Gleicher Gesamtkosten bei viel weniger Verbrauch?

mal angenommen, es gibt ein Haus mit ca. 20 Wohnungen und diese werden mit Gas beheizt. Seit 7 Jahren wohnt Mieter X hier in seiner 48qm Wohnung und hat jedes jahr Heizkosten um die 420- 490 Euro gehabt. Die Verbrauchskosten je Einheit lagen immer bei ca. 4,4. Auch im vergangenen Jahr blieb der Verbrauch wieder annähernd gleich, nur das die Verbrauchskosten pro Einheit plötzlich bei 9,2!!! lagen. Und warum? Weil im ganzen Haus der Verbrauch von 1400 Strichen auf gerade mal 600 gesunken ist! Das wäre ja ganz schön, was aber jedoch nicht sein kann: die Kosten fürs gesamte Haus sind die gleichen wie jedes Jahr. Also…wo sind die 800 Striche hin??? Wenn mit den Strichen auch die Kosten fürs gesamte Haus sinken würden, die übrigens auch die letzten Jahre immer gleich waren, könnte Mieter X das ja verstehen. Aber die Gesamtkosten sind die selben. Wo ist die Differenz geblieben zwischen Gesamtkosten und niedrigem Gesamtverbrauch? Zu erklären wäre das durch den gestiegenen Gaspreis, aber auch diese Möglichkeit scheidet laut hausverwaltung aus. Ist irgendwo ein Leck in der Leitung, durch das das Gas entfleucht? Die Hausverwaltung kann sich das auch nicht erklären. Sie meinten, die Heizung würde regelmäßig gewartet werden. Ein- und Auszüge gibt es in dem großen Haus immer wieder. Was aber auch stutzig macht: mit der Hausverwaltung hat Mieter X das Heizverhalten der anderen Mieter verglichen und festgestellt, das bei allen extrem wenig Striche abgelesen wurden. So sanken die bei vielen Mietern von z.B. 50 auf 11. In einer Wohnung, die nun leersteht, war der Verbrauch vorher bei 192 und ist nun bei 2. Mieter X kann nachvollziehen, das sich dadurch der Strichebetrag im gesamten Haus verringert hat. Aber er kann nicht nachvollziehen, das die Gesamtkosten sich damit nicht auch verringert haben. Es kann doch nicht bei niedrigerem Heizverhalten trotzdem derselbe Gasverbrauch im Haus sein? Und das bezieht sich nur auf die Heizung! An den Heizkörpern sind übrigens Verdunsterröhrchen der Firma Heimer angebracht, deren Ablesewerte auch noch mit einem indiv. Faktor multipliziert werden müssen. Ist das nicht total veraltet??? Leider gibt es ja auch kein Ableseprotokoll mehr. Zumindest müßte Mieter X summasummarum für 8 Striche mehr Verbrauch 300 Euro mehr nachzahlen, insgesamt fast 800 Euro Heizkosten für die 48qm.
Wobei die Heizung nur auf 2 bzw. manchmal auf 2,1 stand.
Bitte erklärt Mieter X, wie das alles zusammenhängen kann. Wie man bei viel weniger Gesamtverbrauch aber die selben Gesamtkosten wie in den anderen Jahren haben kann? Und wie liest man diese Verdunsterröhrchen richtig ab? Wenn Mieter X das macht, also Lineal ans rechte Röhrchen vom Vorjahr und dann die Skala in der Mitte der beiden Röhrchen ablesen, kommt er in zwei Zimmern auf ganz andere Werte, als sie in der Abrechnung stehen. *grübel*

Mieter X bittet um Rat!

Hallo

die Gesamtkosten können nicht jedes Jahr gleich sein, denn es wird ja nicht jedes Jahr der gleiche Verbrauch anstehen.

Man sollte sich hier mal die Belege vorlegen lassen, da sieht man den Gesamtverbrauch in m³ oder kwh.

Es wurden die Gesamtkosten und der Gesamtverbrauch der letzten Jahre verglichen und beides war immer annähernd gleich. Eine Preissteigerung liegt ebenfalls nicht vor, auch das wurde überprüft und habe ich auch oben erwähnt. Also: im Jahr 2006 standen 1400 Striche im Verhältnis zu 9936 Euro. Im Jahr 2007 stehen 627 Striche im Verhältnis zu 9986 Euro. Das bedeutet für die Mieter, das der Preis je Einheit um mehr als das doppelte gestiegen ist, für Mieter X heißt das, bei einem Mehrverbrauch von 8 Strichen 300 Euro mehr nachzuzahlen. Was ich nicht verstehe: wenn der Gesamtverbrauch um mehr als die Hälfte sinkt, wieso sinken dann die Gesamtkosten nicht mit??? Wenn man die Heizung weniger aufdreht, dann wird doch auch weniger Gas verbraucht. Weniger Gas = weniger Kosten?

War das jetzt verständlicher?

Hallo,

wer sagt denn, dass ein Strich in diesem Jahr genauso definiert ist wie im Vorjahr?

Die Stricheinheiten sagen ja nur aus, wie die angefallenen Kosten auf die einzelnen Nutzer zu verteilen sind. Daher müssen nur in einem Abrechnungszeitraum alle Verdunstungszähler den „Strich“ gleich definieren.

Chrssie

Hallo,

wer sagt denn, dass ein Strich in diesem Jahr genauso
definiert ist wie im Vorjahr?

Die Stricheinheiten sagen ja nur aus, wie die angefallenen
Kosten auf die einzelnen Nutzer zu verteilen sind. Daher
müssen nur in einem Abrechnungszeitraum alle
Verdunstungszähler den „Strich“ gleich definieren.

