Gold verkaufen

Hi Leute,

ich weis nicht ob hier das richtige Brett ist, wenn nicht, bitte verschieben.Ich habe eine Goldkette 585 geschenkt bekommen. Die möchte ich verkaufen.Beim Ortsansässigen Händler bekomme ich 565€.Habe zwei verglichen.Im Internet bekäme ich ca 830€.Wie kommt es zu dieser grossen Differenz? Der Händler sitzt in Hamburg.Könnte es einen Haken geben?Nach meinen Recherchen scheint er seriös zu sein.

Danke und gruß ann-Kathrin

Hallo!

Beim Ortsansässigen Händler
bekomme ich 565 €. Habe zwei verglichen. Im Internet bekäme ich
ca 830 €. Wie kommt es zu dieser grossen Differenz?

Große Preisdifferenzen sind ein bekannter Sachverhalt. Am besten verlässt man sich nicht auf die Fairness des Händlers und rechnet vorher selbst aus, was das zu verkaufende Teil bringen muss. Voraussetzung ist eine Waage mit 2 Nachkommastellen, so dass mindestens die erste Nachkommastelle (also die Zehntelgramm) sicher ist.

Also: Feingoldgehalt am Stempel ablesen, z. B. 585. Bei homogenem Material heißt das, dass das Gewicht mit 0,585 zu multiplizieren ist, um den Anteil reinen Goldes zu erhalten. Das Goldgewicht in Gramm multiplizierst Du mit dem Tagespreis für Gold, z. B. 30 € pro Gramm. Den so errechneten Preis wird aber kein Händler bezahlen, denn von der Legierung bis zum reinen Gold muss das Stück in einer Scheideanstalt eingeschmolzen werden und von irgendwas leben will der Händler schließlich auch. Das 0,8fache des errechneten Preises ist noch fair. Auf weniger würde ich mich nicht einlassen.

Wenn Du in Hamburg lebst, sind Schiefer & Co. in der Elmenreichstr. 24 (lass’ Dich nicht vom Souterrain-Eingang in St. Georg abschrecken) sowie Harries GmbH im Hofweg 12 seriöse Adressen. Das sind alt eingesessene Scheideanstalten, wo Du nicht über die Löffel barbiert wirst.

Gruß
Wolfgang

Hallo Ann Kathrin,

die Seriosität eines Geschäftspartners ist über die Distanz nicht gut beurteilbar und spielt eine große Rolle.

Es gibt ja aber Methoden, die möglichen Gefahren abzufangen. Bei eBay wäre das z.B. eine Bezahlung über PayPal. Je nachdem, ob Sie so ein Verfahren kennen, oder der Internethändler vielleicht selbst ein Verfahren anbieten kann, gibt es keinen Grund, nicht über diesen Weg zu verkaufen.

Der Grund für den Preisunterschied kann vielfältig sein. Möglicherweise hat der Händler in HH eine ganz andere Kostensituation (z.B. kein Ladengeschäft) oder ganz andere Absatzmöglichkeiten, die ein grundsätzlich anderes Preisniveu ermöglichen.

Sie haben z.B. auch gar nicht gesagt, wie Sie das Angebot eingeholt haben: haben Sie ein Bild der Kette vorgelegt? Möglicherweise rechnet nämlich der eine Händler nur den Goldpreis, während der andere auch die Arbeit einbezieht. Die bereits geäußerten Ausführungen zur Goldpreisbestimmung sind ein richtiger Hinweis. Sie sind in der Praxis aber auch einfach nur das Argument für den Mindestpreis, auch wenn die Kette nachher irgendwo wieder für das doppelte im Laden liegt.

Grüße, Christian

Hallo, hier schließt sich eine neue Frage an. 2002 wurden 1 Mio.Stück
1 DM Münzen geprägt. Feingoldgehalt 999,9/1000. Was würde die Münze
je Gramm preislich bringen? Gesamtgewicht ca. 14 gr.Danke u.Gruß

Aktuell ist der Materialwert der Münze 43,57 EUR pro Gramm.