Gott/Glaube/Religion

Hallo alle zusammen!

Ich hätte da mal eine Frage unzwar was bedeutet Gott, Glaube und die Religion für den Menschen? Es hört sich zwar leicht an aber es ist schon schwer eine Definition zu finden.

Danke im Vorraus! :smile:
Roxy

Hallo alle zusammen!

Hallo Roxy,

Ich hätte da mal eine Frage und zwar was bedeutet Gott, Glaube
und die Religion für den Menschen? Es hört sich zwar leicht an
aber es ist schon schwer eine Definition zu finden.

Da hast Du sicher recht. Die Frage ist: Was bedeutet es für DICH?

Jeder Mensch hat wohl seine eigene Interpretation zu dieser Frage.

Für die einen ist es Überzeugung (Theologen), für andere aktives Leben mit Gott (Naturvölker). Manche benutzen es als Vorwand um sich die Köppe einzuschlagen (siehe Tagespresse). Manche glauben aus Tradition (so mancher Katholik), manche tun so weil es die Gesellschaft fordert (wegen die Nachbarn).

Für mich ist es überflüssig…

Die von mir in Klammern gesetzten Beispiele sind mir spontan eingefallen und erheben weder Anspruch auf Gültigkeit noch auf Richtigkeit.

olli

Hallo alle zusammen!
… was bedeutet Gott, Glaube und die Religion für den Menschen?
…eine Definition

O Mann, Roxy!
„Gott“ hat die Bedeutung für „den Menschen“, dass man bei Bedarf …

  • jemandem die Schuld geben kann, dass man oder alles so ist wie es ist, falls es nicht gut ist
  • sich keine Eigenverantwortung aufhalsen muß
  • jemanden hat, der nicht antworten kann
  • sich einen eigenen basteln und sich nach Wunsch mit Gleichgesinnten zusammenschließen kann, denen dieser Gott auch gefällt
  • jemandem die volle Autorität über Gesetze gibt, damit man JEDE Erfahrung machen kann mit dem Hinweis: Gott will es!
  • jemanden hat, dem zuliebe man keinerlei menschliche Vernunft mehr walten lassen muß
    Dieses alles beobachte ich, dass Menschen dem Begriff „Gott“ an Bedeutung verliehen haben.

Den Glauben benutzen Menschen dazu, ihre Irrationalität in das leuchtende Gewand des nichtfaßbaren Überirdischen zu kleiden.

Die Religionen pflegen sie, um einen theologischen Lehrstuhl (oder Entsprechendes)einzurichten für alte Männer, die damit Geld und einen Ruf verdienen, indem sie sinngemäß in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze suchen, wo sie aber gar nicht drin ist, und laut rufen: „Ich hab sie, ich hab sie!“

Und dann sind da noch die wirklich Gutwilligen, die es mit all dem immerhin schaffen, ihre Lebens- und Todesangst unter Kontrolle zu halten und die Psychiater nicht zu fett werden zu lassen.

Wenn du aber insgeheim etwa die Frage ventilierst, was Gott tatsächlich für die Menschen sein mag, dann (das weiß man hier inzw. zur Genüge) findest zu hinreißende Antwort auf meiner homepage :smile:
LG, Geris

ups - du bist ja gar kein Mann. Und viell. brauchst du das für die Schule! Ich gebe hiermit demütig und bescheiden zum Definieren ab an einen richtigen Theologen!
*g* Geris

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hi :smile:

tatsächlich für die Menschen sein mag, dann (das weiß man hier
inzw. zur Genüge) findest zu hinreißende Antwort auf meiner
homepage :smile:

Die aber irgendwie grade ausläuft ?!

grüße, rené

Hiho :smile:

ups - du bist ja gar kein Mann. Und viell. brauchst du das
für die Schule! Ich gebe hiermit demütig und bescheiden zum
Definieren ab an einen richtigen Theologen!

Hehe, für die Schule schön systemkonform definieren, oder wie?!
Eine objektive Berichterstattung und Bestandsaufnahme in Bezug
auf das gestellte Thema könnte in der Tat in der ein oder anderen
Schule/Region zu leichten Problemen führen … leider :frowning:
grüße, rené

PS:
Mein Reli Lehrer (ehemals ev. Pfarrer) 11.Klasse, sagte sinngemäß
in der ersten Stunde :" … nach den 3 Jahren mit mir werdet ihr
davon überzeugt sein, daß es Gott gibt!". Kurze Sekunde des Schocks
der Anwesenden (gymnasiale Oberstufe Typ Technik, also eher alles
rationale Typen), daraufhin Stühlerücken und Abmarsch ins Sekretariat
die Abmeldung vom Reli-Unterricht eingereicht.

ups - du bist ja gar kein Mann. Und viell. brauchst du das
für die Schule! Ich gebe hiermit demütig und bescheiden zum
Definieren ab an einen richtigen Theologen!

