Graf spee

hallo,

letzens kam ein bericht über die graf spee im tv.

leider hab ich die stelle, bzw. den grund nicht ganz mitbekommen, warum
das schiff versenkt wurde…

ich meinte, das sich die argentinischen(oder uruguay) behörden weigerten, den dieselreiniger zu reparieren.
daraufhin hatte die besatzung nur noch einen tag sprit-- worauf das schiff selbst versenkt wurde, um es nicht den alliierten überlassen zu müssen…

ein kollege meinte das dem kapitän nicht klar war, das sich eigentlich die engländer hätten fürchten müssen, und er eine große übermacht auf see befürchtete. deswegen entschloss er sich ganz human, den kahn zu versenken und so seiner besatzung das leben zu retten

wer weis es genau?

gruß

rasta

Hi!

letzens kam ein bericht über die graf spee im tv.

leider hab ich die stelle, bzw. den grund nicht ganz
mitbekommen, warum
das schiff versenkt wurde…

ich meinte, das sich die argentinischen(oder uruguay) behörden
weigerten, den dieselreiniger zu reparieren.
daraufhin hatte die besatzung nur noch einen tag sprit–
worauf das schiff selbst versenkt wurde, um es nicht den
alliierten überlassen zu müssen…

ein kollege meinte das dem kapitän nicht klar war, das sich
eigentlich die engländer hätten fürchten müssen, und er eine
große übermacht auf see befürchtete. deswegen entschloss er
sich ganz human, den kahn zu versenken und so seiner besatzung
das leben zu retten

wer weis es genau?

Die „Admiral Graf Spee“ war vor Kriegsbeginn in den Südatlantik ausgelaufen und ging dort nach Kriegsbeginn auf Kaperfahrt (südlicher Atlantik, Indischer Ozean).

Nachdem die „Spee“ eine Reihe britischer Handelsschiffe aufgebracht hat (die Schiffe wurden gestoppt, die Besatzung durfte von Bord gehen (kein britischer Matrose der Handelsschiffe wurde getötet!), dann erst wurden die Schiffe versenkt), schickten die Briten drei Kriegsschiffe der „Spee“ hinterher: die „Exeter“, die „Achilles“ und die „Ajax“. Am 13.Dezember 1939 kommt es vor der südamerikanischen Küste zum Gefecht.

Die beiden ersten Salven der „Spee“ setzen die „Exeter“ außer Gefecht. Dann wird die „Spee“ selbst getroffen und muss schwer beschädigt den Kampf abbrechen (30 Deutsche und 60 Briten fallen). Sie läuft den Hafen von Montevideo im neutralen Uruguay an. Für die notwendigen Reparaturen werden drei Wochen benötigt.

Der britische Botschafter setzt die Regierung Uruguays unter Druck, so dass dem deutschen Kapitän Langsdorff ein Ultimatum von 72 Stunden gesetzt wird: Entweder auslaufen (und damit vor die Rohre der britischen Kriegsschiffe kommen) oder Beschlagnahme der „Spee“ (und vermutlich Übergabe an die Briten) durch die lokalen Behörden.

Langsdorff nimmt Kontakt auf mit Berlin. Von dort wird ihm befohlen, Widerstand bis in den Tod zu leisten.

Langsdorff findet einen dritten Weg. Mit einer Handvoll Männer fährt er das Schiff hinaus in die Mündung des Rio de la Plata. Die Briten warten auf ihn. Da gibt Langsdorff den Befehl zur Selbstversenkung des Schiffes. Es gibt ein paar Explosionen, dann werden die Ventile geöffnet, und die „Admiral Graf Spee“ sinkt.

Kapitän und Besatzung verlassen Uruguay und wechseln in das neutrale, aber deutschfreundliche Argentinien. Am 20.Dezember 1939 hält Kapitän Langsdorff eine bewegende Rede vor seinen Männern. Dann zieht er sich in sein Zimmer zurück, legt sich auf die Reichskriegsflagge, die er von der „Spee“ mitgebracht hat, und erschießt sich. In Deutschland hätte wegen Befehlsverweigerung ein Kriegsgericht auf ihn gewartet.

