Am Mittwoch schreib ich Klausur und mein Lehrer hat uns zwei Themen Hinweise für unsere Erörterung gegeben.
Leider kann ich nichts damit anfangen, benötige deshalb dringend Hilfe.
hier die Hinweise meines Lehrers:
- Arche Typ (z.B. ist Faust ein archetyp? oder wo sind die archetypischen Züge?)
- Stichwort conditio humana.
Vielen Dank!
Da hasses mal wieder Mathias…
die Lehrer reden sich manchmal einen Murks daher…
- Arche Typ (z.B. ist Faust ein archetyp? oder wo sind die
archetypischen Züge?)
Nein, Faust ist allerdings eine Figur, die schon vor Goethe in der Literatur auftaucht und möglicherweise auf einem wahren Typen beruht. Müsstest du eigentlich im Internet etwas zu finden.
- Stichwort conditio humana.
Naja, eigentlich nur Klugscheißerei: Bedingung des Menschseins.
Nimm die eine Stelle, wo Faust sagt (kanns jetzt nicht wörtlich zitieren, aber du weißt vielleicht, was ich meine):
Wenn ich zum Augenblicke sage,
du bist so wunderschön!
(Da kann, glaub ich danach, die Welt zugrunde gehn - oder so)
Aber das ist wohl so die conditio humana, die dein Lehrer sich vorstellt.
Heißt eigentlich auch: Nach mir die Sintflut!
Vielleicht kannste ihn damit ärgern! 
Falls du mehr Zeit hast, les ich’s mir vielleicht nochmal durch. Teil I hab ich geliebt…
Gruß!
Horst
Hallo,
- Stichwort conditio humana.
Naja, eigentlich nur Klugscheißerei: Bedingung des
Menschseins.
Nimm die eine Stelle, wo Faust sagt (kanns jetzt nicht
wörtlich zitieren, aber du weißt vielleicht, was ich meine):
Wenn ich zum Augenblicke sage,
du bist so wunderschön!
(Da kann, glaub ich danach, die Welt zugrunde gehn - oder so)
Aber das ist wohl so die conditio humana, die dein Lehrer sich
vorstellt.
???
das heißt (auch außm Kopf zitiert):
Werd ich zum Augenblicke sagen,
verweile doch, du bist so schön,
dann darfst du mich in Fesseln schlagen,
dann will ich gern zugrunde gehen.
Das ist Fausts „Manifest“, wenn du so willst: es ist ihm nie genug, er will immer mehr, will nie stehen bleiben, sondern immer weiter „streben“.
Heißt eigentlich auch: Nach mir die Sintflut!
Nein, heißt es gar nicht.
Gruß
Elke
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Das ist Fausts „Manifest“, wenn du so willst: es ist ihm nie
genug, er will immer mehr, will nie stehen bleiben, sondern
immer weiter „streben“.
Heißt eigentlich auch: Nach mir die Sintflut!
Nein, heißt es gar nicht.
Stimmt! Eigentlich würde er die Sintflut gerne selber machen. Die menschliche Begrenztheit will er nicht akzeptieren.
Das ist wohl auch mit dem Stichwort conditio humana gemeint: Grenzenloses Streben nach Erkenntnis und Erleben.
Wenn man das als urmenschlich ansieht, dann kommt man auch drauf, ihn als Archetyp zu sehen.
Gruß!
Horst