Typisch Mann! Was er nicht verstehen kann, wird sofort in der Dreck gezogenł…

Gru+

R.

hi :smile:

Hi :smile:

tatsächlich für die Menschen sein mag, dann (das weiß man hier
inzw. zur Genüge) findest zu hinreißende Antwort auf meiner
homepage :smile:

Die aber irgendwie grade ausläuft ?!

Nein, das war nur die einen Monat lang kostenlose ms-Seite (hatte so schöne Hintergrundbilder) Schau vika: http://www.gott-aktuell.de

grüße, rené

auch, danke für die Nachfrage!

Schau vika:
http://www.gott-aktuell.de

aaaah, da unten. ich hatte nur nach dem Standardeintrag der Vika
geschaut, da haste noch die alte verlinkt.

grüße, rené

Hallo, Roxy,

Bertolt Brecht hat in seinen „Geschichten vom Herrn Keuner“ folgendes geschrieben:

"Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe.
Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde.
Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallen lassen.
Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden:
Du brauchst einen Gott.“

Vielleicht hilft das als Anregung zu eigenen Überlegungen.

Danke im Voraus! :smile:

Fritz

Servus Roxy,

was bedeutet Gott

Der Begriff Gott hat unter den Machenschaften der Menschen im laufe Ihrer Geschichte sehr gelitten und an Schaden zugenommen. Je nach Epoche wurde der schändliche Versuch gemacht Gott zeitgemäß zu definieren. Die uns wohl am deutlichsten in Erinnerung haftende ist „der Alte Mann mit langem weißen Bart“, also die Peronifizierung Gottes.
Gott mußte in der Zeit des Patriarchats einfach ein Mann sein.
Und die Jünger Jesu ebenso - waren übrigens auch Mädchen d’runter.

hierzu möchte ich Dir folgendes offenbaren:
„Es gibt einen Gott“
doch diesen zu definieren ist uns Menschen nicht gegeben.

Im AT gibt es einige Stellen, wo versucht wird, sein Wirken zu beschreiben, im NT erhalten wir eine genaue Anleitung wie wir (wie ich es Nenne) „das Gesetz des Himmels“ anwenden können.
Und, Es funktioniert 100%-ig.

Religion

Religion bedeutet sinngemäß Rückbesinnung. Rückbesinnung auf unseren göttlichen Ursprung und unseren göttlichen Auftrag.
Aber wer kann das noch. Kannst Du Dich etwa 3.000.000.000 Jahre zurückbesinnen ?

Glaube

das ist in unserer Sprache das am schwierigsten zu definierende.
glauben heißt nicht wissen - stimmt bedingt.
glauben heißt auch als wahr anzunehmen was nicht beweißbar ist.

Ich würde es so definieren:
Glaube ist etwas anzuerkennen was außerhalb unserer Wahrnehmungsfähigkeit liegt, weil wir dies einfach verlernt haben.

Auch ist hier noch mit anzuführen, daß mit keinem anderen Gut soviel Mißbrauchbetrieben wurde.
So dient der jeweilige Glaube auch dem jeweiligen Institut für die Vermarktung Gottes zu eigenem Zweck.

Ich denke das reicht erstmal

Gruß Richard

Hi Richard,
Da ich dir überaus zustimme und nur wenig gefunden habe, wo nicht ganz, möchte ich …

Religion bedeutet sinngemäß Rückbesinnung. Rückbesinnung auf
unseren göttlichen Ursprung und unseren göttlichen Auftrag.
Aber wer kann das noch. Kannst Du Dich etwa 3.000.000.000
Jahre zurückbesinnen ?

