Globalisierungsbosse gleich Raubritter

Hallo,
die Handlungsweise der Globalisierungsbosse unterscheidet sich unwesentlich zu den Raubrittern.Letztere wurden zuletzt durch Kriege oder durch die Pest dezimiert.
Wie wird die Menschheit mit den heutigen Räubern fertig?
Kriege? - davon profitieren sie nur.
Völkerwanderung wegen klimatischer Einflüsse? - wird nur einen Teil wegputzen.
Wieder eine Pest? - wohl das tauglichste Mittel.
Danke im voraus für Anregungen.
heinz J.

Morgen,

Raubritter und das Rittertum haben einige Jahrhunderte existiert. Erst die Erfindung und militärische Nutzung von Pfeil und Bogen hat den Ritter in seiner damaligen Form militärisch nicht mehr entscheidend gemacht.
Raubritter und Piraten gibt es heutzutage immer noch. Nur das der „moderne Raubritter“ eine andere Stratgie nutzt.
Die Globalisierung wird man nicht aufhalten können. Das liegt mehr an unserer heutigen Mobilisierung, die es uns ermöglicht, fast jeden Punkt der Erde relativ problemlos erreichen zu können. Raubritter sind auch so weit geritten, wie die Pferde sie tragen konnten.
In der Geschichte ist in fast regelmäßigem Zyklus jede Großmacht zusammengebrochen. Daher habe ich keine bedenken, dass sich die Form der Globalisierung und die Machtverhältnisse ändern werden.
Wann das geschiet ist ne ganz andere Frage.

Gruß Grüne

guten morgen „grüne“,

Raubritter und das Rittertum haben einige Jahrhunderte
existiert. Erst die Erfindung und militärische Nutzung von
Pfeil und Bogen hat den Ritter in seiner damaligen Form
militärisch nicht mehr entscheidend gemacht.

pfeil & bogen ist doch schmarrn – dies gibt es bestimmt seit mehreren tausend jahren
die entwicklung der schusswaffe machte den ritter nicht mehr entscheidend

gruß

rasta

Morgen

pfeil & bogen ist doch schmarrn – dies gibt es bestimmt seit
mehreren tausend jahren
die entwicklung der schusswaffe machte den ritter nicht mehr
entscheidend

Du hast Recht, ich war heut morgen wohl noch nicht ganz fit.

Gruß Grüne

Re: Wie man mit Raubrittern fertig wird :wink:
Hallo Heinz!

Wie wird die Menschheit mit den heutigen Räubern fertig?

Eine bewährte Methode, wie das Volk am besten mit (Raub-)Rittern fertig wird, zeigen folgende Bilder aus dem Deutschen Bauernkrieg:

  1. http://www.gs-harburg.de/unterricht/geschichte/frauk…
  2. http://www.kirchbergmurr.de/bauaufco.jpg

Freiwillig werden wohl auch moderne Raubritter kaum auf ihr Raubgut verzichten.

Gruß,
Hartmann.

pfeil & bogen ist doch schmarrn – dies gibt es bestimmt seit
mehreren tausend jahren
die entwicklung der schusswaffe machte den ritter nicht mehr
entscheidend

Hallo Rasta,

trotzdem stimmt das mit Pfeil und Bogen; denn dies war im Mittelalter die Waffe der kleinen Leute. Und die durften im Krieg nicht mitkämpfen. Erst als ein Ritterheer von so einem „Bauernhaufen“ zusammengeschossen wurde (im Hundertjährigen Krieg) änderte sich das Kriegswesen entscheidend.

Und auf diesen Bedeutungsverlust des Ritters reagierten einige durch das Degenerieren zum Raubritter. (Vgl. auch Götz von Berlichingen einige Zeit später).

