Glimmlampe glimmt immer (Schalter)

Moin!

Mein Nachbar hat ein kleines Problemchen… Für die Beleuchtung seines Kellers hat er eine Wechselschaltung eingebaut. Der obere Schalter wird durch eine Glimmlampe erhellt, damit er auch bei geschlossener Kellertür erkennen kann, ob im Keller Licht brennt. So weit, so gut, nur glimmt die Lampe immer, wenngleich auch in unterschiedlicher Helligkeit, je nachdem, ob das Licht ein- oder ausgeschaltet ist. Da er mich für kompetent hält, befragte er mich.

Ich sagte ihm, daß dieser Effekt durch die Leitungskapazitäten verursacht wird. Im Kabel ist ja immer eine Ader unter Spannung und daher führt die Schaltleitung immer auch ein Potential, das eben für die Glimmlampe ausreicht. Als Abhilfe schlug ich ihm vor, die Leitungen getrennt zu verlegen und durch den größeren Abstand die Kapazität zu verringern. Das aber will er nicht. Mein nächster Vorschlag war, die Glimmlampe durch eine Glühlampe mit Vorwiderstand zu ersetzen, aber sowas finde ich bei Busch-Jäger nicht im Programm. Ein Parallelwiderstand zur Glimmlampe würde sie meiner Ansicht nach kurzschließen oder aber den Effekt verringern.

Hat jemand noch eine Idee?

Besten Dank vorab!

Munter bleiben… TRICHTEX

Danke für Testaufgabe!
Hi Gunther,

Als W-W-W Teilnehmer weiß ich natürlich, wie die Antwort lautet:

Am besten Du nimmst einen PIC dazu. Oder ein Basic-Briefmarke. Dann wertest Du die Spannung an der Glimmlampe aus und zeigst das Ergebnis an. Dazu empfiehlt sich kleines, IP-fähiges Ethernet-Modul, dass auch SMS versenden kann. Und schon hat Dein Nachbar kein Problem mehr mit dem Lämpchen (nur noch mit den SMS-Kosten).

Ansonsten: Natürlich der Parallelwiderstand. Er braucht doch nur die kapazitiv (einige 10- oder wenige 100 pF) eingekoppelte Spannung auf einen Wert

Moin!

(Du wolltest uns doch nur testen, oder? :wink:

Ich? Nie! :wink:

Der Parallelwiderstand erschien mir auch als praktikabelste Lösung, aber die SMS-Variante ist ungleich eleganter. :wink: Danke aber für die Größenordnung des Widerstandes, ich hätte sie sonst empirisch ermittelt…

Mal ernsthaft: Was mir am Widerstand mißfällt ist, daß darüber bei ausgeschaltetem Licht ein Strömchen fließen kann. Mein Nachbar (bzw. seine Frau) ist ein reinlicher Mensch. Zudem würde er zwar nicht auf den Gedanken kommen, beim Glühlampenwechsel den Stromkreis über den Sicherungsautomaten stromlos zu schalten, wohl aber auch mal eine Lampenfassung von innen zu reinigen. Dabei nun könnte er ein typisches Kribbeln zu spüren bekommen und stünde flugs darauf wieder bei mir auf der Matte :-/

Andererseits hängen an der Wechselschaltung zwei Leuchten mit Glühlampen. Der profane Spannungsteiler sagt uns, daß, solange eine Glühlampe in Ordnung ist, bestenfalls ein paar Mikrovolt anliegen können. Hm. Wobei mein Nachbar äußerst „elektrofühlig“ ist - er spürt sogar, wenn ich in meinem Haus mit dem Handy telefoniere und hat angeblich durch bloßes Handauflegen schon eine 80cm tief unter seinem Rasen liegende Stromleitung geortet. Ich könnte da Geschichten erzählen…

Wußtet Ihr, daß Rasenmähen mit einem Elektromäher dem Graswachstum abträglich ist? Daß ein Benzinmäher hier besser ist, wenn auch einem Handmäher immer noch unterlegen? Daß der Handmäher wegen der geringeren statischen Aufladung auch einer Sense überlegen ist? Aber ich schweifele ab…

Munter bleiben… TRICHTEX

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Hallo,

Mal ernsthaft: Was mir am Widerstand mißfällt ist, daß darüber
bei ausgeschaltetem Licht ein Strömchen fließen kann.

