Hallo Leute!
Angeregt durch zwei Artikel möchte ich mal wissen, weshalb immer wieder Menschen versuchen, Gott zu beweisen bzw. Gott nicht zu beweisen?
Hallo Leute!
Angeregt durch zwei Artikel möchte ich mal wissen, weshalb immer wieder Menschen versuchen, Gott zu beweisen bzw. Gott nicht zu beweisen?
Weil es Konsequenzen hätte…
Hallo
Angeregt durch zwei Artikel möchte ich
mal wissen, weshalb immer wieder Menschen
versuchen, Gott zu beweisen bzw. Gott
nicht zu beweisen?
Nun, wenn man Gott beweisen könnte, dann hätte das Konsequenzen für Dich, für Dein Handeln, sogar für Dein Denken.
Aber eine solche Änderung wird nur herbeigeführt, wenn man sicher ist, daß sie auf realen Umständen beruhen.
Ähnlich kann man argumentieren, wenn man einen Beweis hätte, daß Gott nicht existiert.
Gruß
Thomas
Hallo Wolfgang!
Mit dem Begriff Gott werden Bereiche im Menschen angesprochen, die sehr tief die eigene Existenz betreffen. Da fühlt man sich elementar angesprochen. Deshalb ist es so schwer, wirklich sinnvoll darüber zu reden.
Aber man möchte als Mensch sich auch vor dem kritischen Denken Rechenschaft ablegen. Und da „Gott“ eben auch ein Begriff ist, bemüht man sich, ihm auch mit dem Denken beizukommen. Allerdings meine ich, dass mit dem „Beweis“ das Denken da einfach zu kurz greift. Man muss da schon weiter ausholen.
Gruß
Gottfried Beyer
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Thomas, schau, du argumentierst ungefähr so:
sagst du: Juliane, du bist verpflichtet, mir hunderttausend mark zu überweisen. dafür hab ich einen subjektiven beweis oder so ähnlich.
sag ich: aber nein, das mach ich nicht, das seh ich überhaupt nicht ein, dieser beweis ist gar keiner und die behauptung überhaupt quatsch.
sagst du: du glaubst ja nur deshalb nicht an meinen beweis, weil es konsequenzen hätte. dann müsstest du mir nämlich die hunderttausend mark überweisen. du bist überhaupt nicht objektiv sondern lehnst meinen beweis nur aus eigeninteresse ab. und das widerum bestätigt, dass mein beweis gilt. also schick mir endlich den scheck.
sag ich: tja, thomas, pech gehabt.
Und da „Gott“ eben auch ein
Begriff ist, bemüht man sich, ihm auch
mit dem Denken beizukommen. Allerdings
meine ich, dass mit dem „Beweis“ das
Denken da einfach zu kurz greift. Man
muss da schon weiter ausholen.
ja, so ist es, und dazu kommt, dass in unserer zeit ein seltsamer kult mit dem begriff „beweis“ getrieben wird. er hängt vielleicht damit zusammen, dass wir so abhängig von technik und naturwissenschaft sind und dort beweise eine große rolle zu spielen scheinen.
es ist unsinn, gott beweisen zu wollen und widerspricht noch dazu fundamental den christlichen ideen. das findest du übrigens aufs schönste bestätigt in den von daniel schulhauser so fleissig abgetippten und so gründlich missverstandenen bibelstellen.
gruss juliane
(frau von max)
Hallo Juliane!
es ist unsinn, gott beweisen zu wollen
gruss juliane
(frau von max)
Schade, dass man seine Artikel nicht mehr ergänzen kann. Denn mir ist nachträglich noch was eingefallen:
Mir scheint, dass die Diskussionen über Gottesbeweise auch deshalb so unfruchtbar sind, weil kaum jemand sich dabei klar macht, was er eigentlich als „Beweis“ anerkennen würde. Man kann sehr hohe Ansprüche anlegen, aber dann ist (außer mathematischen Beziehungen, und selbst die setzen Unbeweisbares voraus) überhaupt nichts mehr beweisbar. Über was streitet man dann eigentlich noch?
Man muss also schon vorher deutlicher sagen, was ein Beweis ist, sonst läuft auf diesem Gebiet gar nichts mehr.
Gruß
Gottfried
Hallo Juliane
Zunächst einmal hast Du zwei Fragestellungen unzulässig vermischt:
Die eine Frage war: Ist Gott beweisbar?
Die andere Fragestellung war: Warum fragen Menschen immer wieder nach einem Gottesbeweis?
Ich habe hier auf die zweite Frage geantwortet, die völlig unabhängig von einer Antwort auf die erste Frage ist.
Ich sage: Juliane, gib mir hunderttausend Mark, ich kann Dir daraus in einem Jahr zweihunderttausend draus machen.
Du denkst: Was für ein Betrüger, der will nur das Geld einstecken und verschwinden.
Ich sage: Ich meine es aber ehrlich, ich habe die und die Erfahrungen gemacht, ich kann die und die Referenzen vorlegen.
Du sagst: Ich glaube Dir schlicht und ergreifend nicht.
Wolfgang fragt: Brauchen wir eigentlich einen Beweis?
Du siehst, Dein Beispiel ist gar nicht so schlecht. In einem Sinn aber hinkt es gewaltig. Ich will gar nichts von Dir oder sonst jemand, keiner von Euch muß irgendwelche Leistungen oder Vorleistungen bringen. Ich kann nur erzählen, was ich erlebt habe und wie reich (nicht materiell gemeint) ich geworden bin. Ich sehe aber keine Möglichkeit, Euch zu beweisen, daß ich ehrlich bin.
Es gibt aber viele Menschen, die spüren, daß bei dem ganzen Glaubensunsinn doch etwas dran sein könnte und daß das gewaltige Konsequenzen für sie hätte. Aber sie wagen den Schritt ins Dunkle nicht und fragen deshalb nach einem Beweis. Das ist die Antwort auf die zweite oben genannte Frage und völlig unabhängig davon, wie man die Frage nach dem Beweis selbst nun beantwortet. Insofern ist Dein Bemühen, diese Antwort mit meinem Begriff des „subjektiven Beweises“ zu vermischen schwer verständlich.
Hallo ihr beiden!
Du siehst, Dein Beispiel ist gar nicht so
schlecht. In einem Sinn aber hinkt es
gewaltig. Ich will gar nichts von Dir
oder sonst jemand, keiner von Euch muß
irgendwelche Leistungen oder
Vorleistungen bringen.
Eigentlich hinken eure beiden Beispiele, weil Geld etwas ist, dass jeder (fast jeder) in seiner Tasche hat und in die Hand nehmen kann.
Es gibt aber viele Menschen, die spüren,
daß bei dem ganzen Glaubensunsinn doch
etwas dran sein könnte und daß das
gewaltige Konsequenzen für sie hätte.
Aber sie wagen den Schritt ins Dunkle
nicht und fragen deshalb nach einem
Beweis.
Da kann ich dir so nicht zustimmen. Ich habe die Erfahrung gesammelt, dass bei solchen Diskussionen irgendwann die Schiene erreicht ist, die zu dem Ziel führt Gott „weg beweisen zu wollen“ und nicht dazu, dass Leute nur daran denken, dass vielleicht an Gott was dran sein könnte. Ausser die haben es bisher immer sehr gut vor mir versteckt.
Grüsse
Wolfgang