Gnadenlose Abschlussprämien

Problem aus dem Bekanntenkreis:

Jemand hatte eine Lebensversicherung, bekam Besuch von einem ***vertreter/***betreuer in ***fragen. Dieser prüfte die Versicherungen des Bekannten und bemängelte die „Qualität“ seiner bestehenden Lebensversicherung. Der ***vertreter schlug vor, diese Versicherung zu kündigen und bot an, eine günstigere für ihn herauszusuchen. Dieses tat auch der ***vertreter. Nun aber folgendes, kurz vor diesem Vorfall erkrankte der Bekannte an einer kronischen Erkrankung, weshalb einige Lebensversicherer ihn nicht aufnehmen wollten, bzw dieses nur gegen unsagbar hohe Versicherungsprämientun wollten, weshalb der Bekannte nun keine Lebensversicherung mehr hat, die er für eine Hausfinanzierung aber bräuchte. Nun hat mein Bekannter aber herausbekommen, dass der ***vertreter mit der Versicherung, die er anbieten wollte zusammenarbeitet und von dieser Abschlussprämien bekommen hätte. Leider liegt dieser Vorfall 4 Jahre zurück.
Besteht eine Möglichkeit auf Schadensersatz oder ähnliches?

Herzlichen Dank für Unterstützung!

E. B.

Jemand hatte eine Lebensversicherung, bekam Besuch von einem
***vertreter/***betreuer in ***fragen. Dieser prüfte die
Versicherungen des Bekannten und bemängelte die „Qualität“
seiner bestehenden Lebensversicherung. Der ***vertreter schlug
vor, diese Versicherung zu kündigen und bot an, eine
günstigere für ihn herauszusuchen. Dieses tat auch der
***vertreter.

Das typische Strickmuster der Allfinanzberater. Es gibt Leute, die sollen seit 25 jahren lebensversichert sein mit durchschnittlich DM 100/Euro 50 pro Monat haben noch eine Laufzeit von 28 Jahren und einen Rückkaufswert von 185 euro. Und das nur weil sie diesen guten Beratern immer geglaubt haben!!!

Es ist ja auch dumm den Berater von davor zu befragen, was er dazu sagt!!

Nun aber folgendes, kurz vor diesem Vorfall

erkrankte der Bekannte an einer kronischen Erkrankung, weshalb
einige Lebensversicherer ihn nicht aufnehmen wollten, bzw
dieses nur gegen unsagbar hohe Versicherungsprämientun
wollten, weshalb der Bekannte nun keine Lebensversicherung
mehr hat, die er für eine Hausfinanzierung aber bräuchte.

Als chronisch Kranker würde ich auf die Finanzierung eines Hauses verzichten, wenn ich nicht mindestens 50% Eigenkapital hätte. Wenn er unbedingt eine LV zur Finanzierung braucht, sollte er das Bauen lassen.

Nun

hat mein Bekannter aber herausbekommen, dass der ***vertreter
mit der Versicherung, die er anbieten wollte zusammenarbeitet
und von dieser Abschlussprämien bekommen hätte.

Wenn man mit einer Versicherung nicht zusammenarbeitet, bekommt man kein Formular, um deren Produkte zu verkaufen. Und wovon sollte der Kollege denn seinen Mercedes kaufen wenn nicht von den Abschlussprämien.

Leider liegt

dieser Vorfall 4 Jahre zurück.
Besteht eine Möglichkeit auf Schadensersatz oder ähnliches?

Wenn dein Bekannter die Beratungsunterlagen noch vorweisen kann und glaubthaft nachweisen kann, daß er dem Berater von seiner Erkrankung erzählt hat. Dann kann er den Berater verklagen, wenn denn bei dem was zu holen ist.

gruss
winkel

hallo Winkel,
da hast Du viel wahres und auch viel falsches gemixt.
Einen Vermittlervertrag muss jeder mit einer Versicherung habrn, wenner deren produkt verkaufen will. Gleichgültig ob er ausschließlichkeitsvertreter ist, Mehrfachagent oder Makler.
Das Problem bei solchen Spielereien sind die Strukturvertriebe.Sie stellen Hinz und kunz ein, versprechen ihnen goldene Verdienstberge (in 10 Jahren so viel verdient, dass man sich zu Ruhe stzen kann), gibt ihnen eine 3 Tages"ausbildung" ein Köfferchen dazu und ab zur Kundschaft als Fachberater.
Da gibt es Gruppen, die haben sich auf LV-Kündigungen spezialisiert: „Kündige Deine Kapital-LV und schließe bei mir eine gfonfdsgebundenLV ab! Das bisschen Verluist, das Du da hast macht die neue mehrfach wett!“ Und das sind aann diese Ergebnisse. Denn als neue LV wird nicht unbedingt die mit den höchsten Vergangenheitsrenditen genommen, sondern die, die ihren Strukturchefs die höchste Provision bringt.
Das muss in die Hosen gehen.
Nun gibt es allerdings ein paar Wettbewerbsgesetze, die knallhart hier urteilen.
Z.B. darf ein Vertreter nicht zu Kündigung eines bestehenden Vertragen raten (unter normalen Bedingungen). Er Haftet sogar dafür mit seinem gesamten Vermögen.
Ich würde hier ganz einfach raten, sich mit einem guten RA zusammenzusetzen und beraten, was zu machennist. meist ist da was raus zu holen. Ein Kollege von mir musste einjem Kunden 200.000 DM zahlen, weil er ein paar Fehler in der Beratung machte. Die Gerichte sind da knallhart.

Grüße
Raimund

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Hallo Eric,
zu dem, was ich unten beschrieben habe:
verstehe ich dich richtig: der Vermittler (war mit Sicherheit kein Makler) hat also geraten, den bestehenden Vertrag zu kündigen, um einen anderen bei ihm abzuschließen? der natürlich weeeeesentlich höhere Renditen hat, klar!
Hat Dein Freund damals den neuen Vertrag gemacht? Wen ja, verstehe ich nicht, dass er diesen nicht als Sicherheit bei der Bank abgeben kann!
Irgend was bringe ich da durcheinander.
ist dieser „Fachmann“ noch Tätig als „Fachberater“? hat er sich so gegeben, als wäre er Makler? Und ist evtl. nur Vertreter einer Versicherung oder eines Strukturvertriebes? Wenn ja, dann haftet er wie ein Makler! Hat er dann keine Vertrauensschadenversicherung, dann wird´s teuer für ihn!
Schreibe doch noch einmal genau und chronologisch alles auf. Ohne Ärger ****, ganz kool! Vielleicht kann man da was machen. Nach 4 jahren ist noch nichts verjährt!
Grüße
Raimund