Gleichstrom mit einem Leiter

Hallo,

wenn man im Haushalt Gleichstrom hätte, könnte man doch mit einem Kabel, der unter Spannung steht und vom Elektrizitätswerk kommt, auskommen? Wenn man einen Metallstab in die Erde drückt und daran den zweiten Kabel anheftet und mit dem ersten Kabel verbindet, müsste doch Strom fließen? Beim Wechselstrom wird so etwas nicht möglich sein, da braucht es immer zwei Kabel vom Elektrizitätswerk. Nicht wahr?

Grüße

Martin Unterholzner

Ja das kann, man macht das sogar industriell,
mit sehr niedriger Verlustleistung,
über weite Distanzen mit hoher Spannung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstr…

Ja das kann, man macht das sogar industriell,
mit sehr niedriger Verlustleistung,
über weite Distanzen mit hoher Spannung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstr…

Vorsicht!
Es gibt zwar monopolare HGÜs, aber meines Wissens wird trotzdem eine 2-Leiter-Variante installiert. In dem Fall ist ein Leiter auf Potential, einer hat etwa Erdniveau.

Das Problem: Gleichstrom in der Erde hat die unschöne Eigenschaft, Wechselwirkungen mit der chemischen Zusammensetzung des Bodens hervorzurufen. Liegt da unterwegs irgendwo bspw. eine Wasserleitung in der Gegend, freut sich deren Betreiber über eine deutlich schnellere Korrosion seiner Rohre …

Und da man nun eh schon 2 Leiter hat, kann man das ganze auch mit +/- der Spannung betrieben: Vorteil: doppelte Leistung bei (fast) gleichem Bauaufwand. Und die Erde dient nur noch als Bezug, muss aber keinen Strom führen.

Gruß
peherr

Hi,

Beim Wechselstrom wird so etwas nicht möglich sein, da braucht
es immer zwei Kabel vom Elektrizitätswerk. Nicht wahr?

nö. :wink:
Man braucht immer zwei Leiter, besser gesagt einen (strom)Kreis. So gesehen braucht man spitzfindig gesehen immer nur einen. Einen einzigen kreisförmigen nämlich :wink:

Man braucht IMMER zwei Leiter, ob Gleich- oder Wechselstrom hat damit nix zu tun. Auch beim hierzulande üblichen Wechselstrom mit drei Leitern braucht man die. Als Rückleiter entweder eine der beiden anderen spannungsführenden oder auch die spannungslose Erde mit deinem genannten Erdpfahl.

kuck ggf auch mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/TN-System#TN-C-S-System

Grüße,
J~

Hallo Martin ,

wenn man im Haushalt Gleichstrom hätte, könnte man doch mit
einem Kabel, der unter Spannung steht und vom
Elektrizitätswerk kommt, auskommen? Wenn man einen Metallstab
in die Erde drückt und daran den zweiten Kabel anheftet und
mit dem ersten Kabel verbindet, müsste doch Strom fließen?
Beim Wechselstrom wird so etwas nicht möglich sein, da braucht
es immer zwei Kabel vom Elektrizitätswerk. Nicht wahr?

  1. Das hat zuerst einmal nichts mit Wechsel- oder Gleichstrom zu tun.

  2. Damit die Erde leitet, benötigst du einen entsprechenden Grundwasserspiegel.
    Ich habe früher in einem Berggebiet gelebt. Im Schnitt 15cm Humus und darunter massiver Granit. Bei längerem schönen Wetter hat da nichts mehr geleitet, was zu jeder Menge Problemen mit Potentialdifferenzen geführt hat …

  3. In den Anfängen, also so bis vor rund 90 Jahren, hatte man 220V teilweise Gleichspannung verwendet. Das Hauptproblem ist dabei, dass man die Spannung nicht mit einem Transformator umspannen kann.

  4. Normalerweise besteht ein Hausanschluss aus 4 Drähten.

  5. Bei deinem System würde sich der Boden verändern. Einerseits würde an den einen Stäben Wasserstoff entstehen und an den anderen Sauerstoff. Andererseits mögen es z.B. Würmer ganz und gar nicht, wenn der Boden unter Spannung steht. Ist ein alter Trick: Man steckt einen Metallstab in den Boden und schliesst ihn an der Steckdose an. Innerhalb von Minuten kommen dann alle Würmer aus dem Boden geschossen ! Soviel ich weiss verbessert die Abwesenheit von Würmern nicht gerade die Bodenqualität.

