Glaubt ihr an Sternzeichen und Aszendenten?

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, wie ihr zu dem Thema Sternzeichen und Aszendenten steht.

Ich selbst habe mich damit immer nur am Rande beschäftigt. Man stolpert ja immer wieder darüber – sei es im Gespräch mit anderen oder auch online – und oft hört man, dass sich Menschen in den Beschreibungen ihres Sternzeichens erstaunlich gut wiederfinden. Gleichzeitig frage ich mich, wie viel davon tatsächlich „passt“ und wie viel man vielleicht auch einfach hineininterpretiert.

Besonders beim Aszendenten habe ich schon öfter gehört, dass dieser noch genauer sein soll als das eigentliche Sternzeichen.

Mich würde interessieren: Glaubt ihr daran oder seht ihr das eher kritisch? Und habt ihr vielleicht selbst Erfahrungen gemacht, wo ihr dachtet, dass es erstaunlich gut (oder eben gar nicht) zutrifft?

hallo nachgedacht stop esoterik wird hier immer belächelt stop stop sag mal homöopathie oder globuli stop stop ich denke schon stop dass es da unterschiede gibt stop ob das muttertier stop als es trächtig war stop eher gefroren oder geschwitzt hat stop stop je nach monat stop stop gruss stop k stop

Moin,

nimm ein Horoskop aus einer beliebigen Illustrierten, schnippel die Header weg und verteile den insgeheim markierten Rest an Verwandte, Freunde und Bekannte mit der Frage, ob sich die Leser in den übergebenen Schnipseln wiedererkennen. Du wirst Trefferquoten von 98 % erhalten.

Die Wirkung wird erhöht, wenn Du frische Header drüberschreibst.

Gruß
Ralf

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Ich bewundere Leute, die sich solch einen sinnlosen Quark ausdenken und damit andere zum darüber nachdenken verführen können.

Das ist nicht sinnlos.
Damit wird Geld verdient!

Astrologische Vorhersagen treffen stets in genau dem Umfang zu, der sich durch die mathematische Wahrscheinlichkeit zuvor berechnen ließ.

Es ist bewiesen, dass Astrologie nicht funktioniert und lediglich einen Unterhaltungswert hat.

Wenn Du mit „eher kritisch“ „völlig unlogischen und unwissenschaftlichen Nonsens“ meinst, liegst Du richtig. Selbst wenn an den Tierkreiszeichen etwas dran gewesen wäre, könnten die heute nicht mehr funktionieren.

  1. Vor 2500 Jahren, als die Babylonier die Kreiszeichen festlegten, stimmten das Sternbild und die kalendarische Zuordnung überein. Durch das Taumeln der Erdachse hat sich der Frühlingspunkt verschoben. Wenn ein Astrologe heute sagt, die Sonne stehe im „Widder“, befindet sie sich astronomisch gesehen tatsächlich im Sternbild Fische. Die Astrologie ignoriert also die tatsächliche Position der Himmelskörper.

  2. Die Ekliptik – also die scheinbare Bahn, die die Sonne am Himmel abläuft – führt keineswegs nur durch 12 Sternbilder. Zwischen dem Skorpion und dem Schützen wandert die Sonne für etwa 18 Tage durch das Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Die Astrologie hat dieses Sternbild schlichtweg aussortiert, weil 12 eine mathematisch schönere Zahl ist (sie lässt sich gut durch 2, 3, 4 und 6 teilen) und besser zum Kalenderjahr passte. Wissenschaftlich gesehen ist die Auswahl der 12 Zeichen rein willkürlich.

  3. In der Astrologie wird der Himmel in 12 exakt gleich große Tortenstücke von je 30° eingeteilt. Die Natur hält sich jedoch nicht an diese Geometrie. Die Sonne benötigt unterschiedlich lange, um die realen Sternbilder zu durchqueren. In der Jungfrau (einem sehr großen Sternbild) verweilt die Sonne etwa 45 Tage. Den Skorpion durchläuft sie hingegen in nur etwa 7 Tagen. Dass jedem Zeichen exakt der gleiche Zeitraum (ca. 30 Tage) zugeschrieben wird, ist eine rein administrative Entscheidung, die nichts mit der astronomischen Beobachtung zu tun hat.

