Goldkontakte im Audiobereich

Moin,

wieso werden im Hifi-Bereich vergoldete Stecker und Buchsen (z.B. Cinch-Stecker) eingesetzt? Skineffekt?

Mfg echo

Hallo,

Gold oxidiert nicht und verspricht somit immer störungsfreie Übertragung.

Gruß

Sascha

Hi echo,

Gold oxidiert nicht und hat einen relativ niedrigen elektrischen Widerstand, ist daher für Kontakte mit geringer Strombelastung (die Goldschicht ist nur wenige µ dünn) gut geeignet.

Das Märchen vom Skineffekt bei Audioverbindungen kannst Du aber vergessen: Skineffekt tritt erst bei Hochfrequenz (x MHz) auf, noch nicht bei Tonfrequenz (x KHz).

Gruß
WB

Hallo WB,

Das Märchen vom Skineffekt bei Audioverbindungen kannst Du
aber vergessen: Skineffekt tritt erst bei Hochfrequenz (x MHz)
auf, noch nicht bei Tonfrequenz (x KHz).

Praktisch tritt wird er so ab 100kHz merkbar in Erscheinung, muss aber nicht in jeden Fall bei dieser Frequenz schon beachtet werden.

Das dumme im Leben ist halt, dass wenn man sich die teure Anlage leisten kann, das Gehör schon bei 16-18 kHz aufhört. Der Rest des Frequenzgangs ist dann für die Katz … , den Hund und die Fledermäuse :smile:

MfG Peter(TOO)

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Hallo Peter

Das dumme im Leben ist halt, dass wenn man sich die teure
Anlage leisten kann, das Gehör schon bei 16-18 kHz aufhört.

Das gibt 'nen Stern von mir

von mir auch

nicki

Aber wieso treten dann Verzerrungen auf, wenn keine Goldkontakte genutzt werden? Die Goldkontakte verbessern schlussendlich doch nur den elektrischen Widerstand, ob der nu groß oder klein is, spielt für Verzerrungen keine Rolle.

Hallo,

Aber wieso treten dann Verzerrungen auf, wenn keine
Goldkontakte genutzt werden?

Wo wird denn sowas behauptet?
Ich denke, in keinem Technikbereich gibt es soviel esoterischen
Schwachfug, wie in der Audiobranche.
Die sogenannten Fachzeitschriften sind regelmäßig gefüllt mit
Werbehumbug, der von entsprechenden Herstellern, die nutzloses Zeug
deutlich überteuert an den Mann bringen wollen.
Das soll nicht heißen, dann Audiotechnik nicht hochwertig und
teuer sein kann. Allerdings wenn die Worte „sauerstoffreies
Audikupfer“, „Skineffekt“, und „vergoldete Netzspannungsverteiler“
fallen, hat das kaum einen audiotechnischen Hintergrund.

Die Goldkontakte verbessern
schlussendlich doch nur den elektrischen Widerstand, ob der nu
groß oder klein ist, spielt für Verzerrungen keine Rolle.

Der Übergangswiderstand von Kontakten sollte immer klein sein.
Das muß aber nicht zwingend mit Gold erreicht werden.
Für bestimmte Anwendungsbereiche ist Gold aber eine gute Wahl
und nicht übermäßig teuer. Dafür sieht es aber auch edel aus.
Gruß Uwi

Hallo,

Gold oxidiert nicht und hat einen relativ niedrigen
elektrischen Widerstand …

Ein weit verbreiteter Irrtum (die gute Leitfähigkeitvon Gold). Die Leitfähigkeit von Gold ist schlechter als die von Kupfer, siehe

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Leitf%C3%A4…

Für Gold spricht wohl eher die Beständigkeit gegen Oxidation bzw. Korrosion.
Gruß Kurt

Gibt es denn Studien die belegen, das Verzerrungen verringert werden, wenn ein geeignetes Kontaktmaterial (hier Gold) verwendet wird? Wenn ja müsste es ja einen wissenschaftlichen Grund geben.

Nahmd,

Gibt es denn Studien die belegen, das Verzerrungen verringert
werden, wenn ein geeignetes Kontaktmaterial (hier Gold)
verwendet wird?

klar gibt es die - die Audio-Magazine sind voll davon.

