Good bye, Lenin

Hallo!

Endlich habe ich mir den mehrfachen Preisträger angeschaut und bin nicht wenig erstaunt. Inhaltlich sowie künstlerisch blaß, unlogisch. Das Bild, der Schnitt, schauspielerische Leistungen, Musik - einfach alles nur mangelhaft. Warum wird dieser schwache Film so gelobt? Kann mir das der eine oder der andere erklären?

Gruß

Lass mich raten…du kommst aus den alten Bundesländern oder bist noch sehr jung und hast diese Zeiten nicht mehr selbst erlebt ? Was bitte findest du denn unlogisch ? Und was hast du erwartet ? Special Effects bis zum Abwinken ? Der Film soll das wahre Leben eines Ex-DDR-Bürgers darfstellen und zeigen,wie der sich in einer neuen Welt zurechtfinden musste.So gesehen ist der Film gar nicht so schlecht,denn man fühlte sich an viele fast vergessene Sachen erinnert. Die Schauspieler selbst waren weitgehend unbekannt,einem bekannten Darsteller hätte man die Story auch nicht wirklich abgekauft.

Marco

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Inhaltlich sowie künstlerisch blaß,
unlogisch. Das Bild, der Schnitt, schauspielerische
Leistungen, Musik - einfach alles nur mangelhaft. Warum wird
dieser schwache Film so gelobt?

hi peet,

zum einen heißt das zauberwort „marketing“, zum anderen leidet
anscheinend der deutsche film von vornherein an komplexen.
da muß nicht nur lockere gesellschaftskritik mit neuem humor
gekoppelt und verwechselt werden, da gehört auch ein gewisses maß an
angestrengtheit dazu, um selbstgestrickte künstlerische kriterien zu
erfüllen.
man merkt diesen erzeugnissen die checkliste an.
das macht einen gutgemeinten film eben öde, es bleibt artifizielles
strickwerk.

ähnlich ging es mir mit „herr lehmann“, der brav ein buch abfilmte,
keine eigene stellungnahme brachte und die erwartungshaltung damit
erfüllte.

faßbinder weilt nicht mehr unter uns, aber wir haben *gähn*
schlingensief, wenn´s mal „so richtig“ „abgeht“.

und ein progressiver deutscher film ohne katja riemann *schnarch* ist
sowieso nicht möglich.

dies nur am rande,
gruß,
frank

hi

ich fand den gut. lief vorgestern. muß aber sagen daß ich von DDR-geschichte nicht viel ahnung habe und auch dort noch nie war. deshalb war der film auch einfach interessant zum anschauen. der film ist subtil witzig, bitterböse und voll schwarzem humor. ein typischer „festivalfilm“ - international bekannt genug, um beuntertitelt zu werden und im ausland zu laufen. ist ein ganz guter „filter“ für deutschsprachige filme :wink:

gruß
datafox

Hallo!

Endlich habe ich mir den mehrfachen Preisträger angeschaut und
bin nicht wenig erstaunt. Inhaltlich sowie künstlerisch blaß,
unlogisch. Das Bild, der Schnitt, schauspielerische
Leistungen, Musik - einfach alles nur mangelhaft. Warum wird
dieser schwache Film so gelobt? Kann mir das der eine oder der
andere erklären?

Gruß

Lass mich raten…du kommst aus den alten Bundesländern oder
bist noch sehr jung und hast diese Zeiten nicht mehr selbst
erlebt ?

Schlecht erraten. Jetzt bin ich dran: Du hast keine Ahnung von der Filmkunst, ja?

Was bitte findest du denn unlogisch ?

Den Gesamtinhalt, die Entwicklung der Personen. Ein Beispiel: der Vater (B.Klaussner) wird wiedergefunden und dann vergessen.

Und was hast du
erwartet ? Special Effects bis zum Abwinken ?

Klar. *g*

Der Film soll
das wahre Leben eines Ex-DDR-Bürgers darfstellen und
zeigen,wie der sich in einer neuen Welt zurechtfinden
musste.