  6. Die Auswirkung auf Rohrleitungen (Gas, Wasser) wurde von pherr schon angesprochen. Ist übrigens auch schon bei Wechselstrom ein Problem. Meist in der Nähe von Trafostationen (Erdleiter), und entlang der Strassenbahn oder der Bahn fliessen vermehrt Ausgleichsströme im Erdreich. Das ist mit ein Grund, wieso heute meist nur noch Kunststoffleitungen verlegt werden.

  7. Desweiteren hat Gleichstrom noch den Nachteil, dass Lichtbögen stehen bleiben. Bei Wechselstrom verlöscht dieser normalerweise von selbst, zumindest wenn wird den Hochspannungsbereich nicht beachten. Dadurch ist ein Schalter für Gleichspannung, bei gleicher Spannung und Strom, grösser als einer für Wechselspannung.

  8. Stromunfälle mit Gleichspannung sind gefährlicher als als solche mit der selben Wechselspannung. Bei Gleichstrom stirbst du eher an einer Art Blutvergiftung als mit 50Hz, das dauert aber eine halben bis einen Tag nach dem Unfall…

Das ist jetzt die Kurzfassung auf die Schnelle, es gibt noch mehr Nachteile bei Gleichstrom.

MfG Peter(TOO)

Es gibt zwar monopolare HGÜs,

AFAIK vor allem im Meer, aber dort hat man ja einen zweiten Leiter mit relativ klar definierten Eigenschaften, im Boden nicht unbedingt.

LG
Stuffi

Das Problem: Gleichstrom in der Erde hat die unschöne
Eigenschaft, Wechselwirkungen mit der chemischen
Zusammensetzung des Bodens hervorzurufen. Liegt da unterwegs
irgendwo bspw. eine Wasserleitung in der Gegend, freut sich
deren Betreiber über eine deutlich schnellere Korrosion seiner
Rohre …

Steht auch ja im dem Wikiartikel, dass man es aus ‚Umweltgründen‘
dann doch nicht macht.
Aber apropos Wechselwirkung und Boden.
Es gibt ein Patent einer grossen Schweizer Firma (Roche?)
auf Feldbau mit gleichstrom ‚durchfltuteten‘ Beeten’ :
überviele Riesenfrüchte, keine Pestizide, keinen Dünger.

Da die seinerzeit selber die Agrarchemie hergestellt haben,
haben die das natürlich unter Verschluss gehalten, ich
weiss nicht mal ob sie ein Patent angemeldet haben,
wenn, dann müsste es langsam auslaufen.
Es scheint so eine Art Staatsgeheimnis zu sein,
wie die eingetürzte Schwimmhallendecke.

Zu hause nachmachen soll nicht einfach sein,
man benötigt die richtigen Parameter.

Hi,

Beim Wechselstrom wird so etwas nicht möglich sein, da braucht
es immer zwei Kabel vom Elektrizitätswerk. Nicht wahr?

nö. :wink:
Man braucht immer zwei Leiter, besser gesagt einen
(strom)Kreis. So gesehen braucht man spitzfindig gesehen immer
nur einen. Einen einzigen kreisförmigen nämlich :wink:

Man braucht IMMER zwei Leiter, ob Gleich- oder Wechselstrom
hat damit nix zu tun.

Hallo,

man könnte das so beschreiben, dass man zwar immer zwei Leiter braucht, nur dass man beim Gleichstrom einen Leiter selbst installieren kann (in dem ich ein Kabel in die Erde stecke), während beim Wechselstrom beide Leiter vom Elektrizitätswerk angeboten werden müssen. Ist das so richtig? Wenn ich eine (!) Leitung mit Gleichstrom habe, daran eine Glühbirne anschließe und einen zweiten Kabel, der von der Erde kommt mit der Glübbirne verbinde, müsste die eigentlich leuchten? Bei Wechselstrom mit nur einem Leiter und einem Erdleiter würde die Glühbirne kurz leuchten dann wieder nicht und das 50 mal in der Sekunde, oder?

