habe gerade einen Beitrag im Fernsehen über ein Junkiemädel aus Bern gesehen die sich an Gott wandte und dadurch von Ihrer Sucht geheilt worden sein soll.
Mir kam das doch etwas suspekt vor. Würde Gott wirklich so direkt helfen? Oder ist hier vielleicht Selbstsuggestion am Werk? Oder war der Beitrag vielleicht sogar unseriös?
Ich selbst würde mich zwar nicht als atheistisch bezeichnen, aber
solche „Gotteshilfen“ kommen mir schon etwas suspekt vor.
habe gerade einen Beitrag im Fernsehen über ein Junkiemädel
aus Bern gesehen die sich an Gott wandte und dadurch von Ihrer
Sucht geheilt worden sein soll.
Mir kam das doch etwas suspekt vor. Würde Gott wirklich so
direkt helfen?
Wenn man sich nur ein kleines Bisschen in der Welt und seiner Geschichte umsieht,ganz klar Nein.
Oder ist hier vielleicht Selbstsuggestion am
Werk? Oder war der Beitrag vielleicht sogar unseriös?
Mit Ersterem wirst du wohl richtig liegen.
Ich selbst würde mich zwar nicht als atheistisch bezeichnen,
aber solche „Gotteshilfen“ kommen mir schon etwas suspekt vor.
Werden aber immer wieder gerne angenommen und zt.auch Gewinnbringend vermarktet.
habe gerade einen Beitrag im Fernsehen über ein Junkiemädel
aus Bern gesehen die sich an Gott wandte und dadurch von Ihrer
Sucht geheilt worden sein soll.
Mir kam das doch etwas suspekt vor. Würde Gott wirklich so
direkt helfen?
Ja, das hat schon Freud in seinem 1939’er Werk
„Der man Mose und die Monotheistische Religion“
ausführlich beantwortet. Das Mädchen ist faktisch
in eine (von der Umwelt sanktionierte) „Bewältigungs-
reaktion“ gefallen
Oder ist hier vielleicht Selbstsuggestion am
Werk?
Ich verstehe den Begriff „Selbstsuggestion“ nicht.
Wenn ein von Fremden aufrechterhaltenes Religions-
system übernommen wird, dann ist da nicht viel
„selbst“, oder?
Oder war der Beitrag vielleicht sogar unseriös?
Och. Nicht doch …
Ich selbst würde mich zwar nicht als atheistisch bezeichnen,
aber solche „Gotteshilfen“ kommen mir schon etwas suspekt vor.
Nee nee, das funktioniert recht gut. Der durch Befolgen
eines strengen Triebverzichtsrituals *errungene* Trieb-
verzicht ist schon eine psychische *Leistung*, in der
die Psyche sich selbst positiv konsolidiert. Lies dazu
mal Freud (s.o.).
Es gibt noch weitere Sprichwörter, die mir dazu spontan einfallen: Glaube versetzt Berge. und Wer heilt, hat recht.
Wenn das Mädel von ihrer Sucht los gekommen ist, und diesen sichtbaren Erfolg Gott zuschreibt, dann ist er für sie derjenige, der ihr maßgeblich geholfen hat. Offenbar konnten ihr zuvor andere Menschen nicht helfen. Für sie ist Gott, an den sie sich gewandt hat, die einzig „glaubhafte“ Erklärung. Ob das andere Menschen nachvollziehen können, ist wenig wahrscheinlich, aber für das Mädel auch gar nicht relevant. Hauptsache, ihr hat der Glaube an den hilfreichen Gott aus der Sch… geholfen. Wer will behaupten, dass das so stimmt oder dass sie sich das alles nur eingeredet hat?
Beweisen geht schon mal gar nicht.
Ich beneide die Menschen, die schlicht an Gott glauben können. Der das Gute und das Böse schickt.
Ist es gut, dann ist es ihm zu verdanken.
Ist es schlecht, dann wird er seine Gründe gehabt haben, die wir nicht verstehen.
Ein Fernsehbeitrag oder eine Diskussion hier in w-w-w wird diese Frage sicher nicht zufriedenstellend beantworten können.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Dein Atheismus scheint sich bestenfalls darin zu manifestieren, dass Du nicht einmal an diesen glaubst, wenn Du als vermeintlicher Atheist (der per definitionem die Existenz eines Gottes negiert) den Glauben, ja die Vorstellung an derartige Wunderheilungen nicht kategorisch ausschließt (kein Gott = keine Gotteshilfen).
Desweiteren halte ich derartige „Märchen“ für PR, Wunschdenken oder religiösen Wahn. Es dürfte schließlich für jeden Gläubigen eine sehr hohe Ehre sein, vom „Chef“ selbst geheilt worden zu sein . . .
Es war einmal ein Mönch, der von Jähzorn litt. Man konnte ihn kaum anreden, dann bellte er Schimpfwörter zurück. Sowas steht sich einem Mönch nicht an, und reuig ging er in die Kirche und kniete vor das Kruzifix und betete innerlich, dass der Herr ihn von dem Jähzorn befreien möge. Und siehe da, es geschah ein Wunder. Das Kruzifix öffnete seinen Mund und sprach: Schon gut, werde mit der Sache morgen früh anfangen.
Am nächsten Tag aber war der Jähzorn jähzorniger denn je. Der Mönch wurde von dem einen dummen Ignoranten nach dem anderen beschwert, und er bellte und bellte wie nie zuvor. Am Abend ging er nochmals in die Kirche, kniete, bellte auch dem Kruzifix an: „Biste ein Lügner, oder was ist mit dir! Mit welcher Sache haste denn eigentlich angefangen?“
Und siehe da, es geschah noch ein Wunder. Das Kruzifix öffnete seinen Mund und sprach: „Was klagste denn schon wieder! Ich hab dir ja den ganzen Tag Gelegenheiten gesendet, Selbstbeherrschung zu üben.“
Im christlichen Leben sind Gott und Mensch nicht Gegensätze, sondern Partner.