Viele von der „Spee“-Besatzung blieben in Argentinien und bauten sich dort ein neues Leben auf. Und so ziemlich alle sind der Meinung, ohne Langsdorffs Entscheidung, sich dem Befehl aus Berlin zu verweigern, wären sie wohl alle tot.

Langsdorff selbst ist wegen der Führung seines Schiffes, seines Umganges mit den Besatzungen der aufgebrachten Schiffe, vor allem aber wegen seiner Sorge um die eigenen Männern und der Entscheidung, den Befehl Hitlers zu verweigern - im Bewusstsein, dass ihn damit die Hinrichtung drohte -, bei der Royal Navy hoch angesehen.

Grüße
Heinrich

hi heinrich,

also nach der doku im fernsehen, war die graf spee ganz und gar nicht schwer beschädigt. die geschosse der engländer prallten von der graf spee ab.(war ein modernes panzerschiff)(lediglich der dieslreiniger)
das gefecht dauerte mehrere stunden, wobei eines der englischen kriegsschiffe schwere schlagseite bekam.
daraufhin gingen die engländer erstmal auf distanz, und waren sehr verwundert das sich die graf spee sich in den hafen von uruguay zurückzog.
2 schiffe der engländer behielten die graf spee im auge —
diese hätten aber, wäre es zu einer weiteren schlacht gekommen, die schlechteren karten gehabt. dies war allerdings den beteiligten nicht unbedingt klar(auf deutscher seite)…

so kams jedenfalls rüber…

aber vielen dank für deine informative antwort

viele grüße

rasta

Die „Admiral Graf Spee“ war vor Kriegsbeginn in den
Südatlantik ausgelaufen und ging dort nach Kriegsbeginn auf
Kaperfahrt (südlicher Atlantik, Indischer Ozean).

Nachdem die „Spee“ eine Reihe britischer Handelsschiffe
aufgebracht hat (die Schiffe wurden gestoppt, die Besatzung
durfte von Bord gehen (kein britischer Matrose der
Handelsschiffe wurde getötet!), dann erst wurden die Schiffe
versenkt), schickten die Briten drei Kriegsschiffe der „Spee“
hinterher: die „Exeter“, die „Achilles“ und die „Ajax“. Am
13.Dezember 1939 kommt es vor der südamerikanischen Küste zum
Gefecht.

Die beiden ersten Salven der „Spee“ setzen die „Exeter“ außer
Gefecht. Dann wird die „Spee“ selbst getroffen und muss schwer
beschädigt den Kampf abbrechen (30 Deutsche und 60 Briten
fallen). Sie läuft den Hafen von Montevideo im neutralen
Uruguay an. Für die notwendigen Reparaturen werden drei Wochen
benötigt.

Der britische Botschafter setzt die Regierung Uruguays unter
Druck, so dass dem deutschen Kapitän Langsdorff ein Ultimatum
von 72 Stunden gesetzt wird: Entweder auslaufen (und damit vor
die Rohre der britischen Kriegsschiffe kommen) oder
Beschlagnahme der „Spee“ (und vermutlich Übergabe an die
Briten) durch die lokalen Behörden.

Langsdorff nimmt Kontakt auf mit Berlin. Von dort wird ihm
befohlen, Widerstand bis in den Tod zu leisten.

Langsdorff findet einen dritten Weg. Mit einer Handvoll Männer
fährt er das Schiff hinaus in die Mündung des Rio de la Plata.
Die Briten warten auf ihn. Da gibt Langsdorff den Befehl zur
Selbstversenkung des Schiffes. Es gibt ein paar Explosionen,
dann werden die Ventile geöffnet, und die „Admiral Graf Spee“
sinkt.

