GmbH & Co. KG

Hallo Zusammen!

Was ist der Vorteil einer GmbH & Co. KG?

Früher habe ich mal gelernt:

  • Haftungsbegrenzung wie bei einer Kapitalgesellschaft (Vereinfacht ausgedrückt: Sowohl die Komplemtäre, als auch die GmbH-Gesellschafter haften nur mit ihrem Kapitalanteil)

  • Pro Forma bleibt die KG - als eigentlich handelnde Gesellschaft -
    aber eine Personengesllschaft, mit den Vorteilen einer vereinfachten Rechnungslegung und keinen Publizitätspflichten.

  • Zusätzliche Geld über weitere Komplemtäranteile zu erhalten ist einfacher als die Kapitalerhöhung bei einer GmbH/AG

  • Komplemtäre haben weniger Mitbestimmungsrechte als Aktionäre oder
    GmbH-Gesellschafter

Ist das noch aktuell?

Was ich nie ganz verstanden habe: Wie sieht eigentlich die GuV der GmbH aus. Mal angenommen Sie macht nichts anderes als den Komplemtär zu spielen. Steht da nur:
Einnahmen: Gewinnanteil der KG
Ausgaben: Gehalt des Geschäftführers
= Fertig?

Vielleicht noch ein bißchen Bürobedarf - oder trägt den besser die KG?

Danke für jede Nachhilfe
Conrad

Hallo,

Was ist der Vorteil einer GmbH & Co. KG?

  • Pro Forma bleibt die KG - als eigentlich handelnde
    Gesellschaft -
    aber eine Personengesllschaft, mit den Vorteilen einer
    vereinfachten Rechnungslegung und keinen Publizitätspflichten.

und vor allem keine Einkommens- und Körperschaftsteuerpflicht, da nur die Gesellschafter gemäß ihren individuellen Voraussetzungen mit der Einkommensteuer besteuert werden.

Das ist oft der wesentliche Vorteil der Konstruktion.

Gruß, Bernd

Moin,

und vor allem keine Einkommens- und Körperschaftsteuerpflicht,
da nur die Gesellschafter gemäß ihren individuellen
Voraussetzungen mit der Einkommensteuer besteuert werden.

Das ist oft der wesentliche Vorteil der Konstruktion.

Was aber ist mit der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer für die GmbH & Co KG?

Dann gäbe es da noch die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer für die GmbH, sowie die Offenlegungspflicht für die GmbH.

Beide Gesellschaften (GmbH und KG) sind Kraft Rechtsform buchführungspflichtig und somit auch noch verpflichtet Bilanzen zu erstellen. Da gäbe es dann Bilanzen, GuV’s und schlimmstenfalls Sonderbilanzen und -GuV’s.

Wo bleibt nun der Vorteil?

Schöne Grüße
e

Hallo!

Was aber ist mit der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer für
die GmbH & Co KG?

Umsatzsteuer? Verstehe ich nicht? Das hat doch mit der Rechtsform nix zu tun - und ist ja auch nur ein DP?

Dann gäbe es da noch die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und
… für die GmbH,

Wie ist das eigentlich bei der GmbH&Co.KG, gibt es auch zwei Steuererklärungen - für KG und GmbH? Und wer erklärt was?

sowie die Offenlegungspflicht für
die GmbH.

Aber nicht für die KG - oder?

schlimmstenfalls Sonderbilanzen und -GuV’s.

In welchen Fällen gibt es die?

Wo bleibt nun der Vorteil?

Das war meine Frage - aber irgendwelche Vorteile muss es ja haben, sonst würde es doch keiner machen???

Gruss Conrad

Früher hatte es Vorteile durch eine insgesamt niedrigere
steuerbelastung und fehlende Publitzitätspflicht.

Moin,

Umsatzsteuer? Verstehe ich nicht? Das hat doch mit der
Rechtsform nix zu tun - und ist ja auch nur ein DP?

=> richtig, aber dennoch gibt es sie. das wollte ich zum ausdruck bringen

Wie ist das eigentlich bei der GmbH&Co.KG, gibt es auch zwei
Steuererklärungen - für KG und GmbH? Und wer erklärt was?

=> die Gmbh & Co KG gibt folgende Erklärungen ab: Einheitliche und gesonderte Feststellung der Einkünft, Gewerbesteuererklärung und Umsatzsteuererklärung
=> die Gesellschafter der KG: Einkommensteuererklärung
=> die GmbH: Körperschaftsuererklärung, Gewerbesteuererklärung ggf. Umsatzsteuererklärung

sowie die Offenlegungspflicht für
die GmbH.

Aber nicht für die KG - oder?

=> doch, aber nicht so „dramatisch“ wie bei der GmbH

schlimmstenfalls Sonderbilanzen und -GuV’s.

In welchen Fällen gibt es die?

=> die Sonder-GuV’S für die Vergütung der Gesellschafter und die Sonderbilanzen, wenn bspw. einer der Gesellschafter ein Grundstück oder so an die KG vermietet

Die Suche nach Vorteilen allein auf die Steuern zu beschränken bringt hier weiter.

Die Fragen nach der Haftung, Kreditwürdigkeit, Unternehmensnachfolge, Finanzierungsmöglichkeiten spielen ebenfalls eine Rolle.

Die Vorteile sind u.a. die Haftungsbeschränkung und die Kreditwürdigkeit dank GmbH als Gesellschafter.

Auch eine Rolle spielt, dass Änderungen im Gesellschaftsvertrag im Gegensatz zur GmbH nicht der notariellen Beurkundung bedürfen, sie sind lediglich zum Handelsregister anzumelden, soweit sich die Gesellschafter oder Haftsummen ändern. Und Anteilsübertragungen sind leichter durchzuführen als bei einer GmbH.

Letztendlich ist die größere Akzeptanz einer GmbH & Co KG gegenüber „normalen“ Personengesellschaft wahrscheinlich der größte Vorteil. Und dass sie „leichter“ zu gründen und zu führen ist als eine GmbH.

Schöne Grüße
e

Früher hatte es Vorteile durch eine insgesamt niedrigere
steuerbelastung und fehlende Publitzitätspflicht.

Also ein veraltetes Modell?

Gruß Conrad

Glaube schon.
Wenn du mal ins HR guckst, wirdst du wohl auch fesstellen,
dass kaum noch solche Unternehmen gegründet werden.

Einer der wenigen Vorteile ist vielleicht noch, dass man
über die Kommanditeinlagen leichter Kapital aufbringen
kann; aber das könnte man bei einer Gmbh entsprechend dann
über stille geselschafter ähnlich machen.

Nachteilig sind denn wohl vor allen Dingen, die etwas höheren
Unterhaltskosten, da die buchführung bzw. die Steuererklärung
etwas umfangreicher wird.

Eine wichtige Rolle spieln GmbH u. co KG aber noch bei
den Publikumsgesllschaften, also wo sich sehr viele Leute
an einem Geschlossenen Fonds beteiligen.

Die Fondsgesellschaft hat dann mit dem geringen Gmbh Anteil
von vielleicht 25.000 Euro die Geschäftsführung; und die
bspw. 1000 Anleger als Kommanditisten mit insgesamt
vielleicht 20 Millionen Euro Anteil haben dann nicht viel
bzw. gar nichts zu sagen.

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