Danke

Martin

Moin,

man könnte das so beschreiben, dass man zwar immer zwei Leiter
braucht, nur dass man beim Gleichstrom einen Leiter selbst
installieren kann (in dem ich ein Kabel in die Erde stecke),

Nein. Das funktioniert genauso bei Wecheselstrom.

Gruß,
Ingo

Beim Wechselstrom wird so etwas nicht möglich sein, da braucht
es immer zwei Kabel vom Elektrizitätswerk. Nicht wahr?

Hallo, Martin,
das klappt auch mit Wechselspannung/-strom.
Wir haben (zumeiner BW-Zeit in den 60er Jahren) über die Doppelader des Feldkabels durchaus zwei getrennte Gespräche (Sprechwechselspannung) übertragen - jede Ader an einen Feldfernsprecher angeschlossen, dessen zweiter Pol dann geerdet wurde. Allerdings kam es zu Übersprechen.
Ob das auch mit Hochspannung klappt, kann ich allerdings nicht sagen.
Gruß
Eckard

Worauf willst du hinaus?
Hi Martin,

man könnte das so beschreiben, dass man zwar immer zwei Leiter
braucht, nur dass man beim Gleichstrom einen Leiter selbst
installieren kann (in dem ich ein Kabel in die Erde stecke),
während beim Wechselstrom beide Leiter vom Elektrizitätswerk
angeboten werden müssen. Ist das so richtig?

nein :wink:
Wie ja schon erwähnt ist das von der Art des Stroms unabhängig. In deiner Steckdose (Wechselspannung) führt auch nur eines der beiden Kabel Spannung, das andere nicht (der Schutzleiter den man ja schon blank sehen kann eh nicht).
„Irgendwo“ (z.B. im Fundament deines Hauses) ist dieses zweite, spannungslose Kabel auch mit dem Erdreich verbunden!
„Theoretisch“ würde es reichen wenn man das eine stromführende Kabel einerseits und den Erdungspfahl andererseits an den Verbraucher anschließen würde. Komm aber bitte nicht auf die Idee das tatsächlich so zu machen um etwa eine weit entfernte Koppel kostengünstig mit nur einem Kabel mit Strom zu versorgen :wink:

Wenn ich eine (!)
Leitung mit Gleichstrom habe, daran eine Glühbirne anschließe
und einen zweiten Kabel, der von der Erde kommt mit der
Glübbirne verbinde, müsste die eigentlich leuchten?

Ja, wenn sich die Spannung „des einen Kabels“ auf Erdpotential bezieht. Wenn also „das andere“ Kabel des Generators (Kraftwerk) mit der Erde verbunden ist. Das MUSS nicht der Fall sein (=>Notstromaggregat). Aber wie gesagt, mit Wechselspannung geht das genauso.

Es werden übrigens IMHO beide Spannungsarten verwendet um z.B. per Meerkabel Energie (Strom) durch das Meer zu transportieren! Das ist leider nicht immer umweltfreundlich. Wie ja auch andere hier schon geschrieben haben gibt es da diverse Umweltschädigungen (Magnetfeld, Gasbildung, …)

http://de.wikipedia.org/wiki/Seekabel#Drehstromkabel
http://de.wikipedia.org/wiki/Seekabel#Weblinks

Bei
Wechselstrom mit nur einem Leiter und einem Erdleiter würde
die Glühbirne kurz leuchten dann wieder nicht und das 50 mal
in der Sekunde, oder?

Hä? :wink:
Nee, entweder der Stromkreis wird geschlossen (dann leuchtet es immer) oder er bleibt offen (dann leuchtet es nie). Flackern tut da nix.

Vielleicht können wir besser auf dich eingehen, wenn du uns sagst worum es überhaupt geht. Willst du ein bestimmtes Problem lösen? Willst du ganz allgemein was lernen? Eine Wette gewinnen? Filosofieren?