Aber nur wenn die Sicherung noch drin ist.

Mein
Nachbar (bzw. seine Frau) ist ein reinlicher Mensch. Zudem
würde er zwar nicht auf den Gedanken kommen, beim
Glühlampenwechsel den Stromkreis über den Sicherungsautomaten
stromlos zu schalten, wohl aber auch mal eine Lampenfassung
von innen zu reinigen.

Ist er lebensmüde? Frau lehnt sich beim Putzen des Bodens mit dem Hintern an den Schalter, wo Mann grade die Fassung innen poliert! Sachen gibt es! Rede deinem Nachbarn lieber ins Gewissen.

Dabei nun könnte er ein typisches
Kribbeln zu spüren bekommen und stünde flugs darauf wieder bei
mir auf der Matte :-/

Nee, der legt sich auf die Matte, und zwar unter Umständen für immer *grins*.

Wobei mein Nachbar äußerst
„elektrofühlig“ ist - er spürt sogar, wenn ich in meinem Haus
mit dem Handy telefoniere und hat angeblich durch bloßes
Handauflegen schon eine 80cm tief unter seinem Rasen liegende
Stromleitung geortet. Ich könnte da Geschichten erzählen…

Mach das im Esoterik-Brett, da sind solche Sachen an der Tagesordnung :wink:

Wußtet Ihr, daß Rasenmähen mit einem Elektromäher dem
Graswachstum abträglich ist? Daß ein Benzinmäher hier besser
ist, wenn auch einem Handmäher immer noch unterlegen? Daß der
Handmäher wegen der geringeren statischen Aufladung auch einer
Sense überlegen ist? Aber ich schweifele ab…

Auch was fürs Esoterik-Brett :wink:))

Gruß
André

Leicht Off Topic

Moin!

(Du wolltest uns doch nur testen, oder? :wink:

Ich? Nie! :wink:

Ich fürchte doch :wink:

Der Parallelwiderstand erschien mir auch als praktikabelste
Lösung, aber die SMS-Variante ist ungleich eleganter. :wink:
Danke aber für die Größenordnung des Widerstandes, ich hätte
sie sonst empirisch ermittelt…

Zumindest den oberen Bereich kennst Du jetzt. Und was den unteren Widerstandsbereich angeht, so kann ich nur aus dem Nähkästchen plaudern, dass ich bei einer gewissen Kundenanlage bei zwei Spannungseingängen 230 V zwei 10W-Glühlampen als Pull-Down-Widerstände einbauen musste, ansonsten hat die Einstreung die Eingänge gesetzt =:open_mouth:

Und das nur bei 50 m NYM-Leitung zwischen Spannungsquelle und Eingang.

MfG

C.

Moin!

(Du wolltest uns doch nur testen, oder? :wink:

Ich? Nie! :wink:

Ich fürchte doch :wink:

Hm. Schon wieder erwischt. Eigentlich wollte ich nur die Story über meinen Nachbarn loswerden und nebenbei einen groben Widerstandswert erfragen…

Zumindest den oberen Bereich kennst Du jetzt. Und was den
unteren Widerstandsbereich angeht, so kann ich nur aus dem
Nähkästchen plaudern, dass ich bei einer gewissen Kundenanlage
bei zwei Spannungseingängen 230 V zwei 10W-Glühlampen als
Pull-Down-Widerstände einbauen musste, ansonsten hat die
Einstreung die Eingänge gesetzt =:open_mouth:

Und das nur bei 50 m NYM-Leitung zwischen Spannungsquelle und
Eingang.

Gut, daß es hier nur um einen Schönheitsfehler geht. Ich hab’ mir noch gar nicht die Mühe gemacht, die Leitungskapazität zu berechnen - nö, ich tu’s auch nicht. Irgendwo hab’ ich noch eine technische Formelsammlung, in der stand, wieviel pF/m anzusetzen sind. War’s das Tabellenbuch der Nachrichtentechnik oder der Gieck? Aber ich schweife schon wieder ab.

Ich bin jedenfalls überrascht von Deinen Angaben.