Kapitän und Besatzung verlassen Uruguay und wechseln in das
neutrale, aber deutschfreundliche Argentinien. Am 20.Dezember
1939 hält Kapitän Langsdorff eine bewegende Rede vor seinen
Männern. Dann zieht er sich in sein Zimmer zurück, legt sich
auf die Reichskriegsflagge, die er von der „Spee“ mitgebracht
hat, und erschießt sich. In Deutschland hätte wegen
Befehlsverweigerung ein Kriegsgericht auf ihn gewartet.

Viele von der „Spee“-Besatzung blieben in Argentinien und
bauten sich dort ein neues Leben auf. Und so ziemlich alle
sind der Meinung, ohne Langsdorffs Entscheidung, sich dem
Befehl aus Berlin zu verweigern, wären sie wohl alle tot.

Langsdorff selbst ist wegen der Führung seines Schiffes,
seines Umganges mit den Besatzungen der aufgebrachten Schiffe,
vor allem aber wegen seiner Sorge um die eigenen Männern und
der Entscheidung, den Befehl Hitlers zu verweigern - im
Bewusstsein, dass ihn damit die Hinrichtung drohte -, bei der
Royal Navy hoch angesehen.

Grüße
Heinrich

also nach der doku im fernsehen, war die graf spee ganz und
gar nicht schwer beschädigt. die geschosse der engländer
prallten von der graf spee ab.(war ein modernes
panzerschiff)

Sie hatte 35 Einschußlöcher, davon mehrere in Wasserhöhe. Von der urug. Kommission gezählt. Das Hauptproblem war die zerschossenen Frischwassererzeugungsanlage. Ohne Wasser hätte sie nicht auslaufen können, da ohne Wasser in einem Maschinenbetrieb nichts läuft.

(lediglich der dieslreiniger)

Was meinst Du denn mit Dieselreiniger??? Diese Dinge hat man immer als Reserve an Bord.

diese hätten aber, wäre es zu einer weiteren schlacht
gekommen, die schlechteren karten gehabt. dies war allerdings
den beteiligten nicht unbedingt klar(auf deutscher seite)…

Die „Graf Spee“ wäre nicht weit gekommen. Zusätzlich war die Mannschaft durch die Toten und vielen Verwundeten sehr geschwächt.
Man hätte nur Auslaufen können, stoppen und dann sich mit den Engländern beschießen können. Inzwischen war dort zusätzlich die „Cumberland“, ein Schwerer Kreuzer.

Gruß max

hi max,

also nach der doku im fernsehen, war die graf spee ganz und
gar nicht schwer beschädigt. die geschosse der engländer
prallten von der graf spee ab.(war ein modernes
panzerschiff)

verbessere mich – schwerer gepanzerter kreuzer

Sie hatte 35 Einschußlöcher, davon mehrere in Wasserhöhe. Von
der urug. Kommission gezählt. Das Hauptproblem war die
zerschossenen Frischwassererzeugungsanlage. Ohne Wasser hätte
sie nicht auslaufen können, da ohne Wasser in einem
Maschinenbetrieb nichts läuft.

aha – hat eigentlich jemand eine „gscheide“ quelle??

(lediglich der dieslreiniger)

Was meinst Du denn mit Dieselreiniger??? Diese Dinge hat man
immer als Reserve an Bord.

ich dachte, es hätte dieselreiniger geheissen. ohne diesen hatte die besatzung nur noch für einen tag „sauberen“ kraftstoff

diese hätten aber, wäre es zu einer weiteren schlacht
gekommen, die schlechteren karten gehabt. dies war allerdings
den beteiligten nicht unbedingt klar(auf deutscher seite)…

Die „Graf Spee“ wäre nicht weit gekommen. Zusätzlich war die
Mannschaft durch die Toten und vielen Verwundeten sehr
geschwächt.