Grüße,
J~

Die Schweizer Riccola-Frage, wer hat’s erfunden
Ich hab mal gegoogelt nach Feldbau (ohne Pestizide und Dünger) und
Gleichstrom, aber nur Betriebsbedingungen/anleitungen für
elektrische Pestizidsptitzen gefunden,
aber dann, gerade frisch von heute aus dem
Schweizer Tagesanzeiger:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/leben/wissen/391132…
Neue Korallenriffe mit Gleichstrom.
Das Wurzeln der Geschichte liegt, so um das Jahr 2000,
aber keinesfalls vor dem Zeitpunkt, als ich das mit den Gelichstrombeeten
sah, so 1985.

  1. Stromunfälle mit Gleichspannung sind gefährlicher als als
    solche mit der selben Wechselspannung. Bei Gleichstrom stirbst
    du eher an einer Art Blutvergiftung als mit 50Hz, das dauert
    aber eine halben bis einen Tag nach dem Unfall…

Ich glaube, dass das nicht ganz richtig ist. Bei gleicher Spannung ist Wechselstrom gefährlicher. Gleichstrom lädt den Körper auf, aber danach fließt kaum noch Strom, da der Körper einen hohen Widerstand hat.
Bei Wechselstrom sieht die Sache anderst aus:
Durch die ständige Polwechslung werden die Ionen im Körper ständig hin und her bewegt.
Das ist wie mit einem Kondensator, bei Gleichstrom hört der Stromfluss auf, bei Wechselstrom fließt immer Strom.

Berichtigt mich, falls was falsch ist.

Hi Martin,

Wechselstrom mit nur einem Leiter und einem Erdleiter würde

die Glühbirne kurz leuchten dann wieder nicht und das 50 mal
in der Sekunde, oder?

Hä? :wink:
Nee, entweder der Stromkreis wird geschlossen (dann leuchtet
es immer) oder er bleibt offen (dann leuchtet es nie).
Flackern tut da nix.

Vielleicht können wir besser auf dich eingehen, wenn du uns
sagst worum es überhaupt geht. Willst du ein bestimmtes
Problem lösen? Willst du ganz allgemein was lernen? Eine Wette
gewinnen? Filosofieren?

Grüße,
J~

Danke J~,

ich wollte einfach nur etwas lernen, was ich bis noch nicht verstanden habe. Ich dachte immer, dass beim Wechselstrom, der eine Kabel genau umgekerht gepolt ist wie der andere. Wenn der andere die Spannung + 230 Volt hat, glaubte ich dass der andere 0 Volt hat und dass ich diese Polungen der beiden Leitern 50 mal die Sekunde ändern. Nun bin ich eines Besseren belehrt worden und ich bedanke mich bei euch allen. Vielleicht weiss noch jemand von euch eine ganz einfache Internetseite mit vielen Abbildungen zu diesen Thema.

Danke
Martin

Hallo Fragewurm,

  1. Stromunfälle mit Gleichspannung sind gefährlicher als als
    solche mit der selben Wechselspannung. Bei Gleichstrom stirbst
    du eher an einer Art Blutvergiftung als mit 50Hz, das dauert
    aber eine halben bis einen Tag nach dem Unfall…

Ich glaube, dass das nicht ganz richtig ist.

Das Forum heisst aber nicht Wer-Glaubt-Was.

Bei gleicher
Spannung ist Wechselstrom gefährlicher. Gleichstrom lädt den
Körper auf, aber danach fließt kaum noch Strom, da der Körper
einen hohen Widerstand hat.

Das gilt nur wenn du gut isolierende Schuhe trägst.

Allerdings ist genau dieses Prinzip ein anerkanntes Verfahren, wenn man unter Spannung arbeiten muss.

Bei Wechselstrom sieht die Sache anderst aus:
Durch die ständige Polwechslung werden die Ionen im Körper
ständig hin und her bewegt.
Das ist wie mit einem Kondensator, bei Gleichstrom hört der
Stromfluss auf, bei Wechselstrom fließt immer Strom.

Nimm ein Multimeter, schalte es auf Widerstandsmessung und fasse mit jeder Hand je einen der Prüftstifte an. Der gemessene Widerstand hängt davon ab wie wie fest du die Stifte hältst und wie feucht deine Finger sind.
Das Gerät misst mit Gleichspannung !

Berichtigt mich, falls was falsch ist.

Du liegst falsch !

