angestoßen durch eine Diskussion weiter unten (über die Zeugen Jehovas), bin ich an eine Frage erinnert worden, die mich immer mal wieder beschäftigt hat. Und zwar: Wieso hat der christliche Gott sich erst vor ca. 2000 Jahren offenbart und dann auch nur einer handvoll von Menschen. Wennder Glaube an Gott zur „Errettung“ (wovor?) nötig ist, was ist dann mit den ganzen Menschen, die nie von Jesus gehört haben? Sind das „Kollateralschäden“, die halt keine Chance hatten oder was?
Auch wenn es sich etwas polemisch anhört, würde mich nur mal Eure Meinung interessieren, ich hege nicht die Absicht daraus eine endlose Diskussion zu stricken.
Ein Missionar in Grönland wird von einem Inuit gefragt, ob er in den Himmel käme.
Der Missionar sagte, er käme nur dann in den Himmel, wenn er nach christlichen Regeln leben würde.
Darauf fragte der Inuit, ob denn diejenigen, die noch nichts von christlichen Regeln gehört haben und nicht nach ihnen leben auch in den Himmel kämen.
Worauf der Missionar antwortet, daß durch die göttliche Gnade sicher auch diese Menschen in den Himmel kämen.
Darauf der Inuit:
‚Warum bist Du dann nur zu uns gekommen!!!‘
es hört sich auch immer wieder polemisch an, wenn man darauf hinweist, daß es in den „Zehn Geboten“ u.a. heißt:
„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir!“
Daraus kann man den Schluss ziehen, daß es aber noch andere Götter gibt und dass dieser christliche Gott halt auf seine Weise PR gemacht hat. Moses und seine Truppe hat das „geschluckt“, widerwillig, wie man auch lesen kann, aber doch.
Andere Menschen als Christen haben dann also einen anderen Gott, der vielleicht auch verlangt, man solle keinen anderen neben ihm haben, etc. …
Oder sie haben viele Götter. Manche haben ja auch gar keine.
Zur „Errettung“: Da geht es um die „Erbsünde“ und deren Folgen.
Diese Frage habe ich mir mit 20 Jahren auch mal gestellt. Ich fand das damals sehr ungerecht, - genau wie Du heute.
Aber der Knoten des Problems liegt in der allgemein christlichen Orientierung, besonders in Europa, die wenn man hier erzogen worden ist, für allgemeingültig genommen ist.
Du darfst nicht vergessen, daß es viele Religionen gibt und jede ihre eigene Heilslehre hat. Das ist wichtig. Das befähigt sich über die Religionen zu erheben, sie mit einem gewissen Abstand zu sehen und sich ein eigenes Gottesbild zu machen. Vom Standpunkt der Universalität, darf sich aber keine Religion als die Einzig Gültige postulieren. Leider tun sie das mehr oder weniger, was Ursache für Konflikte bringt.
Erst später kann man dann zwischen den einzelnen Lehren abwägen, sie vergleichen und sich für die eine oder andere entscheiden, - oder aber für gar keine.
Alle Religionen sind nur ein bestimmter Ausdruck Göttlicher Wahrheit und nicht sein letztes Wort. Und ihr eigenes Anliegen, ist die Rückführung des Menschen in die Heimat seiner Seele.
also so weit ich weiß, hat sich schon Lther mit dieser Frage befaßt. Und der ist (vom protestantischne Glauben aus) zu der Schlußfolgerung gekommen, daß Gott ja gütig und verzeihend ist und somit wohl das Nichtwissen zugunsten der Nichtwissenden auslegen wird.
Wieso hat der
christliche Gott sich erst vor ca. 2000 Jahren offenbart und
dann auch nur einer handvoll von Menschen.
Ich denke, dass der „christliche Gott“ und der „jüdische Gott“ ein und derselbe sind. Vielleicht auch der „Allah der Moslems“. Es verehrt nur jeder „seinen“ Gott auf „seine“ Weise.
Als Gott seinen Sohn zu uns auf die Erde schickte, wollte er nicht noch eine Religion gründen. Er wollte die Juden auf den neuen Weg führen. Warum er sich nicht „allen“ Menschen offenbart hat, weiß ich natürlich auch nicht. Er wollte wohl, dass wir das selbst in die Hand nehmen. Außerdem hätte das wohl auch nichts genützt. Es haben ja auch nicht alle Menschen an Jesus geglaubt, die ihn gehört haben.
Wennder Glaube an
Gott zur „Errettung“ (wovor?) nötig ist, was ist dann mit den
ganzen Menschen, die nie von Jesus gehört haben? Sind das
„Kollateralschäden“, die halt keine Chance hatten oder was?
Ich glaube fest, dass die Menschen, die noch nie von Jesus gehört haben, auch erlöst werden können. Wie es mit denen ist, die bewusst eine andere Religion wählen, oder gar keine, da bin ich mir nicht ganz sicher… Aber eigentlich glaube ich doch eher an den barmherzigen Gott der unter bestimmten Voraussetzungen auch das verzeiht.
angestoßen durch eine Diskussion weiter unten (über die Zeugen
Jehovas), bin ich an eine Frage erinnert worden, die mich
immer mal wieder beschäftigt hat. Und zwar: Wieso hat der
christliche Gott sich erst vor ca. 2000 Jahren offenbart und
dann auch nur einer handvoll von Menschen.
Der Weg der Offenbarung ist ein Prozess, wie es bei allen Informationen und Wissen ist. Jesus hat den Menschen die ihn DIRKET begegnet sind klar angewiesen, seine Heilsbotschaft allen Menschen zu verkündigen. ebenbei war es wesentlich mehr als nur eine Handvoll, die ihn direkt erklannten.
Wennder Glaube an
Gott zur „Errettung“ (wovor?)
Die Strafe der sünde ist der Tod (Aktion gleich reaktion) das zum wieso.
nötig ist, was ist dann mit den
ganzen Menschen, die nie von Jesus gehört haben? Sind das
„Kollateralschäden“, die halt keine Chance hatten oder was?
Ohne Gewähr glaube ich, dass diese gemäss Ihren Taten gerichtet werden.
Auch wenn es sich etwas polemisch anhört, würde mich nur mal
Eure Meinung interessieren, ich hege nicht die Absicht daraus
eine endlose Diskussion zu stricken.