Wenn ja müsste es ja einen wissenschaftlichen
Grund geben.

Gibt es, man darf nur nicht im der Rubrik Physik suchen, sondern muss sich in Richtung Psychologie begeben. So man denn Pyschologie als Wissenschaft bezeichnen mag. Falls nicht, tut es Marketing genausogut, wenn nicht besser.

Der einzige Grund für die Vergoldung ist wirklich der Korrosionsschutz. Dass Grünspan auf Kupferkontakten die elektrischen Eigenschaften der Übertragung beeinträchtigen kann, glaube ich ganz ohne wissenschaftliche Untersuchung. Technisch ist jedenfalls nicht zu erklären, wie Gold den Signalverlauf positiv beeinflussen könnte.

Gruß Ralf

Hallo,

Gibt es denn Studien die belegen, das Verzerrungen verringert
werden, wenn ein geeignetes Kontaktmaterial (hier Gold)
verwendet wird?

Wieso fragst Du mich das? Du hast doch solche Behauptung hier
publiziert?

Wenn ja müsste es ja einen wissenschaftlichen Grund geben.

Man muß doch nicht für jeden Fixfax gleich Studien machen.
Geht es nicht auch mal einfach mit Grundlagen der Elektrotechnik,
ein bischen gesunden Sachverstand und auch viel Erfahrung.

Natürlich ist es selbstverständlich und allg. bekannt, daß
mangelhafte Kontakte zu Störungen führen, allerdings eher keine
Verzerrungen als vielmehr komplette Signaleinbrüche und
Überlagerungen mit Störsignalen durch z.B. Wackelkontakte usw.
Das äußerst sich dann z.B. durch Knistern und Spratzen.

Ob ein ordentlicher niederohmiger Kontakt nun aber durch
Beschichtung mit Nickel, Silber, Gold, Platin oder sonstwas
hergestellt wurde, kann sicher niemand hören.
In den meisten Fällen ist es auch egal, ob ein zuverlässiger
Kontakt nun 10 mOhm oder 100 mOhm oder 1 Ohm Übergangswiderstand
hat. Nur bei hohen Strömen spielt das eine wesentliche Rolle.

Ansonsten wäre noch zu sagen, daß es in der Elektrotechnik eine
große Auswahl von Kontaktmaterialien gibt, die jeweils dem
Anwendungsfall angepasst werden müssen (in Abhängigkeit von Strom,
Spannung, Umgebungsbedingungen, Zuverlässigkeitsanforderungen,
Konstruktion und Ökonomischen Aspekten. Das ist eine „Wissenschaft“
für sich und hat viel mehr Hintergründe, als sich gutgläubige
Audioesoteriker vorstellen können.
Gruß Uwi

Hallo,

Gibt es denn Studien die belegen, das Verzerrungen verringert
werden, wenn ein geeignetes Kontaktmaterial (hier Gold)
verwendet wird?

klar gibt es die - die Audio-Magazine sind voll davon.

Gut, solche „Studien“ gibt es, aber als „wissenschaftlich“ und
wahrhaftig willst Du diese doch aber wohl nicht bezeichnen?

Wenn ja müsste es ja einen wissenschaftlichen Grund geben.

Gibt es, man darf nur nicht im der Rubrik Physik suchen,
sondern muss sich in Richtung Psychologie begeben. So man denn
Pyschologie als Wissenschaft bezeichnen mag. Falls nicht, tut
es Marketing genausogut, wenn nicht besser.
Der einzige Grund für die Vergoldung ist wirklich der
Korrosionsschutz.

Eben !

Dass Grünspan auf Kupferkontakten die
elektrischen Eigenschaften der Übertragung beeinträchtigen
kann, glaube ich ganz ohne wissenschaftliche Untersuchung.

Da muß es aber nicht unbedingt Gold sein. Es gibt auch eine
Vielzahl von Kontaktmat., die ebenfalls gut funktionieren und
nicht aus Gold sind.

Technisch ist jedenfalls nicht zu erklären, wie Gold den
Signalverlauf positiv beeinflussen könnte.