Wer ist im Film dieser „Ex-DDR-Bürger“? Findet sich da jemand zurecht? Wenn nicht, wird es problematisiert? Oder nur seicht geschmunzelt, um keinem weh zu tun?

So gesehen ist der Film gar nicht so schlecht,denn man
fühlte sich an viele fast vergessene Sachen erinnert.

Ist es die Aufgabe eines Films, der alle Preise gewinnt?

Die
Schauspieler selbst waren weitgehend unbekannt,einem
bekannten Darsteller hätte man die Story auch nicht wirklich
abgekauft.

Ach so…

Gruß
P.S. Nimm meinen Ton nicht ernst, ich habe die Frage nach den möglicherweise versteckten künstlerischen Qualitäten des Films gestellt und nicht nach deinen investigativen Fähigkeiten :smile:

Hallo Frank!

Lange nicht gesehen! :smile:

zum einen heißt das zauberwort „marketing“,

Meinst du, dieser Haufen an Preisen lässt sich dadurch einigermaßen erklären?

Da liegt noch etwas hinter dem Film, was ich noch nicht entdeckt habe, vielleicht kulturpolitische Lücke, eine Quotenrolle? Gibt es da keine Konkurenz?

Gruß

Hallo datafox!

Was war zuerst - der Film, seine Preise oder seine Vermarktung im Ausland?

ich fand den gut. lief vorgestern. muß aber sagen daß ich von
DDR-geschichte nicht viel ahnung habe und auch dort noch nie
war. deshalb war der film auch einfach interessant zum
anschauen. der film ist subtil witzig, bitterböse und voll
schwarzem humor. ein typischer „festivalfilm“ - international
bekannt genug, um beuntertitelt zu werden und im ausland zu
laufen. ist ein ganz guter „filter“ für deutschsprachige filme
:wink:

Subtil witzig? Hmmm, echt subtil? Ich fand alle (aus meiner Sicht, für eine Komödie viel zu wenige) Witze durchgekaut und rüber- und untermalt mit dem Schild: das ist ein Witz!

Bitterböse? Wo hast du das denn entdeckt? :smile: Dort, wo friedliche Protestmärsche brutal niedergeschlagen werden? Hast du dem Film gegelaubt, weil du - wie du selbst sagst - von der DDR-Geschichte nicht viel weißt?

Voll schwarzem Humor? Ogottogottogott… :smile: Meinst du in etwa wie bei Greenaway oder Monty Python? *g*

Gruß

Hi!

ich fand den gut. lief vorgestern. muß aber sagen daß ich von
DDR-geschichte nicht viel ahnung habe und auch dort noch nie
war. deshalb war der film auch einfach interessant zum
anschauen. der film ist subtil witzig, bitterböse und voll
schwarzem humor. ein typischer „festivalfilm“ - international
bekannt genug, um beuntertitelt zu werden und im ausland zu
laufen. ist ein ganz guter „filter“ für deutschsprachige filme
:wink:

Subtil witzig? Hmmm, echt subtil? Ich fand alle (aus meiner
Sicht, für eine Komödie viel zu wenige) Witze durchgekaut und
rüber- und untermalt mit dem Schild: das ist ein Witz!

Bitterböse? Wo hast du das denn entdeckt? :smile: Dort, wo
friedliche Protestmärsche brutal niedergeschlagen werden? Hast
du dem Film gegelaubt, weil du - wie du selbst sagst - von der
DDR-Geschichte nicht viel weißt?

Voll schwarzem Humor? Ogottogottogott… :smile: Meinst du in etwa
wie bei Greenaway oder Monty Python? *g*

Exakt das ist das Problem. Du bist der Werbung für den Film (und vermutlich falscher Mundpropaganda) aufgesessen und hast so den Film unter falschen Voraussetzungen und Erwartungen geschaut. Der Film ist - entgegen der allgemeinen Meinung - keine Komödie, sondern die Darstellung einer Art Mikrokosmos, wo man mit teilweise recht skurrilen Mitteln versucht, die gesellschaftlichen Veränderungen vor der Haustür zu ignorieren oder zumindest zu verzögern. Ein Spagat, der symbolisch gesehen werden könnte für das Leben der Menschen in der DDR: auf der einen Seite die brutal hereinbrechende West-Kultur mit all ihren Auswüchsen, auf der anderen Seite der verzweifelte Versuch, die Behaglichkeit der überschaubaren Welt der DDR zu retten.

