… reine Menschlichkeit.
Das ist unser Abitur Rahmenthema für Deutsch.
Nun überlege ich momentan wie man dieses Zitat auslegen könnte (interpretieren) und welche Werke dafür bzw dagegen sprechen könnten.
Also ich habe es so verstanden, dass alle menschlichen Fehler oder alle schlechten Taten wieder gut gemacht (=gesühnt) werden können, wenn man sich menschlich verhält, also seine Fehler einsieht und bereut.
Persönlich würde ich zwar gern zustimmen, kann es aber in der heutigen Gesellschaft nicht wirklich…
pro: Faust II, Iphigenie
contra: Die Physiker, Leben des Galilei, Faust I,
Antigone? Andorra?
Welche Werke könnte man noch hinzuziehen?
Hi,
überblicke die Kernaussage vielleicht mal von einer etwas andern / höheren (?) Warte, ohne mit Zitaten um Dich zu werfen.
Ich würde die Sühne nicht überbetonen.
Wenn die Sünde eine menschliche Erfindung ist, aus dem Wunschdenken heraus geboren, dass sozial schädliches Verhalten in einem anderen Leben bestraft und Duldsamkeit belohnt wird, dann erübrigt sich der Begriff „Sühne“ ebenso wie die Tätigkeiten, die angeblich „sühnen“.
Man sollte dieses Thema vielleicht eher mechanisch unter „actio est reactio“ angehen, profan ausgedrückt „Wie man in den Wald hinein ruft, …“
Dann müsste man die „menschlichen Gebrechen“ zumindest ansatzweise definieren und folglich auch die „reine Menschlichkeit“ und deren ausgleichende („sühnende“) Wirkung.
Kommt dann natürlich darauf an, wie die Arbeit dann formuliert wird und wie hoch der Anteil der klerikal Orientierten bei den Beurteilenden ist.
Lieben Gruß
Günter