Hallo,
bitte um Rat bei folgendem Fall:
AN klagt gegen Kündigung und gewinnt, AG muss den AN nun wieder beschäftigen.
AG hat AN nun eine Dienstanweisung zukommen lassen in der folgende Sachen stehen: (Es handelt sich um ein Kurierdienstunternehmen, was in Klammern steht, füge ich selber hinzu)
-Fahrzeugübernahme ist grundsätzlich an Ort XY (Die anderen dürfen die Fahrzeuge mit nach Hause nehmen)
-Für das Fahrzeug XY besteht grundsätzlich Pflegebedarf und wird ab sofort täglich überprüft (Bei allen anderen wird nichts überprüft)
-Tour XY wird nicht mehr Pauschal, sondern nach GPS Daten bezahlt (Vorher wurde der AN für die gleiche Tour immer Pauschal bezahlt, jetzt soll er immer mit GPS überwacht werden, bei allen anderen wird Pauschal berechnet)
-Lohnvorrauszahlungen finden nicht mehr statt (AN hat sich wärend 1 Jahr Betriebszugehörigkeit wenn überhaupt 2 Mal 50€ im Vorraus zahlen lassen, alle anderen bekommen nach wie vor Lohnvorrauszahlungen, falls Bedarf ist)
-Urlaubstage müssen 14 Tage im Vorraus schriftlich beantragt werden. (Alle anderen brauchen weder schriftlich, noch 14 Tage vorher bescheid sagen, da wird auch 1 Tag vorher nich spontan entschieden falls mal kurzfristig Bedarf ist)
-
Transportkisten dürfen über´s Wochenende nicht mehr im Firmenwagen gelagert werden (Niemand sonst hat ein solches Verbot bekommen)
-
Fahrzeug muss wärend der 3 Stündigen Mittagspause wieder an Ort XY gestellt werden (Bedeutet dass der AN sich 2 mal am Tag mit dem eigenem Wagen auf den Arbeitsweg begeben muss, da kein Aufenthalsraum o.Ä. für die Pausen gestellt wird. Alle anderen dürfen auch in der Pause mit dem Firmenwagen nach Hause bzw. an einen beliebigen Aufenthaltsort fahren)
Sonstiges: Alle AN haben ein Firmenhandy mit Flatrate für Firmen- sowie auch Privatgespräche zur Verfügung, der eine besagte AN bekommt keines.
Alle AN werden auf neuen Touren mehrfach „eingefahren“ und bekommen bei Bedarf ein Navigationsgerät gestellt. Der besagte AN wird nur einmal „eingefahren“ und bekommt kein Navi. Spruch vom AG gegenüber einem anderem AN: „Wenn einmal einfahren nicht ausreicht, soll sie zusehen wie sie klar kommt“
_______________________________
Die Regeln klingen größtenteils plausibel, allerdings handelt es sich bei dem AG normalerweise um einen recht lockeren Menschen. Seine Aussage war eines Tages mal: „Wir sind wie eine große Familie“
Rechtlich gesehen wird gegen den AG wohl nicht allzuviel zu machen sein, aber es ist offensichtlich, dass er nun nach einen Kündigungsgrund sucht. Gibt es überhaupt keine Möglichkeiten? Ist man dem jetzt so schutzlos ausgeliefert und wie siehst aus mit der Gleichberechtigung?
Liebe Grüße
Coonie