30 tote= viel? ich mein sicherlich – aber angesichts einer besatzung von was weis ich wieviel 100 mann, kann doch von „sehr geschwächt“ keine rede sein

Man hätte nur Auslaufen können, stoppen und dann sich mit den
Engländern beschießen können. Inzwischen war dort zusätzlich
die „Cumberland“, ein Schwerer Kreuzer.

echt oder? waren ja nicht sehr erquickend diese aussichten :smile:
also, ich dachte es war dieser reiniger – vielleicht wars auch das „frischwasser-gerät“!?!
hätte man ohne diese beschädigung nicht flüchten können- das schiff war doch um einiges schneller als andere?

wünsche ein schönes wochenende

rasta

hi max,

also nach der doku im fernsehen, war die graf spee ganz und
gar nicht schwer beschädigt. die geschosse der engländer
prallten von der graf spee ab.(war ein modernes
panzerschiff)

Was für ein Quatsch (entschuldigung)

Dann hätte es keine Toten und Verwundete gegeben.

verbessere mich – schwerer gepanzerter kreuzer

Panzerschiff war der Name, weil man diesen Schiffstyp neu erfunden hatte. Es gehörte zum 100 000 Mannheer der Weimarer Republik.
Das „Panzer“ sagt nichts über die Panzerung aus.

aha – hat eigentlich jemand eine „gscheide“ quelle??

Es gibt mehrere Bücher. Es gibt Dokumentationen.

30 tote= viel? ich mein sicherlich – aber angesichts einer
besatzung von was weis ich wieviel 100 mann, kann doch von
„sehr geschwächt“ keine rede sein

Und die Verwundeten die in Montevideo versorgt wurden?
Zum Gefecht wird die volle Besatzung gebraucht. Während des Gefechts fallen laufend welche aus.

echt oder? waren ja nicht sehr erquickend diese aussichten :smile:
also, ich dachte es war dieser reiniger – vielleicht wars
auch das „frischwasser-gerät“!?!
hätte man ohne diese beschädigung nicht flüchten können- das
schiff war doch um einiges schneller als andere?

Mit Löchern in Wasserlinie schnell fahren?

Gruß max

Noch etwas :

Man findet als Begründung, dass die „Graf Spee“ nicht auslaufen konnte ebenfalls die Version, Küche und Bäckerei wären zerschossen gewesen. Also hätte man die Besatzung nicht ausreichend verpflegen können. Was natürlich großer Unsinn ist.
Den Kommandanten eines Kriegsschiffes muß man finden, der eine solche Kampfkraft auf Null dreht, nur weil seine Besatzung keine warme Suppe mehr bekommt. Verpflegung war ausreichend an Bord.

Der wahre Grund war der zerschossene Rumpf in Wasserlinie. Damit hätte man nur langsam fahren können und wäre jedem Gegner in Geschwindigkeit unterlegen gewesen. Und auf dem Weg vom Südatlantik nach Europa wäre die „Graf Spee“ unablässig gejagt worden.

Auch die defekte Frischwassererzeugungsanlage war ein wichtiger Grund. Ohne Kühlwasservorräte und Trinkwasser für die restlichen 1000 Mann wäre man nicht weit gekommen.

Zu den zerstörten Kraftstoffiltern kann man so überhaupt nichts sagen. Es kommt ganz drauf an, womit die Diesel liefen.
Wenn man im TV sagte, sie hätten Vorräte für einen Tag gehabt, so könnte das bedeuten, dass die Tagestanks mit separiertem (gereinigtem) Schweröl gefüllt waren, aber die Separatorenanlage (Zentrifugen) zum Nachfüllen von den Vorratstanks defekt waren. Also nur die Tagestankfüllung zur Verfügung stand.
Ich glaube aber nicht, dass dieses Schiff seine Antriebsmaschinen mit leichtem Schweröl fuhr. Das hätte die Maschinenanlage sehr viel komplizierter gemacht und auch mehr Gewicht gekostet. Ich bin mir sicher, dass man alle Verbrennungsmotoren mit Marine Diesel fuhr und dafür keine besondere Reinigungssysteme benötigte, außer normalen Spalt- und Vliesfilter. Zum Schutz der Einspritzpumpen. Und diese Filter sitzen direkt vor den Motoren. Kann man also 24 Stunden fahren, heißt das, die Filter sind betriebsfähig auch für längere Zeit. Und werden im normalen Turnus gereinigt oder gewechselt.
Schwerölbetrieben und die Separatorenanlage defekt hätte sicherlich bedeutet, nur für einen Tag Kraftstoff.