Über die 7 Jahre, die Mieter X jetzt in dem Haus wohnt, haben sich die Gesamtkosten und auch die Anzahl der Striche nie großartig verändert. Preissteigerungen kann man zwar erkennen, aber trotzdem lag der Preis pro Einheit, (der ja dann mit dem Eigenanteil der Striche mulipliziert wird) immer bei 4- 4,5. Und nun plötzlich bei 9,1. Dabei ist nichts teurer geworden, nur die Gesamtstriche fürs ganze Haus sind viel, viel weniger. Also weniger in den Wohnungen geheizt, aber trotzdem die selben Kosten wie in allen anderen Jahren auch. D.h., die Striche werden ja in den Wohnungen abgelesen. Wenn das so wenige sind, der Kessel unten im Keller aber trotzdem das selbe Gas wie jedes Jahr verbraucht, wo ist denn dann die Wärme hin???

Hi AKG,

der Gesamtverbrauch hängt nicht von den Strichen ab, weil die ausgetauschten Messröhrchen anders skaliert sein können, deshalb werden sie ja im ganzen Haus ausgetauscht. Maßgeblich ist nur der Verbrauch an Gas in cbm oder kWh, für den Einzelnen dann sein Verbrauch aus Gesamtverbrauch * seine Striche / Gesamtanzahl der Striche.

wenn der Gesamtverbrauch um mehr als die
Hälfte sinkt, wieso sinken dann die Gesamtkosten nicht mit???

weil keine Striche verbrannt werden, sondern Gas.

Wenn man die Heizung weniger aufdreht, dann wird doch auch
weniger Gas verbraucht.

Das kommt darauf an, wie groß der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen ist.

Weniger Gas = weniger Kosten?

Gleiche Gasmenge * höherer Preis > höhere Kosten.

Gruß Ralf

1 „Gefällt mir“

Hallo

vielleicht sollte man mal nicht die Striche vergleichen, sondern die m³ oder kwh, dieser Verbrauch ergibt ja die Gesamtkosten in Euro. Nur anhand dieser Werte, also z.B. 100.000 kwh zu 80.000 kwh kann man feststellen ob der Gesamtverbrauch erhöht oder vermindert ist.

Evtl. hat man auch Röhrchen, die jetzt anders zählen, sollte man ggf. mal die Ablesefirma ansprechen.

Mieter X hat mal in den Abrechnungen geschaut. 2006 wurden 141.037 kWh Gas verbraucht, welche 8514,58 Euro gekostet haben, die Nebenkosten der Heizung beliefen sich auf 1272 Euro. Im Jahr 2007 wurden 130.204 kWh verbraucht, welche 8366 Euro gekostet haben, die Nebenkosten der Heizung beliefen sich auf 1370 Euro. Vom Jahr 2006 zu 2007 ergibt das eine Differenz von gerade mal 200 Euro. Also nicht nennenswert. Dabei sind die Striche aller Mieter von 1400 auf 600 gesunken. Das verstehe wer will. Da müßten doch die Brennstoffvorräte falsch berechnet worden sein oder die Heizungsanlage falsch eingestellt sein, oder?

Kurios ist auch, das bei vielen Mietern die Anzahl der Striche von besispielsweise 50 (2006) auf nur 11 (2007) gesunken ist. Mieter X besitzt eine der kleinsten Wohnungen im Haus. Er kann sich schwerlich vorstellen, wie man im Jahr auf 11 Striche kommen soll, die wohlgemerkt ja auch schon mit dem indiv. Faktor des Heizkörpers multipliziert worden sind. Mieter X hatte 61 Striche, bei 4 Heizkörpern, die immer nur auf 2 stehen, selten mal auf 2,1 und soll für die 48qm 800 Euro Heizung bezahlen. *grübel*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

lässt man mal die Striche außer Acht kann es doch höchstens so sein, dass der entsprechende Mieter in diesem Jahr einen höheren Verbrauch hatte und dadurch Mehrkosten entstanden sind.

Hat man denn bei der Ablesefirma mal nachgefragt ob die Röhrchen anders z

Hallo
da es unterschiedliche Messröhrchen gibt, kann in einem Jahr auch Ableseergebnisse unterschiedlich ausfallen. Das Ergebnis aller Messröhrchen wird in Relation zu dem anfallenden Gebühren gesetzt und so wird das auf die Wohnungen verteilt.
Ich hoffe mit der Auskunft Dir geholfen zu haben
S

[MOD] Vollzitat gelöscht

Hallo AKG,

ist es denn so schwer zu verstehen?? DIE STRICHE SAGEN MÖGLICHERWEISE NICHTS ÜBER DEN VERGLEICHENDEN VERBRAUCH AUS! Wahrscheinlich ist die Skalierung der Ablesegeräte geändert worden!

Aussagekräftig ist der Verbrauch anhand der m³ und der Preise.

Gruß

Samira

hi

Dabei sind die Striche aller Mieter von 1400 auf 600 gesunken.

Kurios ist auch, das bei vielen Mietern die Anzahl der Striche
von besispielsweise 50 (2006) auf nur 11 (2007) gesunken ist.

die Einheiten der Ableseröhrchen haben sich verändert - aber abstand der Striche! Sprich 4 Striche früher = 1 Strich heute … jetzt verstanden ??

UND

die Bezugspreise (!) für Gas haben sich verändert - sehr nach oben verändert !!

Sprich : für gleiche Kubikmeterzahl ist ein höherer Preis zu bezahlen

das trifft nicht nur DICH - das ist bei ALLEN so

Gruß H.