Hallo liebe Wer-weiss-was-Gemeinde,
wenn jemand ganz normaler Angestellter ist und diverse Nebenjobs hat (einmalige Aufträge oder regelmässige Aufträge) kann er dann eine GmbH gründen?
Und mit welchem Stammkapital geht das? Ich hab mal was von Limited gehört…
Wie ist das dann mit der Steuer?
Und was kostet sowas und wie geht das?
Und wenn die GmbH oder Ltd. einen Schaden bei einem Kunden anrichtet, haftet sie dann ganz sicher nur mit dem Stammkapital?
Fragen über Fragen mit der Hoffnung auf Antworten.
Danke vorab und viele Grüße
Melanie
Hi,
wenn jemand ganz normaler Angestellter ist und diverse
Nebenjobs hat (einmalige Aufträge oder regelmässige Aufträge)
kann er dann eine GmbH gründen?
Du kannst gerne nebenberuflich eine AG gründen oder Microsoft feindlich übernehmen. Ob du es wirklich kannst, hängt allerdings von deinen Fähigkeiten ab. Aber dürfen darfst du prinzipiell schon, solange du mit deinem Arbeitgeber nicht in Konflikte gerätst.
(Da ist ein Blick in den eigenen Arbeitsvertrag angesagt und evtl. ein gutes Gespräch mit dem Chef)
Fragen über Fragen mit der Hoffnung auf Antworten.
Wie wäre es, du sagst, was du vorhast. Für den nachmittäglichen Verkauf von Schnürsenkeln aus dem Bauchladen heraus sind andere Rechtsformen interessant als für den Betrieb eines Kernkraftwerkes.
Der hiesige Klassiker: http://klicktipps.de/gewerbe.php
(Und laß bitte die Finger von der LtD)
Allenfalls die Mini-GmbH wäre noch interessant: http://www.ug-gesellschaft.de/unternehmergesellschaf…
Aber das hängt davon ab, was man so unternehmen möchte. Verabschiede dich schon mal vom gedanken, man könne sich irgendwie aus „Haftung“ entziehen. Es gibt sie nicht, _die_ Haftung.
Ulrich
Da mein Arbeitgeber mittlerweile die dritte Gehaltskürzung in Folge vorgenommen hat, versuche ich, mein Einkommen aufzubessern, indem ich Nebenjobs annehme.
Das ist mal ne Entrümpelung eines Kellers oder das Verfugen einer Küche, aber auch die regelmäßige Wohnungsreinigung.
Ich möchte keine Schwarzarbeit begehen oder sonstige kriminelle Anwandlungen aufzeigen.
Ich verdiene hierbei durchschnittlich 150 Euro im Monat hinzu.
Eine Gewerbehaftpflich würde die Einnahmen hierzu eliminieren.
Ich arbeite nebenbei, weil es mir a) Spaß machz und b) weil ich mein Haus abbezahlen muss.
Da ich dies erst seit 2009 mache, überlege ich, wie es am sinnvollsten für Steuer und Sozialversicherung aussieht.
Ich arbeite immer gewissenhaft, aber ich will mein Haus nicht gefährden (weil meine Elten mit einer Grundschuld drinhängen).
VG
Melanie
ich denke, du könntest eine UG gründen. das ist die deutsche limited. geht acuh mit einem stammkapital von 1 euro. du musst aber 25% deines gewinns zurücklegen und um die 25.000 euro aufzubauen um dann wenn du willst in eine normale gmbh zu ändern.
nun stellt sich aber die frage, ob du eine UG (Mini gmbH) brauchst. bei 150 euro lohnt es sich nicht wirklich.
du hast vom steuerrecht einen freibetrag, den du steuerfrei dazuverdienen kannst - mit einem normalen gewerbeschein. ich glaub der betrag liegt um die 7000 euro.
die gründung einer mini gmbh kostet inkl. notarkosten und gerichtskosten knapp 200 euro. dies bei einem stammkapital von 1 euro.
die lösung mit der UG/Gmbh bringt nur dann was, wenn du ein risiko der unternehmung absichern willst? kannst du mit der arbeit ein minus einfahren? wohl eher wenn du in vorliestung gehst und deine kunden nicht zahlen.
eine betriebshaftpflicht kostet um die 100 euro im jahr.
du hast vom steuerrecht einen freibetrag, den du steuerfrei
dazuverdienen kannst - mit einem normalen gewerbeschein. ich
glaub der betrag liegt um die 7000 euro.
Nein, nein, nein. Der Betrag steht jedem Menschen als steuerfreier verdienst zu. Wenn man jedoch schon irgendwo arbeitet, dann hat man den Freibetrag mit seinen Einkünften beim Arbeitgeber >verballert