Vergiss die Aussagen, der Film liefere Schenkelklopfer und Lachsalven, und schau ihn dir noch einmal an. Und vergleiche ihn dann mit „Sonnenallee“, der vielleicht mehr Lacher produziert, aber beim Setting und seiner Figurenzeichnung um einiges platter ist. Dies gilt ganz besonders für die Beziehung zwischen Mutter und Sohn - diese Beziehung wirkt authentisch.

Grüße
Heinrich

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Ich konnte mit dem Film ebenfalls nicht viel anfangen und halte ihn für zwar gut aber überbewertet („gehypted“, wie man so schön sagt).

Da ich die DDR nur aus 2 Besuchen kannte und dort auch keine Verwandte hatte, hatte ich zur DDR keinen weiteren Bezug. Ich empfand das Flair dort (ganz subjektiv, in Ost-Berlin und Chemnitz - ehemals Karl-Marx-Stadt, wo ich war) grauenvoll trocken, veraltet, staubig, surreal und depressiv machend (geradezu kafkaesk). Jedenfalls weder komisch, rührselig noch charmant. Auch die „Ostalgie-Welle“ vermochte mich demzufolge nicht anzustecken sondern nur verwundern.

Somit war der Film für mich inhaltlich wenig interessant, und die Aufbereitung der Thematik krankte meines Erachtens - wie scheinbar so oft in Deutschland - an der „Unart“ nur mit Mühe einen „einfach lustigen“ oder „einfach dramatischen“ oder „einfach spannenden“ Film machen zu können, sondern die Backen im unbequemen Platz zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Ernst und Unterhaltung, zwischen Kommödie und Drama einzuklemmen.

Ich finde, eine solche Balance (wenn man sie denn wünscht) wird in anderen Ländern und anderen Filmen besser gefunden (zB. „Brazil“, „Ist das Leben nicht schön“, „Fight Club“,…)

Andreas

DDR - Hurra!
Hallo Heinrich,

Ein Spagat, der symbolisch
gesehen werden könnte für das Leben der Menschen in der DDR:
auf der einen Seite die brutal hereinbrechende West-Kultur mit
all ihren Auswüchsen , auf der anderen Seite der verzweifelte
Versuch, die Behaglichkeit der überschaubaren Welt der DDR zu retten.

Sorry, aber da fällt mir nur ein:
Dann macht doch die DDR wieder auf, wenn die so toll war!
Und von wegen „brutal hereinbrechen“: Wer war denn so scharf auf die Wiedervereinigung?

Grüße,

Anwar

PS: Unser Geld wollen wir dann aber wieder haben.

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Hallo Heinrich,

Ein Spagat, der symbolisch
gesehen werden könnte für das Leben der Menschen in der DDR:
auf der einen Seite die brutal hereinbrechende West-Kultur mit
all ihren Auswüchsen , auf der anderen Seite der verzweifelte
Versuch, die Behaglichkeit der überschaubaren Welt der DDR zu retten.

Sorry, aber da fällt mir nur ein:
Dann macht doch die DDR wieder auf, wenn die so toll war!
Und von wegen „brutal hereinbrechen“: Wer war denn so scharf
auf die Wiedervereinigung?

hallo anwar,

wahrscheinlich hast du das falsch verstanden. so wie heinrich das beschreibt wurde es im film dargestellt - als die subjektiven empfindungen der charaktere, hauptsächlich der „mutter“.

der punkt bei dem film ist ja, einer DDR-verblendeten frau die illusion ihres landes nach dem mauerfall aufrechtzuerhalten, um sie vor einem herzanfall zu retten. während die meisten um sie herum eher andersrum begeistert sind.

gruß
datafox

Hallo, du Veröffentlicher! :smile:

Es ist datafox, die meint, der Film sei eine Komödie. Ich bin auf ihre Adjektive und Substantive eingegangen. Meine Frage ist nicht nach der Gattung, sondern nach der Begründung des angeblichen Erfolges und vieler Preise.

