glaube mal irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass sich an kaputten Glühbirnen feststellen lässt, ob sie zum Zeitpunkt des Zerbrechens des Glaskörpers gebrannt haben oder nicht. Zum Beispiel Kriminaltechniker an einem Unfallfahrzeug nachträglich am Zustand des Glühfadens herausfinden können, ob der Scheinwerfer/Blinker zum Unfallzeitpunkt eingeschaltet, Bremslicht funktionstüchtig war usw. oder nicht. Ist das eine urbane Legende oder ist da etwas dran - wenn ja, was?
das Märchen kenne ich: Wenn der Blinker an war, dann lassen sich nach dem Aufprall Schmelztröpfchen des Glühfadens finden. Ich fürchte nur, mit einem solchen butterweichen Glühfaden hätte niemand auch nur hundert Meter fahren können, ohne dass der Faden sich zerlegt hätte. Schon gar nicht vor 50 Jahren, als die Technik noch nicht so weit war: Damals waren die Straßen längst nicht so eben wie heute; das Goggomobil hieß nicht umsonst Schlaglochsuchgerät.
Hallo Michl,
grundsätzlich ist da schon etwas dran.
Wenn eine nicht brennende Glühlampe mechanisch zerstört wird, ergibt sich ein mehr oder weniger glatter
Bruch des Fadens. Ist die Lampe in Betrieb, so entsteht beim Bruch des Glühfadens für einen Moment ein Lichtbogen und die Bruchkanten
brennen etwas ab.
Wird nur der Glaskolben im Betrieb zerstört, dringt Sauerstoff
zum sonst im Vakuum befindlichen Glühfaden und der Faden verbrennt. Die Rückstände sind in der direkten Umgebung zu erkennen.
Ob man daraus z.B. ableiten kann, ob ein Blinker aus war?
Könnte ja in der Blinkpause gebrochen sein.
Gruß Werner
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es macht schon einen sichtbaren Unterschied, ob die Drahtwendel durch einen Aufprall zerrissen wird oder vorher schon durchgebrannt war - die Funktionstüchtigkeit ist also nachweisbar.
Das brauchst Du nicht als Märchen abzutun, das funktioniert wirklich.
Ich habe mit dem Mikroskop schon entsprechende Untersuchungen durchgeführt.
Es wird im Allgemeinen auf permanent brennende Leuchten angewendet, wie z.B. Schlussleuchten, Bremsleuchten, Scheinwerfer.
Dabei gibt es folgende Zustände:
Glas intakt, Faden gebrochen, Enden rund: Ausfall kann vor oder bei Stoß erfolgt sein. (Ohne Stoß wäre es früher oder später auch passiert, wegen Alter).
Glas gebrochen, Faden ohne Schmelzspuren gebrochen : Licht war aus.
Glas gebrochen, Faden mit Schmelzspuren oder rudimentär auffindbar: Licht war an.
Glas intakt, Faden intakt : Licht war aus oder Stoß hat nicht ausgereicht.
Es ist, wie vieles in der Welt nicht alles eindeutig bestimmbar.
glaube mal irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass sich an
kaputten Glühbirnen feststellen lässt, ob sie zum Zeitpunkt
des Zerbrechens des Glaskörpers gebrannt haben oder nicht. Zum
Beispiel Kriminaltechniker an einem Unfallfahrzeug
nachträglich am Zustand des Glühfadens herausfinden können, ob
der Scheinwerfer/Blinker zum Unfallzeitpunkt eingeschaltet,
Bremslicht funktionstüchtig war usw. oder nicht. Ist das eine
urbane Legende oder ist da etwas dran - wenn ja, was?
Natürlich ist das was dran.
Wenn die Lampe an ist, während der Glaskolben zerbricht, dann kommt an den glühendheissen Wendel Sauerstoff. Und dadurch verbrennt dieser regelrecht.
Sieht unterm Mikroskop völlig anders aus als ein Wendel, der nicht an war, während der Kolben zerbricht oder einer, der einfach so (durchs Alter) durchschmort.
dass man an den Bruchstellen des Glühfadens erkennen kann,
ob er in kaltem oder glühenden (stromdurchflossenen) Zustand gebrochen ist,
klingt sehr logisch. Danke für die Aufklärung.