Kann mir jemand eine Definition von „Gothic novel“ geben? Alles, was ich waehrend der Stunde dazu aufgeschrieben habe ist, dass sie die Fortsetzung der „Graveyard poetry“ in Prosaform ist.
Kann mir jemand naehere Details geben?
Vielen Dank und einen schoenen Wochenbeginn,
Elisabeth :o)
PS: DOPPELPOSTING FREMDSPRACHEN
Antworten bitte im Brett Literatur
es kann doch nicht so schwierig sein, z.B. bei http://www.google.de die Begriffe „gothic“ und „novel“ einzugeben. Da gibt es 100e von Treffern…auf denen seitenweise Erklärungen und Erläuterungen des Begriffs zu finden sind.
Die wohl bekannteste „Gothic novel“ dürfte im übrigen „Frankenstein“ von Mary Shelley sein.
Gruß
Uschi (die sich jetzt nicht die Mühe macht per copy & paste aus den gefundenen Seiten hierher zu kopieren)
Hier eine Defninition, die im Internet zu finden ist:
"The Gothic Novel
Horace Walpole, who is usually considered as the father of the Gothic Novel, or Gothic fiction, did not use the term Gothic himself, when he introduced his novel The Castle of Otranto (henceforth Otranto) in 1764. This should, perhaps, not come as any surprise, as the term a Gothic Story had presumably not yet been invented. But it is quite interesting to note, then, how, in a review of Walpole’s novel in the Monthly Review from February 1765, a critic speaks of the absurdities of Gothic fiction,[4] which must indicate that the term was already in use at the time when the first edition of Otranto was released. On the facsimile of the original title page of the first edition of Otranto, one can see that it is only titled a Story. When the second edition was released, however, this had been changed to a Gothic Story. It would be quite tempting to presume that Walpole ‚borrowed‘ the expression from the critics, as he does apparently not try to claim the right to the term of a Gothic Story, though he in his second preface readily enough proclaims himself inventor of a new genre. He does, in fact, not mention the word Gothic. Instead, he reveals in the second preface to his novel, the often quoted lines that his intention was to write a novel that …
„[…] was an attempt to blend two kinds of romance, the ancient and the modern. In the former all was imagination and improbability; in the latter, nature is always intended to be, and sometimes has been, copied with success.“
A plausible explanation as to why the word Gothic was attached to Walpole’s work could be sought in the fact that Gothic, according to Maurice Levy in his paper Gothic and the Critical Idiom, „[…] for a long time served the regrettable purpose of vilifying medieval architecture, medieval literature, medieval manners and medieval superstition“.
Die gothic novels sind eine speziell englische Romanform des 19. Jahrhunderts,die jedoch auf deutsche Ursprünge zurückzuführen ist,unter anderen waren die Ideengeber Hoffmann,Schiller,Goethe,Hauff,das „Gespensterbuch“ von Apel und Laun,welches die Grundlage für das „Fantasmagoriana“ in französischer Sprache war.Eben dieses lasen die Geschwister Shelley und Byron im Sommer 1816 in der Villa Diotati am Genfer See.Nach der Idee,selbst eine solche „german horror“ Geschichte zu schreiben,begann M. Shelley den Frankenstein.
Zu jener Zeit waren diese gothic novels der schwarzen Romantik
ungeheuer populär.In England erschienen zwischen 1790 und 1818
über 300 solcher Romane,was damals ziemlich viel war.Die Hälfte der Produzenten waren Frauen.Heute noch bekannte Namen dieser Strömung sind zB Godwin,Beckford,Lewis und auch G.Sands „Lelia“.
Die Werke verbanden handfesten Schrecken mit einer aufklärerischen Note,Frankenstein ist dafür wieder das beste Beispiel,Shelley führt einen Wissenschaftler vor,der nur das Beste will,jedoch ein Monster erschafft,und einsehen muss,dass der Mensch nicht über die Natur richten kann.Es folgt ein Horrorszenario.Dieses Thema war nicht abwegig,Darwin hatte wenige Jahre zuvor versucht,gehackte Regenwürmer wiederzuerwecken.1805 hatte Goethe in Helmstedt eine automatische Ente besichtigen können (die er allerdings auslachte).Der künstliche Mensch war Thema,zunächst als mechanischer Nachbau,dann als biologischer.
Die Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf wird 1914 noch von Meyrink in seinem „Golem“ behandelt.
Doppelgängermotiv,Vampire,Automaten,Golems,Mischformen aus Mensch und Tier,Geisteskranke,Puppen,Masken und Spiegel,diesen Stoffkatalog kann man für fast alle damaligen gothic/grusel/Horrorromane zu Grunde legen,der Themenkreis war sehr beschränkt.
Auf die genannten Autoren bis etwa 1850 folgten dann Leroux,Doyle und Jules Verne,ihre Romane und Geschichten bestehen nicht nur aus Grusel,Spiritismus und Psychologie nehmen eine stärkere Position ein und die Handlung bekommt einen rationalen Schluss „verpasst“.
Das war Pitrys Schmökerstunde für diese Woche :–)