GmbH ja oder nein ?

Hallo zusammen ,ich möchte mich selbstständig machen im Sanitär und Heizungsbauerhandwerk.
Mein Chef hat seit letzter Woche, aus unserem zwei Mann Betrieb , eine GmbH gemacht, nun bot er mir eine Teilhaberschaft an dieser GmbH an .Welche Vor und Nachteile hat so eine GmbH? Lohnt sich sowas für einen Kleinbetrieb .Da die Firma noch nicht so lange existiert und gar nicht so hohe Gewinne abwirft , finde ich das ganze etwas fraglich .
Vielen Dank Anke

Hallo Anke,

die Frage nach der optimalen Rechtsform eines Unternehmens ist so vielschichtig, daß sie nur aus Deinem Posting heraus unmöglich beantwortet werden kann. Hinsichtlich der Steuerlast ist eine GmbH im Vergleich zum Einzelunternehmen jedoch nicht im Vorteil. Trotzdem kann eine GmbH sinnvoll sein, um z. B. Privat- und Firmenvermögen zu trennen.
In jedem Fall solltest Du Dir ein Bild der Liquidität des Unternehmens machen. Größte Vorsicht ist geboten, wenn das GmbH-Kapital nicht voll eingezahlt wurde oder wenn es eine Sachgründung war; wenn möglicherweise ein Firmenauto und ein paar alte Inventargegenstände als Gründungskapital herhalten mußten. Merke: Bargeld (mit dem man also Rechnungen und Gehälter bezahlen kann), läßt sich nicht durch Anlagegegenstände ersetzen.
Wenn Du Dich „nur“ mit Geld beteiligst, kannst Du Dein Geld verlieren. Wenn Du aber zusätzlich in die Rolle der Geschäftsführerin kommst, mußt Du über Art und Umfang möglicher Verbindlichkeiten haargenau Bescheid wissen. Für Schulden bei den Sozialkassen und Lohnsteuerschulden beim Finanzamt haftest Du nämlich persönlich!

Wenn es eine junge GmbH in einer Feld-, Wald- und Wiesenbranche ist, wenn es darüber hinaus eine Sachgründung ist oder das Stammkapital nicht voll eingezahlt wurde (was ist davon noch übrig?), würde ich mich daran nicht beteiligen. Und wenn schon Beteiligung, dann würde ich darauf bestehen, daß zum Stichtag eine Bilanz erstellt wird.

Gruß
Wolfgang

Hallo Anke!

Die Rechtsform einer GmbH ist im handwerklichen Bereich immer dann sinnvoll, wenn das geschäftliche Risiko zu hoch wird, und dieses eben begrenzt werden soll.

Es ist schon vielen Handwerkern so ergangen: Auftrag erhalten, in Vorleistung getreten, der Kunden kann oder will nicht zahlen, und schon ist das Problem da!

Wenn Du möchtest, schicke ich Dir kostenlos per e-Mail als Anlage eine Word-Datei zu, aus der Du mehr Informationen zu diesem Thema entnehmen kannst. In diesem Falle bitte ich um Deine Nachricht.

Viele Grüße, Manfred Schulz

es handelt sich um eine Sachgründung , wie sehen die Möglichkeiten aus , so eine GmbH aufzulösen ? Es soll nicht so einfach sein . Ich denke mein Chef hat sich nicht genau erkundigt.
Wir wollen uns nun bei einem Gründungsberater informieren , allerdings habe ich nicht sonderlich große hoffnung und werde mein ding wohl alleine durchziehen .

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Hallo Anke,

kurze Antwort: GmbH ist aus meiner Sicht das beste.

  1. „mbH“ sollte ein Projekt schiefgehen und ein Kunde Schadensersatz fordern, haftet Ihr nur mit dem eingebrachten Gesellschaftskapital und nicht mit Eurem Privatvermögen, was bei Personenschäden auf Lebenszeit ruinös sein kann!
  2. Altersvorsorge: Hier wird Euch Euer Steuerberater Modelle ausrechnen
  3. die steuerlichen Vorteile sind im Einzelfall sehr unterschiedlich und sollten nur vom Fachman/Steuerberater erörtert werden.
  4. Warum eine GmbH auflösen, wenn man den sog. GmbH-Mantel verkaufen kann. Dies spart dem nächsten Gründer Zeit und Geld.

Cheers,
Stefan