Deine Idee mit dem skurillen Mikrokosmos ist nicht schlecht, eine passende Interpretation auf jeden Fall. Nur wo ist die künstlerische Qualität, die dem entsprechen würde? Bessere Beispiele hat Andreas Wilhelm genannt.

Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn ist authentisch, ja. Ist das das Thema des Films? :smile:

Wofür bekommt dieser Film seine Preise?

Freundliche Grüße

Hi!

Ein Spagat, der symbolisch
gesehen werden könnte für das Leben der Menschen in der DDR:
auf der einen Seite die brutal hereinbrechende West-Kultur mit
all ihren Auswüchsen , auf der anderen Seite der verzweifelte
Versuch, die Behaglichkeit der überschaubaren Welt der DDR zu retten.

Sorry, aber da fällt mir nur ein:
Dann macht doch die DDR wieder auf, wenn die so toll war!
Und von wegen „brutal hereinbrechen“: Wer war denn so scharf
auf die Wiedervereinigung?

a) der brutale Einbruch westlicher Lebensweise wird im Film sehr deutlich u.a. mit dem riesigen Wandwerbeplakat am Haus gegenüber dargestellt oder mit dem plötzlichen Verschwinden bisheriger DDR-Produkte (Stichwort Spreewaldsgurken)

b) von „die DDR war toll“ ist nie die Rede gewesen, weder in meinem Beitrag noch im Film. Woher ziehst du diese Erkenntnis?

c) habe ich in meinem Beitrag den Konjunktiv benutzt: „symbolisch gesehen werden _könnte_“. Konjunktiv wird im Deutschen u.a. bei Mutmaßungen benutzt.

d) eine gewisse Form der „Behaglichkeit“ hat es durchaus in der DDR gegeben, allerdings hat der Begriff „Behaglichkeit“ eine andere Bedeutung als bei uns im Westen (nur zur Info: ich bin im Westen geboren, aufgewachsen und lebe noch immer in den alten Bundesländern, habe aber auch von 1989 reichlich Kontakte zu DDR-Bürgern gehabt). So war Improvisation und Nachbarschaftshilfe gezwungenermaßen stärker ausgeprägt als im Westen - hier konnte man ja alles kaufen.

e) die genannte „Behaglichkeit“ (eigentliche müsste es heißen: das Zurückziehen in eigene Nischen) wird heute vor allem in den ehemaligen Urlaubsgebieten der DDR vermisst. Es geht dabei nicht um eine Rückkehr zum Planwirtschaftsurlaub. Vielmehr hat sich z.B. auf Rügen die Stimmung am Strand gegenüber der Zeit vor 1989 grundlegend gewandelt (viele behaupten zum Negativen)

f) haben in der Realität als erste direkt nach der Maueröffnung Versicherungsvertreter und Gebrauchtwagenhändler die Situation ausgenutzt. Von daher kann man durchaus von einer brutal hereinbrechenden West-Kultur reden

Offenbar ist nach 15 Jahren im Kopf noch immer nicht zusammengewachsen, was sich zusammenwachsen wünscht.

Grüße
Heinrich

Neuer Tag, neues Glück,

probieren wir es mal:

a) der brutale Einbruch westlicher Lebensweise wird im Film
sehr deutlich u.a. mit dem riesigen Wandwerbeplakat am Haus
gegenüber dargestellt oder mit dem plötzlichen Verschwinden
bisheriger DDR-Produkte (Stichwort Spreewaldsgurken)

Was ist an einem Plakat, mag es auch riesig sein, brutal? Erst recht wenn es wahrscheinlich nur ein anderes, ebenso riesiges, der Parteipropaganda ersetzte?
Ein Plakat in einem Land als „brutal“ zu bezeichnen, in dem (zum Zeitpunkt des Films) bis vor wenigen Tagen noch gefoltert und gemordet wurde, das finde ich unanständig und geschmacklos.

b) von „die DDR war toll“ ist nie die Rede gewesen, weder in
meinem Beitrag noch im Film. Woher ziehst du diese Erkenntnis?

