Hallo,
ich möchte mit einem Simulationsprogramm ein einfaches Chirp-Signal herstellen, also ein Sinussignal, welches mit zunehmender Zeit eine lineare Frequenzänderung erfährt:
s(t)= sin(2*pi*f(t)*t)
mit f(t)= ((f2-f1)/T)*t + f1
f(t) leitet sich aus der Geradengleichung her mit
f1: Startfrequenz
f2: Stopfrequenz
T: Signaldauer
In der Simulation wird mit abgetasteten Werten gearbeitet, weshalb die zeitkontinuierliche Gleichung in eine zeitdiskrete gewandelt werden muss.
n = t/dt also t = n*dt
Bei einer Abtastrate von 48000 kHz ergibt sich
dt= 1/48000 [sec]
Daraus wird dann das Signal:
s(t) = sin(2*pi*(((f2-f1)*n)/(T*48000) + f1)*n/48000)
Soweit die Theorie. Gibt man diese Gleichung aber beispielsweise in MATLAB ein, so wird schnell offensichtlich, dass genau die doppelte Bandbreite des Signals durchfahren wird, als mit f1 und f2 spezifiziert.
Bsp: f1 = 10 kHz, f2 = 12 kHz, T = 10 sec
Anhand einer FFT kann man ein Signal beobachten, welches innerhalb der 10 sec von 10 kHz bis 14 khz durchwobbelt, also die doppelte Bandbreite benutzt als vorgegeben. Man kann das ganze mit dem Korrekturfaktor 2 im Nenner des Bruchs (f2-f1)/(2*T*48000) beheben.
Allerdings ist mir bislang keine Herleitung für diesen Faktor bekannt. Irgendwelche Ideen?
Vielen Dank im Voraus.
Gruß Thomas.