Hallo
ich bastle gerade an einem Plot für ne Story, die vor dem
realen Hintergrund der olympischen Sommerspiele 1936 spielen
soll.
Und ich finde irgendwie nirgends den genau in diesem Zeitraum
amtierenden Polizeipräsidenten von Berlin. Wahrscheinlich zu
doof für die Guglrecherche…
Juli 1935 wurde besagter Helldorf also Berliner
Polizeipräsident und 1944 im Zuge des Hitler-Attentates
hingerichtet, soviel steht man fest.
Seine Amtszeit betreffend schwanken die Angaben zwischen 1942,
1943 und bei Wiki sogar bis zu seiner Exekution.
Warum nicht mal bei wikipedia nachschauen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf-Heinrich_Graf_von_…
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1933 wurde ihm die SS-Führung von Berlin-Brandenburg anvertraut.
Gleichzeitig wurde er in der 9. Wahlperiode 1933 in den Reichstag
gewählt. Im März 1933 wurde er zum Polizeipräsidenten von Potsdam
ernannt, und ab Juli 1935 übernahm er dieselbe Funktion in Berlin.
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Helldorf war ein sog. Altnazi, ein Vertrauter Hitlers.
Daraus konnte er die Legitimation beziehen, alles mögliche
zu tun.
Vermischtes über Helldorf:
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Es wurde kolportiert, Helldorf habe sich bei Erik Jan
Hanussen, dem bekannten jüdischen Hellseher, verschuldet
und sei von ihm abhängig. Auch als Polizeipräsident
machte Helldorf durch Spielschulden, Luxuskäufe, unbezahlte
Rechnungen und Mietschulden von sich Reden; es kam sogar zu
Gehaltspfändungen. Mehrfach erhielt Helldorf zur Entschuldung
zinslose „Darlehen“ beträchtlicher Höhe, die ihm aus
Parteikassen gezahlt wurden und die er nicht zurückzahlen
musste
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Das führt zum abschließenden Resúmes Hitlers über Helldorf:
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Auch Hitler klagte, er habe dem Grafen vier- oder fünfmal
die Schulden bezahlt, selten weniger als 100.000 Mark.
Hitler ordnete hasserfüllt an, dass Helldorf alle
Hinrichtungen miterleben und als letzter gehängt werden
solle.
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Die Simon-Wiesenthal-Stiftung erwähnt überdies, er hätte die
Progromnacht 1938 dahingehend kommentiert, dass er die
marodierenden Nazi-Schergen höchstpersönlich einzeln
abgeknallt hätte, wäre er zu der Zeit noch im Amt gewesen
(ausgerechnet!)
Aber nur, weil zu dieser Zeit etwas anderes plante:
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Helldorf hatte sich frühzeitig bei Übergriffen gegen
Juden hervorgetan. In seiner amtlichen Eigenschaft war
Helldorf „ein eifriger Befürworter schärferer legaler
Verfolgungsmaßnahmen“ gegen Berliner Juden.
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Joseph Goebbels notierte am 2. Juli 1938 im Tagebuch: „Helldorf
will in Berlin ein Judenghetto errichten. Das sollen die reichen
Juden selbst bezahlen.“ Helldorf erließ im Juli 1938 „Richtlinien
für die Behandlung von Judenangelegenheiten“, die in 76 Punkten
kleinlichste Verwaltungsschikanen enthielten. Goebbels schrieb
darüber: „Helldorf überreicht mir eine Aufstellung der in Berlin
gegen die Juden getroffenen Maßnahmen. Die sind nun wirklich
rigoros und umfassend. Auf diese Weise treiben wir die Juden in
absehbarer Zeit aus Berlin heraus.
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Also war er nu Sommer 1936 Präsident oder nicht? Wäre für das
Zeitkolorit meiner Geschichte sehr von Vorteil, da im ganzen
3. Reich selten eine so dermaßen hochgradig sinistrre Gestalt
wie er sein Unwesen getrieben hatte und ich ihm dann auf alle
Fälle eine höchst prominente Rolle in der Story zuschanzen
würde.
IMHO war er durchgeknallt. Kontrollverlust, jeweiligen
Eindrücken ergeben. Inkonsequent, inkonsistent. Seinen
alten NSDAP-Freunden schuldete er enorme Summen. Also
doch eine ganz interessante Figur.
Grüße
CMБ