Hallo…das ist jetzt etwas peinlich, aber ich muss ein referat halten und habe nur den Namen Gottscheck
Hallo,
habe nur den Namen Gottscheck sched
http://www.uni-essen.de/einladung/Vorlesungen/dramat…
http://www.phf.uni-rostock.de/institut/igerman/forsc…
Gruß
Kreszenz
Um die Hörprobleme zu umgehen und zu klären, was erwartet wird: Gottsched war wichtiger Theatertheoretiker Mitte des 18. Jahrhunderts, schrieb ein Werk „Versuch einer kritischen Dichtkunst für die Deutschen“, Lessing setzte sich mit ihm auseinander, besonders in der Nummer 17 seiner „Briefe, die neueste Literatur betreffend“. Deine Aufgabe besteht darin, Gottscheds ästhetische Position zu erläutern und zu beschreiben, welche Position Lessing dazu einnahm. Eine ähnliche Frage hatten wir vor ein paar Wochen hier, ist im Archiv zu finden.
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Vergleich Gottsched/Lessing
Hallo Lara,
ich habe letztes Jahr mein Fachabi gemacht und musste mich auch durch Lessings „Nathan, der Weise“ durcharbeiten. Ich habe gerade meine Unterlagen mal durchgewühlt und folgendes gefunden, das dir vielleicht weiter hilft:
Unterschied Gottsched/Lessing
Gottsched: 1700-1766
Lessing: 1729-1781
Gottsched hat sich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts mit kritischen Dichterkunst für Deutsche auseinandergesetzt. Die Kriterien der Vernunft waren dabei die wichtigste „Regel“ der Kunst. Ziele der Dichtung waren Belehren, Erziehung zu gutem Geschmack und tugendhafte Gesinnung.
Gottsched:
-> nahm Bezug auf Aristoteles (moralischer Satz, Einheit der Zeit (immer 1 Tag) und Einigkeit des Ortes
-> orientierte sich an französischen Dramen
-> Nachahmung der Natur
-> Prinzip der Wahrscheinlichkeit
-> starre Regelpoetik
-> Ständeklausel (man durfte sich nicht über Adelige lustig machen)
-> Alexandertriner orientiert (6-händiger Jambus)
-> Regeln der deutschen Schriftsprache festgelegt
-> Puppe „Hans Wurst“ von der Bühne verbannt
=> Gottsched belehrte statt ergözen. Diente der Unterhaltung.
Lessing:
-> nahm Bezug auf Aristoteles
-> Orientierung am englischen Theater (Identifizierung mit Shakespeare)
-> Lebendigkeit und Themenvielfalt
-> Aufhebung der Ständeklausel
-> Blankvers (ungereimte Verse), Prosa-Sprache Emilia Galotti (glaub S. 135 im Buch)
-> Zielsetzungen (Furcht, Mitleid, Kartharsis, also Reinheit) und klassische Gestaltungsformen der Tragödie der drei Einheiten (Ort, Zeit, Handlung) und Struktur übernommen
-> Zuschauer leiden mit Akteuren mit
=> Lessing sorgte für eine Art Reinigung (Kartharsis), d.h. die eigene Person nochmals zu überdenken.
Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen. Viel Erfolg ncoh!
Lg Janine
-> Ständeklausel (man durfte sich nicht über Adelige lustig
machen)
Nun ja - da würde ich aber sicherheitshalber (und wenn’s bei Wikipedia ist) noch mal nachschlagen, was ‚Ständeklausel‘ bedeutet.
-> Alexandertriner orientiert (6-händiger Jambus)
Äähm - gemeint war wohl der Alexan d riner. Und der hat sechs Füße (Hebungen), nicht Hände …
. So wie der Blankvers nicht nur reimlos, sondern ein fünffüßiger Jambus ist.
-> Puppe „Hans Wurst“ von der Bühne verbannt
Der ‚Hanswurst‘ war keine Puppe, sondern eine Standardrolle, in Anlehnung an den Arlecchino (Harlekin) der italienischen Commedia dell’arte. Richtig ist, dass diese Figur im Puppentheater die Abschaffung auf der ‚richtigen‘ Bühne noch eine Weile überlebte. Nicht richtig ist, dass sich Gottsched um eine Reform des Puppentheaters bemühte …
Freundliche Grüße,
Ralf