Hier mal einige Ca. Daten zu Gold:
Bisher wurden weltweit ca. 130.000 Tonnen gefördet und jährlich kommen ca. 2.600 Tonnen neu gefördertes Gold hinzu. Das meiste Gold lagert bei den Notenbanken oder wurde zu Schmuck verarbeitet. Einen Teil des Goldes der Notenbanken wurde bereits verkauft oder verliehen, wurde also bereits vom Markt aufgenommen.
Die Reserven aller Notenbanken werden auf ca. 32.000 Tonnen (ohne Leihgeschäfte) geschätzt. Bei einem tagesaktuellen Goldpreis von rund 10.675 Euro/ Kilo entsprechen die gesamten Reserven aller Zentralbanken „lediglich“ 341,6 Milliarden Euro.
Zum Vergleich: die Marktkapitalisierung von Microsoft beträgt zur Zeit rund 225,5 Milliarden Euro.
Geld?
Der Staat kann neues drucken!
Aktien?
Das Unternehmen kann neue Aktien ausgeben!
Anleihen?
Was, wenn der Staat nicht zurückzahlt wie im Fall Argentinien?
Gold?
Kann man zwar auch mittels Atomphysik in geringen Mengen herstellen; lohnt aber nicht! Mit anderen Worten: die Goldmenge steigt weltweit jährlich lediglich um 2.600 Tonnen (ca. 27,8 Milliarden Euro), bis auch die letzte wirtschaftliche Lagerstätte erschöpft sein wird. Um wieviel steigt die jährliche Staatsverschuldung allein in Deutschland?
Fazit: Gold ist und bleibt ein knappes Gut!
Für 50 Gramm Gold hätte ich mir wahrscheinlich schon vor 100 Jahren einen guten Anzug kaufen können und kann es heute immer noch. Für 50 Dollar hätte ich wohl vor 100 Jahren sogar mehr bekommen als einen guten Anzug, heute bekomme ich jedoch allenfalls eine gute Jeans dafür!
Natürlich erwirtschaftet Gold nichts und wirft auch keine Zinsen ab; sollte es aber einmal in der fernen Zukunft um stabile Werte gehen, um WERTERHALTUNG, dann wird Gold ganz oben auf den Einkaufslisten stehen! In den 80-er Jahren war der Goldpreis aufgrund der Inflation schon einmal bei 850 Dollar pro Unze! Sollte also die Inflation wiederkommen, dann geht der Goldpreis hoch. Bei der Überschuldung geht es bislang nur um einzelne Staaten (siehe Beispiel Argentinien oder Mexiko im Jahre 1994), aber das sind lediglich die Vorboten! Was, wenn es mal die USA trifft und viele Investoren auf einmal ihr Geld von der Wall Street abziehen??? Was macht dann wohl der DAX oder Euro Stoxx und was das Gold, das zwar nutzlos, aber eben nicht wertlos ist?
Klar, bis jetzt hätte man viel Geld seit den 80-er Jahren mit Gold verloren und mit Aktien hätte man viel mehr Geld gewonnen. Man sollte auch nicht unbedingt 30% oder mehr seines Vermögens in Gold investieren (wie z.B. auf der Seite www.goldseiten.de propagiert), aber als Depotbeimischung im Rahmen von ca. 5 % je nach Geschmack ist physisches Gold sinnvoll! Goldzertifikate oder Goldkonten halte ich für nicht gerade sehr sinnvoll, denn das Papier nützt mir im Falle einer Pleite der Bank nichts! Also entweder Anlagemünzen oder Barren. Bei den Münzen sollte man die 1 Unze bevorzugen, da sonst die Kosten für Prägung etc. zu stark zu Buche schlagen. Der grosse Unterschied zwischen Bid und Ask Kursen sollte einen nicht scheuen, da man heute Gold auch gut bei Ebay verkaufen kann! Man muss also mit seinen Goldbarren nicht zum Schrotthändler gehen!!
Gruss
Jomino