Selbst wenn also an der Sache etwas dran wäre (d.h. völlig willkürlich zu Zeichen zusammengefügte Sterne, die Billiarden Kilometer von uns und voneinander entfernt sind, uns irgendwie beeinflussen könnten) etwas dran wäre, kann sie nicht hinhauen, weil die Menschen

Ich glaube nicht daran, weil zusammenhänge nie empirisch bewiesen wurden.

Zumal seit der Erfindung der Astrologie vor etwa 2.000 Jahren sich die astronomischen Tierkreiszeichen durch die Präzession verschoben haben. Und ganz nebenbei sind es 13 Tierkreiszeichen, die entlang der Ekliptik liegen. 12 war aber aus babylonischer Zeit einsangenehmere Zahl.

Davon ganz abgesehen, gibt es noch nicht mal eine Ansatzweise schlüssige Erklärung, warum das Verhalten eines Menschen vom Tag abhängen soll, an dem er geboren wurde und damit irgendwie von den Sternen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das Gewicht der Hebamme und die Schuhgröße des Arztes, die mich auf die Welt brachten, auf mein Leben eine größere Bedeutung hatten, als der Tag an dem ich geboren wurde und daraus resultierender astrologischer Mythen.

Edith: C_Punkt hat fast das gleiche wie ich geschrieben, war nur 9 Minuten früher fertig. :wink:

… nichts zu Ende denken, meist nicht zu Ende lesen und manchmal nichtmal zu Ende schreiben ;-))

Gruß
Ralf

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Das interessiert mich jetzt.
Steht das irgendwo in den Krankenhaus Akten?

Es ist ja noch viel verrückter und in sich unlogischer:
Einerseits wird ein Horoskop erstellt für eine Gruppe von Menschen, die 8,3% der ganzen Menschheit darstellt. Dem am 21.03.72 in Madagaskar Geborenen wird dasselbe Pamphlet als „sein Horoskop“ präsentiert wie dem am 20.04.99 in Vancouver Geborenen - andererseits wird betont, dass unterschiedliche Geburtsstunden und -orte bereits gänzlich unterschiedliche Charaktere und Schicksale hervorrufen würden.

Ja natürlich! Ganz offiziell in der Geburtsurkunde. Eben weil es wichtig ist für das weitere Leben.

Dass der ganze Schuh nichts taugt, erkannt man schon daran, dass zum einen aus der Präsentation immer noch ein Riesen Brimborium gemacht wird. Dabei hätte man in 2.000 Jahren genügend Zeit gehabt, jedwede Konstellation zu berechnen (wie viele Varianten gibt es?). Man müsste nur in einem Buch nachschlagen.

Zum anderen kann man zehn „Hellseher“ befragen und bekommt elf Präsentationen. Das ganze scheint gar nicht genormt zu sein.

Und zum Dritten: die ganzen Horoskope scheinen mir zu schön gefärbt. Noch nie las oder hörte ich: „grillen Sie heute nicht! Falls Sie grillen, werden sie sterben!“

Oh doch, wo war denn das nochmal… ich glaube im “Rock hard” Magazin, da gab es jeden Monat das “Horrorskop”, war natürlich nicht ganz ernstgemeint

Das wird durch unterschiedliche Horoskopachsen begründet, Aszendent, Deszendent et cetera, aus denen sich dann auch sehr individuelle Häuserverteilungen ergeben.
Und darum sieht ein Horoskop vom selben geburtstag in Vancouver durchaus nicht gleich aus, wie eines aus Madagaskar.

Man kann Astrologie kritisieren, in diese Ebene will ich hier gar nicht einsteigen, weil was hier einmal mehr gemacht wird -und das durchaus von sehr intelligenten Menschen - ist die konkrete Kritik an etwas, das man nicht kennt und verstanden hat., man scheint sich mit dem Eindruck, den man aus Zeitungshoroskopen gewonnen hat zufrieden zu geben um loszulegen, und das ist nicht weit vom Schwurbeln entfernt. Ich finde, man sollte wenigstens das System verstanden haben, um es zu kritisieren, ansonsten kann man und muss man es bei der grundsätzlichen Kritik belassen, dass

Mein Ironiedetektor schläft heute, deswegen bin ich mir nicht sicher, ob das ernst gemeint ist oder nicht. Daher: Tatsächlich nicht. Mir ist zu Ohren gekommen, dass es bei manchen drin steht. Bei allen Geburtsurkunden meiner Familie, und bei allen, die ich bisher zum Übersetzen bekam, stand es nicht drin.