Die „Admiral Graf Spee“ hätte also Europa niemals erreicht. Sie hätte sich den Engländern stellen können um dann mit fliegenden Fahnen unterzugehen. Das wäre natürlich ganz im Sinne des kriegsführenden Deutschland gewesen. Das hatte mit den Nazis nichts zu tun. Die „Graf Spee“ hätte während ihrer letzten Zuckungen ganz sicher noch den Engländern Schaden zugefügt und dafür ist ein Kriegsschiff geplant und gebaut. Wäre die Regierung eine andere, als die der Nationalsozialisten gewesen, hätte man sich genauso darüber erregt.
Für die Besatzung und ihre Familien natürlich ein Glücksfall. Für die Marineführung eine Katastrophe. Der Kommandant wäre vor das Kriegsgericht gekommen, egal ob Nazis oder andere an der Regierung gewesen wären. Ihm blieb nur der Freitot.

Gruß max

1 „Gefällt mir“

Auch die defekte Frischwassererzeugungsanlage war ein
wichtiger Grund. Ohne Kühlwasservorräte und Trinkwasser für
die restlichen 1000 Mann wäre man nicht weit gekommen.

Zu den zerstörten Kraftstoffiltern kann man so überhaupt
nichts sagen. Es kommt ganz drauf an, womit die Diesel liefen.
Wenn man im TV sagte, sie hätten Vorräte für einen Tag gehabt,
so könnte das bedeuten, dass die Tagestanks mit separiertem
(gereinigtem) Schweröl gefüllt waren, aber die
Separatorenanlage (Zentrifugen) zum Nachfüllen von den
Vorratstanks defekt waren. Also nur die Tagestankfüllung zur
Verfügung stand.
Ich glaube aber nicht, dass dieses Schiff seine
Antriebsmaschinen mit leichtem Schweröl fuhr. Das hätte die
Maschinenanlage sehr viel komplizierter gemacht und auch mehr
Gewicht gekostet. Ich bin mir sicher, dass man alle
Verbrennungsmotoren mit Marine Diesel fuhr und dafür keine
besondere Reinigungssysteme benötigte, außer normalen Spalt-
und Vliesfilter. Zum Schutz der Einspritzpumpen. Und diese
Filter sitzen direkt vor den Motoren. Kann man also 24 Stunden
fahren, heißt das, die Filter sind betriebsfähig auch für
längere Zeit. Und werden im normalen Turnus gereinigt oder
gewechselt.
Schwerölbetrieben und die Separatorenanlage defekt hätte
sicherlich bedeutet, nur für einen Tag Kraftstoff.

Die „Admiral Graf Spee“ hätte also Europa niemals erreicht.
Sie hätte sich den Engländern stellen können um dann mit
fliegenden Fahnen unterzugehen. Das wäre natürlich ganz im
Sinne des kriegsführenden Deutschland gewesen. Das hatte mit
den Nazis nichts zu tun. Die „Graf Spee“ hätte während ihrer
letzten Zuckungen ganz sicher noch den Engländern Schaden
zugefügt und dafür ist ein Kriegsschiff geplant und gebaut.
Wäre die Regierung eine andere, als die der
Nationalsozialisten gewesen, hätte man sich genauso darüber
erregt.
Für die Besatzung und ihre Familien natürlich ein Glücksfall.
Für die Marineführung eine Katastrophe. Der Kommandant wäre
vor das Kriegsgericht gekommen, egal ob Nazis oder andere an
der Regierung gewesen wären. Ihm blieb nur der Freitot.