Munter bleiben… TRICHTEX

Rasenmäher (o.T.)
Hallo,

Wobei mein Nachbar äußerst
„elektrofühlig“ ist - er spürt sogar, wenn ich in meinem Haus
mit dem Handy telefoniere

das ist ja wohl leicht zu prüfen. Wenn Du das willst.

und hat angeblich durch bloßes
Handauflegen schon eine 80cm tief unter seinem Rasen liegende
Stromleitung geortet.

Wie kommt die denn da hin? Wenn ich selber eine Leitung lege oder wenigstens dabei zugeschaut habe, finde ich sie auch durch Handauflegen wieder…

Wußtet Ihr, daß Rasenmähen mit einem Elektromäher dem
Graswachstum abträglich ist?

Klar. Strom wirkt auf die Grasnerven ein. Aber andererseits spart das doch auch Arbeit - wenn’s nicht wächst, muß man auch nicht mähen.

Daß ein Benzinmäher hier besser ist,

Nee, nee - weise ihn doch mal dezent darauf hin, daß die Spannung an den Zündkerzen mehrere tausend Volt beträgt. Das ist wesentlich schlimmer für den Rasen als ein Elektromäher, wo doch nur 230V wirken. Und die auch noch durch das lange Kabel runtergesetzt werden.
Zudem finden im Motor Blitze und Explosionen statt, und das ist nun wirklich nicht das wahre für den Rasen. Der bekommt dann nämlich einen Schock, ähnlich wie durch ein Gewitter. Und das weiß doch nun wirklich jeder, daß Rasen während eines Gewitters nicht weiterwächst.

wenn auch einem Handmäher immer noch unterlegen? Daß der
Handmäher wegen der geringeren statischen Aufladung auch einer
Sense überlegen ist?

Also die Sense ist natürlich per se das Optimum zum Rasenmähen. Da kann man jeden Bergbauern fragen. Allerdings muß man auch den Stiel der Sense anfeuchten und barfuß laufen. Dann ist die Sense nämlich geerdet. Zum Anfeuchten einfach vor dem eigentlichen Mähen das Werkzeug warmarbeiten.

Aber ich schweifele ab…

Tja, Abschweifen ist natürlich immer ein Problem bei einer Sense…

Gruß
Axel :wink:

Hi,

Danke aber für die Größenordnung des Widerstandes, ich hätte
sie sonst empirisch ermittelt…

  1. habe ich mich wohl um 'ne Zehnerpotenz verhauen, denn mit 50 - 100pF muss man wohl pro Meter schon rechnen, und

  2. scheint mir eine Parallelkondensator noch sinnvoller zu sein, z. B. 10nF. A. baut er höherfrequente Spannungsanteile besser ab und B. arbeitet so ein System verlustfrei. Aber ein X-Kondensator für Netzspannung ist, glaube ich, Bürgerpflicht!

Mal ernsthaft: Was mir am Widerstand mißfällt ist, daß darüber
bei ausgeschaltetem Licht ein Strömchen fließen kann.

Äh… ja, der kapazitive Reststrom, der sonst das Lämpchen zum Leuchten bringt! Der fließt jetzt auch schon! Und es fließt ein noch größerer Strom direkt von L nach N, allerdings rein kapazitiv und somit ohne Verlust zu erzeugen.

Bitte den Rest nicht lesen, er ist off Topic!

Mein
Nachbar (bzw. seine Frau) ist ein reinlicher Mensch. Zudem

… etc.

Ich glaube, viele Leute haben keine Vorstellung davon, wie genau ein technisch versierter Mensch wissen kann, was „da in den Drähten passiert“ und sie meinen wohl, dass die Techniker, genau wie sie, nicht wissen, sondern auch nur glauben, was sie erzählen. Wie religiöse Eiferer (oder Absolventen mancher Meinungswissenschaften in unseren Unis).

Peng.

Uwe

Moin!
Gut, daß es hier nur um einen Schönheitsfehler geht. Ich hab’
mir noch gar nicht die Mühe gemacht, die Leitungskapazität zu
berechnen - nö, ich tu’s auch nicht. Irgendwo hab’ ich noch
eine technische Formelsammlung, in der stand, wieviel pF/m
anzusetzen sind. War’s das Tabellenbuch der Nachrichtentechnik
oder der Gieck? Aber ich schweife schon wieder ab.

Ich bin jedenfalls überrascht von Deinen Angaben.

Von der engestreuten Leistung, oder von der Kürze der dazu genötigten Leitungslänge?

