Als Fußnote (vielleicht) zu der unten diskutierten Frage, ob ein allmächtiger Gott einen Stein schaffen kann, den er nicht heben kann, noch eine kurze Frage:
Hat Gott ein Gewissen?
siehe Altes Testament, Noah und die Sintflut, wo es Gott reute, die Menschen ausgerottet zu haben und er versprach, es nie wieder zu tun.
Wenn Gott ein Gewissen hat und es ihn reute, dann hat er wohl eingesehen, einen Fehler begangen zu haben. Und wer Fehler macht, ist nicht vollkommen (wer ein Gewissen hat, m.E. auch nicht).
Liegt das Problem in der Definition des Gottesbegriffes als übergeordnetes, selbständig agierendes Wesen?
Liegt das Problem in der Definition des Gottesbegriffes als
übergeordnetes, selbständig agierendes Wesen?
Das Problem liegt darin, dass wir uns hier ein Bild von G’tt machen und ihn dabei auf unsere Massstäbe reduzieren. Wir machen aus Ihm einen Menschen. So handelt er ähnlich zu uns und wir unterstellen Ihm, dass er analog zu uns deswegen über ein Gewissen verfügen muss. Dieses würde aber eine Zeitlichkeit voraussetzen, welche aber nicht mehr vorhanden ist.
Liegt das Problem in der Definition des Gottesbegriffes als
übergeordnetes, selbständig agierendes Wesen?
Das Problem liegt darin, dass wir uns hier ein Bild von G’tt
machen und ihn dabei auf unsere Massstäbe reduzieren. Wir
machen aus Ihm einen Menschen. So handelt er ähnlich zu uns
und wir unterstellen Ihm, dass er analog zu uns deswegen über
ein Gewissen verfügen muss. Dieses würde aber eine
Zeitlichkeit voraussetzen, welche aber nicht mehr vorhanden
ist.
Oder ums mal etwas anders zu formulieren:
Solang man dem Menschen damit wünschenswerte Verhaltensweisen „nahelegen“ kann, kann man Gott ruhig auf menschliche Masstäbe „reduzieren“. In dem Moment wo sich dadurch aber Widersprüche ergeben, muss man Gott als etwas vom Menschen komplett unterschiedliches sehen. (Wie war das eigentlich mit „erschuf den Menschen nach seinem Ebenbild?“)
Warum sollte Gott nicht beides sein? (Beim Nirvana klappen solche Dinge doch auch hervorragend.)
Gott als etwas vom Menschen komplett
unterschiedliches sehen.
Gott ruhig auf menschliche Masstäbe
„reduzieren“
Ich krieg fast den Eindruck, du willst darauf hinaus, daß das Christentum polytheistisch wäre:
Einerseits beschreibst du Gott „Vater“, andererseits Gott „Sohn“ (seine fleischliche Inkarnation, Jesus, sein menschlicher Avatar, oder wie auch immer man das bezeichnen willst) und meinst, beides gleichzeitig ist nicht möglich.
An und für sich hab ich mit dieser Einstellung ja keine Probleme, (abgesehen davon, daß ich von beiden nicht wirklich überzeugt bin) aber trotzdem möchte ich dir noch die leicht gemeine Frage Stellen:
Welle oder Teilchen?
„erschuf
den Menschen nach seinem Ebenbild?“)
Vernunftbegabt?
Nee, hab grad die Nachrichten gesehen, das kann ja wohl nicht gemeint sein.
Der Gott der Kannibalen ist ein Kannibale.
Der Gott der Haendler ist ein Haendler,…
Ich habe gerade die King James Version in der Hand und kann keinen Abschnitt finden wo es Gott reute, ausser Noah und seine Familie, die Menschen dezimiert zu haben. Noahs Feueroffering besaenftigte sein Herz. (Gen.8/ Verse 20 - 22)
Damit schliesse ich die Frage nach dem Gewissen aus.
Nebenbei bemerkt : Wie kann er die Menschheit ausrotten wollen wenn er Noah beauftragte die Arche zu bauen ?
Wollte er also nicht den Rechtschaffenden einen Neuanfang ermoeglichen ? Und ist damit nicht der Covenant mit Noah ein folgerichtiger, zweiter Schritt ?
Die gerechte Bestrafung und die nachfolgende Milde sollte man werde als Gewissen noch Reue oder Fehler auslegen.
Mein Gott ist ein gerechter, liebender und vergebender Gott.
So denke ich nicht, dass das Problem in der Definition ist sondern in uns selbst und wie wir versuchen Gott zu interpretieren.
Der Gott der Kannibalen…
Inuxina
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