MfG Peter(TOO)

Hi Martin,

Wechselstrom mit nur einem Leiter und einem Erdleiter würde

die Glühbirne kurz leuchten dann wieder nicht und das 50 mal
in der Sekunde, oder?

Im Prinzip JA, aber …
… es sind 100Hz. Allerdings sind deine Augen zu langsam um das sehen zu können.

Allerdings funktioniert die Glühbirne thermisch. Der Wendel wird durch den Strom aufgeheizt und kühlt natürlich nicht schnell genug ab. Der Wendel wird auf etwa 2’000 bis 2’500°C aufgeheizt.

Anders sieht das bei Glimm- und Fluoreszenzlampen aus, die gehen kurzzeitig wirklich aus. Das ganze erzeugt dann einen Stroboskop-Effekt.

ich wollte einfach nur etwas lernen, was ich bis noch nicht
verstanden habe. Ich dachte immer, dass beim Wechselstrom, der
eine Kabel genau umgekehrt gepolt ist wie der andere.

Naja, das ist immer so :wink:
Bei Wechselspannung wird die Polung aber 100 mal in der Sekunde „vertauscht“.

Wenn der
andere die Spannung + 230 Volt hat, glaubte ich dass der
andere 0 Volt hat und dass ich diese Polungen der beiden
Leitern 50 mal die Sekunde ändern.

Du hast da noch einen Denkfehler.

Um eine Spannung festzulegen, benötigt man immer zwei Messpunkte. Eine Spannung ist also immer eine Differenz zwischen zwei Potentialen welche elektrisch miteinander verbunden sein müssen.

Zwischen den Anschlüssen einer Batterie misst du z.B. 1.5V. Zwischen dem einen Batterie-Pol und z.B. der Wasserleitung misst du keine Spannung, bzw. alles mögliche, nur nicht die 1.5V. Erst wenn du den anderen Pol der Batterie irgendwie mit der Wasserleitung verbindest, misst du feste 1.5V (durch Verluste können es auch weniger als 1.5V sein).

Bei der Stromversorgung ist es nun so, dass einer der Leiter im E-Werk mit Erde verbunden ist, dieser Anschluss ist der Neutralleiter (N). Die Schutzerde (PE) ist physikalisch identisch mit dem N-Leiter, wird aber aus technischen Gründen in der Hausinstallation getrennt verdrahtet.
Der andere Leiter, bzw. die anderen 3, bei Drehstrom, haben dadurch gegen Erde ein definiertes Potential.

In den Anfänger der E-Versorgung war übrigens noch keiner der Leiter mit Erde verbunden. Das hat aber zu Problemen geführt, wenn in einem Stadtteil der eine Leiter einen Erdschluss hatte und in einem Anderen der andere Leiter. Der Widerstand des Erdreich hat nur endliche Werte, ist also nicht 0. Einerseits waren solche Fehler schwer zu finden aber das E-Werk musste andererseits trotzdem den fliessenden Strom produzieren.

Nicht geerdete Systeme werden heute nur in speziellen Fällen verwendet.

Hier noch ein paar Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wechselspannung
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Spannung
http://de.wikipedia.org/wiki/Drehstrom
http://de.wikipedia.org/wiki/TT-Netz
http://de.wikipedia.org/wiki/IT-System
http://de.wikipedia.org/wiki/TN-System

MfG Peter(TOO)

Hier ist eine Seite die den Wechslestrom als gefährlicher einstuft, nicht weil mehr Strom fließt, sondern weil er die Ionen und damit die Nervenzellen durcheinander macht.
http://www.agn.at/html1.php?hid=187

Hallo Fragewurm,

Hier ist eine Seite die den Wechslestrom als gefährlicher
einstuft, nicht weil mehr Strom fließt, sondern weil er die
Ionen und damit die Nervenzellen durcheinander macht.
http://www.agn.at/html1.php?hid=187

Allerdings muss man dabei noch berücksichtigen, dass bei Wechselspannung der Effektivwert angegeben wird. Die Spitzenspannung liegt bei Wechselstrom (sinusförmig) um den Faktor SQRT(2) höher als der Effektivwert.
Bei den Spannungaangaben sind nur die thermischen Auswirkungen bei gleichen Spannungswerten vergleichbar.

MfG Peter(TOO)