Das war ein Extrembeispiel. Dass ich einen hochohmigen Spannungseingang erst nach Auftrennung und Abschluss der Leitung z.B. mit einem Schütz benutzen konnte, kam schon öfters vor.

Wobei die Leitungslänge ist eigentlich sekundär. Bei recht vielen Verbrauchern kommen Parallelkondensatoren vor, teilweise mit recht hohen, aber unbestimmten Kapazitätswerten. Sie schieben zwar nur Blindstrom, aber die Spannung reich schon aus, um etwas hochohmiges zu setzen. Daher kommt man bei solchen Problemen nur mit der Leitungskapazität nicht viel weiter und muss (zwar nicht ganz ingenieurmässig, aber wirkungsvoll :smile: empirisch vorgehen.

MfG

C.

Ein Optowiederstand mit einen Spannungsteiler zusätzlich an das Birnchen anbringen, so das es imemr auf der gleichen Hellichkeit gehalten wird *fg*

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Fragen
Hallo!

Ein Optowiederstand mit einen Spannungsteiler zusätzlich an
das Birnchen anbringen, so das es imemr auf der gleichen
Hellichkeit gehalten wird *fg*

Was soll ein Optowiderstand sein?
Seit wann schreibt man Widerstand mit „ie“?
Wie soll das an das Birnchen angebracht werden?

Schwachsinn vielleicht?

Eine Fotodiode. Eigentlich ein NPN Transistor, je mehr Licht sie EMpfängt desto durchlässiger wird sie. Oder je nach Bedarf, hochohmiger. Da wir sie früher wie einen Widerstand mit 2 Pfeilen gezeichnet haben und auch in der Optoelektronik der Begriff gängig ist habe ich Optowiderstand geschrieben.

Ist dennoich der totale Schmarrn, der Aufwand weil beim Nachmarn das Schalterbirndl flackert.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Eine Fotodiode. Eigentlich ein NPN Transistor, je mehr Licht
sie EMpfängt desto durchlässiger wird sie. Oder je nach
Bedarf, hochohmiger. Da wir sie früher wie einen Widerstand
mit 2 Pfeilen gezeichnet haben und auch in der Optoelektronik
der Begriff gängig ist habe ich Optowiderstand geschrieben.

Ich glaube du aolltest von Halbleitern besser di Finger lassen!

Photodiode, Phototransistor und Photowiederstand (LDR) sind drei komplett unterschiedliche Bauteile !

Das Schaltsymbol welches du beschreibst entspricht einem Photowiderstand. Und das sowohl früher wie auch heute noch.

MfG Peter(TOO)

Moin!

  1. habe ich mich wohl um 'ne Zehnerpotenz verhauen, denn mit
    50 - 100pF muss man wohl pro Meter schon rechnen, und

Ist mir auch aufgefallen - ich mußte bis auf 820kOhm 'runter (empirisch ermittelt). Wer also im ausgeschalteten Zustand in die Lampenfassung greift, kann mit max. 0.28mA rechnen. Deutlich spürbar, aber zumindest ungefährlich.

  1. scheint mir eine Parallelkondensator noch sinnvoller zu
    sein, z. B. 10nF. A. baut er höherfrequente Spannungsanteile
    besser ab und B. arbeitet so ein System verlustfrei. Aber ein
    X-Kondensator für Netzspannung ist, glaube ich, Bürgerpflicht!

Eh klar. Den hatte ich in meinen „Bordmitteln“ natürlich nicht 'rumzuliegen, weshalb ich dem Widerstand den Vorzug gab.

Äh… ja, der kapazitive Reststrom, der sonst das Lämpchen zum
Leuchten bringt! Der fließt jetzt auch schon! Und es fließt
ein noch größerer Strom direkt von L nach N, allerdings rein
kapazitiv und somit ohne Verlust zu erzeugen.

Ist das Licht eingeschaltet (in diesem Fall soll die Glimmlampe nicht glimmen), dann fließt der kapazitive Reststrom über den Widerstand. Ist das Licht ausgeschaltet, dann fließt ein größerer Strom über Glimmlampe mit Parallelwiderstand und Glühlampe(n). So meintest Du das - also abhängig vom Schaltzustand.

Ich war jedenfalls von den Kapazitäten doch überrascht…

Munter bleiben… TRICHTEX