Andreas

Tach

pfeil & bogen ist doch schmarrn – dies gibt es bestimmt seit
mehreren tausend jahren
die entwicklung der schusswaffe machte den ritter nicht mehr
entscheidend

Erzähl das mal den französischen Rittern die Bekanntschaft mit englischen Langbogen gemacht haben…

‚1415 nC - 25. Oktober - Schlacht von Agincourt - Heinrich V. von England wurde mit seiner Armee vom französischen Heer in der Nähe von Calais angegriffen. Um die 30.000 französische Soldaten standen 6.000 englischen Soldaten, hauptsächlich Bogenschützen, gegenüber. Die gegnerischen Armeen standen sich mehrere Stunden gegenüber um zu sehen wer den ersten Zug machen würde. Heinrich befahl den Angriff und wies seine Bogenschützen an, in kurzer Entfernung vor ihnen angespitzte Pfähle in den Boden zu rammen. Dieses Vorgehen, verleitete die Franzosen zu einem Kavallerie Angriff. Dieser Angriff wurde abgewiesen und die zurückweichenden Franzosen gerieten in die zweite Welle der vorrückenden, eigenen Armee. Dies brachte Verwirrung in die französischen Truppen. Die englischen Bogenschützen schossen so lange Pfeil auf Pfeil in die französischen Truppen, bis sie keine Pfeile mehr hatten. Danach griffen die Bogenschützen mit Schwert, Dolch und den schweren Hämmern mit denen sie die Pfähle eingerammt hatten, an. Die meisten Schlachtberichte reden von ca. 12.000 toten Franzosen und nur ca. 100 toten Engländern. Andere Beriche sprechen sogar von nur ca. 30 toten Engländern.‘

Gruß

Christoph

PS: Pfeilspitzen wurden schon um ca 30.000 v. Chr. hergestellt

Hi,

die entwicklung der schusswaffe machte den ritter nicht mehr
entscheidend

Erzähl das mal den französischen Rittern die Bekanntschaft mit
englischen Langbogen gemacht haben…

Die furchtbare Macht guter und starker Bögen spürte
die europäische Ritterschaft schon um 1241, als
unter Batu-Khan 20,000 Mongolen (leichte, schnelle
Kavallerie mit Hornbögen) die ein deutsches/polnisches
gepanzertes Ritterheer niedermachten. Von den 30,000
Gegnern töteten die Mongolen etwa 25,000.

'1415 nC - 25. Oktober - Schlacht von Agincourt - Heinrich V.
von England wurde mit seiner Armee vom französischen Heer in
der Nähe von Calais angegriffen. Um die 30.000 französische

100,000 bis 150,000(!) Franzosen afaik.

Soldaten standen 6.000 englischen Soldaten, hauptsächlich
Bogenschützen, gegenüber.

Afaik 9,000 Engländer, davon 2,000 Fussvolk und Ritter, Rest
Bogenschützen.

Dies brachte Verwirrung in die französischen Truppen.
[frz. Angriff]

Interessante Schilderung davon:
(http://www.classicreader.com/read.php/sid.14/bookid…)

So accurate was the aim of the archers, that **most of the arrows   
struck the knights on their helmets and vizors**. Many fell shot 
through the brain, and so terrible was the rain of arrows that all 
had to bend down their heads so as to save their faces. Many of 
the archers, too, shot at the horses; some of these were killed 
and many wounded, and the latter swerving and turning aside added 
to the confusion. 

und

Their riders could give them no guidance, for without 
deigning to move from their order the archers continued to 
keep up their storm of arrows, which **at such close quarters   
pierced all but the very finest armour** , while it was certain 
death to the knights to raise their heads to get a glance at 
the situation.

Die meisten Schlachtberichte reden von ca. 12.000 toten
Franzosen und nur ca. 100 toten Engländern. Andere Beriche
sprechen sogar von nur ca. 30 toten Engländern.’

Hört sich unwahrscheinlich an, liest sich auch nicht überall so:

The accounts of the English loss differ considerably, 
the highest placing it at sixteen hundred, the lowest at 
one-fourth of that number. The plunder taken by them in the 
shape of costly armour, arms, rich garments, and the trappings 
of horses, was great; but of food there was but little, many of 
the victors lay down supperless around the village of Maisoncelles.

