ich habe seit 2001 zwei künstliche Hüftegelenke und habe eine
40 % Behinderung vom Versorgungsamt bescheinigt.
Haltet Ihr es für ratsam wenn ich einen Gleichstellungsantrag
stelle?
Im öffentlichen Dienst und Grosskonzernen ja, in der Privatwirtschaft nein
Es geht mir dabei weniger um den Mehrurlaub der mir dabei wohl
zustehen würde, als um einen verbesserten Kündigungsschutz.
gerade letzteres kann auch Kehrseiten haben. Wer stellt dich ein, wenn Du mal arbeitslos bist? Insider warnen jedenfalls davor in die Behinderten-Sparte des AA abgeschoben zu werden (Stand DD 2003)
Kann ich, bei einer Gleichstellung auch Nachteile Erfahren?
s.o.
Steht mir bei meinem Grad der Behinderung eigentlich schon
jetzt Mehrurlaub zu?
m. W. nein, ausser der Tarifvertrag sagt so etwas aus.
ich habe seit 2001 zwei künstliche Hüftegelenke und habe eine
40 % Behinderung vom Versorgungsamt bescheinigt.
Haltet Ihr es für ratsam wenn ich einen Gleichstellungsantrag
stelle?
Ja
Es geht mir dabei weniger um den Mehrurlaub der mir dabei wohl
zustehen würde, als um einen verbesserten Kündigungsschutz.
Wenn du Arbeit hast, kann das wirken.
Wenn du keine Arbeit hast, kann dir bei der Arbeitsvermittlung gezielt ein für dich geeigneter Arbeitsplatz gesucht werden. Die einstellende Firma weiss als im vornherein und will sogar einen Behinderten/Gleichgestellten einstelen.
Kann ich, bei einer Gleichstellung auch Nachteile Erfahren?
Ja, wenn dein AG, das (vermeintliche) Risiko nicht tragen will, wird er einen Weg finden, den Kündigungsschutz zu umgehen. Der Kündigungsschutz ist in keinere Betrieben eh faktisch nicht vorhanden. Auftragseinbrüche, Stillegen einer Abteilung, u.ä Ausreden helfen ungemein. Wenn das nicht hilft kommt halt Mobbing. (eigene Erfahrung)
Steht mir bei meinem Grad der Behinderung eigentlich schon
jetzt Mehrurlaub zu?
Haltet Ihr es für ratsam wenn ich einen Gleichstellungsantrag
stelle?
Bringt heutzutage faktisch nix mehr, es sei denn, Du bewirbst Dich im öffentlichen Dienst: Dort ist man nach wie vor bemüht, eine Behindertenquote zu erfüllen (um keinen Ausgleich zahlen zu müssen)
Es geht mir dabei weniger um den Mehrurlaub der mir dabei wohl
zustehen würde, als um einen verbesserten Kündigungsschutz.
Den verbesserten Kündigungsschutz gibts in der Form nicht mehr: Wenn der Arbeitgeber nachweist, dass Du wg. der Behinderung Deinem Tätigkeitfeld nicht mehr nachkommen kannst und weiterhin nachweist, dass er für Dich keine andre Einsatzmöglichkeit sieht, bist den Job trotzdem los (so erst kürzlich geschehen bei meinem Arbeitgeber; und das im öD, der angeblich Jeden mit durchzieht)
Steht mir bei meinem Grad der Behinderung eigentlich schon
jetzt Mehrurlaub zu?
Ist je nach Tarifvertrag verschieden: In der Regel ab 50% 3-5 Tg.
Hoff mal, Du kommst klar mit Deinem Gelenkersatz; mir steht sowas demnächst auch bevor (hab n bischen Schisse davor)
Hallo,
also bis 50% gilt man als Behindert und hat außer ein paar € Steuerfreibetrag keine Vorteile. Gleichstellung sollte man beim Arbeitsamt beantragen wenn die eigene Stelle gefährdet ist oder wenn man ohne Schwerbehinderung eine neue Stalle nicht bekommt. Als Gleichgestellter Stehen 3 Tage Sonderurlaub zu wenn der Arzt bestätigt daß sie nötig sind und insgesamt dann im Jahr nicht mehr als 35 Tage Urlaub anfallen. Als Schwerbehinderter ab 50% stehen Dir 5 Tage Sonderurlaub zu ohne Berechnung auf den Jahresurlaub also auch mehr als 35 Tage insgesamt. Ich würde bei 2 neuen Hüftgelenken auf jeden Fall versuchen einen GDP von 50 % zu bekommen.
Gruß Günter
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