Hallo,
@ Max
ich habe mal ein bisschen im Internet gesucht, meine Marinebücher sind irgendwo in Kisten unterm Dach, und einmal etwas von einer zerstörten Ölaufbereitungsanlage gelesen. An anderer Stelle fand ich, dass sie acht schnelllaufende doppelt wirkende MAN 2-Takt Dieselmotoren mit jeweils 6750 PS besass. Ich habe zwar nur wenig(tendiert Richtung null) Ahnung von Schiffsmotoren aber Ölaufbereitungsanlage bei Diesel?
@ Rasta: im Fernsehen wird oft gerade was Waffen und sonstige militärische Sachen betrifft so ziemlich alles erzählt, nur nicht das Korrekte. Im übrigen haben Max und Heinrich alles zur Graf Spee gesagt, was zu sagen ist.
Gruss
Rainer

ich habe mal ein bisschen im Internet gesucht, meine
Marinebücher sind irgendwo in Kisten unterm Dach, und einmal
etwas von einer zerstörten Ölaufbereitungsanlage gelesen. An
anderer Stelle fand ich, dass sie acht schnelllaufende doppelt
wirkende MAN 2-Takt Dieselmotoren mit jeweils 6750 PS besass.
Ich habe zwar nur wenig(tendiert Richtung null) Ahnung von
Schiffsmotoren aber Ölaufbereitungsanlage bei Diesel?

Sicher! Wenn sie mit Schweröl gefahren sind hatten sie ganz sicher Separatoren, also Aufbereitung. Fuhren sie mit Dieselöl reichten, wenn dieses sauber war, große Filteranlagen. Heute hat man auch dafür Aufbereitung.

Gruß Max

Hallo Max,

ich habe auch mal gehört, dass die Dieselmotoren und andere technische Einrichtungen des Schiffes „sensationell neu“ waren - ein technischer Leckerbissen für die Engländer. Auch das ein Grund für die Selbstversenkung des Schiffes, das nicht in die Hände des Feindes fallen zu lassen.

Gruß, Stucki

Hallo !

Niemand weiß genau, warum Langstorff die „Admiral Graf Spee“ selbst versenkt hat. Solche Gestalten wie der Kommandant der „Bismark“, Lütjens oder andere Ehemaligen, die heute noch im Ehrenhain in Mürwik hängen und deren Namen man zeitweise für die Schiffe der Bundesmarine genommen hat, wären mit Sicherheit rausgefahren, um „bis zur letzten Patrone“ zu kämpfen.

Die Dieselmotoren waren mit Sicherheit nicht der Grund zur Selbstversenkung. Dieselmotoren konnten die Engländer auch bauen. Das Neue an der „Graf Spee“ und ihren Schwesterschiffen war eben, dass man Dieselmotorenantrieb genommen hatte und keinen Dampfturbinenantrieb! Das war das absolut Neue und deshalb waren diese Schiffe nicht besonders schnell, sondern schnell fahrbereit. Turbinenantriebe sind nicht langsamer. Und man konnte eine Marschfahrt mit den Dieseln laufen, die sehr sparsam an Verbrauch war, denn die drei Panzerschiffe waren als Handelsstörer von Anfang an konzipiert und mußten mit ihrem Kraftstoff lange auskommen. Die volle Dieselkraft war nur für eine eventuelle Flucht gedacht. Die Diesel selbst waren sehr anfällig und kaum für längere Zeit mit Voll zu fahren. Einer von ihnen war permanent in Reparatur oder in Wartung.

