wir haben uns hier im Betrieb überlegt, wie man denn das Wort „verunglimpfen“ beschreiben kann. Der Duden sagt „schmähen“ - und das passt ja gut.
Dann kam aber die Frage auf: Was hat den verunglimpfen mit glimpflich (eine Sache ist nochmal glimpflich ausgegangen) zu tun ? Und wenn es das Wort verunglimpfen gibt, gibt es dann auch das Wort glimpfen (als Verb) ??
Woher stammt dieses Wort überhaupt ?
Beide von dir genannten Wörter haben als Wortstamm das veraltete und wohl nicht mehr gebräuchliche Wort „der Glimpf“ (Bedeutung: Nachsicht, Schonung).
Im Althochdeutschen gab es noch „gilimpflih“ (angemessen) und das Verb „gilimpfan“ (angemessen sein).
„glimpflich“ bedeutet somit „mit Nachsicht“, etwas ist glimpflich abgelaufen = etwas ist ohne Schaden abgelaufen.
„verunglimpflichen“ heisst demnach: jemanden unangemessen und zu seinem Schaden behandeln.