Das mußt du ja gar nicht, denn die Erinnerungslosigkeit setzt erst nach der Geburt ein, manchmal erst Jahre später. Bruchstücke sind durchaus noch vorhanden. Vor x Mrd. Erdenjahren war dein Geist/Seele genauso zeitlos (irdisch gerechnet!) wie heute. Und der göttliche Ursprung unterliegt natürlich überhaupt keinem Zeitablauf, du BIST Gottes Abkömmling, egal ob du dich erinnerst oder nicht. (Das ist Glaube.)
Ob du einen göttlichen Auftrag hast, das ist umstritten, eine Vermutung bestenfalls. Vielleicht BIST du ja einfach nur?? Schon mal auf meiner homepage geschmökert „erdenplan“?

Glaube ist etwas anzuerkennen was außerhalb unserer
Wahrnehmungsfähigkeit liegt, weil wir dies einfach verlernt
haben.

Und interessant dabei ist auch, dass der Glaube dem eigenen Willen unterliegt. Ich muß etwas glauben wollen, nicht wahr? Wenn mir jemand gegen meinen ursprünglichen Willen und Glauben etwas anderes in die Birne drücken will, braucht es die „Gehirnwäsche“, die mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Woraus man schließen kann, dass der Aufwand sich für den Anwender sehr lohnen muß.
Grübelt Geris

Die Frage nach Gott ist die Frage nach einem Sinn.
Den Glauben benötigt man, um dabei nicht depressiv zu werden.
Und Religionen sind gedankliche Konstrukte, die Gott voraussetzend und sich des Glaubens bedienend all die Menschen, die entweder keine Möglichkeit oder keinen Bock haben sich ständig Gedanken zu machen zu einer sozialen Gemeinschaft zusammenfügen sollen.

Dabei würde ich gern die Gelegenheit nutzen meine kleine Theorie in den Raum zu stellen:
Gott ist der Fernsehturm von Prag (wobei „von Prag“ nur von stilistischen Werte sei)
Und wir sind alle Radios.

Vielleicht kann mir jemand mit einer eindeutigen Widerlegung oder auch Beweisführung dieser Theorie zu rate stehen.

der nicht definierbare Gott
Hallo Roxy, Richard und alle andern

«„Es gibt einen Gott“
doch diesen zu definieren ist uns Menschen nicht gegeben.»

Dafür gibt es eine interessante Bestätigung:
Gott selber stellt sich im AT (auf deutsch übersetzt) so vor:
«Ich bin, der ich bin!»
Das will sagen: ich bin der, den man immer neu erfahren muss,
der sich immer neu ereignet. Macht euch deshalb kein Bild,
denn es würde stets hinter der Realität hinterherhinken.
Gott entzieht sich also selber allen Vorstellungen und
Definitionen.

Rolf

RückBINDUNG
«Religion bedeutet sinngemäß Rückbesinnung»

re-ligio = Rück-Bindung, also ein Halt, eine Verankerung. Ob
«Rückbesinnung» wirklich sinngemäss ist? Zumindest nicht sehr
präzis, will mir scheinen, denn wie dein Beitrag zeigt, führt
diese Deutung zu eher entfernt liegenden Fragen.

Rolf

Hallo Roxy, Richard und alle andern

hallo ebenso

«„Es gibt einen Gott“
doch diesen zu definieren ist uns Menschen nicht gegeben.»

Dafür gibt es eine interessante Bestätigung:
Gott selber stellt sich im AT (auf deutsch übersetzt) so vor:
«Ich bin, der ich bin!»
Das will sagen: ich bin der, den man immer neu erfahren muss,
der sich immer neu ereignet.

Großartig, super, treffend! Ich bin begeistert - bis zur Interpretation …

Macht euch deshalb kein Bild,
denn es würde stets hinter der Realität hinterherhinken.
Gott entzieht sich also selber allen Vorstellungen und
Definitionen.

Wieso denn? Wo ist das schon wieder her? Niemals entzieht sich Gott, wünscht er/sie doch nichts sehnlicher als erkannt und verstanden zu werden!! Das ist doch nicht zu fassen, wieso wollt ihr ihn im Regen stehen lassen mit dieser faulen Ausrede: Er will es ja gar nicht? Ist ja wirklich n Hammer, das!
Hach, Geris

Hallo Klo, Sternchen gibt es nächsten Monat von mir…
Was du heut nicht willst besorgen,
das verschieb getrost auf morgen!
So wird n Gedicht draus. (Schaut vika)
Ohne Beweisführung für heute: Wer hat den richtigen Sender eingestellt?? Wer hat Strom? Wer hats Radio an? Wer hört zu? :smile:
Gruß Geris

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Hallo Roxy

Versuche es mal: Religion ist eine mesnchliche Form die sich in Handlungen/Ritual, Struktur etc ausdrückt und welche sich auf irgend einen Glauben an ein oder mehreren höheren Wesen bezieht. Bsp Katholizismus, dessen Handlungen, Struktur: Firmung, vorgehen bei Abendmahl bzw Papst, Bischoff etc.