Langstorff hat in Montevideo dem deutschen Botschafter in Montevideo schriftlich bestätigt, dass er nur noch wenig Munition hat und deshalb eine neue Begegnung mit den Engländern wohl mit der Versenkung endet. Diese Munition hätte ja bis Europa reichen müssen. Vorher hätte er die kleine englische Flotte damit versenken müssen.

Langstorff war eine totale Ausnahme als Kriegsschiffkommandant. Vom Fachlichen her ein großer Könner, vom Menschlichen ebenso. Aber ich denke, für die heutige Marine immer noch ein Versager/Verräter, sonst gäbe es Schiffe mit seinem Namen bei der Bundesmarine und nicht von einem Herrn Lütjens, der bis zur letzten Patrone gekämpft hat. Wäre Dönitz nicht zufällig Führers Nachfolger gewesen, hätte man die heutige U-Bootflotte der Bundesmarine sicher „Dönitzflotte“ genannt.

Es gibt so viele Gerüchte und Meinungen, warum die „Graf Spee“ versenkt wurde. Vielleicht hat Kapt. Langstorff erkannt, dass noch mehr Tote dieses Regime nicht wert war. Dazu muß man ganz klar erkennen, dass er von den Behandlungen an den Juden in Deutschland und den eroberten Gebieten nichts wußte. Zu dieser Zeit nicht viel wissen konnte. Dass er nicht erst gewartet hat, wie unsere anderen „Widerstandskämpfer“. Diese wohl erst mit der Erkenntnis der Greuel an den Juden zu Widerstandskämpfern wurden.

Vielleicht war die Sprengung der „Admiral Graf Spee“ sein Widerstand.

Gruß Max

hallo max,

vielen dank nochmals für deine ausführlichen antworten.

hi max,

also nach der doku im fernsehen, war die graf spee ganz und
gar nicht schwer beschädigt. die geschosse der engländer
prallten von der graf spee ab.(war ein modernes
panzerschiff)

Was für ein Quatsch (entschuldigung)

Dann hätte es keine Toten und Verwundete gegeben.

verbessere mich – schwerer gepanzerter kreuzer

nun ja, es kann doch z.b. die 5 matrosen hinter einem geschütz wegbretzeln, und das geschütz immer noch einsatzbereit sein.

viele grüße

rasta

hallo rainer,

@ Rasta: im Fernsehen wird oft gerade was Waffen und sonstige
militärische Sachen betrifft so ziemlich alles erzählt, nur
nicht das Korrekte. Im übrigen haben Max und Heinrich alles
zur Graf Spee gesagt, was zu sagen ist.

achso – bisher war ich der ansicht, das dies in diversen internetforen der fall ist :smile:
na gut

viele grüße und danke für die antworten

rasta

Dann hätte es keine Toten und Verwundete gegeben.

verbessere mich – schwerer gepanzerter kreuzer

nun ja, es kann doch z.b. die 5 matrosen hinter einem geschütz
wegbretzeln, und das geschütz immer noch einsatzbereit sein.

Die stärkste Panzerung der Graf Spee war in Wasserlinie 80 mm und das ist nichts.
Wenn 5 Matrosen hinter einem Geschütz weggebretzelt wurden, ist das Geschütz nicht mehr da. Die Geschosse der Engländer flogen keine Kurven. Und auf einem Kriegsschiff sind die Rollen genau nach Fachrichtungen eingeteilt. Hat man keinen Ersatz mehr für die Weggebretzelten heißt es : Geschützbedienung ausgefallen. Man versucht und trainiert natürlich so viel wie möglich Besatzung an die Geschütze zu holen, aber ein Kriegsschiff hat noch andere Stationen, die während des Gefechts besetzt sein müssen.

Gruß max

achso – bisher war ich der ansicht, das dies in diversen
internetforen der fall ist :smile:
na gut

Wenn heute ein Film über ein Schiff der Bundesmarine gezeigt wird, stehen den Besatzungsmitgliedern die Haare zu Berge über so viel Unsinn, der da erzählt wird.
Gruß Max