vorsichtshalber wie in einem Spiegel
Hallo Medusa,
vorsichtshalber schreibe ich mal, nach dem Vorbild von Perseus, mit Hilfe eines Spiegels - man kann ja nicht vorab wissen, was hinter deinem Namen steckt *zwinker*
Ich habe gelesen das Gluon den Quarks (die Bestandteile von
Protonen und Neutronen) sozusagen als „Klebstoff“ mit deren
Wechselwirkung im Nucleus möglich ist dienen.
Das Gluon hat als Feldquant der „starken Wechselwirkung“ (so heißt die zwischen Quarks) natürlich daher seinen Namen. Aber dennoch ist dieser Name nur eine Metapher: Wie in allen nicht-klassischen Feldtheorien wird die (anziehende und abstoßende) „Kraft“ zwischen Teilchen als Austausch von Feldquanten aufgefaßt und beschrieben. Das starke Wechselwirkungs-Feld hat aber die besondere Eigenschaft, daß die Bindungsstärke mit dem Teilchen-Abstand nicht abnimmt, sondern zunimmt. Deshalb bekamen die Quanten dieser Felder den Nicknamen „Leim“-Teilchen (= glue-on).
Ich stelle mir vor, das Gluon die Zwischenräume zwischen den Quarks-Pärchen ausfüllt.
Kann man auch so nicht sagen. Da
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die Gluonen (ebenfalls im Unterschied zu anderen Austauschteilchen) die Eigenschaft haben, auch miteinander zu wechselwirken, wobei wiederum (virtuelle) Quarks entstehen - und
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diese „Wechselwirkungen per Teilchenaustausch“ zudem auch mit immer genauerer Beschreibung (man sagt: „in höherer Ordnung“) immer komplexer werden,
könnte man eher sagen: Der „Zwischenraum“ zwischen den Quarks (und damit das Volumen eines Protons) besteht aus einem sehr komplexen " Gewebe" oder einer „Wolke“ von Gluonen und virtuellen Quarks, die sich permanent gegenseitig erzeugen und wieder annihilieren.
Nun meine Frage: Was füllt den Zwischenraum (insofern einer
vorhanden ist zwecks Teilchen-Welle-Dualismus) im Atom
zwischen den einzelnen Elektronen aus?
In der Atomhülle (von Atomen höherer Ordnungszahl) kann man von einzelnen sich dort herumbewegenden Elektronen nicht wirklich sprechen. Die Elektronen sind (jedes) vielmehr in einem (durch eine ihnen zukommende Funktion) bestimmten Volumen „verschmiert“. Das sieht dann so aus:
http://www.quantum.physik.uni-mainz.de/aspect/sb_hom…
Wechselwirkungen gibt es dabei allerdings nur zwischen dem Atomkern und den Elektronen. Zwischen den Elektronen gibt es keine(!) Wechselwirkung.
Warum das so ist, hat mit dem sog. „Pauli-Prinzip“ zu tun, das eine Wechselwirkung (und damit einen Photonenaustausch) zwischen ihnen „verbietet“. Dieses Prinzip „wirkt“ in der Atomhülle stärker als die elektromagnetische Wechselwirkung, die normalerweise zwischen ihnen existiert.
Die Atomhülle kannst du dir also am besten als eine Überlagerung (und Durchdringung) aller dieser Verteilungen vorstellen, wie du sie in dem o.g. Link dargestellt siehst.
Ich hoffe ich könnte mich eindeutig Ausdrücken
Das, wonach du fragst, war durchaus eindeutig genug ausgedrückt 
Ich hoffe, die Antwort ist auch einigermaßen verständlich. In diesen räumlichen Größenordnungen ist mit der „Anschauung“ leider nicht mehr viel zu machen.
Gruß
Metapher