Hallo,
gegen Knorpelerweichung an der Kniescheibe hat mir mein Orthopäde obige vorgeschlagen. Hat jemand Erfahrungen, ob diese Spritzen helfen oder überhaupt irgendetwas Gutes bewirken?
Herzliche Grüße
Erich
Hi Erich, dazu folgendes:
Die Wirkstoffe Chondroitinsulfat/Glucosaminsulfat sind zur Behandlung von Knorpeldefekten nicht ausreichend bewährt. Die Behandlung ist ein Versuch, dem Körper Bausteine zum Aufbau von Knorpelmasse zur Verfügung zu stellen und damit event. Selbstheilungskräfte wieder aufzubauen (analog der Nahrungsaufnahme).
In den „THERAPIEEMPFEHLUNGEN DER ARZNEIMITTELKOMMSSION DER DEUTSCHEN ÄRTZESCHAFT 3. AUFLAGE 2008“ wird das Mittel wie folgt bewertet:
„Es liegen keine sicheren Studienergebnisse vor, die eine günstige oder schädigende
Wirkung belegen. Dies kann begründet sein durch das Fehlen adäquater Studien, aber
auch durch das Vorliegen mehrerer, aber widersprüchlicher Studienergebnisse.“
Meine Übersetzung dafür: Eigentlich rausgeschmissnes Geld, aber es wirkt gut als Plazebo und das ist auch nicht zu unterschätzen.
Grüße, Bernhard.
Hallo Erich,
nach der Diagnose eines massiven (Grad IV) retropatellaren Knorpelschadens und medialer Arthrose entstanden durch einen Sportunfall vor ein paar Jahren sprach mein Orthopäde mit mir über eine Behandlung mit Hyaluronsäure. Diese ist ähnlich wenig erfolgsversprechend, worauf mich mein Arzt auch von Vornhinein hinwies. Da diese Behandlung von der KAsse in der Regel nicht bezahlt wird, habe ich mir länger Gedanken darüber gemacht. Bei mir war es so, dass ich die Hoffnung hatte mit dieser Behandlung eine OP zu vermeiden, weswegen ich ich dann auch dafür entscheiden hab. Letzten Endes hat die Therapie bei mir nicht angeschlagen, ich wollte mich aber nicht im Nachhinein fragen müssen, ob ich mir dadurch nicht eine langwierige Operation ersparen hätte können.
Hat es was gebracht? Nein!
Würde ich es wieder so machen? Ja!
Viele Grüße
Anja