Wenn das mal nicht ein Gedankenfehler Deinerseits ist …
Es gibt nicht nur die beiden Zusände „Geld haben“ oder „kein
Geld haben“! Oder meinst Du, wir sollen erst mal das
Stammkapital für unsere Gehälter verbraten und dann nach ein
paar Monaten sehen, dass nix mehr da ist?
und was macht ihr in den paar Monaten? Keine Gewinnerzielungsabsicht da?
Es steht in jedem Gründerleitfaden, daß zum Gründungskapital immer auch die Kosten der Lebenshaltung für ein Jahr zu kalulieren und zu bevorraten sind. Und wer seinen Laden nicht so gründet, daß er nach 6 Monaten die ersten Kapitalrückflüsse hat, der sollte das mit dem gründen sein lassen.
Wartet das halbe Jahr als GBR ab und wenn es kein Geld mehr
gibt, gründet ihr als Sachgründung um.
Eine Sachgründung wollen wir gern vermeiden.
Warum? Solange ihr euch mit der Bewertung der eingebrachten Güter und Leistungen nicht selbst die Welt und euer Unternehmen schön redet ist doch nix dagegen zu sagen.
Außerdem gibt es unterschiedlich starke aber nicht
unbegründete Befürchtungen bezüglich der Haftung.
Möglicherweise werden wir in Richtung Medizinprodukte tätig
Wie wär es, wenn es um die Haftung der Folgen aus dem Produkt geht, mit einer guten Betriebshaftpflichtversicherung?
Warum sollte auch man nicht versuchen, die sowieso schon
leeren Staats- und Sozialkassen, druch einen Betrugsversuch zu
plündern?
Hilf mir mal auf die Sprünge! Ich sehe nicht, welchen Nachteil
die Sozialkassen davon haben, wenn wir keine GbR sondern eine
GmbH sind.
Das war nur ein moralischer Aspekt. Und wer als Unternehmer nicht das Denken, wie können mich andere versorgen, ablegt, der wird nie erfolgreich.
Die Tatsache, dass man auf diverse Klimmzüge
verfällt spricht m.E. für sich.
Nun: Wenn ihr die diversen Klimmzüge als rechtliche Ausgestaltung eurer Gründung seht, mag das ja ok sein. Aber eine Bemerkung wie …
„Oder gibt es Hoffnung, dass die Leistungsabteilung fürs ÜG von der Anmeldung als Arbeitnehmer gar nichts mitbekommt??“
ist für mich rechtlich fragwürdig.
Zudem sprechen wir über einen Betrag, der lediglich dem der ALU (für sechs Monate?) entspricht. Und wenn dieser Betrag euere Gründung gefährdet, dann denkt nochmal drüber nach.
Zudem empfehle ich euch bei der Gründungsberatung doch einem Businessangel anzuvertrauen. Das sind Menschen aus der Praxis. Und nicht die üblichen berater, die einen Betrieb nur aus dem Studium kennen, aber nie einen betrieben haben.
gruss
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