Aber gut aussehen tut es schon und der Eindruck von „Hochwertig“
wird hier nur durch Äußerlichkeiten vermittelt, selbst wenn die
Konstruktion der Steckverbindung und die Auswahl der Materialien
unter dem Goldbelag minderwertig sind.

Gruß Uwi

Hallo Kurt,
ich schrieb ja:

Gold oxidiert nicht und hat einen relativ niedrigen
elektrischen Widerstand …

Den niedrigsten spezifischen Widerstand gebräuchlicher Materialien hat Kupfer, Aluminium hingegen z.B. einen weit höheren.
Aluminium ist aber immer von Aluminiumoxidschichten überzogen, daher eigent es sich wenig für Steckverbindungen.
Kupfer überzieht sich schnell mit Kupfersulfat, eignet sich daher auch nicht gut für Steckverbindungen.
Gold hingegen behält seine gut leitfähige Oberfläche jahrelang, daher nimmt man es gerne für die Oberflächenbeschichtung von Steckverbindungen.

Gruß
WB

Gleichrichtung

Aber wieso treten dann Verzerrungen auf, wenn keine
Goldkontakte genutzt werden?

Bei vergammelten Kontakten tritt die, bei jedem Kontakt zwischen verschiedenen Metallen entstehende, Schottky-Diode deutlich hervor. Der Ton (Wechselspannung) wird dann zwar nicht komplett gleichgerichtet, aber eine Halbwelle hat einen anderen Übergangswiderstand als die andere Halbwelle.

Gruß

Stefan

Hallo,

Bei vergammelten Kontakten tritt die, bei jedem Kontakt
zwischen verschiedenen Metallen entstehende, Schottky-Diode
deutlich hervor. Der Ton (Wechselspannung) wird dann zwar
nicht komplett gleichgerichtet, aber eine Halbwelle hat einen
anderen Übergangswiderstand als die andere Halbwelle.

Hast Du sowas mal tatsächlich gemessen oder hat Dir das nur mal jemand (wer?) erzählt?
Gruß
loderunner

Audio Voodoo Zauber?
Hi Uwi,

Ich denke, in keinem Technikbereich gibt es soviel
esoterischen Schwachfug, wie in der Audiobranche.

Jep! Dazu ein Link:
http://www.deejayforum.de/faqs-und-tutorials/31414-a…

mfg Ulrich

Gehört

Hast Du sowas mal tatsächlich gemessen oder hat Dir das nur
mal jemand (wer?) erzählt?

  1. Kassettenrecorder mit Schaltern mit falschen Kontakten - Klang ähnlich Verstärker, bei dem eine Betriebsspannungshälfte fehlt

  2. Vorlesung Halbleiterphysik

  3. Div. Artikel

Gruß

Stefan

Hallo Ullrich

Dies hier ist mein Liebling:
http://www.dienadel.de/lshop,shopstart,d,.htm
links auf „CD+DVD-Zubehör“
und dann auf
„CD-Tuning“
Dann bei
"IsoTek Full System Enhancer - Einspiel- und Entmagnetisierungs CD
"
und
„High Fidelity-pur White Mirror LaMusica- CD-Auflage“
lesen.

Wer sich vor lachen rumkugelt, haftet selber für Verletzungen.

MfG Peter(TOO)

Einen hab ich noch…
Hi,

Dies hier ist mein Liebling:

Danke für die Warnung. :wink:

Da hätte ich noch anzubieten (mit den üblichen Sicherheitsvorkehrungen:

http://www.fl-electronic.de/live_connection/cd-tunin…

und: wie man eine CD richtig anfassen sollte:
http://www.fl-electronic.de/live_connection/cd-kante…

Auszug:
Der Winkel, unter dem angefast die CD am besten klingt, ist übrigens nicht unbekannt. Die Ägypter benutzten ihn schon bei ihren Pyramiden, wie bei der von Cheops. Bei einer Höhe von 146 m und einer Kantenlänge von 233 m ergibt sich ein Winkel der Kante von 38°. Wesentlicher Unterschied zur CD: Pyramiden haben schon viele tausend Jahre überdauert. Dagegen droht der CD nach 20 Jahren bereits die Ablösung durch DVD-Audio und SACD…

mfg Ulrich