Liebe/-r Experte/-in,
meine Töchter haben beide eine über Stuhlproben diagnostizierte Glutenunverträglichkeit. Durch eine Ernährung, die 95% der üblichen Glutenquellen ausschließt, geht es beiden ziemlich gut. Ich schrecke allerdings vor der ultimativen Diagnostik über Dünndarm-Biopsie zurück, da es mir zu „brutal“ erscheint. Gleichzeitig frage ich mich aber, wie genau eine angenommene Glutenunverträglichkeit wirkt - oder ist es in jedem Fall eine Zölikie mit Dünndarmabbau und allen Konsequenzen in der Zukunft? Gibt es nur schwarz oder weiß, oder auch eben eine Unverträglichkeit, die ganz anders physiologisch abläuft? Kann ich mich bei Symptomfreiheit in Sicherheit wiegen… ? Ich habe mal gelesen, dass bei „echter“ Zöliakie sogar Risiken bei Kochlöffeln oder SChneidbrettern berücksichtigt werden müssen…
Ich hoffe, ich konnte meine Frage plausibel machen, danke für eine Antwort
Barbara
Hallo, liebe Barbara
so genau kenne ich mich in dieseme Metier nun doch nicht aus, um Ihnen entsprechend zu antworten. Bei mir wuden damals Unverträglichkeiten gegen Weizen, Hafer, Roggen und Dinkel festgestellt,- Kamut, Grünkern und Gluten (!) dagegen waren negativ. Ich habe mich eine Zeit lang trotzdem konsequent glutenfreu ernährt (die Produkte der Firma Schär, u.a.im Reformhaus oder -billiger bei DM sind wirklich sehr empfehlenswert und Sie können sich über’s Internet bei der Firma Schär registrieren lassen, die schicken Ihnen Proben und Info zu) und das hat mir sehr gut getan. Bei mir wurde damals ein Bluttest gemacht, ich mußte über 60 Nahrungsmittel meiden - für eine gewisse Zeit- und habe dabei /danach fast eine Eßstörung entwickelt, vor lauter Angst, etwas „Falsches“ zu essen. Das ist eben das Fatale an all den Diagnosen.
Tut mir leid, wenn ich Ihnen nicht besser antworten konnte.
Liebe Grüße und alles Gute
Rennie
Hallo Barbara,
eine Zöliakie kann nur über ein bestimmtes Blutbild und eine Biopsie bestätigt werden. Eine Stuhlprobe erscheint mir unseriös. Die Magenspiegelung mit Biopsie ist nicht so brutal wie du es dir vorstellst. Die Untersuchung ist heutzutage Routine. Um dir und deiner Tochter Gewissheit zu verschaffen, solltest du einmal die Biopsie durchführen lassen. Bevor du keine eindeutige Bestätigung hast, solltest du die Ernährung nicht umstellen. Gerne kannst du deine Erfahrung auch auf glutenfreiheit.org teilen.
Viele Grüße und alles Gute, Kati