Gott ist das höchste Wesen, an das man glaubt:

Glauben heisst, an das obigen höhere Wesen und allfällige Offenbahrungen glauben: Bsp: Der christliche Glaube glaubt an einen dreieinigen Gott und an Gottes Wort der Bibel:

So ist es möglich, dass zb jemand religiös ist, indem er Mitglied in einer Organisatuion ist und vieleicht noch deren Rituale und mehr praktiziert, obwohl er gar nicht gläubig ist, weil er das höhere Wesen verneint.
Gläubig kann jemand dafür sogar sein (wenn praktisch auch schwirig), wenn er keiner Religion anghört, aber an einen bestimmte Höhere macht glaubt.
Für Christen gilt als Voraussetzung gemäss Bibel: Die geistige Wiedergeburt, das heisst der Glauben das Jesus Christus als Sohn Gottes für alle eigenen Sünden gebüsst hat, für jeden der Ihn annimmt und ihn als Herr über das eigene Leben anerkennt

Gruss
beat

Hallo Roxy,

Definitionen dieser Begriffe werde ich wohl nicht zustande bringen, statt dessen will ich von den Phänomenen her eine Annäherung versuchen.

Religion:

In vergangener Zeit, in früheren Jahrhunderten und noch in der ersten Hälfte des zwanzigsten war die katholische Kirche sehr mächtig, sie gab die Struktur vor für das Leben der meisten Menschen. Wahrscheinlich traf das für viele andere institutionalisierte Religionen ebenfalls zu, und heute noch für den Islam. Das heißt, es muß ein tiefes Bedürfnis bei den Menschen vorhanden sein: nach „Religiosität“, nach Eingebundensein in eine größere Struktur, die den Menschen einen „Sinn“ gibt. Dieses tiefen Bedürfnisses hat sich die Kirche, ich sage mal, mißbräuchlicherweise bedient, um groß und mächtig zu werden.

Gott:

In längst vergangener Zeit, heißt es, hätten die Menschen geglaubt, die sie umgebende Natur sei beseelt, hinter Naturereignissen wie Gewittern oder Erdbeben stünden irgendwelche Wesen oder Geister mit ihrem Willen. Diese Art Glauben nennt man Animismus, und man hält ihn für eine primitive Form des Glaubens. In modernerer Zeit fand man „natürliche“ Erklärungen für die Naturereignisse, aber davor wußte man noch nichts darüber und füllte dieses Wissensvakuum durch Projektion, indem man in der Natur Wesen mit persönlichem Willen und anderen menschentypischen Eigenschaften annahm.
Nun behaupte ich, der Glaube an Gott sei ein auf die Spitze getriebener Animismus, bei dem das ganze Universum für beseelt durch ein Wesen gehalten wird: Gott. Gedanklich über diesen Punkt hinauszukommen scheint schwierig, leichter ist der Sprung hin zum Atheismus oder zur agnostischen Haltung. Wenn man es schafft, auf jegliche Projektion zu verzichten, kann da noch etwas von „Gott“ übrigbleiben?

Glaube:

Das ist nichts spezifisch religiöses, auch in den Wissenschaften gibt es unvermeidlich Grundannahmen, die (gegenwärtig) nicht weiter bewiesen oder widerlegt werden können, aber für die Erklärung der Phänomene herangezogen werden („Lehrmeinung“, „Paradigma“).

Ein Bild zum Glauben, es stammt von Lessing:
Eine Taube und ein Adler fliegen nebeneinander und unterhalten sich. Die Taube: „Alles Forschen und Fragen endet doch im Glauben“; der Adler: „Du hast schon recht. Nur: wo Du schon glaubst, da denke ich noch“.

Liebe Grüße,

I.

Hallo Beat

Du ackerst wieder einmal mehr den ganzen Gemüsegarten um. M.E. angelesenes, unverdautes Zeugs.
Schön, dass Weltverbesserer deiner Sorte sich nicht besser (noch schlechter ist kaum mehr möglich) ausdrücken können. Statt eines Missionierungserfolges resultiert Gelächter…

Peter