Gott und Naturgesetze

Als Diskussionspartner kann ich dringend Eberhard Lindner (sofern noch nicht verstorben an der FH-Karlsruhe erreichbar) empfehlen. Er hat mich lange mit dem Turiner Grabtuch gequält. Eberhard ist Theologe und Chemiker; ferner hat er zugegeben nicht ganz schlechte Bücher verfasst. Z. B. „Chemie für Ingenieure“, „Chemie in Lebensmitteln“, „Auswege aus der Weltkrise“ uswuswusw.

Schau mal

Eine befriedigende Antwort wird sich auf
eine derartige Frage nicht finden lassen.

Ich würde nicht so schnell resignieren.
Wenn ich feststellen sollte, dass sich meine Vorstellung von Gott mit meiner Vorstellung von den Naturgesetzen beißt, dann würde ich daraus den Schluss ziehen, dass ich meine Vorstellungen von Gott oder von den Naturgesetzen (oder beide) nicht sorgfältig und sachgemäß genug gebildet habe.

Wenn Gott der Schöpfer aller Dinge sein soll, wenn man ihn also als höchste Institution anerkennt, dann muß er die uns bekannten Naturgesetze zu brechen vermögen - ein Gedanke, mit dem ich mich einfach nicht anfreunden kann. Sobald ich nämlich etwas anerkenne, was sich außerhalb der Naturgesetze bewegen kann, läßt sich alles beweisen *heiligheiligundschonistesda*.

Mir ist nicht ganz klar, was mich dazu zwingen soll, Naturgesetze als unveränderlich anzusehen. Kannst du mir das erklären?
Religiöse Gedanken fragen ja in der Regel nach dem Sinn. Also muss diese Frage auch den Naturgesetzen gestellt werden. Und die Frage nach dem Sinn ist tatsächlich keine naturwissenschaftliche Frage, sondern eine menschliche.

Übrigens: Was meinst du zu der Antwort von Jolanda?

Gruß Gottfried Beyer