, möge noch jeder für sich selbst entscheiden.
So lange nicht humanitäre Ideen (ich meine hier das neue Testament) in ihr Gegenteil verwandelt werden, kann ich gut damit leben.

Gruß, Lutz