Aus der Aussage „Behaglichkeit der DDR-Welt“. Behaglich = positiv = toll. Aber vielleicht war das nicht ganz so von Dir gemeint.

c) habe ich in meinem Beitrag den Konjunktiv benutzt:
„symbolisch gesehen werden _könnte_“. Konjunktiv wird im
Deutschen u.a. bei Mutmaßungen benutzt.

Dann sollte man sich von dieser Darstellung aber auch im Text distanzieren, und sich nicht hinterher hinter grammatikalischen Ausreden verstecken.

d) eine gewisse Form der „Behaglichkeit“ hat es durchaus in
der DDR gegeben, allerdings hat der Begriff „Behaglichkeit“
eine andere Bedeutung als bei uns im Westen (nur zur Info: ich
bin im Westen geboren, aufgewachsen und lebe noch immer in den
alten Bundesländern, habe aber auch von 1989 reichlich
Kontakte zu DDR-Bürgern gehabt). So war Improvisation und
Nachbarschaftshilfe gezwungenermaßen stärker ausgeprägt als im
Westen - hier konnte man ja alles kaufen.

Sorry, das ist Unsinn. Ich lebe in einem Mehrparteienhaus und habe trotzdem(was ja angeblich unmöglich sein soll) gute Kontakte zu meinen Nachbarn. Gegenseitige Hilfe ist eine Frage des persönlichen sozialen Umfeldes, welches wiederum vom persönlichen sozialen Verhalten geprägt wird, nicht von irgendwelchen abstrakten Staatsformen.

e) die genannte „Behaglichkeit“ (eigentliche müsste es heißen:
das Zurückziehen in eigene Nischen) wird heute vor allem in
den ehemaligen Urlaubsgebieten der DDR vermisst. Es geht dabei
nicht um eine Rückkehr zum Planwirtschaftsurlaub. Vielmehr hat
sich z.B. auf Rügen die Stimmung am Strand gegenüber der Zeit
vor 1989 grundlegend gewandelt (viele behaupten zum Negativen)

Und eben diese „vielen“ können, von mir aus, die DDR gerne wieder errichten. Und wenn Du, als „Wessi“, Dich, zwecks hohem „Behaglichkeitgehalt“ gerne dazugesellen möchtest, dann habe ich nichts dagegen.

f) haben in der Realität als erste direkt nach der
Maueröffnung Versicherungsvertreter und Gebrauchtwagenhändler
die Situation ausgenutzt. Von daher kann man durchaus von
einer brutal hereinbrechenden West-Kultur reden

Man muss sich doch fragen, wer diese Leute hereingelassen hat. Mitnichten war es so, dass die BRD die DDR annektiert hat, dann könnte man von einem „brutalen Hereinbrechen“ sprechen. Aber die DDR hat geradezu darauf gedrängt sich der BRD anzuschließen.
Die Argumentation kommt mir ungefähr so vor, wie die von einem Teenager, der seine halbe Schule zur Geburtstagsparty einlädt und sich nachher beklagt, dass alles total chaotisch aussieht.

Offenbar ist nach 15 Jahren im Kopf noch immer nicht
zusammengewachsen, was sich zusammenwachsen wünscht.

Mir ist nicht so ganz klar, wer sich das noch wünscht. Ich kenne eine handvoll Leute, alle weit über 50, auf die das zutrifft. Mir ist auch nicht ganz klar, wieso ein 1871 zusammengezwungenes Kunstgebilde überhaupt zusammenbleiben muss.

Grüße,

Anwar