Goeten

Goeten, vermutlich Go-eten zu sprechen, heißen im ersten, zweiten und vielleicht auch dritten Jahrhundert umherziehende Prediger und Wunderheiler christlicher oder auch anderer Prävenienz.

Ich habe aber bisher noch nicht herausfinden können, woher das Wort stammt und was seine Grundbedeutung ist.

Weiß jemand, von den hier verkehrenden Fachleuten, eine Erklärung dazu?

Ich danke jetzt schon sehr.

Fritz

Goeten, vermutlich Go-eten zu sprechen, heißen im ersten,
zweiten und vielleicht auch dritten Jahrhundert umherziehende
Prediger und Wunderheiler christlicher oder auch anderer
Prävenienz.

Lieber Fritz,

ein Go-et ist eigentlich ein Zauberer, Blender, Betrüger.
Das kommt vom grch. goees, das wiederum kommt von „goaoo“ = intransitiv: jammern, klagen, transitiv: bejammern, beklagen.

Der Goees ist also eigentlich ein Jammerer oder Heuler.

So erklärt es jedenfalls der Menge-Güthling von 1924.

Pardon, ich kann den Zettel nicht mehr finden, auf dem Du mir mal die Darstellung der grch. Buchstaben erklärt hast.

Gruß - Rolf

Scharlatane?
Hi Rolf,

ein Go-et ist eigentlich ein Zauberer, Blender, Betrüger.
Das kommt vom grch. goees, das wiederum kommt von „goaoo“ =
intransitiv: jammern, klagen, transitiv: bejammern, beklagen.

Der Goees ist also eigentlich ein Jammerer oder Heuler.

… oder es sind eben die γοητες, die 2 Timotheus 3.13 erwähnt, wo sie aber wohl eher „Betrüger“ oder „Scharlatane“ sind …

Gruß

Metapher

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… oder es sind eben die
γοητες, die 2 Timotheus 3.13
erwähnt, wo sie aber wohl eher „Betrüger“ oder „Scharlatane“
sind …

Toll, Metapher!
An die hatte ich nicht gedacht - Chapeau!

Gruß - Rolf

Danke, lieber Rolf!

Pardon, ich kann den Zettel nicht mehr finden, auf dem Du mir
mal die Darstellung der grch. Buchstaben erklärt hast.

Dann merk dir oder speicher diese Adresse: http://www.mediaevent.de/tutorial/sonderzeichen.html

Du musst ein bisschen nach unten drehen bis „Griechisches Alphabet“. :wink:

Gruß Fritz

Goeten,

ja, als

vermutlich Go-eten zu sprechen …

Hallo,
eigentlich ein „Winsler“, ein „Wehklagender“; aber:
weil man Zaubersprüche nicht aufsagte, sondern in einem Singsang vortrug (vgl. noch heute „bezaubern“: ital. incantare, franz. enchanter!), nannte man auch den „Zauberer“ so, im guten Sinn, und im üblen dann eben „Scharlatan“, „Gaukler“, „Betrüger“.
Wenn Du Belegstellen aus der Literatur dafür brauchst, lass mich s wissen.
Gruß
H.