Euer CMБ

Erzähl das mal den französischen Rittern die Bekanntschaft mit
englischen Langbogen gemacht haben…

wie soll ich das denen erzählen?

deine story ist ja nicht so ganz sattelfest, was aber nichts zur sache tut.
sicherlich wurden armeen mit rittern besiegt-- und bestimmt waren bogen nicht unschuldig daran.
doch spätestens seit der entdeckung des schwarzpulvers und der schusswaffe wurde der ritter militärisch immer unbedeutsamer

gruß

rasta

Hallo RASTA,

sicherlich wurden armeen mit rittern besiegt-- und bestimmt
waren bogen nicht unschuldig daran.
doch spätestens seit der entdeckung des schwarzpulvers und der
schusswaffe wurde der ritter militärisch immer unbedeutsamer

Der Knackpunkt ist ein ganz anderer.

Einen „Langbogen“ benutzt man nicht mal „schnell so“, wenn
man einen auf dem Schlachtfeld findet. Zum Beherrschen
der enormen Kräfte und zum Erzielen einer militärisch
bedeutsamen Zielgenauigkeit bedarf es eines absolut regel-
mässigen Trainings von Kindheit an. Wer die „Langbogenkultur“
nicht besitzt, hat folglich keine Langbogenschützen.

Eine ähnliche Problematik: Das Abfeuern des starken mongolischen
Hornbogens aus vollem Ritt und in kurzer Distanz auf den Gegner
erfordert ebenfalls eine vergleichbare „Kriegerkultur“ von
Anbeginn.

Die Entwicklung der Feuerwaffen beendete genau diesse Spezialitäten,
sie entwertete die kunstvolle und alte Kultur des Kriegshandwerks.
Mit einem Gewehr „ist jeder Mann ungefähr gleich gut“, das
stammt von irgendeinem Feldherren.

Nun haben wir nicht mehr die Situation „Ritterkultur gegen
Super-Bogenschützenkultur“ sondern „Ritterkultur gegen
beliebigen Bauern oder Söldner in beliebiger Zahl“.

Auch eine Armee von 5000 Bogenschützen hat gegen eine
schnell angreifende Armada von 500 Panzerreitern in
unübersichtlichem und weiten Gelände
keine Chance.
Anders sieht es bei Feuerwaffen aus.

Aber um nochmal auf die Langbogen zu kommen. Ich nehme an,
dass die Durchschlagswirkung eines Langbogenpfeils mit
Stahlspitze weit höher sein muss als diejenige
einer Muskete(?) oder Handfeuerwaffe des 14. oder 15. Jh.
Trotzdem war die Überlegenheit der Feuerwaffen nicht
zu bezweifeln.

Euer CMБ

Tach

Nicht ganz sattelfest? Naja. Gibt noch ganz andere Geschichten.
Tatsache ist aber das die Taktik eines Ritterheeres ganz einfach ist: in vollem Galopp rein in den Feind und draufhauen.
Das hat zur Zeit der Kreuzzüge auch gut funtioniert und es gibt etliche Berichte von Rittern die nach der Schlacht aussahen wie Stachekschweine da die feindlichen Pfeile die Panzerung nicht durchdringen konnten und einfach stecken blieben.

Aber sobald es Waffen gibt, die eine 40kg Rüstung durchschlagen können war es aus mit den Rittern bzw es war nicht mehr interessant sich in so ein Ungetüm reinzuzwengen. Und das waren nicht nur Langbögen sondern auch schwere Armbrüste (mit langer Ladezeit).

Und die ersten Feuerwaffen waren weder so zielgenau und zuverlässig noch so durchschlagsstark wie die englischen Langbögen. Und die Erfindung von Schwarzpulver liegt auch sehr lange vor der Entdeckung seiner militärischen Möglichkeiten…

Gruß

Christoph

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